Wie kann 22kW ladepunkt ohne separater Zähler überhaupt funktionieren?

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Re: Wie kann 22kW ladepunkt ohne separater Zähler überhaupt funktionieren?

Ioniq1234
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gekfsns hat geschrieben: @env20040 hast Du Dir überhaupt die Mühe gemacht zu lesen, wieso der Thread-Ersteller 22kW benötigt?
Nicht immer sollte man im GE Forum die gleiche Leier "mehr als 11kW braucht kein Mensch und ist Teufelszeug" abspulen, auch wenn Du damit meistens sogar Recht hast :)
Genausogut könnte man Argumentieren: "Immer dieselbe Leier ich brauch unbedingt 22KW alles Andere ist Schwachstrom"

Also wenn der TE unbedingt die 22KW für seinen AG benötigt, dann sollte er mal ein Gutes Wort beim VNB einlegen. Ob den das interessiert?

Ich mache HO und benötige unbedingt eine 1GBit Leitung wegen HD Videocall und so. Nur Interessiert das meinen Anschlussbetreiber hier offensichtlich recht wenig :(

Ich will jetzt nix sagen, aber was ist das für ein Hersteller, deren MA Entwicklungen und Messungen in der heimischen Garage durchführen? Geht da HO nicht etwas zu weit?
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Wie kann 22kW ladepunkt ohne separater Zähler überhaupt funktionieren?

DiLeGreen
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Lasst mal sein den Leuten vorschreiben zu wollen wie sie am besten zu laden haben, manche Leute (z.B. die genannten Handwerker) können mehr als 11 kW auch zuhause oder bei der Arbeit brauchen, unterwegs sowieso. Wenn die Fahrzeughersteller das dann nicht als AC-Option für die Fahrzeuge anbieten, hängen diese Leute sich halt den 25kW CCS an die Wand, ob AC oder DC ist für die Leistung fast egal.

Ich finde sehr gut dass da Fahrzeug-Entwicklung in diesem Leistungsbereich stattfindet, das sollten wir dem engagierten Kollegen Ingenieur mal nicht ausreden…
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Mitglied bei taubermobil Carsharing e.V. und HITA - Healthcare IT for Africa e.V. Meine Bilder sind unter CC BY-SA Lizenz.

Re: Wie kann 22kW ladepunkt ohne separater Zähler überhaupt funktionieren?

Loxodan
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Ich sehe schon das scheint ja ein Dauerbrenner hier zu sein die Diskussion, aber nun ja dazu äußere ich mich zumindest hier in dem Beitrag nicht mehr :-)

Um mal wieder zur eigentlichen technischen Diskussion zurückzukommen:

Das ist jetzt zwar nur artverwandt aber passt perfekt hier in den Zusammenhang.

Da wir ja hier auch fleißig über Dauer und Aussetzlasten und deren Bewertung gesprochen haben, weiß zufällig jemand wie das mit Wärmepumpen und Heizstäbe gehandhabt wird? Werden die generell als Aussetzlast oder Dauerlast mit in die Berechnung genommen, denn nicht alle haben ja hier auch einen eigenen Zähler und läuft oft auch über den Haus/Wohnungszähler mit?

Muss ich hier den Anschlusswert aus den Technischen Daten nehmen und den aufrunden oder mit irgendwelchen Faktoren belegen?

Ich weiß ist jetzt keine Ladeeinrichtung aber passt doch gut hoffe ich...

Re: Wie kann 22kW ladepunkt ohne separater Zähler überhaupt funktionieren?

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Loxodan hat geschrieben:

Alsooo: Wie vermutlich die meisten von euch besitzt unsere Wohnung einen "Standardstromzähler" welcher in den Specs die Angabe in Klammern (60A) Grenzbelastung hat. Laut Aussage meines Netzbetreibers (eNetz Südhessen) darf ein solcher Zähler dann (wenn mit 16mm2 im Schrank verkabelt) max. eine Dauerlast von ca. 30kW (ca. 44A) haben. Das habe ich auch nachrecherchiert und scheint zu stimmen.

