Netzentgeltreduzierung für neue Wallbox nach § 14a EnWG

AntwortenAntworten Options Options Arrow

Re: Steuerbare Wallbox - Pflicht?

Benutzeravatar
read
@Xentres
Das es am Ende eine individuelle Entscheidung ist, sollte klar sein.
Ich habe ~2.200kWh Netzbetzug bei einem Gesamtverbrauch von 7.000kWh. Daher mein Schritt, meine WB als steuerbar beim Netzbetreiber anzugeben.
Anzeige

Re: Steuerbare Wallbox - Pflicht?

mobafan
  • Beiträge: 1927
  • Registriert: So 9. Jul 2017, 22:14
  • Hat sich bedankt: 64 Mal
  • Danke erhalten: 430 Mal
read
Xentres hat geschrieben: @mobafan

Wieso soll das nicht denkbar sein?

Ich habe zum Beispiel keine Eigenerzeugung und kein HEMS.
Ich meinte das als Generalum. Das funktioniert eben nicht. Im Spezialfall "keine eigene Erzeugung" ginge das natürlich.
Verbrennerfreier Haushalt im Energieplushaus.
ID.4 Pro Performance MJ23

Tibber Stromvertrag mit 50 € Bonus: https://invite.tibber.com/i5fn3545

Re: Steuerbare Wallbox - Pflicht?

Benutzeravatar
read
Nach dem Durchlesen der Beiträge glaube ich, dass eine Dimmung oder Abschaltung der Wallbox in Deutschland nicht erfolgen wird. Grund: Es gibt ein Gesetz aber offensichtlich keinen wirklich erkennbaren Plan dazu, der umsetzbar wäre. Verschiedene Möglichkeiten, Elektriker wird gebraucht etc., quasi der Albtraum jedes Netzbetreibers für das gleiche Ziel unterschiedlichste Schnittstellen bedienen zu müssen. Der klassische Rundsteuerempfänger An/Aus ist da noch der einfachste Fall und gerade mit Blick auf die Verbreitung der Elektromobilität ein sehr abschreckendes Instrument bei der Ersatzinvestition für einen Verbrenner. Besser ist da smartes Steuern z.B. mit OCCP, aber da wird es dann an der Umsetzung klemmen und der Sicherheit. Wie soll revisionssicher nachgewiesen werden, dass die Maßnahme nicht umgangen wird . Gerade bei OCCP ist die Umgehung einer Dimmung/Abschaltung ohne Eingriff in die Hardware leicht zu umgehen, es reicht ein Raspi Zero, etwas Scripting und eine Anleitung aus dem Internet. Und bis so viele Elektroautos und Wärmepumpen möglicherweise verkauft werden bis ein kritischer Punkt bei der Stromverteilung erreicht ist, wird die Ampel längst Geschichte sein und es wird wieder andere Gesetze geben. Die Erfahrung zeigt, dass Deutschland bei komplexen Themen leider nicht mehr performt und sich an der eigenen Bürokratie und/oder mangelhaften Gesetzen permanent selbst stranguliert. Leider ist die Realität so, da machste nix!
Deshalb denke ich kann man sich ruhig zurücklehnen….

Re: Steuerbare Wallbox - Pflicht?

Benutzeravatar
  • env20040
  • Beiträge: 7742
  • Registriert: So 6. Okt 2019, 11:33
  • Wohnort: Europa, Ostösterreich, Mittelfranken
  • Hat sich bedankt: 1493 Mal
  • Danke erhalten: 1580 Mal
read
Weil es in Deutschland keinen Plan gibt, heisst nicht, dass es in einem Bundesland, bz.w bei einem Netzversorger "keinen Plan" gibt, und, auch nicht, ob da nicht etwas auf EU-Ebene kommt, was wohl das Sinnvollte wäre, da man dann wieder mal alles "auf Brüssel" schieben kann.
Sinn macht es, ebenso wie die alten Rundsteuerempfänger.. eigentlich keinen mehr machen. Die Produzieren Verluste und Kosten, was heute über Funk erheblichst einfacher, und sogar eleganter, ausgeführt werden kann.
Wiewohl man natürlich auf alte& bewärte Technik auch zurückgreifen kann in einem Zukunfts und Fortschrittsfeindlichem Land.

Der Smartmeter ist übrigens, so dieser dafür ausgelegt ist, die 1. Stufe, da viele 2 Schaltkontakte besitzen und man über das Stromnetz heute erheblich eleganter Komunizieren kann.
Diverse E Fahrzeuge von 18 bis 90 Kwh.

Re: Steuerbare Wallbox - Pflicht?

Xentres
  • Beiträge: 2693
  • Registriert: Di 25. Feb 2020, 13:18
  • Hat sich bedankt: 567 Mal
  • Danke erhalten: 846 Mal
read
mobafan hat geschrieben: Ich meinte das als Generalum. Das funktioniert eben nicht. Im Spezialfall "keine eigene Erzeugung" ginge das natürlich.
Man kann wahrscheinlich vortrefflich drüber streiten, was der Spezialfall ist :)

@ÖkoMutti

Du gehst da falsch an die Sache ran.

Die ursprüngliche Absicht war, dass den Netzbetreibern untersagt werden sollte, den Anschluss neuer Wallboxen und Wärmepumpen zu verweigern.

Da die Netzbetreiber dann aber natürlich gejammert hätten, dass ihre maroden Netze und Trafos die ganzen neuen Verbraucher doch gar nicht aushalten, hat die Bundesnetzagentur den gleichzeitigen Zwang der Steuerbarkeit eingebaut.

