Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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"Die Autoindustrie" hat DIESEN Standard schon lange.

Nennt sich Chademo, von Anfang an, im Konzept bereits BiDi.
Einzig "die deutsche" Automobilindustrie wollte einen eigenen Standard, auch, da man gleich "Mehr" Leistung ermöglichen wollte.
Somit blieb die Weiterentwicklung des Cademo stecken.
Nun wird denn viel Geld genommen werden, für etwas, das man bei anderen Fahrzeugen kostenlos hat.

Was aber auch noch immer wenig mit der Zwangsregelungsängsten zu tun hat.

Diese sind... Lächerlich.

Man braucht pro Nacht maximal 90 KWh, im. Regelfall wohl eher max. 20 kWh im Schnitt oder darunter.

Wobei es dermassen egal ist, wann man diese bis zur Abfahrt bekommt.

Wir laden nach 22.00, oder vor 05.30, Netzdienlich.
Was immer möglich sein wird.
Nur die "ich komme nach Hause und will gleich laden" Dummpfosten" müssen Reglementiert werden.
Warum wohl ist die Netzspannung Nachts, und Tagsüber oft bei 237Volt und darüber und Abends bei 26 Volt?
Weil viel Bedarf ist, welcher gelenkt werden kann.
Problemlos.
Aber, immer schön aufregen.
Es wird wohl immer die Möglichkeit geben trotzdem zu laden wenn man will, hoffentlich allerdings dann zu horrenden Preisen, da dieses Verhalten genau das verursacht, Horrende Infastruktur-Kosten für ca 4 Stunden am Tag.

Wer dies nicht verstehen will ist entweder Assozial, Egoistisch oder etwas anderes.
Jedenfalls nicht Sozial.
Diverse E Fahrzeuge von 18 bis 90 Kwh.
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Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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Man muß hier bedenken, das es nicht nur 2, sondern 3 Parteien sind:
  • Kunde an der Ladestation
  • Netzbetreiber
  • Stromanbieter
Zwar ist dies schon preislich abgebildet (Netzentgelte und Börsenpreis), nur wenige der Akteure möchten aktuell vom einfachen pauschalen Tarif herunter.
Für die Energiemenge gibt es schon paar Aspiranten:
  • Tibber
  • Awattar
  • corrently
Aber im Bereich Netzentgelte sehe ich noch nichts. Dafür sehe ich 3 Gründe:
  • Die Netzbetreiber kennen den aktuellen Zustand / die aktuelle Belastung ihrer Netze nicht
  • Die Netzbetreiber wenden den §14a ab 100.000 kWh / a nicht mehr an
  • Zuwenig Kunden wollen Ihre Last netzdienlich steuern lassen
Oder kennt jemand einen Netzbetreiber der dynamische Netzentgelte anbietet?
Fiat 500e seit 2017, zusätzlich VW eGolf. inzwischen auch ein i3s in der Familie; 115 MWh Strom an den Ladesäulen verkauft.
Ladesäule vor der Haustür
#2307 Ladestart um 23:07

Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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Das geht ja gar nicht. Die Festlegung der Netzentgelte ist gesetzlich streng reglementiert, weil es sich um natürliche Monopole handelt.
„Gasoline? It's a liquid fuel that was used centuries ago on Earth. They burned it to drive internal combustion engines.“ (Raumschiff Voyager, Staffel 2, Folge 1, 1995)

Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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env20040 hat geschrieben:Wer dies nicht verstehen will ist entweder Assozial, Egoistisch oder etwas anderes.
Jedenfalls nicht Sozial.
Mal langsam mit den jungen Pferden. Nur weil jemand nicht den vollen Durchblick hat, muss man nicht gleich mit der großen Keule kommen.

Die Leute sind weder asozial oder dumm - sie wissen es schlicht nicht besser.

Wie so oft ist es halt eine Frage der Kommunikation, dass sowas sauber erklärt wird. Man muss die Leute da abholen, wo sie sind. Und das Gros der Menschen da draußen hat weder Zeit noch Motivation, sich stundenlang irgendwelche YouTube Videos 'rein zu ziehen, die das mehr oder weniger verständlich erklären. Die sind vorrangig mit Leben beschäftigt.

Also bitte nicht von der eigenen BEV und „digital Native“ Bubble auf den Rest der Bevölkerung schließen.

BEV Enthusiasten sind ein Teil der BEV Bubble und die wiederum nur eine Randerscheinung innerhalb der mobilisieren Gesellschaft.

Also bitte aufhören, so sinnfrei auf die Allgemeinheit ein zu dreschen.

Ich sehe hier vor allen die VNB in der Pflicht zu informieren und auf die Kundschaft zu zu gehen.

Menschen sind ~ besonders dieser Tage ~ mit ganz anderen Dingen beschäftigt. Wenn das alles zu kompliziert wird, scheißen die auf BEV und kaufen sich die nächste Knatterbüchse.

SüdSchwabe.




Zuletzt geändert von SüdSchwabe am Mi 21. Dez 2022, 10:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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A.Q. hat geschrieben: Das geht ja gar nicht. Die Festlegung der Netzentgelte ist gesetzlich streng reglementiert, weil es sich um natürliche Monopole handelt.
Da muß ich Dir widersprechen. Im Rahmen des §14a hat der Netzbetreiber die Möglichkeit, die Netzentgelte bis auf 0 zu senken.
Nach oben sind sie begrenzt, da liegst Du richtig.

