Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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Und, wie oft und wann erfolgt das?
Schon EINMAL zu Fuss gehen müssen :-) ?

Übrigens, Energieversorger verdienen mit der Energieversorgung und nicht mit der Nichtversorgung, was scheint es, die Angst mancher ist.

Was da in Bayern für ein Kindergarten abläuft ist schon klar, oder?

Alles tun, damit man selber möglichst viel Energie verkaufen kann.

Wobei, das gleiche macht Mitteldeutschland mit seinen Kohlekraftwerken und den Transferleitungsverhinderung.

Spannend ist, dass in einem Land wo Strom einer der teuersten Europas ist, mancher nicht eine Vergünstigung in Kauf nehmen möchte.
also: Erhöht den Strompreis für alle.

Siemens und andere werden es euch danken.
Diverse E Fahrzeuge von 18 bis 90 Kwh.
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Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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marsroth hat geschrieben: Die Anreize von min. 150€ pro Jahr (in meiner Region) finde ich nicht schlecht. Dafür lasse ich mir gerne ein paar mal im Jahr die Wallbox auf 4,2kW dimmen.
Nicht jeder denkt so rational. Einige Leute haben ein sehr hohes Sicherheitsbedürfnis und reagieren geradezu panisch, wenn sie etwas nicht mehr selbst unter Kontrolle haben.
Nicht wenige geben viele tausend oder gar zigtausend Euro aus, um mit einer PV-Anlage im Falle eines Blackouts noch Strom zu haben. Das passiert höchstwahrscheinlich auch nie, jedenfalls nicht für mehr als ein par Stunden, aber trotzdem ist den Menschen diese Sicherheit so viel Geld wert.
„Gasoline? It's a liquid fuel that was used centuries ago on Earth. They burned it to drive internal combustion engines.“ (Raumschiff Voyager, Staffel 2, Folge 1, 1995)

Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

LeakMunde
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A.Q. hat geschrieben: Was passiert eigentlich, wenn man dem "Befehl" zum Abregeln nicht nachkommt und weiterhin die volle Leistung zieht? Gibt es da Strafen?
Neu ist das Thema ja nicht. Die Schaltzeiten für günstigere Anschlüsse nach §14a EnWG konnte man auch bisher schon ignorieren. Sind da jemandem Verfahren oder Strafen bekannt?
Da nach der neuen Festlegung kein gesonderter Zähler mehr erforderlich ist, halte ich es in der Praxis für schwer bis unmöglich eine Nichtbeachtung der Schaltsignale nachzuweisen.
Jens.P hat geschrieben: Mit dem neuen Gesetz werde ich dann im neuen Jahr einen neuen Anlauf unternehmen.
Es gibt kein neues Gesetz. Das Gesetz, also insbesondere §14a EnWG soll mWn nicht geändert werden. Die Festlegung der Bundesnetzagentur ist aber neu.
Jens.P hat geschrieben: Dort wurde mir verboten, bei Signal des RSE die WR nur soweit zu reduzieren, dass ich am Übergabepunkt bei Null bin.
Es muss eine Lösung von Bayernwerk sein und oh Wunder, es gibt keine Lösung von Bayernwerk. Also wird die PV abgeschaltet, obwohl ich mein Auto laden will.
Naja, ein Netzbetreiber kann viel erzählen, wenn der Tag lang ist. Gab es denn ein Missbrauchsverfahren dazu?
Was stand zu diesem Punkt in der bisherigen Festlegung zu §14a EnWG?
Dich stören diese Signaturen? :-?
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Bitteschön ;)

Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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Was denkt ihr hier an die Steuerung per Rundsteuerempfänger? Für neue Anschlüsse ist es nicht mehr zulässig.
Die Steuerung muss über Smartmeter erfolgen.
Damit ist dann aufgrund der Messwerte ein Mißbrauch sehr schnell festzustellen.

Es fehlt aber die Regelung, was geschehen soll, falls jemand aus persönlichen Bedürfnissen eine unreduzierte Leistung benötigt.
Fiat 500e seit 2017, zusätzlich VW eGolf. inzwischen auch ein i3s in der Familie; 115 MWh Strom an den Ladesäulen verkauft.
Ladesäule vor der Haustür
#2307 Ladestart um 23:07

Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

Xentres
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@Fritzchen-66

Der Einsatz von Rundsteuerempfänger ist explizit in der Übergangsphase vorgesehen:

"Die Übergangsregelung in Ziffer 10.6. nimmt Bezug auf solche steuerbaren Verbrauchseinrichtungen, die nach Anlagentypus und Inbetriebnahmedatum eigentlich in den Anwendungsbereich dieser Festlegung fallen würden, aus technischen Gründen aber einer Steuerungsmöglichkeit nicht zugänglich sind und dies auch nicht mit einem vertretbaren technischen Aufwand behoben werden kann. Für diese Anlagen, die im Zeitraum zwischen dem 01.01.2024 und dem 31.12.2026 in Betrieb gehen, wird angeordnet, dass die Ziffern 3. bis 5. dieser Festlegung keine Anwendung finden.

Die Beschlusskammer beabsichtigt, mit dieser Regelung einzelnen besonderen Härtefällen zu begegnen, die sich daraus ergeben würden, dass solchen Anlagen aufgrund Nichtbefolgung der Vorgaben dieser Festlegung anderenfalls ein Anschluss ans Netz generell zu verweigern wäre.

Das Vorliegen der erforderlichen technischen Unmöglichkeit ist vom Betreiber gegenüber dem Netzbetreiber darzulegen und gegebenenfalls zu beweisen. Die Annahme einer Unmöglichkeit dürfte jedenfalls dann ausscheiden, wenn die betreffende Anlage zwar keine Ansteuerungsmöglichkeit nach dem aktuellsten Stand der Technik aufweist (z.B. digitale Schnittstelle), aber auf andere Weise in der Bezugsleistung beschränkt oder abgeschaltet werden kann. So wird etwa ein Großteil der heute nach § 14a EnWG a.F. gesteuerten Wärmepumpen noch über ein entsprechendes Schütz geschaltet, welches vor der eigentlichen steuerbaren Verbrauchseinrichtung angeordnet ist. Auf den Schaltbefehl etwa eines Rundsteuerempfängers sorgt das Schütz dafür, dass die betreffende Anlage in der Sperrzeit stromlos geschaltet wird. Für Ansteuerungen dieser Art ist aufgrund der großen Verbreitung im installierten Bestand auch das Vorliegen einer technischen Möglichkeit zu unterstellen. Dies dürfte bei allen von dieser Festlegung erfassten Anlagenkategorien grundsätzlich einsetzbar sein. Das Berufen auf die technische Unmöglichkeit würde somit den Vortrag und gegebenenfalls den Beweis im Einzelfall voraussetzen, dass abweichend von der gängigen Praxis eine Ansteuerung dennoch technisch unmöglich ist."
BMW i3 120 Ah - seit 04/2020 - Melbourne Rot

Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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@Xentres
Kommt ja auf das Gleiche raus. Es gibt bei Bayernwerk aktuell nur AN oder AUS.

Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

koaschten
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Fritzchen-66 hat geschrieben: Was denkt ihr hier an die Steuerung per Rundsteuerempfänger? Für neue Anschlüsse ist es nicht mehr zulässig.
Die Steuerung muss über Smartmeter erfolgen.
Damit ist dann aufgrund der Messwerte ein Mißbrauch sehr schnell festzustellen.

Es fehlt aber die Regelung, was geschehen soll, falls jemand aus persönlichen Bedürfnissen eine unreduzierte Leistung benötigt.
Aha?
Die Regelung sieht auch vor, dass normaler Hausverbrauch nicht beschränkt wird... wie soll denn das Smartmeter merken, dass da nicht gerade Wäsche gewaschen und getrocknet wird, Mittagessen gekocht, die Infrarotheizung im Bad eingeschaltet ist und eventuell die Sauna vorgeheizt wird? Klar wird dann die Wärmepumpe und die Wallbox auf 4.2kW gedimmt, aber der Hausanschluss wird trotzdem weit über 10kW ziehen. ;)
EV6 GT

Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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koaschten hat geschrieben: Aha?
Die Regelung sieht auch vor, dass normaler Hausverbrauch nicht beschränkt wird... wie soll denn das Smartmeter merken, dass da nicht gerade Wäsche gewaschen und getrocknet wird, Mittagessen gekocht, die Infrarotheizung im Bad eingeschaltet ist und eventuell die Sauna vorgeheizt wird? Klar wird dann die Wärmepumpe und die Wallbox auf 4.2kW gedimmt, aber der Hausanschluss wird trotzdem weit über 10kW ziehen. ;)
Das hab ich auch gedacht.. [Sarkasmus an] aber ganz einfach, die Installation muss eben von dem Nutzer erweitert werden, dass 2 Kreise, die getrennt schaltbar sein müssen, gebildet werden. Da bis dahin wieder die Bestimmungen geändert werden, ist nur eine Neuinstallation des Verteilerkastens nötig, so werden dann auch wieder Elektriker gut verdienen können.. Die Mess- und Schalteinrichtung kann bei dieser Gelegenheit wieder mal ausgetauscht werden.
Gut, es wird dann ca. 10 Jahre dauern, bis das sinnvoll gesteuert werden kann, aber Hauptsache, wieder mal eine neue Sau durchs Dorf getrieben.
Ganz ab davon, dass ich auch mal das Auto laden möchte, wenn ich etwas vor habe ohne vorher die Netzagentur fragen zu müssen, wann ich die Unternehmung starten darf.
Mit freundlichem Gruß Fiedje
Megane E-Tech EV60 Techno

Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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Noch ein interessanter Aspekt:
Installiert zu eurer privaten Ladestation noch eine Öffentliche an der Straße.
Hat folgende Effekte:
- die Öffentliche Säule ist nicht von der Abschaltung betroffen.
- für den an der Öffentlichen Säule verkauften Strom gibt es die THG-Quote, dafür ist die Säule etwas teurer. (z.B. 3000 kWh • 5 Ct = 150€)
- es laden noch Fremde, die die Infrastruktur mitfinanzieren
Fiat 500e seit 2017, zusätzlich VW eGolf. inzwischen auch ein i3s in der Familie; 115 MWh Strom an den Ladesäulen verkauft.
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#2307 Ladestart um 23:07

Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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LeakMunde hat geschrieben: Es gibt kein neues Gesetz. Das Gesetz, also insbesondere §14a EnWG soll mWn nicht geändert werden. Die Festlegung der Bundesnetzagentur ist aber neu.
Im Preisblatt von Bayernwerk wird nach Bestandskunden und nach Neukunden ab 01.01.2024 bei §14a unterschieden.
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