Nun ist es so das eine Wohnung nach DINxxx so mit ca. 13 kW Aussetzbetrieb bewertet wird und dann in Verbindung mit einer Wallbox als Dauerleistung bewertet wird, siehe Aussage folgend:

"Durch den Anschluss einer Ladestation wird aus einem Aussetzbetrieb wie es für einen Haushalt üblich ist ein Dauerbetrieb. Die Ladestation wir mit dem Gleichzeitigkeitsfaktor 1 berücksichtigt., deshalb bewerten wir die Leistung mit 35 KW bei 22 KW, und 24 KW bei 11 KW Ladestation"
1) Er meint, 22 kW zu benötigen, weil dies "die Auto´s können".
Dies ist, auch bei einem Energiebezug von 14.000 kWh/ Jahr, also ca. 70.000 km/ verso 35.000 km per Fahrzeug nicht Notwendig.
eine 11 kW Wallbox schafft, selbst im nur 10 stündigen Dauerbertieb des Nachts bei einer 4-Tage Woche: 21.120 kWh.
2) So das E-Werk meint, die 13 kW zu den 11 kW als Dauerleistung hinzuzählen zu müssen reicht selbst dies, da das dann 34 Ampere sind, des Nachts dann die 24 kW, also 11 kW +13 kW ( bei 10 Stunden Ladedauer 110 kWh!?) zu versorgen.

Man hat dann 34 kW Dauerlast gekauft.

Als Empfehlung sollte man aus der Spitzenlastmessungstarifen draussen bleiben, was mit 2 gemanagten Wallboxen, sogar mit einer Wärmepumpe mit 4 kW Anschlussleistung noch immer funktioniert
Beispiel:
2 Kochplatten a´2 kW, Waschmaschine& Trocker a´2 kW, hier gibt es schon eine Gleichzeitigkeit in der Praxis, aber weiter, Geschirrspüler sind: 6 kWh.
34 kW minus 6 kW: bleiben 28 kW für die Auto´s.
Versieht man das Powermanagement der Wallboxen noch mit einer Netzbezugsmesskomponente, werden vermutlich sogar immer 30 bis 32 kW für die Auto´s zur Verfügung stehen.

28 kW x 10 Stunden sind jede Nacht noch immer 280 kWh...

Der Tesla hat glaube ich im Moment die grösste Batterie am Markt mit 110 kWh...

2 x 110 kWh /8 Stunden, da beide spät kommen/früh fahren: ergibt 27,5 kW Anschlussleistung.....

Also reichen die 22 kW mit den 13 kW der, schon interessanten Auslegung der Norm noch immer locker.

Wir laden 2 E-Auto´s an 11 kW.
Es gab bisher heisse 1 x Nacht´s eine Überschneidung von ca. 30 Minuten, da einer Abends, der andere morgens lädt, späte kommen, und in Summe rund 130 kWh benötigt wurden.
Dies ergibt 11,8 Stunden Ladedauer.

Was war die Lösung? Der grosse hing auf Strecke am nächsten Tag mal 10 Minuten am Starklader:
110 kW=18 kWh.
Das kostet beim Vergolder des Strom´s, Ionity: 14€... 1 x im Jahr...

Was kostet die Erweiterung des Hausanschlusses für alle Eventualitäten?
Sagen wir mal günstige 3.000€.
Das wären 3.658 kWh oder, bei den 18 kWh
203 mal "Ausweich-Ladevorgänge"...
allerdings nur, wenn man am nächsten Tag wieder die volle Batteriekapazität benötigt.

Warum ich das immer wieder erkläre?
Weils:
1) Immer wieder hochkommt
2) Die Netzkosten für uns alle expoldieren lassen wird, damit ein paar, welche es nicht verstehen (wollen?) Ihre 22, 44 oder noch mehr Anschlussleistung haben,
welche dann
3) zusätzliche Vorhalteleistungen in den Kraftwerken verursacht, also Leistung, welche bezahlt wird weil man "mal vielleicht" beide mit voller Leistung laden MUSS.

4) Dies derart unnötig ist, dass die Tür nicht zugeht. Spitzenleistungsewrweiterungen sind so ziemlich das teuerste was es gibt, wpofür es schon über 20 Jahre Lösungen gibt, da das schon immer ein, sehr teures Problem war.

5) Selbst mit 2 Lademonstern diese an 11 kw, insbesonders wenn die 13 kW als Dauerleistung hinzugezählt werde,n sogar noch mit einer Wärmepumpe dran auskommt.

