Wallbox Installation in einer kleinen WEG

Re: Wallbox Installation in einer kleinen WEG

Xentres
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Das Münchner Modell meint das Modell der Stadtwerke München (SWM), bei welchem die HV mit einem wenig Aufwand produzierendem Mietmodell mit horrenden Preisen (über 1000 Euro Installationskosten einmalig, dann dennoch hohe Monatsmiete für Nutzung der Wallbox und Strombezug ausschließlich über SWM) geködert werden.

Warum die Urteile dazu wichtig sind? Weil sie einerseits solche Lösungen als überbordend und für den einzelnen nicht verbindlich angesehen haben. Andererseits belegen diese Urteile und Gerichtsverfahren auch, dass solche sauteuren Lösungen ungewünscht sind und zu juristischen Streitereien führen.

Das ist also ein perfektes Argument dagegen.

Kannst du also für deine Argumentation, nach günstigeren Alternativen zu suchen, verwenden.
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Re: Wallbox Installation in einer kleinen WEG

betzerei
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Achso, ja danke.

Ich bin ja Treiber der Installation. Denke wenn ich nicht mitziehe, wird das Projekt so auch nicht fortgesetzt. Also geht jetzt nicht darum, dass sich von der WEG dazu gezwungen werde.

Wohne aktuell ja noch in München. Kenne das Modell daher ziemlich gut (mir waren nur Urteile dazu nicht bekannt). Die lokalen Stadtwerke wo meine WEG liegt, bieten ein ähnliches Modell an. Völlig uninteressant, maximal unflexibel und man ist Preis Erhöhungen ausgesetzt die man nicht beeinflussen kann. Sowas würde ich vllt als Notlösung in einer Mietwohnung akzeptieren. Aber nicht in meiner ETW.


Edit:

Hab jetzt nochmal recherchiert und das hier bei keba gefunden..

Zum Elektroauto gehört die Ladestation. Idealerweise befindet sich diese am eigenen Parkplatz vor der Wohnungstür oder beim Arbeitgeber. Da Lademöglichkeiten für E-Autos oft aber beim Bau von Tiefgarage und Co. noch nicht berücksichtigt wurden, muss nachgerüstet werden. Aber selbst wenn neu gebaut wird, gestaltet sich das Errichten von skalierbaren Ladepunkten nicht immer einfach. Dafür bieten immer mehr Hersteller eine praktikable und flexible Lösung: das Stromschienensystem.


Das ist doch aber völlig unnötig wenn die Eigentümer bereits eine eigene Leitung zum eigenen Zählerkasten haben?!

Re: Wallbox Installation in einer kleinen WEG

Xentres
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@betzerei

Hier eine kleine Sammlung zu den Urteilen, das zur SWM ist ganz oben:

https://www.adac.de/news/urteil-wallbox/

Ich habe selbst lange Zeit in München in einer großen WEG gewohnt, wohne jetzt aber nördlich von München und auch im Einzugsbereich des Bayernwerks :)

Stromschienen braucht ihr wahrcheinlich nicht, da (genug) Leerrohre (für alle) vorhanden. Da geht's halt auch drum, dass manchmal die beim Neubau vom Bauträger "reingeschmissenen Leerrohre" nicht ausreichend dimensioniert sind.
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Re: Wallbox Installation in einer kleinen WEG

betzerei
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Dankeschön für den Link!

Ah, das ist schon mal gut zu wissen. Wenn die leerrohre nicht ausreichend sein sollten, müsste der Bauträger aber nachbessern. Die wurden ja einzig und allein zum Zwecke der e-Mobilität installieren gelassen.

Hast du denn Erfahrungen mit diesem bayernwerk Produkt?

Re: Wallbox Installation in einer kleinen WEG

Xentres
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Ich denke es handelt sich um folgendes Angebot:

https://bayernwerk-emobil.de/gemischtei ... wohnanlage

Da ich jetzt in einem eigenen EFH wohne, habe ich keine Erfahrung mit solchen Lösungen.

Bei Problemen mit der Installation und möglichen Regressansprüchen wird es auf die Vertragssituation mit dem Bauträger ankommen. Waren nur Leerrohre eines bestimmten Durchmessers vertraglich vereinbart und würden diese verbaut, wird der Bauträger sicher nichts nachbessern. Freiwillig besseren die meisten Bauträger ohnehin nicht nach. Außer man hat noch 5 bis 10% der Bezahlung einbehalten, bis alle Mängel beseitigt sind.
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Re: Wallbox Installation in einer kleinen WEG

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Das Münchner Modell (der SWM) hattest Du selber beschrieben.

Dein Problem ist, die HV will gleich die große Lösung von den ersten bezahlen lassen.
Da ist das Münchner Urteil die Hilfe für Dich. Die SWM sind dort mit Ihrem Modell gescheitert, da die Gemeinschaft die höheren Kosten auf den einzelnen umlegen wollte.

Nimm aber einen eigenen Zähler für die Elektromobilität um unter anderem auch Netzentgelte sparen zu können.

Aus Platzgründen und zur Vereinfachung der Leitungsführung bieten sich Stromschienen an. Sieh Dir mal das System von Schneider an (Canalis für 63/100/160A).

