Wie kann 22kW ladepunkt ohne separater Zähler überhaupt funktionieren?

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Re: Wie kann 22kW ladepunkt ohne separater Zähler überhaupt funktionieren?

AndiH
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Da du sowieso den kompletten Zählerschrank neu machen musst mach halt gleich richtig und nimm den Schrank mit indirekter Messung bis 100A. Gegenüber einem neuen Standard Schrank mit mehreren Zählern dürfte der Aufpreis nicht mehr so gewaltig sein. Sei froh wenn dich der VNB noch im Standardlastprofil lässt, sonst wird RLM benötigt ;-)
Das aufrechnen von Dauerlast und Aussetzlast kommt meines Wissen nach schlicht aus der Tatsache das man die Lastarten nicht "mischen" kann und deshalb der schlechtere von beiden Fällen angenommen wird, deshalb wird dein Haus auf einmal zur Dauerlast.
Die Zugrunde liegende VDE-AR-N 4100 wurde in den letzten 10 Jahren immer mal wieder geändert/verschärft. Bis dann jeder VNB weiß was man damit macht ist halt ein durcheinander an Installationen in Betrieb die toleriert werden, deshalb die uneinheitlichen Erfahrungswerte.
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Re: Wie kann 22kW ladepunkt ohne separater Zähler überhaupt funktionieren?

Loxodan
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Ja dass lasse ich sowieso machen, mein Eli kotzt zwar schon Knochen wenn er die 25mm2 da rumfrickeln muss aber da muss er durch. Am Ende hat er es auch nicht in der Hand. Ansonsten habe ich halt ein gutes Kupferlager für die Rente im Schrank😂

Re: Wie kann 22kW ladepunkt ohne separater Zähler überhaupt funktionieren?

AndiH
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Kupfer wird nicht schlecht, das ist das gute daran. Das schlechte ist das bei allem was über 30kW Anschlussleistung liegt ein "Baukostenzuschuss" fällig wird falls dieser für deinen Anschluss nicht schon früher anderweitig eingepreist war. Auch für eine ordentliche PV ist dann noch Luft und die WP läuft nebenher. Abschaltbar muss die WP i.d.R. auch nur sein wenn reduzierte Netzentgelte geltend gemacht werden, ansonsten kannst du tatsächlich alles über eine Kamm scheren.
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Re: Wie kann 22kW ladepunkt ohne separater Zähler überhaupt funktionieren?

Loxodan
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Auch das habe ich angefragt. Aus der Auftragsbestätigung von 1973 kann man nur erkennen das 3x100A Anschluss gelegt wurden, mehr steht nicht drin. Was das heute genau bedeutet habe ich wie gesagt angefragt, Antwort steht aus. HAK ist mit 3x63 belegt, glaube ich zumindest da wir keinen transparenten Deckel habe. Zaehler Neozed Vorsicherungen sind 50A aber hat am Ende auch nicht zwingend mit der Anschlussleistung zu tun.

Re: Wie kann 22kW ladepunkt ohne separater Zähler überhaupt funktionieren?

Xentres
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Loxodan hat geschrieben: Man hätte es ja ahnen können Männers, ich lach mich schlapp :-) Wozu haben wir tausend Verordnungen und Normen wenn alles individueller Basar ist.
Bei dem VNB der bei den Wallboxen so Anstalten macht habe ich mindestens 3 Freunde bei denen ich sicher weiß das deren WP über den Lichtzähler laufen weil die auch sagen eigener Tarif lohnt am Ende nicht mit Installationskosten und geringem Preisunterschied , kein Problem :-)
Kann sein, dass die WP nicht so viel Leistung haben wie meine?

Kann auch sein, dass die zu einem Zeitpunkt errichtet wurden, als die Regularien anders waren?

So richtig genau kann man das wohl nicht sagen...

