Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

PeterHa
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Inwieweit die Wallbox allerdings komplett abgeschaltet oder auf maximal 3,7 Kilowatt (kW) heruntergeregelt wird, hängt von der technischen Ausstattung des Kunden ab. "Technisches Unvermögen einer SteuVE, auf 3,7 kW zu reduzieren, befreit nicht von Teilnahme, sondern geht zum Nachteil der SteuVE (dann Abregelung auf '0')", heißt es in dem Eckpunktepapier. Der Stromverbrauch der Einrichtung muss aber nicht mit einem eigenen Zähler gemessen werden.
Ganz toll die meisten 11kw boxen kann man nur auf 4,2 kW runterregeln!
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Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

Meinereiner
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A.Q. hat geschrieben: Bin mir noch nicht ganz sicher, wie sich das konkret ausgestaltet und auswirkt, aber egal, ob man das nun gut findet oder nicht, ich finde es beeindruckend, an wie vielen Themen zur Wegbereitung der Energiewende das Wirtschaftsministerium gerade arbeitet, parallel zu der Energiekrise, die es zu bewältigen hat. Da ist, jedenfalls nach spontanem Bauchgefühl, in einem Jahr schon mehr passiert als in den zehn Jahren zuvor.
Naja, wenn man den Vorgänger bedenkt, dann ist das auch kein Wunder. Da saß die personifizierte Gas- und Kohlelobby. Aber stimmt schon, man merkt inzwischen, dass dort endlich gearbeitet wird.

Was das Thema angeht:
Das Gerede von Zwangsregelung halte ich für kontraproduktiv, und solange den Autos ein Steckdosenladegerät beiligt auch nicht für umsetzbar.

Also würde ich vorschlagen, den Stromkunden einen Niedertarif ähnlich Nachtstrom zu bieten, mit dem man Verbraucher wie E-Autos und Wärmepumpe betreiben kann. Wenn man den nutzt, werden die Verbraucher gesteuert, dafür ist es günstiger. Wenn man das Auto schnell überraschend braucht, muss man mit (teurerem) Normaltarif laden.

Dass das auch auf freiwilliger Basis wunderbar funktioniert, sieht man bei jedem PV-Besitzer. Wenn es sich lohnt, finden sich genug Freiwillige.

Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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Sinnvoll wäre es gewesen nicht Wallboxen zu fördern die sich abschalten lassen sondern Wallboxen die intelligent dann laden wenn der Strom preiswert (gleich Überschuss vorhanden) ist. Und nartürlich die Stromanbieter zum Anbieten dieser flexiblen Tarife zu drängen.

Ich werde zum 2.1.2023 die RSE Steuerung und den Extrazähler meiner WP zurückbauen lassen weil der WP Tarif + 2. Grundbebühr teurer ist als sie am Haushaltsstrom mitlaufen zu lassen. Damit ist sie nicht mehr Abschaltbar bei Lastspitzen aber das muss ich ja nicht subventionieren!

Ich habe aber ein starkes Interesse daran dann zu laden wenn es netzdienlich ist weil es dann auch genug Strom gibt und er preiswert ist!

Daher laufen beiden Easee Wallboxen auch ab 2023 mit Smart-Charging von Tibber. Die laden dann "freiwillig" eh nicht wenns am teuersten ist. Bin mal gespannt ob sowas dann ausreicht. Wäre in meinen Augen unsinnig solche einfachen und preiswerten Lösungen durch komplizierte und teuren Overhead zu ersetzen oder zu verkomplizieren.

Auch die WP werdeich so einstellen das sie eher dann arbeitet wenn der Strom günstig ist und kein Mangel besteht. Aber das geht leider bei der alten WP nicht so einfach und intelligent wie bei den Easee Wallboxen. Ich hoffe noch auf irgendeine preiswerte Nachrüstbarkeit für ältere WPs... Kann ja eigentlich nicht so schwer sein ein kleines intelligentes Gerät zu bauen das die Steuerung eines RSE simuliert. Also intelligent die WP sperrt wenn der Strom teuer ist.
FIAT 500E Action 24kWh seit 02.03.2023 - KIA e-Soul 64kWh"Vision" seit 15.04.2021

