Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

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Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

Steinhard
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Wenn du die Erzeugungskurve nur ein klein wenig glättest, sagen wir durch eine Kapazität bspw Batteriespeicher, wie hoch wäre dann das Minimum der Summenleistung?
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Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

RiffRaff
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Wie groß sollen die Speicher sein ?

Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

RiffRaff
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Habs rumgedreht: erste Zahl = besicherte garantierbare Leistung in MW; zweite Zahl = notwenndige Speichergröße in MWh

600 / 710
1.200 / 5.384
2.400 / 16.564

Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

LeakMunde
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Daraus lässt sich folgen, dass der Minimalwert lediglich für 2 Stunden anhält oder 99,98 % der Zeit im Jahr nicht eintritt. (Sofern die Zahlen ohne Quellenangaben überhaupt stimmen..)
Alleine das Pumpspeicherwerk Goldisthal hat eine Speichergröße von 8.500 MWh..
Diese isolierte Betrachtung einzelner Kraftwerksarten das sehr komplexe Europäische Verbundsystem ist mMn für die Praxis sehr bedeutungslos.
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Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

RiffRaff
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Daten von SMARD.

Welche Kraftwerke sollen mit betrachtet werden ?
Soll auch die Verbrauchsanforderung mitbetrachtet werden ?

.........alles möglich........

Aber ich bin sicher: solange das raus kommt, was nicht sein darf, sind die Ergebnisse immer "bedeutungslos"........
Nicht wahr ? :-)

Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

LeakMunde
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Die Ergebnisse sind nicht bedeutungslos, weil etwas raus kommt, "was nicht sein darf", sondern weil ein System betrachtet wird, dass es so nicht gibt und auch nie geben wird. Jedes Kleinkind versteht schon, dass nachts die Sonne nicht scheint und sich das Windrad ohne Wind nicht dreht.
Natürlich kann man dem Kind nun vorrechnen, wie oft die Sonne nicht scheint und es deswegen nichts sehen kann.
Ein nicht ganz dummes Kind nimmt einfach eine Taschenlampe und zeigt wie "bedeutungslos" die Rechnung doch ist..
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Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

hgerhauser
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Futures sind eine finanzielle Absicherung, man muss nicht zu einer konkreten Stunde liefern.

https://www.eex.com/fileadmin/EEX/Marke ... ar_EEX.pdf
(für tiefergehendes Nachlesen)

Was sichert man genau ab?

Den durchschnittlichen day ahead Preis für die Periode des Futures, also bei Cal 24 base, den durchschnittlichen day ahead Preis über alle Stunden des Jahres 2024. Settlement war da gestern 106,49 Euro/MWh (1 MWh = 1000 kWh).

Jetzt könnte man meinen, dass das bedeutet, dass ein Kraftwerksbetreiber jetzt 106,49 Euro *24*365 (knapp unter eine Million Euro) bekommt und dann eine Verpflichtung hätte in jeder Stunde 2024 genau 1 MW zu liefern, und ein Verbraucher, z.B. Aldi, die 106,49 Euro *24*365 zahlt und dann verpflichtet ist genau 1 MW in jeder Stunde des Jahres 2024 abzunehmen.

So funktioniert das aber nicht.

Beide Seiten (auch der Kraftwerksbetreiber) hinterlegen eine Sicherheitsleistung, z.B. 40000 Euro für 1 MW Baseload Cal24 (106,49 Euro *'24 *365 = etwas unter eine Million Euro).

Der Future wird gehandelt und steigt z.B. am Montag diese Woche auf 108,49 Eur/MWh für das Settlement am Ende des Tages. Die Sicherheitsleistung wird dann angepasst, so dass jederzeit (fast) risikolos für den Marktbetreiber aufgelöst werden kann.

Geschieht das schon am Montag zum unterstellten Preis zahlt der Kraftwerksbetreiber 2 Euro*24*365 =17520 Eur (die 2 Euro sind die Differenz zwischen Settlement gestern von 106,49 Euro und dem unterstellten Settlement Preis am Montag von 108,49 Eur) und der Verbraucher erhält diese 17520 Euro.

Wie man sieht, muss der Kraftwerksbetreiber für ein Futuresgeschäft nicht garantieren oder nachweisen können, dass er tatsächlich in jeder Stunde des Jahres 2024 1 MW liefern kann aus dem eigenen Kraftwerkspark. Das könnte für 2022 z.B. auch ein AKW Eigentümer in Deutschland nicht, hat man nur ein AKW von den drei verbliebenen, sowieso nicht, aber auch bei drei AKW kann man nicht garantieren, in jeder Stunde des Jahres auch nur ein einziges MW liefern zu können.

Was der Kraftwerksbetreiber nachweisen muss, ist dass genug Sicherheitsleistung in Euro hinterlegt ist, so dass der Future jederzeit zum settlement Preis des jeweiligen Tages ohne große Verluste für den Marktbetreiber aufgelöst werden kann.

Die Absicherung über Futures funktioniert gut, wenn es eine hohe Korrelation zwischen dem durchschnittlichen day ahead Preis und dem selber erzielten Preis gibt. Steigt Cal24 auf das Doppelte oder fällt es auf die Hälfte, ist zu erwarten, dass auch der Marktwert PV/Wind/AKW sich entsprechend anpasst.

