Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

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Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

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Es liegt insbesonders an uns E-Mobilisten dafür zu optionieren dass Lastabhängige Energietarife eingeführt werden.
Dafür hat der Gesetzgeber ja bereits gesorgt:
https://itemsnet.de/itemsblogging/dynam ... rger-naht/
„Gasoline? It's a liquid fuel that was used centuries ago on Earth. They burned it to drive internal combustion engines.“ (Raumschiff Voyager, Staffel 2, Folge 1, 1995)
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Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

Ioniq1234
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@env20040: Die Voraussetzung dafür sind Intelligente Messsysteme mit SMG. Diese werden doch gerade erst bei den Vielverbrauchern (über 6000kWh) ausgerollt. Bevor Flächendeckend lastabhängige Tarife möglich sind, wird noch etwas dauern.

Aber ja. Jeder, der so eine Messeinrichtung und ein BEV hat, kann demnächst mit dem Ladezeitpunkt Einfluss nehmen. Vielleicht in 2-3 Jahren.

Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

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Das konnte „jeder“ schon seit Generationen. Da braucht es keine fancy nerdige teuere Messstelle…noch ein BEV. Eine APP mit Prognose für die nächsten 24H und ich kann den Timer und Ströme einstellen.

Woran erkenne ich den Zustand des lokalem Netzes? Woran erkenne ich als Verbraucher den kritischen Zustand?
War es die Spannungslage oder doch die Hz? Unsere Ofenuhr geht ständig nach. Der Spannungsmesser in der FritzDect Schalterdose hat ne richtige Schwingung …von 215v - bis 241v sofern ichs richtig erinnere.

Das Bevfahrer „belohnt“ werden sehe ich überhaupt noch nicht. Die alten Player behindern wichtige Umbrüche wo es nur geht.
LEAF 75000 km <15 kWh Rest Akku-Schäm Dich Nissan....Hand-Made egolf Dresden...Ahk liegt bereit...EV6 FailICCU=noch 0 AWD LR AHK WPnutzlos…Citroen AMI Getriebedefekt 1300km-nie wieder Stellantis = Citroen D:Km=6500

Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

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An den Herz erkennt man Überregionale (Europäische) Überlast, kommt aber so eh nicht vor. Die Spannungen sind wenn schwankend ein Zeichen der Überlast Deines Ebene 7 Trafos, also der am Ende der Gasse.

Was aber genau ist jetzt Überlast? oder anders gefragt, was genau ist kritischer Zustand? Wenn zu wenige Kraftwerke am Netz sind oder doch eher wenn zu viele Kohlekraftwerke am Netz sind. Weil letztere wirst du weder an der Spannung noch an der Frequenz erkennen. Auch die teuren Gaskraftwerke sind nicht messbar wenn die Energie mal bei dir ist. Da kommt dann der Strom sprichwörtlich aus der Steckdose.

Wenn es aber nun um Deinen persönlichen grünen Strom geht, wird es noch mal viel komplexer. Weil weder die Einspeisung noch die Abnahme von Strom wird in Echtzeit verfolgt, so ist es nicht klar wer gerade deinen Strom liefert. Wenn dein Betreiber nur bei Sonnenschein Strom liefert und dabei genug Zertifikate sammelt kann der dieser innerhalb von drei Monaten für dich einlösen und du hast auf Deiner Rechnung stehen, 100% Grünstrom. Da steht nicht 100% Grünstrom geerntet wenn die Sonne schien, geliefert wenn du dein Auto in der Nacht geladen hast...

Einerseits ist der Strom schön billig in der Nacht. Na klar, die Kohle und Atommeiler kann man nicht abschalten, aber der Verbrauch in Europa geht in den Keller. Sicher schön, wenn in der Nacht dann die Elektrofahrzeuge laden und die Waschmaschinen laufen. Extrem billig, weil Überschussstrom. Aber sicher nicht PV. Wenn man also "Netzdienlich" ladet, dann sehr sicher Kohle und Atom. Vielleicht mit ein wenig Glück Windenergie, aber auch nur wenn es sich für den Betreiber lohnt, ansonsten werden die Windräder abgestellt. Daher: Netzdienlich ist nicht Grün...

Wenn man nun fordert, die Messungen müssen so genau werden, dass man immer genau den Strom ladet, der von meinem Grünstromanbieter gerade geliefert wird, dann ist man nicht Netzdienlich unterwegs, weil das widerspricht sich. Die PV ist von Haus aus extrem Netzdienlich, weil immer dann vorhanden wenn der Verbrauch auch am Höchsten ist. Diese Energie statt für das Netz nun für das eigene Fahrzeug zu verwenden, nimmt diese Netzdienlichkeit der PV weg und man selber ist auch weit weg von netzdienlich, aber Grün.