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Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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... Die laden dann "freiwillig" eh nicht wenns am teuersten ist. ...
Denke das ist der Punkt.
Ist doch Super wenn es durch eine Spitzenlastabwurf für den Endkunden günstiger wird zu laden.
Und, wie ich auch schon oben erwähnt habe, freiwillig. Bei Bedarf kann dann der teurere Strom auch zu Spitzenlasten getankt werden.
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Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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PeterHa hat geschrieben: Ganz toll die meisten 11kw boxen kann man nur auf 4,2 kW runterregeln!
Wieso das?
Meinereiner hat geschrieben: Das Gerede von Zwangsregelung halte ich für kontraproduktiv, und solange den Autos ein Steckdosenladegerät beiligt auch nicht für umsetzbar.
Zustimmung zum ersten Halbsatz, der Begriff erweckt unnötig negative Assoziationen. Was den zweiten anbetrifft: Wie gesagt, man wird es immer umgehen können, aber ich glaube, dass nur wenige das tun werden, weil die praktischen Auswirkungen einfach sehr gering sind. Diese ausgedachten Extremszenarien "Ich muss ganz schnell mein Auto laden, und dann wird mir alles runtergeregelt." kommen doch in der Praxis so oft vor wie ein Lottogewinn. Meistens ist einem doch völlig egal, wann genau das Auto geladen wird, Hauptsache, man hat am nächsten Morgen den nötigen Strom in der Batterie. Wenn da mal hin und wieder zur Spitzenzeit von 18 bis 20 Uhr die Ladeleistung gedrosselt wird, merkt man das doch praktisch gar nicht.
Also würde ich vorschlagen, den Stromkunden einen Niedertarif ähnlich Nachtstrom zu bieten, mit dem man Verbraucher wie E-Autos und Wärmepumpe betreiben kann.
Das sieht doch das Papier sowieso vor, aber nicht nur einfach zwei Tarife, sondern wirklich dynamische Preise, die sich alle 15 Minuten ändern können. Die Wallbox kann dann darauf reagieren.
Auch deswegen glaube ich, dass VNB nur selten von außen werden eingreifen müssen. Das ist wirklich nur für Notfälle gedacht.

Ambi Valent hat geschrieben: Sinnvoll wäre es gewesen nicht Wallboxen zu fördern die sich abschalten lassen sondern Wallboxen die intelligent dann laden wenn der Strom preiswert (gleich Überschuss vorhanden) ist.
Das ist doch gegeben. Einfach nur abschalten kann ich jede Wallbox, das ist keine Steuerbarkeit. Die KfW-Förderrichtlinien erforderten, dass die Leistung der Wallbox über eine Kommunikationsschnittstelle begrenzt werden kann. Es ist Aufgabe des jeweiligen Steuergerätes außerhalb der Wallbox, wann wie weit herabgeregelt wird - und das kann natürlich auch auf Preise reagieren.
Und nartürlich die Stromanbieter zum Anbieten dieser flexiblen Tarife zu drängen.
Ist laut Eckpunktepapier verpflichtend, wobei noch offen ist, wie dynamisch oder flexibel die Tarife sein müssen.
„Gasoline? It's a liquid fuel that was used centuries ago on Earth. They burned it to drive internal combustion engines.“ (Raumschiff Voyager, Staffel 2, Folge 1, 1995)

Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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A.Q. hat geschrieben:
PeterHa hat geschrieben: Ganz toll die meisten 11kw boxen kann man nur auf 4,2 kW runterregeln!
Wieso das?
Weil viele Wallboxen das dynamische Umschalten von Phasen nicht beherrschen. Die könmen zwar den Ladestrom reduzieren - aber eben nur auf der initial eingestellten Zahl der Phasen.

Also 3 * 230V * 6A ≈ 4,2kW.

Soll's noch weniger werden, muss der Ladevorgang beendet werden.

SüdSchwabe.

--
Kona 64kWh Premium Facelift Acid Yellow GSD - bestellt am 09.September 2019 - abgeholt am 5.Juni '20 gefahren bis 27. Oktober '23
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Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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Meinereiner hat geschrieben: Was das Thema angeht:
Das Gerede von Zwangsregelung halte ich für kontraproduktiv, und solange den Autos ein Steckdosenladegerät beiligt auch nicht für umsetzbar.
Das finde ich auch, wenn man vor der Frage steht ein EV zu kaufen oder nicht, kann das empfindliche Gemüter verunsichern.
Das Steckdosenladegerät ist ausgenommen, da ohnehin dauerhaft per Hardware auf max.3,7kW geregelt. Es geht doch darum, dass der NB regelbare WB zukünftig auf 3,7kW runterregeln kann bzw. nichtregelbare WB >3,7kW im Regelfall ganz abzuschalten. D.h. an deiner Schuko oder CEE-Blau wirst Du offiziell immer laden können.

