Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

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Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

electrifylife
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In einem klassischen Speicher ja, aber wir verwenden eine Frischwasserstation und somit ist egal, was im Tank passiert.

Die Legionellenschaltung ist auch umstritten. Angeblich sorgt das kurzzeitige aufheizen für resistentere Legionellen.
Generell ist das Legionellenthema schon sehr lästig. Vor kurzem habe ich es von einem MFH Haus mit Gastherme miterlebt. Das WW hat überall mindestens 65°, trotzdem wurde an einer Stelle ein deutlich erhöhter Wert gemessen.
Und während du im EFH fast machen darfst, was du willst, wird es schwer im MFH die Trinkwasservorschriften für die Vermeidung von legionellen mit einer hohen WP JAZ in Einklang zu bringen. Geht fast nur mit Wohnungsstationen, separaten Durchlauferhitzern für WW oder WW WP in den Wohnungen, also alles erhöhter Aufwand.
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Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

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electrifylife hat geschrieben: Interessante Idee mit der Nachtabsenkung. Ohne PV würde ich deine Vorschläge nicht unterstützen, da
Bei einem gut gedämmte Haus handelt es sich dabei ja nicht wirklich um eine "Nachtabsenkung" sondern nur die Verlegung der Laufzeiten der WP auf den Tag. Da meist noch ein oder sogar zwei Pufferspeicher für Heizung und WW laufen ist davon im Haus nichts zu merken.

Ich hatte in meiner experimentierfreudigen Zeit vor 11 Jahren mit neuem Haus und WP auch damit herumgespielt aber konnte keinen verbrauchsmindernden Effekt feststellen. Damalige Idee: höhere Aussentemperaturen tagsüber = besserer Wirkunggrad = geringerer Stromverbrauch. Ich hab damals aber an allem möglichem herumgestellt und so ist das Ergebnis wohl nicht sehr aussagekräftig. Viel wird es aber wohl nicht bringen für die Effektivität der WP. Aber durchaus was für den Eigenverbrauch einer PV die ich damals und bis heute leider noch nicht habe. Aber ich plane aktuell wieder. Und dann werde ich es mit dem vorrangigen Heizen bei PV Lieferung nochmal probieren.
catoderjuengere hat geschrieben: Ist 43 Grad nicht etwas riskant bzgl. Verkeimung ? Wir fahren bewußt in der Spitze hoch auf 60 Grad.

Bild

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Ep ... llose.html
Ich fahre auch bewusst seit 11 Jahren auf 43° und auch die wöchentliche 60° Aufheizung ist deaktiviert.

Wir sind kein Altenheim und nachdem ich mich damals über die Legionellen informiert habe ist das Risiko für gesunde Menschen minimalst. Auf der anderen Seite bringt auch die maximal mögliche Dauertemperatur einer WP zu wenig (ausser einem hohen Stromverbrauch) und auch die zeitweise starke Erhöhung so gut wie nichts.

Aber wir werden hier mal wieder Off-Topic ;-)
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Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

unsignedvoid
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electrifylife hat geschrieben:
Interessante Idee mit der Nachtabsenkung. Ohne PV würde ich deine Vorschläge nicht unterstützen, da

-Nachtabsenkung im gut gedämmten Neubau mit FBH eigentlich nichts bringt
-eine Wärmepumpe doch möglichst durchgehend laufen sollte, viele neue Modelle modulieren deswegen
-die JAZ deutlich besser ist, wenn die WW Temperatur niedrig ist. Wie warm ist das bei dir? Wir haben nur 43°, dafür muss die WP dann halt schnell wieder aufheizen, wenn zum Beispiel viele duschen

Mit PV könnten das aber schon Sinn machen!
Ich gehe eigentlich auch, ohne es je überprüft zu haben, davon aus, dass der Effizienzgewinn durch die höheren Aussentemperaturen nicht nennenswert hoch ist. Das Wesentliche ist, dass die WP möglichst viel PV-Strom bekommt. Die Warmwassertemperaturen habe ich tatsächlich auf das Ausbleiben von Beschwerden meiner Frau geregelt^^ Eingestellt sind 37°C, da kommen eher so untere 40°C aus dem Speicher raus (vermutlich weil der Temperaturfühler im Puffer deutlich unter dem Auslass hängt), in den drei Stunden Tagbetrieb sind 47°C eingestellt. Mit 800l Kombispeicher reicht das für eine Badewanne aus, auch wenn danach die WP anläuft. Frischwasser läuft in einem Spiralförmigen Rohr durch den Speicher durch, da sind nur ~37l drinnen und ist bezüglich Legionellen unbedenklich; da sind selten benutze Stichleitungen viel Schlimmer. Normalerweise hat die WP mit dem Gesamtsetup in der Übergangszeit drei, manchmal 4 Starts am Tag, wenn es kälter wird reduziert sich das bis auf einen einzigen.

Und ja, es wird / ist Offtopic. Vielleicht sollte jemand, wenn er weiter Diskutieren möchte an anderer Stelle einen Thread aufmachen?

Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

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drilling hat geschrieben: Der Unterschied ist das dämmen den Bewohnern nichts bringt (wenn dann eher Nachteile wie z.B. Schimmel), die anderen unwirtschaftlichen Sachen die man sich so kauft haben normalerweise einen Nutzwert.
Kann ich aus eigener Erfahrung absolut nicht bestätigen. Der Altbauhausteil meiner Mutter (Betonsteine ohne jegliche Dämmung) war trotz hoher Vorlauftemperaturen der Radiatorheizung bei Minusgraden kaum warm zu bekommen, obwohl der Holzofen zusätzlich permanent lief (was zudem die Luft auf ungesunde Werte ausgetrocknet hat). Durch die kalten Wände - und in den Raumecken besonders - war es immer ungemütlich kalt und im Sommer dann zu warm. Die Fenster waren dafür gar nicht so schlecht.

Ich habe trotzdem alle Fenster ausgetauscht und die Fassade gedämmt. Ich habe sogar um das Haus einen Meter tief gegraben (Perimeter) und so gleich noch die Feuchtigkeit im Keller beseitigt.

Meine Mama ist nun super glücklich. Trotz Absenkung des Verlaufs um 15 Grad ist ihr Hausteil jetzt gemütlich warm. Zudem kann ich die Heizperiode deutlich später starten, da bei 15 Grad Aussentemperatur es ausreicht, ab und zu mal ihren Ofen anzumachen. Das wäre früher aussichtslos gewesen. Schimmelprobleme gibt es keine. Die gibt es "nur" bei Bau- oder Nutzerfehlern. "Nur", da die leider zahlreich sind.

Ob das jetzt Geld spart? Keine Ahnung, da ich sonst zentral mit Holz aus dem eigenen Wald heize. Auf jeden Fall spart es natürlich Arbeit. Alleine das bessere Wohnklima ist es mir jedoch schon wert. Meine generelle Philosophie ist aber, wenn es mir wirtschaftlich gut geht, in Dinge zu investieren, die mir langfristig Kosten sparen. Ich bin daher auch sehr gut gegen zukünftige Markteskapaden gewappnet. Demnächst kommt dann eine Norddach-PV dazu.

Leute die mir immer sagen "Das rechnet sich doch nicht", selbst die billigste Lösung wählen und dann bei steigenden Preisen den Katzenjammer starten, lassen mich da nur den Kopf schütteln.
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Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

drilling
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Super-E hat geschrieben: Durch die kalten Wände - und in den Raumecken besonders - war es immer ungemütlich kalt und im Sommer dann zu warm.
Sorry aber dann war das Haus einfach schlecht bzw. extrem billig gebaut worden, in dem Fall ist dämmen natürlich notwendig. In meinem Haus haben die Außenwände von innen Zimmertemperatur (34 cm Gesamtdicke mit Ytong Steinen gebaut), auch bei Minusgraden, d.h. eine zusätzliche Dämmung wurde vom Komfort her überhaupt nichts bringen.

Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

catoderjuengere
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Schaumbeton ist ein sehr guter Isolator und Feuchteregulierer. Alles richtig gemacht.
yo no naka wa
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Rettet Ersatzteil 199 398 500 A !

Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

unsignedvoid
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@drilling Ähh, ja, bei dir bringt Dämmen wahrscheinlich in der Tat recht wenig. Ytong gibt eine Wärmeleitfähigkeit von 0,07 bis 0,18 W/mK an. Mineralwolle liegt irgendwo zwischen 0,03 bis 0,05 W/mK, Styropor ist da ähnlich (WLG40 bedeutet 0,04 W/mk). Dein Haus mag nicht den neusten Standards entsprechen, ist aber definitiv nicht auf dem Stand eines durchschnittlichen 80er oder 60er Jahre Baus. Bei diesen Bauten bringt das was (wann es sich rechnet steht auf einem anderen Blatt, ich würde aber drauf schauen), bei 34cm Ytong (Quasi reine Dämmung) kann man sich das bei einer Sanierung mal überlegen, muss man aber imho nicht^^

Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

drilling
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@unsignedvoid Ytong Steine (bzw. Porenbetonsteine) waren in den 80ern Stand der Technik, wer die nicht verbaut hat hat halt "die billigste Lösung" gewählt wie Super-E so schön gesagt hat.
34 cm ist die Gesamtdicke der Mauer inklusive Innen- und Außenputz, nicht die der Ytong Steine selbst.

Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

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@drilling
Ich denke das ganze basiert auf einem Missverständnis in der Wortwahl.

Bei "altem EFH" denke ich an alles von 1500-1970. Mein Gedanke war da nicht ein Haus aus den 80ern mit 36cm Porenbeton. Damit erreicht man U-werte von 0,25-0,27. Da braucht man an Zusatzdämmung wahrlich nicht zu denken. Das Haus meiner Mama ist aus den 60ern und hatte an der schlimmsten Wand einen u-Wert von 1,64. Die Bausubstanz ist noch hervorragend (Betonsteine, die auch ordentlich Speichermasse haben), aber keinerlei Dämmung.

Nachträgliche Korrektur: Die schlechte Wand hatte 1,64. Die Beste 0,54
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Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

LiFePo4
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@Super-E man sollte aber nicht vergessen das diese ganzen "Leichtbauten" niemals so Standfest und Langlebig sind wie die alten Gebäude.
Ein Klinkerbau hält locker und leicht 150 Jahre. Eine bröslige Wärmedämmung wird nach 30 Jahren abfallen :)
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