Ich sehe es daher weiterhin positiv, die PV ins Netz zu speisen, und das Auto in der Nacht netzdienlich aus dem Netz zu laden. Dadurch wird die Summe an CO2 aus Stromerzeugung niedrig gehalten und die Kosten für das Laden der Autos auch. Eine Forderung, jeder Grünstrom darf nur als Grünstrom berechnet werden wenn dieser auch genau jetzt erzeugt wird, ansonsten fährt man ja mit Kohlestrom würde beides verschlechtern, sowohl den Strompreis für den Kunden des Grünstromes als auch die CO2 Belastung der gesamten Stromwirtschaft. Aber dann ist man ja angeblich so etwas von Grün unterwegs.

Diese Diskussion wollte ich einfach mal nur einwerfen, wenn es darum geht, den Stromverbrauch in Echtzeit zu messen und den Minuten Preisen der Energiewirtschaft an zu passen.
Zuletzt geändert von AbRiNgOi am Di 15. Mär 2022, 13:55, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

RiffRaff
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Zumindest eine kleine Entwarnung: die Warme Witterung hat den Erdgasverbrauch in Deutschland soweit reduziert, daß die Speicherstände stagnieren bis gaaanz leicht steigen.

Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

Leto89
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@AbRiNgOi Hm, ich dachte, das bei zu wenig Leistung im Netz die Frequenz unter 50 Hz fällt und bei zuviel Leistung über 50 Hz steigt. Bei beiden Zuständen gibt es definierte Grenzen ab, denen dann Lasten oder Generatoren abgeworfen werden. Schau mal in die Anleitung Deines Photovoltaik-Wechselrichter, genau deswegen braucht er die 50 Hz des Stromnetzes, um entsprechend abzuschalten.
eSoul SK3

Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

Leto89
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Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

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Die Netzfrequenz ist aber stabil genug, dass kein Wechselrichter aktiv werden muss. Hier eine Sammlung der größten Netzfrequenzabweichungen und deren Ursache:
https://www.saurugg.net/blackout/risiko ... -situation
Auch eine Echtzeitmessung ist dabei.
Es gibt in Europa genau eine Netzfrequenz, die ist überall zu hoch oder zu niedrig. Diese zu beobachten gibt ein Bild der Situation in Europa, aber nicht aus deinem Land oder Region.

Interessant fand ich aber die Beobachtung dass die Netzfrequenz um die volle Stunde am meisten schwankt. (nicht bedenklich, aber schwankt)
Hier wird vermutet, das die "echtzeit" Stromtarife wie Awartar eben genau in Stunden abrechnen, und wenn nun eine volle Stunde eine solche billige Stunde einleitet viele Verbraucher eingeschaltet werden. Natürlich übernehmen die Regelkraftwerke sofort den Ausgleich und die Störung ist binnen Minuten wieder weg, aber man sieht, bei der Frequenz geht es um einen Regelausschlag und nicht um ein Versorgungsproblem. Weil es müssen immer genauso viele Kraftwerke Strom liefern wie die Verbraucher Strom verbrauchen. Wenn nun viele Verbrauche gleichzeitig zur Vollen Stunde einschalten müssen die Regelkraftwerke mehr Leistung fahren, das dauert halt ein paar Minuten. Das aber ist auch so ein Thema, ob eine solche Stundengenaue Abrechnung denn Sinn macht, und wenn welchen. Weil Regelenergie ist die teuerste, der Awartar Kunde will aber den billigsten Tarif.

Aber auch hier, der Abfall der Netzfrequenz kann ein Zeichen für einen Störfall in einem Kraftwerk sein, wird aber in der Regel schnell ausgeglichen und ist daher auch kein Zeichen der Versorgungsunsicherheit. Es ist halt mal so, dass nicht alle Reservekraftwerke permanent laufen, sondern eben erst dann wenn notwendig, und da kann es zu kleineren Schwankungen im Netz kommen. Und so starken Überschuss dass eine private PV vom Netz gehen muss gibt es in Europa nicht.
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Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

hmpf
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RiffRaff hat geschrieben: Die "Kostenwahrheit", die von EE Befürwortern krampfhaft geleugnet wird, ist nunmal, daß das System EE nur dann dieselbe Leistung wie das System Konventionell erbringen kann, wenn zur inzwischen zum Medizinball angeschwollenen Kugel Eis auch noch massiv in Speicher investiert wird.