Ambi Valent hat geschrieben: Auch die WP werde ich so einstellen das sie eher dann arbeitet wenn der Strom günstig ist und kein Mangel besteht. Aber das geht leider bei der alten WP nicht so einfach und intelligent wie bei den Easee Wallboxen. Ich hoffe noch auf irgendeine preiswerte Nachrüstbarkeit für ältere WPs... Kann ja eigentlich nicht so schwer sein ein kleines intelligentes Gerät zu bauen das die Steuerung eines RSE simuliert. Also intelligent die WP sperrt wenn der Strom teuer ist.
Auch wenn ich wieder eine falsche Schlussfolgerung ziehen sollte:
Wenn die WP nicht läuft addiert sich der vorhandene Wärmeverlust, da nicht nachgeliefert wird. Eine effiziente WP läuft deshalb einfach durch mit einer sehr niedrigen Spreizung. Wenn Du die WP unterbrichst muss die Summe des Wärmeverlusts über den Stillstand nachliefern , d.h. die WP muss stärker heizen, um die Spreizung wieder kleiner zu bekommen. Ob da unter dem Strich eine große Ersparnis herauskommt ist fraglich.

WP-Sperre kannst Du dir mit einem Raspi und der Mail von stromampel.info selber bauen.
Zuletzt geändert von Elektro-Jens am Fr 9. Dez 2022, 10:36, insgesamt 1-mal geändert.
Koexistenz ist ein Fremdwort im menschlichen Sprachschatz ideologisch verblendeter Irrlichter
https://youtu.be/DzcEkdApqWw?si=_JnExjBh2MJn6KeY

Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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Es muss einfach positiv Formuliert werden!

"Profitieren sie von dem günstigen Strom in den Nebenzeiten, vor allem Nachts wenn sie ihr Auto sowieso am Ladegerät angeschlossen haben, und sparen sie bares Geld!
Sollten sie einmal wiedererwarten in den Spitzenzeiten Laden müssen können sie das selbstverständlich zu ihrem Üblichen Strompreis tun."

Klingt doch gleich ganz anders und ist genau das gleiche.
Zuletzt geändert von Mombi am Fr 9. Dez 2022, 10:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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SüdSchwabe hat geschrieben: Weil viele Wallboxen das dynamische Umschalten von Phasen nicht beherrschen.
Hmm, ok, meine kann das. Die kann ich sogar auf 1,4 kW runtersteuern.

Ich denke, das wird dann noch angepasst werden. Ich vermute, dass es später bei der Detailausarbeitung ohnehin eher auf eine Strombegrenzung pro Phase hinausläuft, denn es ist ja unsinnig, bei großer Schieflast die Gesamtleistung zu begrenzen. Mal abwarten.
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Re: Neuer Anlauf für Zwangsregelung von Wallboxen

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Elektro-Jens hat geschrieben: Wenn die WP nicht läuft addiert sich der vorhandene Wärmeverlust, da nicht nachgeliefert wird. Eine effiziente WP läuft deshalb einfach durch mit einer sehr niedrigen Spreizung. Wenn Du die WP unterbrichst muss die Summe des Wärmeverlusts über den Stillstand nachliefern , d.h. die WP muss stärker heizen, um die Spreizung wieder kleiner zu bekommen. Ob da unter dem Strich eine große Ersparnis herauskommt ist fraglich.
Meine WP läuft ganz sicher nicht durch. Die Intelligenz beschränkt sich darauf das sie die Rücklauftemperatur und die Temperatur fürs Warmwasser kontrolliert. Sinken die unter einen Schwellwert wird geheizt sofern nicht gerade Stromsperre durch den RSE aktiv ist.

Wann sie das genau macht ist ziemlich egal da der Wärmeverlust in meinem gut gedämmten Haus ohne Heizen nur sehr gering ist. Wann genau sie also am Tag/Nacht mal kurz heizt ist wirklich egal. Wenn das intelligent vorgegeben wird das es nur dann passiert wenn die Preise niedrig sind wird das am Verbrauch rein gar nichts ändern. Aber am Preis den ich am Ende für die gleiche Strommenge bezahle sehr wohl!
WP-Sperre kannst Du dir mit einem Raspi und der Mail von stromampel.info selber bauen.
Ich arbeite zwar in der IT aber eher als ahnungsloser Manager ;-) Ich kann durchaus ein fertiges Image auf einen Raspi bringen aber selber programmieren etc. kann und will ich nicht. Wenn es also eine fertige Lösung gibt die genau diese Steuerung einer WP bereits kann dann gerne den Link. Wenn Du das kannst dann ist da vielleicht noch eine Marktlücke und ich würde Dir so eins auch abnehmen wenns nicht zu teuer ist.

Hab mal eben kurz danach gegoogelt und ja es gibt da wohl ein paar Projekte aber keines was wirklich Dummykompatibel ist.
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