Lohnen tut sich der eigene Tarif bei mir allerdings sehr, ich baller schließlich über den Wärmepumpenzähler knapp 9000 kWh raus...
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Re: Wie kann 22kW ladepunkt ohne separater Zähler überhaupt funktionieren?

Ioniq1234
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Loxodan hat geschrieben: Zaehler Neozed Vorsicherungen sind 50A aber hat am Ende auch nicht zwingend mit der Anschlussleistung zu tun.
Ja doch schon. Denn mehr als die 50A geht ohne Umbau technisch nicht, da eine Selektivität gewährleistet sein muss. Also muss die nachfolgende Sicherung immer eine Nummer kleiner sein. Aber die 50A reichen auch locker aus. Das sind ja schon ca. 35KW. Mehr darfst Du über einen Direktzähler eh nicht.

Die Normen sind keine Gesetze. Also ist man nicht gezwungen sich daran zu halten, außer es gibt Verordnungen oder Gesetze, die darauf verweisen.

Re: Wie kann 22kW ladepunkt ohne separater Zähler überhaupt funktionieren?

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Eine volle Selektivität ist nur gegeben wenn 2 Nenngrössen Unterschied sind, oder bei Automaten eine Kennlinienoptimierung mittels unterschiedlicher Kennlinien erfolgt.
Eine Sicherungsgrösse ist die, weit verbreitete, falsche Annahme wenn man sich die Auslösekennlinien ansieht.

Warum das alles auch nicht so einfach ist, wie man glaubt....

Somit ist bei einer 36A Hausabsicherung eine 50A Vorsicherung, davor eine 80A, dann eine 125A...

Wenn also ein 100A Abgang gebaut werden soll ist dessen vorgeschaltene Absicherung?-->160A.

Vielleicht wird so manchen nun klar, warum man nicht "einfach mal", wenn sich eine Norm ändert, sein Versorgungsnetz umgestalten kann.

Derart ist man leider dann schnell mal bei einer 70mm² Anspeisung, da die Absicherung ja zum Querschnitt passen sollte...
Für noch immer nur, was waren das Anfangs?
2x22 kW Wallbox, 13 kW Dauerlast, wobei die Wärmepumpe nun dazukommt...

Oder, absolut richtig gebaut: 100A Zählerleistung mit 80A Vorgesichert verlangt vom Ringverteiler schon mind. einen 70mm² als Anspeisung...
kommen nur zwei so Abgänge zusammen...160A Nennstrom, zulässige Übersicherung 224A, dann ist man beim Trafo bei netten 315A, deren Auslöseleistung alleine > 217 kW ist.

Diese Auslöseleistung benötigt der Trafo zu einem unbestimmten %-Satz als Reserve, da ja noch andere Verbraucher Ströme abgreifen.

Ich nehme an, es wird klarer wo die Probleme überbordender Vorstellungen liegen?

Wie dies nun ein Netzbetreiber auslegt ist dessen Angelegenheit.

Über-Untersicherung, alles ist möglich und wird gemacht... nur selten "bis die Kabel glühen" für einen Privatanschluss.

Wiewohl, Trafos nicht mit einer, sondern teils schon mit 2 Klimaanlagen betrieben werden auch keine Seltenheit mehr sind, da "nicht mehr geht", da, wenn eine Klimaanlage ausfällt, der Trafo nach ca. 40 Minuten in Übertemperatur geht..
Was auch gemäss Norm nicht Zulässig ist, Theoretisch..

Sagt der Netzbetrieber einfach zu einem 80A Abgang ja sollte man sich freuen.
Auch, wenn das nur 2.000€ kostet.

Nur weil man meint 44 kW Ladelesistung zu brauchen...

Aus meiner Sicht sollte es verboten werden einem Privathaus mehr Anschlussleistung als 36A, also ca. 20 kW zu geben.

Mit der Gleichzeitigkeit anderer Kunden fliesst zukünftig noch genug Strom in Richtung Trafo.