Siehe Umsetzung in Punkt 5:

"5. Sicherstellung des Netzanschlusses
Aufgrund der Teilnahmeverpflichtung aller Betreiber einer steuerbaren Verbrauchseinrichtung nach Ziffer 3.1.b. darf der Netzbetreiber deren Anschluss und Nutzung im Rahmen eines bestehenden oder zu errichtenden Anschlusses insbesondere nicht gemäß §§ 17 Absatz 2, § 18 Absatz 1 Nr. 1 EnWG mit Verweis auf mangelnde Netzkapazität verzögern oder ablehnen."

Jetzt haben die Netzbetreiber alles an der Backe: Anschluss neuer Wallboxen/Wärmepumpen kann nicht verweigert, Aufwand zur Steuerung der Verbraucher auf Seiten des Netzbetreiber und zugleich reduzierte Netzentgelte (weniger Einnahmen bei den großen Verbrauchern Wallbox/Wärmepumpe).

Eigentlich könnte man sagen: Ätschi-Bätsch Netzbetreiber.
BMW i3 120 Ah - seit 04/2020 - Melbourne Rot

Re: Steuerbare Wallbox - Pflicht?

Benutzeravatar
read
Naja, das Ätschi-Bätsch muss dann aber evtl. der Endkunde ausbaden, welcher sich für den Umwelt/Klimaschutz entscheidet, weil er wie bereits beschrieben mit Mehrkosten für die Steuereinrichtungen rechnen muss. Das darf ja eigentlich so nicht sein… sozusagen alles richtig gemacht und trotzdem abgewatscht.

Re: Steuerbare Wallbox - Pflicht?

Benutzeravatar
  • env20040
  • Beiträge: 7742
  • Registriert: So 6. Okt 2019, 11:33
  • Wohnort: Europa, Ostösterreich, Mittelfranken
  • Hat sich bedankt: 1493 Mal
  • Danke erhalten: 1580 Mal
read
Das "Ätschibätsch" Netzbetreiber, das kann allerdings teuer werden....
Entweder, so wie in Bayern, dass man eine PV angeschlossen hat und ein Rückschrittlicher Ein-Aus Abschalter eingesetzt ist,
Oder dass man die Netzertüchtigung zu bezahlen hat.

Der Kunde sind wir, und der hat die Zeche zu bezahlen.
Somit ist eine Steuerbare Wallbox, mit einem Stromangebot danach, Sinnvoll und güstiger als alles andere, für beide Partein und, selbst eine Luftwärmepumpe kann man in der Nacht bei -9°C nicht so erfektiv betrieben wie am Tag, bei -2°C.

Beides also im Sinne des Endkunden.
Diverse E Fahrzeuge von 18 bis 90 Kwh.

Re: Steuerbare Wallbox - Pflicht?

Benutzeravatar
read
Bayernwerk fängt in diesem Jahr mit dem Smartmeter Rollout an, bei PV > 7kWp bzw > 6.000kWh Netzbezug. Da ja der Regierung nur das Negative vorgehalten wird, ist das Beschleunigungsgesetz aus Mai 2023 komplett untergegangen. Auch die Deckelung der Messstellenpreise wurde um ein Jahr vorgezogen.

@ÖkoMutti
Mit einem SmartMeter kann der Netzbetreiber kontrollieren, ob der Anweisung folge geleistet wurde. Egal ob PV Abschaltung oder Dimmung steuerbarer Verbrauchseinrichtungen.

Es kommt auf das Kosten/ Nutzen Verhältnis an. Ich gehe nicht davon aus, dass ich zu hohen Netzlastzeiten mein Auto laden werde. Schon alleine wegen Tibber. Daher sehe ich da kein Risiko und wenn eh schon ein Rundsteuerempfänger vorhanden ist und im Laufe 2024 das ImSyS installiert werden soll, von mir aus. Ich hoffe es haben die Steuerboxen auch die Zulassung erhalten.
Nach meinem bisherigen Verständnis ändert sich für mich nichts und ich bekomme 150€ im Jahr. Aber ganz Detailiert könnten bisher weder Bayernwerk noch mein Elektriker Antworten geben.

Re: Steuerbare Wallbox - Pflicht?

Xentres
  • Beiträge: 2693
  • Registriert: Di 25. Feb 2020, 13:18
  • Hat sich bedankt: 567 Mal
  • Danke erhalten: 846 Mal
read
@ÖkoMutti

Lieber etwas höhere Kosten als gar kein Anschluss der Wallbox/Wärmepumpe.
BMW i3 120 Ah - seit 04/2020 - Melbourne Rot

Re: Steuerbare Wallbox - Pflicht?

dr_big
  • Beiträge: 1758
  • Registriert: Sa 15. Jan 2022, 09:14
  • Hat sich bedankt: 355 Mal
  • Danke erhalten: 683 Mal
read
yadiori hat geschrieben: Im Grunde klingt es für mich so, als ob man erstmal nur die Pflicht hat, seine neue Wallbox zu melden und dazu bereit zu sein, sie falls nötig "dimmen" zu lassen. Wobei "dimmen" bedeutet, dass eben in dieser gedimmten Zeitspanne nicht mehr als 4,2 kW bezogen werden dürfen. Dann erhält man auch direkt den Rabatt (jährlicher, niedrig dreistelliger pauschaler Bonus oder 60% auf Netzentgelt-Arbeitspreis, wobei man für die 60% Rabatt dann sicherlich einen eigenen Zähler für die Wallbox braucht).
Bekommt man den Rabatt auch wenn man permanent auf 4,2kW begrenzt?
Anzeige
AntwortenAntworten

Zurück zu „Private Lade-Infrastruktur“

Gehe zu Profile
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag