Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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FischerTropsch hat geschrieben: Es wird massiv Kraftwerksleistung fehlen und wir müssen den Mangel verwalten.
Das sind nur Hypothesen. Seit 2019 sinkt der Stromverbrauch leicht. Grundsätzlich haben wir ja keine Probleme bei der Erzeugungskapazität sondern bei der Verteilung. Und das Problem lässt sich lösen. Aber auch Erzeugungskapazität kann man aufbauen wenn der Verbrauch steigt. Ist ja nicht so als wenn von heute auf morgen 50% mehr gebraucht würde.

Ich versteh diese Schwarzmalerei eh nicht. Wem hilft das denn?
Wenn nichts getan wird, bekommen wir natürlich Probleme, aber in welchem Szenario würden wir denn nicht unsere Infrastruktur anpassen? Das passiert ja nur wenn Lobbyisten Gesetze schreiben... oh, moment... :roll:

Ja wie gesagt, wir haben kein technisches Problem sondern ein Regularisches. Und letzteres lässt sich ändern - sofern alle Regierungsparteien in die gleiche Richtung marschieren. (ach mist, da war ja noch die FDP) :old:
seit 04/2024: Polestar 2 DM (MJ2021)
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Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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E-Auto-Tester hat geschrieben: Ich versteh diese Schwarzmalerei eh nicht. Wem hilft das denn?
Den Gegnern der Energiewende. Das ist halt die latente Botschaft, die immer vermittelt werden soll: Das Maximalziel ist nicht erreichbar, also fangt gar nicht erst an, sondern lasst es wie es ist.

Das ist so, als ob ich jemandem, der es gerne zum Vorstandsvorsitzenden schaffen will, davon abrate, sich zu bemühen, weil er wahrscheinlich nur das Zeug zum Bereichsleiter hat. Also einfach die Hände in den Schoß legen und Sachbearbeiter bleiben? Oder nicht vielleicht doch versuchen, was geht? Schließlich ist ja sogar Abteilungsleiter bereits ein ziemlicher Erfolg.

Wenn wir 2045 nicht komplett klimaneutral sind, sondern noch 10 % unseres heutigen CO2s produzieren, ist das immer noch ein Riesenfortschritt. Unterschwellig wird aber immer die Botschaft vermittelt: Die Ökospinner da oben sind völlig meschugge, glaubt ihnen kein Wort und fangt mit dem Mist gar nicht erst an.
„Gasoline? It's a liquid fuel that was used centuries ago on Earth. They burned it to drive internal combustion engines.“ (Raumschiff Voyager, Staffel 2, Folge 1, 1995)

Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

FischerTropsch
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Zitat aus der Studie: "Das ist deshalb bedeutsam, weil die Studie auf der Hochspannungsebene vorübergehende Leistungsdefizite von 240 Gigawatt erwartet."

Zum Vergleich: heutige Spitzenlast gesamt Deutschland etwas über 70 GW.

Ich nehme nur die Studie ernst.......
......aber vielleicht sollte man das angesichts solch offenkundiger Fehler besser nicht tun ?
Zuletzt geändert von FischerTropsch am Do 9. Mär 2023, 18:32, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

Optimus
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Das ist keine Studie. Das ist lediglich die Meinung des ZVEI-Vorsitzenden (Weber in der FAZ). Er versucht damit halt auch Stimmung zu machen.
Viele kleine Erzeuger bedienten viele Abnehmer, und auch die Speicherung finde dezentral statt, zum Beispiel in Elektroautos.
Ich kenne noch kein Auto das dies in nennenswertem Umfang kann. Also erst mal Wunschdenken. ;) Kein Wort über große zentrale Speicher nahe an den Erzeugern (Wind-/PV-Parks).
Schau mal in die Kommentare zu dem Artikel. ;)
Model 3 SR+, MidnightSilver/black 06/2019, EAP 09/2020, 15,2 kWh/100 km (netto) @70 Tkm
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Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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Alle Elektroautos speichern Energie. Wenn man intelligent lädt, dann sind das schon erhebliche Mengen, auch wenn diese nicht wieder ins Netz eingespeist werden.
Ioniq 28 kWh Premium mit Sitzpaket, Intense Blue, Michelin CrossClimate+, Produktionsdatum 16.4.2019 - Abholung in Landsberg am 14.9.2019 (Sangl #588)

Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

hgerhauser
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FischerTropsch hat geschrieben:
Und so wird das smart grit zur Essensmarke des 21. Jahrhundert Deutschlands........
Das ist genau anders rum: Sozialismus = feste von Angebot und Nachfrage entkoppelte Preise => Mangel

Kapitalismus = Preise richten sich nach Angebot und Nachfrage => kein Mangel

Hier ist der Link zur Studie. Deine Interpretation der 240 GW hat offensichtlich gar nichts mit den Ergebnissen der Studie zu tun, die Du für den Kommentar entweder überhaupt nicht gelesen (am wahrscheinlichsten meiner Meinung nach) oder nicht verstanden hast. Da geht es nicht um Kraftwerke, sondern um Netzebenen.

https://www.zvei.org/fileadmin/user_upl ... n_ZVEI.pdf
heikoheiko.blogspot.com

Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

LeakMunde
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FischerTropsch hat geschrieben: Zitat aus der Studie: "Das ist deshalb bedeutsam, weil die Studie auf der Hochspannungsebene vorübergehende Leistungsdefizite von 240 Gigawatt erwartet."

Zum Vergleich: heutige Spitzenlast gesamt Deutschland etwas über 70 MW.

Ich nehme nur die Studie ernst.......
......aber vielleicht sollte man das angesichts solch offenkundiger Fehler besser nicht tun ?
Nein, das Zitat stammt nicht aus der Studie sondern aus dem FAZ Artikel. Die Studie gibts hier und die dazugehörige Pressemitteilung hier.

Mit etwas Kontext wird die Aussage auch klarer:
Neue strombasierte Anwendungen wie bspw. die intelligente Ladeinfrastruktur (u. a. Schnellade-Parks an Autobahnen oder „Megawatt-Charging“ für den Schwerlastverkehr durch eBus und eLkw mit einer Gesamtleistung von 72 – 96 GW), industrielle Großwärmepumpen (150 – 188 GW) oder Elektrolyseure (12 – 18 GW) werden durch die Elektrifizierung weiterer Sektoren vermehrt als neue Lasten in der Hochspannungsebene integriert. [...] Daher ist künftig in dieser Netzebene insgesamt, aber mit regionalen Unterschieden, von einem Erzeugungsdefizit auszugehen (192 – 248 GW).
Naja und die Aussagen zu den anderen Spannungsebenen sollte man vielleicht auch erwähnen:
Erzeugungsseitig sind große (Offshore-)Windparks (Gesamtleistung 56 – 68 GW) sowie Großspeicher (bspw. Pumpspeicherkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 6 – 8 GW) in der Regel auf Ebene der Höchstspannung angeschlossen. [...] Allgemein kann von einem starken Erzeugungsüberschuss ausgegangen werden (63 – 73 GW).
Damit ist die Mittelspannungsebene wesentlich für den Anschluss lokaler und dezentraler Anlagen. Erzeugungsseitig sind kleinere (Onshore-)Windparks (Gesamtleistung 75 – 92 GW), kleinere PV-Freiflächenanlagen und große PV-Dachanlagen (bspw. Gewerbedächer und Kundenanlagen) mit einer PV-Gesamtleistung von 100 – 140 GW sowie Batteriespeicher und Biomasseanlagen in der Mittelspannungsebene angeschlossen. [...] Neue strombasierte Anwendungen wie bspw. intelligente Ladeinfrastrukturen (einzelne Schnelllader oder Ladeparks mit einer Gesamtleistung von 160 – 215 GW), Quartiers-Großwärmepumpen (120 – 150 GW) oder Elektrolyseure (6 – 9 GW) werden durch die Elektrifizierung weiterer Sektoren vermehrt als neue Lasten in die Mittelspannungsebene integriert. [...] Schon heute ist aber zu erkennen, dass gerade in lastschwachen Gebieten mit hohem Anteil an EE-Erzeugung vielfach mit einer Rückspeisung von der Niederspannungs- in die Mittelspannungsebene zu rechnen ist. Dieser Überschuss kann künftig 35 – 59 GW betragen.
Bezogen auf die Anzahl sind in der Niederspannungsebene die meisten EE-Anlagen angeschlossen. Dominiert werden diese von PV-Anlagen (Gesamtleistung 138 – 193 GW). [...] Der Erzeugungsüberschuss kann (insbesondere an sonnigen Tagen) 11 – 36 GW betragen.
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Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

Ioniq1234
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Naja ich sach mal so. Angenommen man hat eine 22KW Wallbox in der Garage und im Haus einen 30KW Anschluss. Dazwischen liegen aber nur 3x1,5m² Kabel. Dann wird jede Studie zu dem Schluss kommen, dass das nicht funktioniert.

Jetzt hat man mehere Möglichkeiten:

1. Das E-Auto wieder abschaffen
2. Die WB abschaffen und eine Schuko einbauen
3. Das Kabel gegen ein stärkeres ersetzen.


Man sieht es handelt es sich nur um eine technische Herausforderung, die in keinster Weise das System an sich in Frage stellt. Übertragen auf die Studie:

Man kann jetzt natürlich die Leistung in allen Netzbereichen zusammenzählen und kommt dann auf die exorbitanten hohen Leistungen. Dabei zählt man aber einiges doppelt und Dreifach, was so natürlich falsch ist.

Fakt ist, das die Netze ausgebaut werden müssen. Das ist aber schon seit jahrzehnten klar. Dafür benötigt man nicht immer wieder neue Studien.

Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

JuGoing
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Wallbox und Wärmepumpe: Debatte um Stromeinschränkungen sei irreführend
Wallboxen und Wärmepumpen bereiten Sorge um die Stabilität lokaler Stromnetze. Die Debatte stößt beim Chef des Netzbetreibers Netze BW auf wenig Verständnis.

Die Diskussion um mögliche Stromeinschränkungen beim Hochlauf von Elektroautos und Wärmepumpen ist aus Sicht des Chefs des Netzbetreibers Netze BW teils "unsachlich" und "irreführend". Ihm seien von Regierungsvertretern schon Szenarien vorgehalten worden, in denen jemand keinen Strom für warmes Essen habe, sein Elektroauto nicht mehr laden und im Notfall seine Verwandten im Krankenhaus nicht mehr besuchen könne, sagte Christoph Müller der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. "Uns Netzbetreibern fällt es schwer, mit diesen Fantasie-Szenarien umzugehen." Dabei würden aus Unkenntnis falsche und teils groteske Ängste gespiegelt.
https://www.heise.de/news/Netze-BW-Chef ... 42904.html
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11/17 Sion reserviert, 02/23 storniert
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Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

hgerhauser
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https://www.bdh-industrie.de/presse/pre ... n-schaffen

Neues Positionspapier von BDH (Bundesverband der Heizindustrie) und VDA (Verband der Automobilindustrie).

Andreas Rade, VDA-Geschäftsführer: „Mit variablen Netzentgelten können E-Autos netzdienlich geladen und Netzengpässe präventiv vermieden werden. ... "

So muss es sein, wenn das Netz frei ist und erneuerbarer Überschuss verfügbar, sollte es Strom für fünf Cent die kWh geben können.

Außerdem werden so auch die Strompreise für alle Verbraucher gesenkt, weil die Infrastruktur besser ausgenutzt wird, mehr erneuerbarer Strom ohne teure Speicher genutzt werden kann und Netzausbau eingespart werden kann.
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