Österreich:
Im Regelfall hat man einen 4 kW Anschluss.
Die 1. Erweiterungsstufe ist auf 11 kW, meist mit einem Betrag bis 2.500€ ( eher 1.300€) erledigt.
die 2. Stufe, da kann es schon eng werden, je nach Energeiversorger.

Nur dass, wenn man die Verträge liesst, bis meist 14.000 kWh gar nicht´s passiert.
Dann kauft man die 1. Stufe der Erweiterung zu, hat 28.00 kWh, kann wieder "ziehen was man will".
Danach wird´s teuer, man muss die Spitzenwertüberschreitung bezahlen.

Was, je nach Anbieter, etwas variieren kann.

@ DiLeGreen: Die Gleichrichter stehen bei uns herum.
Warum sollte ich mir diese unnötige Arbeit machen wenn 11, 22, bzw. 34 kW AC reichen?
Selbst wenn man einen Gleichrichter montiert: Wofür, die Leistung aus dem Netz zu beziehen bleibt ja gleich ?

@Loxodan: Da beide Heizungen "elektrisch" sind, wäre mir eine Gleichzeitigkeit von 0,6 für "elektrische Heizungen" erinnerlich.

Was ich als techn. überholt sehe, da bei -10°C die Vorheizung auf den vollen Energiebezug der WP treffen kann, stand aber so mal in den Büchern, wenn ich mich richtig erinnere.
Diverse E Fahrzeuge von 18 bis 90 Kwh.

Re: Wie kann 22kW ladepunkt ohne separater Zähler überhaupt funktionieren?

KlareWorte
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Deine Ausführungen mögen für einen Netzbetreiber passen, der beim Gleichzeitigkeitsfaktor sich nicht auf 1 festlegt und sein Verteilernetz einigermaßen passend hat.

Das gilt aber für meinen Netzbetreiber zb nicht. Verteilernetz auf der letzen Rille und mit GZF von 1 rechnen. Zur Krönung wird die aktuelle NAV ignoriert.
Ich behauptet mal, das mein Netzbetreiber nicht der einzige in Deutschland ist, der so agiert.

Re: Wie kann 22kW ladepunkt ohne separater Zähler überhaupt funktionieren?

Ioniq1234
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Auszug aus den TAB: Direktheizungen und Wärmepumpen werden grundsätzlich über einen separaten
Zähler mit Steuereinrichtung angeschlossen.

Re: Wie kann 22kW ladepunkt ohne separater Zähler überhaupt funktionieren?

Xentres
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Unsere Wärmepumpe hat auch einen eigenen Zähler und zugeordnete Bezugsleistung (35 Ampere) separat vom Haus und ist zudem von Netzbetreiber abschaltbar.

Da wird nix zum Haus dazugerechnet.
BMW i3 120 Ah - seit 04/2020 - Melbourne Rot

Re: Wie kann 22kW ladepunkt ohne separater Zähler überhaupt funktionieren?

Loxodan
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Man hätte es ja ahnen können Männers, ich lach mich schlapp :-) Wozu haben wir tausend Verordnungen und Normen wenn alles individueller Basar ist.
Bei dem VNB der bei den Wallboxen so Anstalten macht habe ich mindestens 3 Freunde bei denen ich sicher weiß das deren WP über den Lichtzähler laufen weil die auch sagen eigener Tarif lohnt am Ende nicht mit Installationskosten und geringem Preisunterschied , kein Problem :-) Da mir die Frage erst heute Mittag kam habe ich da noch nicht bei denen nachgefragt, aber das werde ich jetzt mal tun, vielleicht haben die eine Kopie von der VNB Anmeldung aber die sind alle jetzt nicht so firm mit Elektrik.

Bestätigt mich weiterhin das ich mit rumheulen versuchen muss einen 100A Direktzähler zu bekommen damit ich hier die Dauerlast Zähler Ausrede umschiffen kann :-)

Re: Wie kann 22kW ladepunkt ohne separater Zähler überhaupt funktionieren?

electrifylife
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Das wird eher chancenlos sein, 100A direktzähler werden neu in ganz Deutschland wohl nicht mehr verbaut

Re: Wie kann 22kW ladepunkt ohne separater Zähler überhaupt funktionieren?

Loxodan
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Wer nicht kämpft hat schon verloren. Es steht immer dabei das dies in Einzelabstimmung möglich sei, ich habe schon angefragt und gehe das mal an, schauen wir mal🤗
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