"Wallbox-Hersteller Easee droht Verkaufsverbot"

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Re: "Wallbox-Hersteller Easee droht Verkaufsverbot"

Singing-Bard
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Aus der Norwegischen Presse Artikel von heute:


"Der Elektroriese stellt den Verkauf von Easee-Ladegeräten ein

OneCo stoppt den Verkauf von Easee-Ladegeräten und rät Kunden, andere Produkte zu kaufen. Laut dem Verbraucherrat haben alle Easee-Kunden Anspruch auf ihr Geld, wenn das Easee-Ladegerät die norwegische Zulassungsprüfung nicht besteht. ..."


https://www.aftenbladet.no/okonomi/i/wA ... see-ladere
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Re: "Wallbox-Hersteller Easee droht Verkaufsverbot"

buddha
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Ist ja interessant.
Da lobe ich mir doch openWB und smartWB, die beide mit "echten" Fi-B betrieben werden. Dieser ist schön separiert in einer 4 TE-Einheit und macht seinen Überwachungsjob ohne Kopplung an irgendwelche Elektronik. KISS funktioniert (fast) immer. https://t2informatik.de/wissen-kompakt/kiss-prinzip/

Und dann noch cloudgesteuerte WB...
Warum Abhängigkeit, wenn es auch ohne geht? Hoffentlich öffnet das manch einer/einem die Augen. Smart geht auf jeden Fall auch ohne Cloud.

Re: "Wallbox-Hersteller Easee droht Verkaufsverbot"

Misterdublex
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fischi hat geschrieben: Nein, alles in Ordnung ist damit noch lange nicht. Sollte sich die Meinung vom Elsäkerhetsverket europäisch durchsetzen, wäre das Konzept der Easee Wallboxen gescheitert.
Der selling Point ist der Anschluss an einer gemeinsamen Zuleitung. Dies ist nur möglich, wenn ein RCD Typ A , eine DC Fehlerstromerkennung und eine Überstromsicherung nach Norm oder gleichwertig in der Wallbox verbaut sind.
Genau das „Hervorgehobene“ ist der Knackpunkt. Unsere erste Wallbox aus 2017 hatte das auch nicht, alles hausseitig verbaut.
11/2017 bis 10/2023: VW E-Golf300 als Zweitfahrzeug, mit AHK (Heckträger) von Bosstow nachgerüstet,
08/2018 bis 09/2021: Smart Ed 451,
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Re: "Wallbox-Hersteller Easee droht Verkaufsverbot"

Misterdublex
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Singing-Bard hat geschrieben: "Ladebox Firma Easee: Die schwedische Behörde für elektrische Sicherheit hat das nicht verstanden
...Die schwedische Behörde für elektrische Sicherheit hat die Dokumente nicht gelesen oder verstanden und interpretiert die Normen falsch, glaubt Easee.."
Das ist jetzt aber nichts grundsätzlich besonderes, sondern Alltag in Behörden, die technische Regelwerke durchsetzen müssen.
In Deutschland würde es bis zur Entscheidung im Zweifel folgenden Weg gehen:

1) Anhörung zur Ordnungsverfügung, ergänzt um Anordnung der sofortigen Vollziehung und der Androhung eines Zwangsgeldes bis maximal 100.000 €, welches beliebig wiederholt festgesetzt werden könnte (je nachdem wie sicher man sich seiner Sache ist und wie dringlich es scheint),

2) Erlass Ordnungsverfügung (oder Öffentlich-Rechtliche-Vereinbarung, selten) mit der zur Kenntnis genommen und bewerten Stellungnahme der betroffenen Person,

3) Je nach Regelung dann Widerspruchsverfahren bei der zuständigen Behörde, wenn die betroffene Person die Ordnungsverfügung so nicht akzeptiert oder unmittelbar

4) Klageverfahren beim zuständigen Verwaltungsgericht, ggf. bis hoch zur höchsten Instanz.

Dauer mitunter mal 5 Jahre, wenn die betroffene Person bis zur höchsten Instanz gelangt.

Wird keine sofortige Vollziehung bei Schritt 1) angeordnet, hat Klage/Widerspruch auch zusätzlich noch aufschiebende Wirkung.
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Re: "Wallbox-Hersteller Easee droht Verkaufsverbot"

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Ich sehe es für Deutschland / die neuen Installationen etwas entspannter.
Wenn ein RCD Typ-A installiert und die Installation für 32A ausgelegt ist, sind alle notwendigen Absicherungen (mit Ausnahme der Gleichstromfehlererkennung) verbaut.

Das Problem der Gleichstromfehlererkennung und der zugehörigen Abschaltung haben auch andere Hersteller.
Fiat 500e seit 2017, zusätzlich VW eGolf. inzwischen auch ein i3s in der Familie; 115 MWh Strom an den Ladesäulen verkauft.
Ladesäule vor der Haustür
#2307 Ladestart um 23:07

Re: "Wallbox-Hersteller Easee droht Verkaufsverbot"

mucki
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Entspannter kann man es für Deutschland eh sehen, da hier ja gar nicht von einem Test/Verkaufsverbot gesprochen wird.
Da aber keine lokale Api von Easee zur Verfügung gestellt wird und man für einige Funktionen auf die Cloud angewiesen ist, würde ich ich in der Gesamtbetrachtung nicht gerade von "entspannt" sprechen. Firma pleite - Cloud weg - Funktionen weg....

Re:

helmchen
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Fritzchen-66 hat geschrieben: Ich sehe es für Deutschland / die neuen Installationen etwas entspannter.
Wenn ein RCD Typ-A installiert und die Installation für 32A ausgelegt ist, sind alle notwendigen Absicherungen (mit Ausnahme der Gleichstromfehlererkennung) verbaut.

Das Problem der Gleichstromfehlererkennung und der zugehörigen Abschaltung haben auch andere Hersteller.
Dazu müsste einer vorhanden sein. Gerade deshalb war die easee durchaus ja beliebt; weil laut Hersteller dieser eingespart werden konnte bzw. der Installationsaufwand kleiner war.

Das Gehäuse hat den Test für die aussenwetterfestigkeit nicht bestanden.

Re: "Wallbox-Hersteller Easee droht Verkaufsverbot"

buddha
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helmchen hat geschrieben: Das Gehäuse hat den Test für die aussenwetterfestigkeit nicht bestanden.
Hast du einen link?

Re: "Wallbox-Hersteller Easee droht Verkaufsverbot"

helmchen
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Das konnte man im schwedischen Bericht nachlesen. Da war ja genau aufgeführt für was easee Unterlagen eingereicht. Und die tüv Prüfung, die easee den Schweden geschickt hat hatte die ip54 Prüfung nicht bestanden

Re: "Wallbox-Hersteller Easee droht Verkaufsverbot"

Singing-Bard
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Easee hat anscheinend einen Zahlungsstopp gegenüber seinen Lieferanten durchgeführt.

https://www.dn.no/teknologi/easee-har-i ... -1-1434074

Wenn man seine Lieferanten nicht mehr bezahlt, dann ist der Ofen gemeinhin aus und ist man landläufig Pleite.

Ich denke das wars.

Das einzige was für die Besitzer so einer Box nun noch interessant wird, ob die noch eine Offline Steuerung per Bluetooth rausbringen.

Sonst sind diese cloudbased Sachen ja bald unbrauchbar...
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