Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

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Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

TorstenW
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Moin,

was nützt das Verstehen der Daten, wenn man nichts (mehr) am Verbrauch ändern kann?
Wir haben schon vor Jahren (da war es noch nicht mal hipp) die komplette Beleuchtung auf LED umgestellt, neue, sparsame Haushaltsgeräte gekauft, die Technik "ausgedünnt" (statt 3 FritzBoxen, diversen PowerLAN und WLAN-Repeatern, Smarthome-Gedöns nur noch 2 FritzBoxen, 1 WLAN-Repeater, 1 DECT-Repeater). Das Smarthome-Gedöns ist zwar "nett", aber der Standby-Verbrauch ist nicht von schlechten Eltern, deshalb ist es bis auf 2 Schaltsteckdosen wieder raus geflogen. Das hat eine Ersparnis von gut 1.200kWh/Jahr gebracht. Mehr sparen (aber nur marginal) geht nur, wenn man sich weiter einschränken würde.
Das weiß ich aber jetzt schon.
Wenn ich jetzt einen (teuren) "intelligenten" Zähler bekomme, bringt der mir (außer höheren Kosten) genau welche Vorteile?
Wenn ich einen Laptop/PC laufen lasse, um die Daten auszuwerten, verbraucht das auch wieder Strom....

Grüße
Torsten
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Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

Smiljan
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@RiffRaff,
Thüringen liegt am Ausgang des Großen Walsertals trifft für mich leider oder zum Glück nicht zu. :doof:
Grüsse von Smiljan

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LR = Low Range = geringe Reichweite ( https://www.linguee.de/englisch-deutsch ... range.html )

Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

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RiffRaff hat geschrieben:
Smiljan hat geschrieben: @electrifylife, in dem Teil Deutschlands in dem ich wohne kommt für Gas,
Wasser, Strom und sogar für den Gartenzähler (Gieswasser) ein Ableser.
Das ist inzwischen die absolute Ausnahme.
Gibt es für die Wasserzähler eine Ultraschallablesung über die Wasserleitung, oder wie kommt der Netzbetreiber an die Zählerstände?
Selbst beim Gas kenne ich noch immer nur die alten Balgzähler, ich bin jedoch Wissbegierung und lernfähig.
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Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

Smiljan
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@TorstenW,
mit dem was du schon alles gemacht hast wird dir eine intelligente Messeinrichtung
nur noch was bringen wenn du auch einen Tarif nutzen kannst der auch für so eine
intelligente Messeinrichtung gemacht ist.
Ein Einheitstarif nutzt da nichts .
Grüsse von Smiljan

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Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

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A.Q. hat geschrieben:
TorstenW hat geschrieben: Der verbrauchsabhängige Preis (je mehr Verbrauch, desto teurer) gilt nur für SmartMeter.
Ja, natürlich SmartMeter. Von denen rede ich auch.
Also bevor Du hier weiter rumlärmst, lies doch bitte die Vorschriften/Gesetze richtig!
Siehe § 29 II Nr. 1 MsbG: https://www.gesetze-im-internet.de/messbg/__29.html und § 31 III MsbG: https://www.gesetze-im-internet.de/messbg/__31.html

bis 2.000 kWh: 23 Euro
2.000-3.000 kWh: 30 Euro
3.000-4.000 kWh: 40 Euro
4.000-6.000 kWh: 60 Euro
6.000 - 10.000 kWh: 100 Euro
Kann mir mal jemand auf die Sprünge helfen?
Danke !

Es las sich bisher für mich, dass man diese Gebühr immer verrechnet bekommt, so umgerüstet wird.
Nun steht bei den Kosten im Gesetz jedoch optional, also, wenn man dieses ausdrücklich wünscht.
Also kostet die Umrüstung doch nicht´s. Warum dann also der Zirkus bisher ?
Weiters verstehe ich nicht ganz warum man, beim gleichen zähler bei einer Höheren Stromabnahme für den gleichen Zähler lt. Gesetz mehr zaahlen soll.
Dass der Deutsche Bürger als Melkkuh gesehen wird, ist mir ja nicht´s neues, allerdings so eine Gesetzerstellung ist schon interessant.
wiewohl: Keine Optionalen Wünsche und ide können doch tauschen was sie wollen, es kostet dem Nutzer nichts, oder sehe ich das falsch?
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Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

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Also bei uns hat man Vertrauen zum Kunden (Selbstablesung, Meldung per Internet oder Postkarte).