In Zukunft könnte es sein, dass man für eine gute Absicherung von PV/Wind statt Grundlast Futures ein neu entwickeltes finanzielles Produkt nimmt, also z.B. als Gewichtung der Preise für Cal34 nimmt man nicht den einfachen Durchschnitt, sondern mittelt nach Sonnenverfügbarkeit.

Für ein hypothetisches finanzilles Futuresprodukt Cal34 Solar würde man dann Nachtstundenpreise nicht einbeziehen und den Preis jeder Stunde mit der durchschnittlichen Auslastung von PV multiplizieren.

Noch braucht man so Produkte aber nicht, da nimmt man lieber einen Mix von Gas/Wasser/PV/Wind als großer Kraftwerksbetreiber, so dass das abgesicherte Baseload Profil der tatsächlich erzeugbaren Leistung entspricht, und die meisten PV/Wind Erzeuger sind sowieso über das EEG oder in Auktionen erzielte feste Abnahmepreise abgesichert und brauchen gar kein Futuresprodukt.

Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

hgerhauser
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Hier ist öfter gefragt worden, warum auch der Preis für Ökostrom hoch geht.

Das liegt daran, dass Du als Kunde keine langfristige Verpflichtung eingegangen bist.

Der Kraftwerksbetreiber, der ein Windrad baut, braucht eine Sicherheit, dass er den Strom wirklich über 20 Jahre für 5 Cent die kWh verkauft bekommt. Aus Kraftwerksbetreibersicht ist es Mist, wenn Du als Kunde für 2 Jahre 5 Cent zahlst (ist ja billiger als anderer Strom) und dann für die nächsten 18 Jahre sagst, ätschi bätschi guck mal, wem Du den Strom für 5 Cent verkaufst, ich, Kunde, habe ein besserers Angebot für 2 Cent gefunden und hau jetzt ab.

Bei AKW's braucht man sogar deutlich mehr als 20 Jahre mit Preisgarantien, weil die Investitionskosten so hoch und Bauzeiten so lang sind.

Welche Möglichkeiten für langfristige Stromabnahme gäbe es?

Du könntest einen Anteil an einem Windpark kaufen. Machst du das als Privatperson, musst Du aber Gewinne versteuern und kannst die nicht mit deinen eigenen Stromkosten verrechnen. Hier könnte der Gesetzgeber etwas ändern.

Interessant fände ich auch angepasste Futuresprodukte. Dann kauft man keinen Anteil an einem Windpark sondern z.B. 4000 kWh Windstrom für 20 Jahre. Man zahlt aber nicht sofort 4000*0,05*20=4000 Euro, da es einen Markt für den Weiterverkauf dieser Abnahmeverpflichtung gibt. Man hinterlegt nur eine Sicherheit von 5%, also 200 Euro. Steigt der Preis auf dem Markt, kriegt man die Sicherheit sogar zurück. Fällt der Preis, muss man Sicherheitsleistung nachschießen. Nehmen wir an nach 5 Jahren sind auf dem Markt nur noch 2,5 Cent/kWh Windstrom für die Restlaufzeit von 15 Jahren zu bekommen. Dann zahlt man 0,025*15*4000=1500 Euro an Sicherheitsleistung. Im schlimmsten Fall (der Preis für Windstrom fällt einen Tag nach Vertragsabschluss dauerhaft auf Null, weniger als Null wird es nicht mehr geben, wenn Windräder bei 0 einfach abgeregelt werden) muss man halt doch die ganzen 4000 kWh mal 20 Jahre effektiv sofort bezahlen.

Da Wind nicht immer weht, kann man dann mit anderen Produkten ergänzen, also z.B. 1000 kWh Wasser/Biogasstrom, 2000 kWh PV Strom, so dass das eigene Verbrauchsprofil nahe am Erzeugungsprofil ist, wobei damit zu rechnen ist, dass PV/Wind eher für 4 Cent/kWh zu haben sein werden und Wasser/Biogas/Synthesegas/Wasserstoffstrom eher für 20 Cent/kWh (+Steuern/Abgaben/Umlagen, + Netzgebühren).

Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

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Warum soll ich mich als Verbraucher ohne Studium der Wirtschaftswissenschaften mit sowas befassen müssen? Das sollten die Stromanbieter machen, die wollen verkaufen, dann sollten die auch etwas dafür leisten und ein vernünftiges Produkt anbieten.

Das kann ja durchaus auch steuerbare Lasten, V2G usw. umfassen, aber bitte mit einer automatisierten Steuerung, wir leben schließlich im Computerzeitalter, nicht in der Steinzeit ;)
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/15 seit 01/16
Hyundai ioniq 5 RWD LR seit 11/21

Re: Ziehen die Strompreise gerade kräftig an?

Rita
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es wäre ja schon ausreichend, wenn der Stromversorger generell
22.oo uhr bis 06.oo Uhr 20% billiger berechnen würde...
dann würden viele ihr auto nur dann laden bzw auch manches Gerät wie die Waschmaschine dann betreiben...
im Gegenzug könnte dann 19-22oo Uhr etwas teurer gemacht werden...

Rita
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