Plane das System so für Dich, dass das letzte Stück Stromleitung vir dem Stellplatz durch die Stromschiene ersetzt werden kann, und bringe es selber in die ETV ein.
Antrag auf Gestattung mit dem Hinweis später einer größeren Lösung beizutreten.
Aber es gilt: wer zahlt darf die Ausführung bestimmen.

Meist ist es so, daß größere Systeme aufgrund der entstehenden Kosten (für Unbeteiligte) abgelehnt werden.
Fiat 500e seit 2017, zusätzlich VW eGolf. inzwischen auch ein i3s in der Familie; 115 MWh Strom an den Ladesäulen verkauft.
Ladesäule vor der Haustür
#2307 Ladestart um 23:07

Re: Wallbox Installation in einer kleinen WEG

betzerei
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Das Ding ist ja, wenn das "große system" von den Unbeteiligten abgelehnt werden, dann können der Nachbar und ich uns ja einfach ne wallbox für uns beide installieren lassen und fertig...

Werde dem HV heut Abend mal ne Mail schreiben, dass die Eigentümer alle da jetzt Geld für die Leerrohre ausgegeben haben und die Situation doch bitte erst mal vor Ort geprüft werden soll. Zudem kommt für mich kein system mit Tarif und evtl Grundgebühr in Frage.

Wenn ich das aus den urteilen richtig in Erinnerung habe, hab ich das Recht drauf entscheiden zu können, über welchen Anbieter ich laden möchte. Zumindest, wenn ich der erste bin und sonst niemand mit zieht.

PS: selbst konkret planen mit einem Betrieb werde ich erst, wenn klar ist das es keine gemeinschaftliche Lösung gibt.

Re: Wallbox Installation in einer kleinen WEG

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Die Prüfung würde ich an Deiner Stelle lieber selbst beauftragen. Bei dem was Du bislang von Deiner Hausverwaltung geschrieben hast, hat diese kein Interesse die Ladelösung in eurer WEG mit auch nur minimalem Aufwand zum besseren zu wenden. Vermutlich werden sie jemanden von eon holen, der - Wunder über Wunder - zum gleichen Ergebnis wie Bayernwerk kommt.

Wenn Du Dir selbst einen Elektriker holst, kannst Du der Hausverwaltung und Wohnungsgemeinschaft mit Zahlen aufzeigen, was es jetzt und später kostet. Als kleiner Tipp: da die Hausverwaltung ja anscheinend nicht gerade erpicht auf zusätzliche Arbeit ist, ist der individuelle Anschluß der Wallboxen an den eigenen Zähler das beste Argument gegen eine gemeinsame Stromschienen-Lösung (wo ja irgendwer die Abrechnung machen muß - im Zweifel die Hausverwaltung das in ihre Nebenkostenabrechnung aufnehmen muß)...

Außerdem erfährst Du von dem Elektriker auch gleich, wieviel der Anschluß tatsächlich ohne Leistungserhöhung kann - 2 Wallboxen á 22 kW oder 2 á 11 kW. Außerdem der Vorteil: bei den ersten Wallboxen muß man lediglich schauen, daß sie sich möglichst universell in ein externes Leistungs-Managementsystem einbinden lassen. Dann kommen später auch keine weiteren großen Kosten dazu...

Grüazi, MaXx
#2307 - Mit koordiniertem, gemeinsamen Laden die Strompreise reduzieren und die Welt retten ;-)

Re: Wallbox Installation in einer kleinen WEG

betzerei
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Problem ist, dass ich aktuell noch nicht dort wohne, hab auch keinen Zugang da vermietet. Wohne 1h entfernt.

Aber mich hat heute einer der Nachbarn angerufen. Der kennt einen Elektriker. Der drückt jetzt noch mehr als ich. Soll mir sehr Recht sein, wenn er da vor Ort die Federführung übernimmt. Wir sind uns einig, dass wir keinen Vertrag o.ä. wollen und dass es über den eigenen Zähler laufen soll. Somit sind wir 3/10 die mittelfristig auf 6-12 Monate den Anschluss wollen.

Re: Wallbox Installation in einer kleinen WEG

Xentres
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Ihr seid die Eigentümer.

Auch wenn es die anderen noch nicht interessiert, solltet ihr argumentieren, dass es auch die anderen Eigentümer irgendwann interessieren wird.

Das ist so als hätte man in der Vergangenheit vor 20 Jahren über einen neuen schnellen Internetanschluss diskutiert, aber haben damals vor 20 Jahren nur 3 von 10 Leuten das Internet überhaupt genutzt. Am Ende hat sich dann mit der Zeit aber gezeigt, dass JEDER das Internet nutzen will und wird, also ein ordentlicher Internetanschluss jedem zu Gute kam.

Damit sollte jedem klar sein, dass er/sie ein Interesse an einer soliden, flexiblen und kostengünstigen Lösung für die Zukunft haben sollte, und solltet ihr dann auch mehr Mitstreiter gewinnen.

Wenn dementsprechend die Eigentümergemeinschaft mehrheitlich eine solche Lösung (und kein Knebelmodell der Stadtwerke) wünscht, hat die HV die Wünsche der Eigentümergemeinschaft umzusetzen.
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