Klar könnte man da Schmu machen, aber das fällt ja doch auf, wenn man das so weit treibt, dass es sich in € bemerkbar macht und irgendwann kommt mal eine Endabrechnung, ein Nachmieter, der auch abliest, ... sprich irgendwann fliegt man damit auf.
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/15 seit 01/16
Hyundai ioniq 5 RWD LR seit 11/21

Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

TorstenW
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Moin,
env20040 hat geschrieben:Es las sich bisher für mich, dass man diese Gebühr immer verrechnet bekommt, so umgerüstet wird.


Korrekt!
env20040 hat geschrieben: Nun steht bei den Kosten im Gesetz jedoch optional, also, wenn man dieses ausdrücklich wünscht.


Teilweise falsch.
Unter 6.000kWh ist eine mME Pflicht, man darf sich aber ein SmartMeter wünschen. Darüber und/oder bei einigen anderen Voraussetzungen (Einspeiser, Wärmepumpe...) ist/wird ein SmartMeter Pflicht.
env20040 hat geschrieben: Also kostet die Umrüstung doch nicht´s.

Die Umrüstung selbst kostet nix, nur die monatlichen Kosten werden höher.
env20040 hat geschrieben: Weiters verstehe ich nicht ganz warum man, beim gleichen zähler bei einer Höheren Stromabnahme für den gleichen Zähler lt. Gesetz mehr zaahlen soll.

Das musst Du die Grünen fragen, die diesen ganzen Schwachsinn durchgepeitscht haben.
env20040 hat geschrieben: wiewohl: Keine Optionalen Wünsche und ide können doch tauschen was sie wollen, es kostet dem Nutzer nichts, oder sehe ich das falsch?
Das siehst Du falsch. S.o.
Die Netzbetreiber KÖNNEN nicht tauschen, sie MÜSSEN es laut Gesetz. Und zahlen muss das (auch laut Gesetz) der Kunde.

Grüße
Torsten

Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

Ecano
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TorstenW hat geschrieben: env20040 hat geschrieben: Weiters verstehe ich nicht ganz warum man, beim gleichen zähler bei einer Höheren Stromabnahme für den gleichen Zähler lt. Gesetz mehr zaahlen soll.


Das musst Du die Grünen fragen, die diesen ganzen Schwachsinn durchgepeitscht haben.
Belege dazu oder nur Grünenbashing?
e-up! "UNITED", bestellt am 27.8.2020, erhalten am 19.5.2021

Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

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env20040 hat geschrieben: Es las sich bisher für mich, dass man diese Gebühr immer verrechnet bekommt, so umgerüstet wird.
Nun steht bei den Kosten im Gesetz jedoch optional, also, wenn man dieses ausdrücklich wünscht.
Also kostet die Umrüstung doch nicht´s.
Ich kann dir nicht ganz folgen.