Die Aussage der Grenze mit den 100.000 kWh /a kommt von den Stadtwerken München. Wahrscheinlich aufgrund eines dann notwendigen Tarifes mit Leistungsmessung.
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#2307 Ladestart um 23:07

Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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Die Erfahrung zeigt ja, dass Leute unglaublich sensibel auf Beschränkungen ihrer Freiheit reagieren - selbst dann, wenn diese praktisch gar nicht zu Einschränkungen führt. Es gibt in der Psychologie sogar ein Fachwort dafür: Reaktanz.

Das ist wie mit den Kindern im Sandkasten. Da liegt ein Förmchen eine Stunde lang unbeachtet neben einem spielenden Kind herum, aber wenn es ein anderes Kind wegnehmen will, beginnt ein Kampf auf Leben und Tod.

Daher ist die Aufregung bei jeder neuen Vorschrift oder Beschränkung erst mal riesig, aber wenn sie erst mal eingeführt ist, gewöhnen sich die Menschen daran, und die Praxiserfahrungen stehen den völlig überhöht dargestellten Nachteilen entgegen.

Beispiel E10: Obwohl es für die allermeisten überhaupt keine Auswirkungen hatte, gab es seinerzeit unglaublichen Widerstand gegen die Vorschrift zur Beimischung von Biokraftstoffen, und die Gegner dachten sich alle möglichen Horrorgeschichten aus, sahen Millionen von defekten Motoren, Leistungsverluste, gigantischen Mehrverbrauch, steigende Lebensmittelpreise und so weiter. Aber schon nach kurzer Zeit, als die Menschen merkten, dass all das gar nicht eintrat, war das Thema auch vorbei.

Auch BEVs sind davon betroffen: Die Nachteile werden von Verbrennerfahrern völlig überhöht, wer aber so ein Auto selbst fährt, merkt bald, dass alles halb so wild ist.

Entsprechenden Widerstand muss man daher auch gegen von außen steuerbare Verbrauchseinrichtungen erwarten. Aber das wird sich auch legen, wenn die Leute in der Praxis merken, dass es kaum Einschränkungen für sie bringt.
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Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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A.Q. hat geschrieben: Die Erfahrung zeigt ja, dass Leute unglaublich sensibel auf Beschränkungen ihrer Freiheit reagieren - selbst dann, wenn diese praktisch gar nicht zu Einschränkungen führt. Es gibt in der Psychologie sogar ein Fachwort dafür: Reaktanz.

:

Entsprechenden Widerstand muss man daher auch gegen von außen steuerbare Verbrauchseinrichtungen erwarten. Aber das wird sich auch legen, wenn die Leute in der Praxis merken, dass es kaum Einschränkungen für sie bringt.
Wenn man den Weg über den Preis nimmt, ist jeder schnell dabei, zu den günstigen Zeiten zu wechseln.
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#2307 Ladestart um 23:07

Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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Fritzchen-66 hat geschrieben: Da muß ich Dir widersprechen. Im Rahmen des §14a hat der Netzbetreiber die Möglichkeit, die Netzentgelte bis auf 0 zu senken.
Das betrifft nur Kunden mit Netznutzungsvertrag, also fast ausschließlich große Gewerbekunden. Für die normalen Haushalte ist das nicht anwendbar.
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Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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Ich verstehe die Aufregung nicht wirklich. Wenn weiterhin ein Minimum von 3,7 kW garantiert ist, ist das für Heimlader (und darum geht es ja wohl) so gut wie keine Einschränkung. Denn 99% der Fahrprofile sind schon mit einer 3,7-kW-Wallbox abgedeckt; eine höhere Leistung ist also vor allem für eine flexiblere Ladung (zu günstigen Zeiten, PV-Überschuss, etc) notwendig. Und in der Nacht wird vermutlich nur sehr selten geregelt werden. Es geht ja eher um den späten Nachmittag/frühen Abend und den Morgen.
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Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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@Köln Bonner

Das mit der Reduktion auf 3,7 kW ist ja bei den meisten dreiphasig angeschlossenen Wallboxen gar nicht möglich, da nur wenige eine aktive Phasenumschaltung (3p/1p) ermöglichen.

Bei den anderen, müsste man zwangsweise 2 von 3 Phasen wegschalten.

Was das während eines aktiven Ladevorgangs bedeutet, ist von Fahrzeug zu Fahrzeug unterschiedlich - gesund jedenfalls nicht.

Am ehesten wäre es wohl noch sinnvoll, die Wallbox erst ganz stromlos zu schalten (Lastabwurf) und dann nur noch einphasig wieder zu bestromen. Das braucht an sich auch nur wenig Logik und wahrscheinlich auch nur wenig Hardware im Schaltschrank.

Der Ladevorgang wird dann aber wahrscheinlich wieder aktiv neu gestartet werden müssen.
Zuletzt geändert von Xentres am Mi 21. Dez 2022, 13:13, insgesamt 1-mal geändert.
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