Stattdessen wird versucht, diese systemimmanenten Kosten möglichst intransparent dem Endverbraucher aufzubürden.
Die Kostenwahrheit ist, das
  • das EEG nur den Verbrauchern die Kosten aufgebürdet hat, während Unternehmen von gesunkenen Strompreisen profitiert haben
  • neu zugebaute EEG billiger Strom produzieren als Atomkraft und/oder fossile Energien
  • die alten und besonders teuren EEG-Anlagen immer mehr die 20 Jahre erreicht haben
  • der Strompreis aktuell nur so stark steigt, weil wir noch so viel fossile Leistung haben und die Öl/Gaspreise extrem angestiegen sind
  • man erstmal gar keine neuen Speicher bräuchte: Gasspeicher gibt es schon und für die Dunkelflaute machen wir einfach das hier:
    Für den Fall, dass die gesamte benötigte Jahreshöchstlast in Deutschland in Höhe von 85 GW vollständig mit grundlastfähigen Gasturbinenkraftwerken abgesichert würde, würden sich die Stromkosten um ca. 0,5 ct/kWh erhöhen.
    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Dunkelflaute
    Man wird aber trotzdem lieber Speicher bauen, da Strom aus Gas aktuell bei 20ct/kWh Gaspreis und 40% Wirkungsgrad eher so 50ct/kWh kostet - ein Vielfaches der EEG-Kosten.
E-Up rot/CCS/Fahras./MFL/Netzladekabel
KV 12.6.20 Q1/21 uvb, AB 8.7
Lounge: Q3/21 (<12/20), n. verf. (01/21), Q3/21 (02/21), Juli 21 (2/21), KW28 (3/21), KW33 (6/21), Prod. (23.7), Transp. (4.8), Auslieferung 25.08.21 DD

Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

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AbRiNgOi hat geschrieben: An den Herz erkennt man Überregionale (Europäische) Überlast, kommt aber so eh nicht vor. Die Spannungen sind wenn schwankend ein Zeichen der Überlast Deines Ebene 7 Trafos, also der am Ende der Gasse.

Was aber genau ist jetzt Überlast? oder anders gefragt, was genau ist kritischer Zustand? Wenn zu wenige Kraftwerke am Netz sind oder doch eher wenn zu viele Kohlekraftwerke am Netz sind. Weil letztere wirst du weder an der Spannung noch an der Frequenz erkennen. Auch die teuren Gaskraftwerke sind nicht messbar wenn die Energie mal bei dir ist. Da kommt dann der Strom sprichwörtlich aus der Steckdose.

Wenn es aber nun um Deinen persönlichen grünen Strom geht, wird es noch mal viel komplexer. Weil weder die Einspeisung noch die Abnahme von Strom wird in Echtzeit verfolgt, so ist es nicht klar wer gerade deinen Strom liefert. Wenn dein Betreiber nur bei Sonnenschein Strom liefert und dabei genug Zertifikate sammelt kann der dieser innerhalb von drei Monaten für dich einlösen und du hast auf Deiner Rechnung stehen, 100% Grünstrom. Da steht nicht 100% Grünstrom geerntet wenn die Sonne schien, geliefert wenn du dein Auto in der Nacht geladen hast...

Einerseits ist der Strom schön billig in der Nacht. Na klar, die Kohle und Atommeiler kann man nicht abschalten, aber der Verbrauch in Europa geht in den Keller. Sicher schön, wenn in der Nacht dann die Elektrofahrzeuge laden und die Waschmaschinen laufen. Extrem billig, weil Überschussstrom. Aber sicher nicht PV. Wenn man also "Netzdienlich" ladet, dann sehr sicher Kohle und Atom. Vielleicht mit ein wenig Glück Windenergie, aber auch nur wenn es sich für den Betreiber lohnt, ansonsten werden die Windräder abgestellt. Daher: Netzdienlich ist nicht Grün...

Wenn man nun fordert, die Messungen müssen so genau werden, dass man immer genau den Strom ladet, der von meinem Grünstromanbieter gerade geliefert wird, dann ist man nicht Netzdienlich unterwegs, weil das widerspricht sich. Die PV ist von Haus aus extrem Netzdienlich, weil immer dann vorhanden wenn der Verbrauch auch am Höchsten ist. Diese Energie statt für das Netz nun für das eigene Fahrzeug zu verwenden, nimmt diese Netzdienlichkeit der PV weg und man selber ist auch weit weg von netzdienlich, aber Grün.

Ich sehe es daher weiterhin positiv, die PV ins Netz zu speisen, und das Auto in der Nacht netzdienlich aus dem Netz zu laden. Dadurch wird die Summe an CO2 aus Stromerzeugung niedrig gehalten und die Kosten für das Laden der Autos auch. Eine Forderung, jeder Grünstrom darf nur als Grünstrom berechnet werden wenn dieser auch genau jetzt erzeugt wird, ansonsten fährt man ja mit Kohlestrom würde beides verschlechtern, sowohl den Strompreis für den Kunden des Grünstromes als auch die CO2 Belastung der gesamten Stromwirtschaft. Aber dann ist man ja angeblich so etwas von Grün unterwegs.

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Das mit der Netzdienlichkeit sehe ich nicht so wie du. Warum müssten wir sonst regelmäßig PV abregeln, wenn wir eh zu Mittag genug abnehmen würden? In den Börsenpreisen spiegelt sich das ebenfalls wieder - billig = netzdienlich. Außerdem muss PV ja noch massiv ausgebaut werden. Ich behaupte also eher das Gegenteil: wir müssen es hinbekommen möglichst viel BEVs zu Mittag zu laden, also beim Arbeitgeber, im Home-Office usw. Ich mache es schon so und es zahlt sich ökonomisch mehr als aus - auch ohne eigene PV.
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