Fakten sind:
  1. Der Gesetzgeber hat vorgeschrieben, dass bis 2032 alle Zähler digital sein müssen ("moderne Messeinrichtung").
  2. Damit die Netzbetreiber das nicht für Abzocke nutzen, hat er dafür einen Maximalpreis vorgeschrieben (20 € p.a.). Ob der aber auch berechnet wird oder ein niedrigerer Satz (der sogar günstiger sein kann als der bisherige) oder gar keiner, ist ihm egal.
  3. Zusätzlich verfolgt er das Ziel, dass das Netz "intelligenter" werden soll, sprich: durch ständige Verfügbarkeit aktueller Daten besser steuerbar, durch variable Preise Nachfrageanpassungen an das Angebot usw. Dazu sind Smart Meter ("intelligentes Messsystem") notwendig.
  4. Sie sind aber nicht an allen Anschlüssen notwendig, sondern vor allem an denen, die viel verbrauchen oder produzieren und bei denen ein großes Potenzial für Nachfrageverschiebungen besteht (Wallboxen, Wärmepumpen etc.). Der Gesetzgeber sieht es als übertrieben an, diese Smart Meter zu vollen Kosten auch einer Rentnerin aufs Auge zu drücken, die kaum Strom verbraucht; deswegen hat man sie nur für größere Verbraucher ab 6000 kWh / Erzeuger ab 7 kW sowie für Wärmepumpen, Wallboxen etc. vorgeschrieben (das schließt die Mehrheit der normalen Haushalte ohne E-Auto und Wärmepumpe aus, die sind davon also gar nicht betroffen).
  5. Wenn die grundzuständigen Messstellenbetreiber dennoch Smart Meter bei diesen Kunden einsetzen wollen, weil sie sich davon Vorteile versprechen (siehe oben), dann dürfen sie die Kosten dafür nicht nach Belieben auf die Kunden abwälzen, sondern nur bis zu einer gestaffelten Obergrenze. Das soll dazu führen, dass die Anbieter sich gut überlegen, wie viele Smart Meter sie denn nun wirklich brauchen, anstatt mit der Gießkanne zu arbeiten.
  6. Natürlich steht es Stromverbrauchern ohne Ausstattungspflicht frei, sich mit einem Messtellenbetreiber freiwillig über den Einsatz eines Smart Meters zu einigen. Die Preisobergrenzen gelten dann nicht (nur für den grundzuständigen MSB).
Weiters verstehe ich nicht ganz warum man, beim gleichen zähler bei einer Höheren Stromabnahme für den gleichen Zähler lt. Gesetz mehr zaahlen soll.
Sollen sie ja gar nicht. Der Gesetzgeber sieht nur höhere Kosten als wirtschaftlich vertretbar an, weil ja auch der potenzielle Nutzen ein höherer ist. Es sollen einfach zu hohe Kosten für Anschlüsse mit niedrigerem Verbrauch vermieden werden. Wenn die tatsächlichen Kosten bei beiden Anschlüssen gleich sind, sollte der MSB auch bei beiden den gleichen Preis verlangen. Das ist aber innerhalb der Grenzen die freie Entscheidung des Anbieters.
Dass der Deutsche Bürger als Melkkuh gesehen wird, ist mir ja nicht´s neues,
Es sind immer noch Preisobergrenzen, sie dienen also nicht dazu, die Bürger zu melken, sondern im Gegenteil das Melken der Bürger durch die MSB zu verhindern.
Keine Optionalen Wünsche und ide können doch tauschen was sie wollen, es kostet dem Nutzer nichts, oder sehe ich das falsch?
Ja, das siehst du falsch. Der grundzuständige MSB kann dir iMSys einbauen und Innerhalb der Preisobergrenzen auch Geld dafür verlangen, obwohl du es nicht willst. Du hast allerdings die Möglichkeit, dir einen anderen MSB zu suchen, der auf iMSys verzichtet und billiger ist. Inwieweit es diese geben wird, steht allerdings noch in den Sternen.
„Gasoline? It's a liquid fuel that was used centuries ago on Earth. They burned it to drive internal combustion engines.“ (Raumschiff Voyager, Staffel 2, Folge 1, 1995)

Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

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iOnier hat geschrieben: Also bei uns hat man Vertrauen zum Kunden (Selbstablesung, Meldung per Internet oder Postkarte).

Klar könnte man da Schmu machen, aber das fällt ja doch auf, wenn man das so weit treibt, dass es sich in € bemerkbar macht und irgendwann kommt mal eine Endabrechnung, ein Nachmieter, der auch abliest, ... sprich irgendwann fliegt man damit auf.
Danke für die Info.
andere Länder, andere Sitten.....
Wiewohl, wenn ein Gesetzt den Begriff optional definiert, muss es etwas anderes geben, sonst wäre dies ja keine Option. Daher verstehe ich nicht wo die definition der Kosten herkommt.
Dies auch da, wenn es keine Option gibt, dies ja nicht optional sein kann und daher die Kosten entfallen müssen.
Sonst müsste der Text im gesetz ja heissen: In jedem Falle, oder jedesmal.........

Da auch die Rechtssysteme in den Ländern etwas anders sind nehme ich das mal so hin, dass der Kunde den Vorteil des Netzbetreibers bezahlt.

Lassen wir mal das etwaige Grünbashing, ich sehe das eher um CDU-CSU Dunstkreis entstanden, vielleicht im Austausch für ein paar Versorgungsjob´s?

Sorry, aber der Begriff optional ist schon sehr eindeutig... keine Option, keine Kosten, da das ja dann ein, von der EU dem Betreiber, und nicht dem Kunden vorgeschriebene Angelegenheit ist.

@ A.Q.: Da es eine Vorschrift aus Brüssel ist, sind am Ende alle Zählpunkte betroffen.


So man einen Bestandsvertrag hat, sehe ich schon eine Möglichkeit, wenn der Versorger tauschen möchte, ausser vielleicht einer Austauschpauschale für Arbeitswerte zu bezahlen.

Sinngemäss: Wenn der Versorger den Zähler tauschen will, ist´s seine Sache.
Will´s der Kunde? Dann wird´s eine Option, zum Weiterverwenden des alten Zählers, oder da dieser Funktionen aus dem Gerät wünscht.
Wie heute, wenn ein altes, nicht mehr zulässiges Zählerbrett, Steckkontakte, oder sonstwas beim Wiederanmelden eines Zählers aufpoppt.
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