Frage zur Wallbox-Verkabelung

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Hofer60
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Hallo zusammen,

nachdem ich hier schon eine Zeit lang interessiert mitlese, habe ich mich jetzt für meinen ersten Post angemeldet.

An meinem TG-Stellplatz würde ich gerne eine Wallbox installieren lassen, diese soll möglichst über meinen vorhandenen Wohnungszähler laufen. Vom Zählerraum aus laufen die Kabel in die einzelnen Wohnungen über eine Kabelbrücke, die direkt über meinen Stellplatz führt.

Ist es technisch möglich und zulässig, das in meine Wohnung führende Kabel an der Kabelbrücke anzuzapfen und einen Abzweig zu einem noch zu installierenden Unterverteiler zu legen, wo dann 3fach-LS und RCD für die Wallbox rein kommen? Wenn das so ginge, müsste ich kein neues Kabel durch das Brandschott zwischen Zählerraum und TG verlegen lassen.

Im Zählerschrank ist jeder Zählerplatz mit 3x35A SLS abgesichert, es sollte also eigentlich genügend Reserve für eine 11kW-Wallbox vorhanden sein.

Das Thema Lastmanagement, das irgendwann sicher noch bei weiteren Wallboxen kommen wird, lassen wir hier erstmal außen vor. Es soll sowieso eine cFOS Power Brain werden.
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Re: Frage zur Wallbox-Verkabelung

Jeepy
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So verlockend der Gedanke auch ist - das wird nichts. Die Zuleitung zu Deiner Wohnungsverteilung hat unterbrechungsfrei zu erfolgen und in Deinem Fall also unterbrechungsfrei zu bleiben.

Ich denke, Du wirst nicht darum herumkommen, eine neue Zuleitung, abgehend von Deinem Zähler, zu einer kleinen Unterverteilung an Deinem TG-Platz verlegen zu lassen. Sei froh, dass wenigstens dies technisch möglich ist.

Re: Frage zur Wallbox-Verkabelung

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Willkommen hier im Forum.

"Vom Zählerraum aus laufen "...
Heisst dies, dass die Zähler Zentral im Keller stituiert sind?
Dann gäbe es eine kleine Möglichkeit, wenn die Leitung über deinem Auto die Subzählerleitung ( also hinter dem "Wohungszähler") ist.
Dann ist nur noch die Frage, ob man "Feuerwehrtechnisch" diese Leitung freigeschaltet bekommt, wenn die Feuerweihr die Garage zum Löscheinsatz freischalten möchte.
Dies ginge auch, sogar Automatisiert mit einem Kontakt aus der Brandmeldeanlage heraus. ( Dies diskutierten wir erst letzte Woche).
Diverse E Fahrzeuge von 18 bis 90 Kwh.

Re: Frage zur Wallbox-Verkabelung

Hofer60
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Danke @Jeepy und @env20040 für Eure Antworten, die sich aber irgendwie widersprechen :?

Es ist in der Tat so, dass der Wohnungszähler im Keller sitzt in einem Zählerraum, in dem alle Wohnungs- und sonstigen Zähler untergebracht sind direkt neben der Tiefgarage. Von dort gehen die Kabel zu den einzelnen Wohnungs-Unterverteilungen (in denen es keine Zähler gibt) über die beschriebene Kabelbrücke, die unter der Decke der TG verläuft. Wären das die von @env20040 erwähnten "Subzählerleitungen", die ich dann doch anzapfen könnte?

Es gibt keine Brandmeldeanlage im Haus (22 Wohneinheiten) und direkt neben meinem Stellplatz hat mein Nachbar schon beim Bau 2018 eine Wallbox installieren lassen, die allerdings über einen separaten Zähler läuft mit RSE wegen des speziellen E-Auto-Tarifes. Einen Schalter oder eine sonstige Vorrichtung zur Freischaltung der Garage habe ich noch nicht gesehen.

Re: Frage zur Wallbox-Verkabelung

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Damit hast Du ein Problem! Da bereits 11 kW am Hausanschluß als Wallbox vorhanden sind, geht es nur unter folgenden Bedingungen:
  • Entweder eine Genehmigung vom Netzbetreiber für die höhere Anschlussleistung der Elektromobilität
  • Ein Lastmangement zusammen mit der bestehenden Wallbox aufsetzen
Als Chance die Nutzung des bestehenden Elektromobilitätszählers (Grenze 22 kW oder 30 kW) für einen günstigen Ladestrom (Netzentgelte auf 40% reduziert!).
Mit der mindestens vorhandenen Leistung von 22kW (am Zähler) können im Normalfall 6 Wallboxen mit Lastmanagement betrieben werden.
Die Frage iast auch was für eine Box ist bisher verbaut?
Wie verstehen sich die beiden E-Fahrzeugfahrer untereinander?
Fiat 500e seit 2017, zusätzlich VW eGolf. inzwischen auch ein i3s in der Familie; 115 MWh Strom an den Ladesäulen verkauft.
Ladesäule vor der Haustür
#2307 Ladestart um 23:07

Re: Frage zur Wallbox-Verkabelung

Hofer60
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Mit meinem Nachbarn verstehe ich mich sehr gut und er hat mir auch in Aussicht gestellt, dass ich erstmal seine Wallbox mit nutzen darf, vorausgesetzt er findet eine Lösung für die Abrechnung untereinander. Der Zähler läuft über seine Firma, in der er zwar Miteigentümer und Geschäftsführer ist, aber das muss natürlich trotzdem korrekt verbucht werden. Nachdem er inzwischen hauptsächlich tagsüber am Arbeitsplatz lädt, ist die Box überwiegend ungenutzt; mir ist trotzdem eine eigene Box am eigenen Zähler lieber, mit der ich gerne den dynamischen Tibber-Tarif nutzen möchte.