Kein Wunder, dass die die Wärmepumpen abschaltbar haben wollen ( müssen) bei derartiger Kundenignoranz.

Wir rechneten gerade eine andere Anlage nach.

Dies war bereits rechnerisch um´s 4-fache überdimensioniert, Messtechnisch dann um´s 5,3-fache.

Ja, da haben viele viel Geld verdient damit.....
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Re: Wie kann 22kW ladepunkt ohne separater Zähler überhaupt funktionieren?

Xentres
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@env20040

Also mein Netzbetreiber bietet als Minimum und ohne Aufpreis einen Anschluss mit 3x 50 Ampere (30kW) an.

Wir haben die nächst höhere Stufe mit 3x 63 Ampere (39kW) für 500 Euro Baukostenzuschus. Intern ist der Anschluss dann auf zwei Zähler hälftig aufgeteilt, einmal Haus, einmal Wärmepumpe.

Die Leistungsreserven auf beiden Strängen schaden nicht, denn an den Wärmepumpenzähler kam in der Zwischenzeit zusätzlich noch die 11KW Ladestation.
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Re: Wie kann 22kW ladepunkt ohne separater Zähler überhaupt funktionieren?

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Ja, da unterscheiden sich die Netzbetreiber wesentlich.
Andere rufen mal den Bagger fahrer an und Fragen was das graben dort kostet....
Wobei, 63A was anderes als eben 80A.
Jeder Netzbetreiber hat seinen Standard in der Erde, und da liegt der Unterschied.
Was schon liegt, und wieviele "Gross"-Abnehmer schon meinten, zuviel davon reservieren zu müssen.

Eine Stufe ist meist "immer" kein Problem, jede weitere..kann spannend werden, je nachdem, wieweit der Ringanspeiseverteiler weg ist.

Jedoch wird hierbei nicht selten "Geld geschnitten", wiewohl hier starke Lokale Unterschiede bestehen.

"Kein Problem, da eben auch ein Sicherungsquerschnitt "ausreicht" was eine, zumeist irrige Meinung ist.

Wir dealten auch ne offiziell 50A Sicherung für 26 kW Anschlussleistung als Vorzählersicherung und haben ne 80A im Abgangskasten auf der Strasse an einem Standort...
Damit, wenn ne Sicherung fällt "keiner kommen muss und wir voll Selektiv sind.... das Argument zog zum Glück.

Nun, mit bis zu 4 E-Auto´s dort ist alles kein Problem, obwohl ja theoretsiche 63 A fliessen könnten.
Die Sicherungen haben schon eine nette, langsame Thermische Überlastkurve.. :-)

Und der Mehrstrom fliesst dort über einen Zähler welcher keinen Spitzenstrom aufzeichnet...

Ja, es geht vieles....nur nie mit der Brechstange.
Was mancher noch lernen wird müssen, dass mit Freundlichkeit mehr geht als mit "der Norm", oder "mein Recht".
Auch ist "woanders" nicht immer das beste Argument :-)
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Re: Wie kann 22kW ladepunkt ohne separater Zähler überhaupt funktionieren?

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Loxodan hat geschrieben: Auch das habe ich angefragt. Aus der Auftragsbestätigung von 1973 kann man nur erkennen das 3x100A Anschluss gelegt wurden, mehr steht nicht drin. Was das heute genau bedeutet habe ich wie gesagt angefragt, Antwort steht aus. HAK ist mit 3x63 belegt, glaube ich zumindest da wir keinen transparenten Deckel habe. Zaehler Neozed Vorsicherungen sind 50A aber hat am Ende auch nicht zwingend mit der Anschlussleistung zu tun.
Bei mir musste mit der PV Erweiterung der SLS vor dem Zähler auf 35A heruntergerüstet werden. Die Vorschriften haben sich seit 2016 noch mal verschärft.
Gehe mal davon aus dass Du mit einer neuen PV auch auf 35A runter musst.
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