Das mit dem Lastmanagement ist mir klar, ich habe auch versprochen, dass ich mich für die Eigentümergemeinschaft in das Thema einarbeite. Bisher bin ich damit zwischen Netzbetreiber und Elektriker im Kreis gelaufen, aber inzwischen zuversichtlich, dass wir mit entsprechendem Lastmanagement eine ausreichende Anzahl an Ladepunkten vernünftig betreiben könnten. Bei der aktuellen Altersstruktur der Eigentümergemeinschaft ist das Interesse sowieso eher verhalten, wobei wir sogar einen 90-jährigen E-Auto-Fahrer mit einem Kleinwagen haben (Skoda, wohl baugleich E-Up), der sich aber inzwischen eine 1-phasige CEE an seinen Platz hat legen lassen, was ihm ausreicht. Ansonsten hat nur mein Nachbar bisher ein E-Auto (Tesla Model Y), ich bin erst noch in der Findungsphase meiner persönlichen E-Mobilität.

Mein Nachbar hat eine Wallbox von Walther, die so wohl nicht mehr gebaut wird. Ich möchte mir eine cFOS Power Brain installieren lassen, die dann auch das Lastmanagement für alle anderen künftigen Wallboxen übernehmen könnte.

Ich sehe die Anmeldung meiner Wallbox als Versuchsballon, wie viel der Netzbetreiber bei uns zulässt. Wir haben hier ein klassisches Henne-Ei-Problem, weil der Netzbetreiber mir darüber vorab keine Auskunft geben will. Nur ein konzessionierter Elektriker darf eine Wallbox anmelden, erst dann überprüft der Netzbetreiber, was Trafo und Hausanschluss hergeben.

Re: Frage zur Wallbox-Verkabelung

AudiSchanze
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Jeepy hat geschrieben: So verlockend der Gedanke auch ist - das wird nichts. Die Zuleitung zu Deiner Wohnungsverteilung hat unterbrechungsfrei zu erfolgen und in Deinem Fall also unterbrechungsfrei zu bleiben.

Ich denke, Du wirst nicht darum herumkommen, eine neue Zuleitung, abgehend von Deinem Zähler, zu einer kleinen Unterverteilung an Deinem TG-Platz verlegen zu lassen. Sei froh, dass wenigstens dies technisch möglich ist.
Zwar darf ein Kabel nicht einfach zum Y Kabel gemacht werden, aber es darf sehr wohl in einen UV geführt werden, der dann WB und die Wohnung versorgt. In diesem kann man dann auch Zähler und ggf. FI für die WB unterbringen.

Re: Frage zur Wallbox-Verkabelung

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Hofer60 hat geschrieben: ....

Ich sehe die Anmeldung meiner Wallbox als Versuchsballon, wie viel der Netzbetreiber bei uns zulässt. Wir haben hier ein klassisches Henne-Ei-Problem, weil der Netzbetreiber mir darüber vorab keine Auskunft geben will. Nur ein konzessionierter Elektriker darf eine Wallbox anmelden, erst dann überprüft der Netzbetreiber, was Trafo und Hausanschluss hergeben.
Richtiger Ansatz :thumb:
Ich würde allerdings empfehlen in der Folge mit Deinem Nachbarn gemeinsam ein Wallbox Produkt zu wählen, egal wie es ausgeht.
So ist der zukünftige, weiter Ausbau vereinfacht.
Open WB, Open Wallbox bietet sich, ob deren Flexibilität, an.
Hat geeicht Zähler drin, womit auch der Arbeitgeber mit im Boot ist.
Somit könntet Ihr beide euch schon an die eine Leitung des Nachbarn anschließen und, ich Waage zu versprechen dass beide Autos voll werden.( 10 Stunden an. 11 kW sind 110kWh), was geteilt, 55 für jeden sind und, sowie der andere absteckt hat man die vollen 11 kW.

Aber, mal beantragen wenn es ne Lösung gibt ist gut.

Reservierte Anschlussleitung "kann durch nichts ersetzt werden".
Mit 22 KWh bekommt Ihr dann ca. 10 bis 15 Autos in der Garage voll.
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Re: Frage zur Wallbox-Verkabelung

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Die Leitung anzuzapfen erfordert eine Menge Reserve der Leitungslänge. Das gibt eine Fest verlegte Leitung in der Regel nicht her. Einen Meter braucht man schon wenn es Mühelos gehen soll.

MfG
Michael
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Re: Frage zur Wallbox-Verkabelung

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Würde auch beim bisherigen Hersteller bleiben, um ein einheitliches Konzept zu haben.
Leider solltet Ihr auch den 3. im Bunde mit (ins Lastmanagement) aufnehmen.
Bei der Box von Walther kommt es auf den Inhalt an. Gibt es ein Web-Interface?
Es könnte sein, dass der gleiche Controller wie in der Box von Juice oder TechniSat enthalten ist.
Diese ist recht günstig. Zudem kann man den Zähler recht einfach nachrüsten. (Wenn man das Manufacturer Passwort hat)
Abrechnung wäre einfach: Der Zähler in der Box mißt die geladenen kWh und für den Standbyverbrauch der Box gibt es eine Pauschale.
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