Firmenwagen: "privat laden" abrechnen – wie geht das?

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Re: Firmenwagen: "privat laden" abrechnen – wie geht das?

zoppotrump
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Es gibt mehrere Modelle:

1. Du benutzt deinen privaten Stromvertrag und legst die Kosten quasi aus. AG erstattet dir die Kosten über Messung am Zähler.
2. AG schaltet direkt seinen Stromvertrag auf deinen Zähler und du lädst einfach.

Ein Modell mit einem MSP dazwischen wäre mir nicht bekannt. Warum auch? Dann verdient nur einer in der Mitte mit. Unnötig.
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Re: Firmenwagen: "privat laden" abrechnen – wie geht das?

Xentres
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@Sebastian99

Wie @zoppotrump schon geschrieben hat, wird man durch das Laden des Firmenwagens Zuhause nicht zum Stromlieferant, sondern man lädt den Firmenwagen auf eigene Kosten, welche dann der AG im Rahmen des Auslagenersatzes nach § 3 Nr. 50 EStG erstattet.

Der Auslagenersatz ist nach § 3 EStG steuerfrei - siehe Gesetzestext.

Du wirst ja durch das Tanken eines Firmenwagens auch nicht zum Mineralölverkäufer.

Die Nutzung von MSP kann ich mir schon vorstellen, denn viele Firmen wollen mit solchen Abrechnungen nichts zu tun haben. Die Kosten der Zapfsäule hat man ja früher auch nicht ständig selbst verwalten wollen, sondern Sammel-Rechnungen von entsprechenden Tankkarten-Anbietern bevorzugt.

Wenn dann schon die Wallboxen am Firmenstandort (Firmengarage) durch einen MSP verwaltet werden, kann man den auch gleich die Wallboxen beim AN Zuhause mitverwalten lassen - also auch Installation, Wartung, etc. an den MSP abgeben.
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Re: Firmenwagen: "privat laden" abrechnen – wie geht das?

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https://www.haufe.de/personal/entgelt/e ... 26076.html
Steuerfreier Auslagenersatz, hier nochmal im Detail. Den Rest haben die Anderen schon beantwortet.

Re: Firmenwagen: "privat laden" abrechnen – wie geht das?

Sebastian99
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Danke, das klingt ja mal überraschend praxisgerecht geregelt. Damit kann ja keiner rechnen. :lol:

Bzgl. tanken des Firmenwagens, ich hatte da immer eine Tankkarte, ich dachte das wäre üblich. So kam ich vielleicht 1x in 3 Jahren in die Verlegenheit da auf eigene Rechnung zu tanken, weil ich zu dämlich war rechtzeitig an einer Tankstelle zu tanken, wo die Tankkarte akzeptiert wird. Unbekanntes Territorium.. :twisted: :twisted:

Und ja genau, MSP, oder wie man das genau bezeichnet, macht mMn schon Sinn, weil man so Full Service aus einer Hand bekommt. Zumindest für die heimischen Ladepunkte der AN. Sprich alles inkludiert von Installation, über Entstörung bis Abrechnung. Wenn man mehr als eine Handvoll Fahrzeuge im Fuhrpark hat, wird das irgendwann nervig, wenn man Installation, Reparatur und so Späße alles manuell beauftragen und überwachen muss, denke ich.
https://mitarbeiter-strom.com/ als Beispiel wäre so ein Fullservice Anbieter, der einem alles liefert von Wallbox bis Ladekarte für öffentliche Ladepunkte. Klingt für mich aus User Perspektive recht angenehm.

Re: Firmenwagen: "privat laden" abrechnen – wie geht das?

zoppotrump
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Für Installation und Entstörung brauchst Du doch keinen MSP. Da braucht der AG nur einen Rahmenvertrag mit einem Elektriker, der das bei den MA installiert und bei Bedarf repariert.
Ein MSP möchte meistens eine monatliche Pauschale haben plus ggf. pro kWh mitverdienen. Wozu?
Sehe ich als unnötig an. Am Ende des Tages ist eine Wallbox eine Steckdose.

Re: Firmenwagen: "privat laden" abrechnen – wie geht das?

Xentres
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@zoppotrump

Du siehst das zu einfach.

Wenn ein Betrieb 100e Elektrofahrzeug oder PHEV als Firmenwägen vergibt, dann will man dort nicht noch ein oder zwei zusätzliche Mitarbeiter einstellen müssen, die sich um Organisation und Rechnungsverwaltung für die Wallboxen kümmern.

Das wird outgesourced, die Arbeit übernimmt (natürliche gegen Entgelt) der Dienstleister und schickt eine Rechnung in die Buchhaltung. Die weiß damit was anzufangen, ist ja nur ein weiterer Posten zum verbuchen.

Man spart die zusätzlichen Mitarbeiter, die Gehalt kosten, Urlaubszeit beanspruchen, krank sein können, und so weiter.
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Re: Firmenwagen: "privat laden" abrechnen – wie geht das?

zoppotrump
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Ein Elektrikerbetrieb ist doch der Diensleister. Der fertigt ein Flottenpaket an, bspw. Wallbox, Erweiterung Sicherungskasten, Kabel, Montage, etc. Das können die MA dann bestellen. Danach geht die Rechnung an die Buchhaltung des AG.

Re: Firmenwagen: "privat laden" abrechnen – wie geht das?

Sebastian99
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Das mag bei einer regionalen Firma machbar sein, aber spätestens bei einer Firma mit überregional verteilten Arbeitnehmern wird das müßig. Dann müsste man auch überregional tätige Elektrofirmen mit ins Boot nehmen, was dann im Endeffekt nicht weit davon entfernt ist einfach einen Dienstleister zu beauftragen, bei dem man die Dienstleistung Fahrstrom einkauft.
Die Mehrkosten, die über so einen Fullservice Dienstleister entstehen müssen schon enorm sein, um die dadurch erkauften Ersparnisse in Personalkosten und Organisation aufzufressen. Sicherlich kann man da mittelfristig einen wunderbar standardisierten Prozess im eigenen Haus entwickeln, der ziemlich sicher günstiger ist, aber das skaliert nicht schnell genug, behaupte ich. Wenn du eine ernsthafte Firmenwagenflotten (50+) zügig auf Elektroautos umstellen willst, hast du ja nicht Jahre Erfahrung mit Fahrstrom, ergo kauft man sich Expertise über die Full Service Dienstleister ein. Man hat oftmals genug intern damit zu tun den Leuten die Umstellung aufs E-Auto schmackhaft zu machen.

Re: Firmenwagen: "privat laden" abrechnen – wie geht das?

zoppotrump
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Welche Personalkosten und Organisation meinst Du?

Re: Firmenwagen: "privat laden" abrechnen – wie geht das?

Xentres
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Jemand muss die Zählerstände der AN monatlich erfassen, muss enstrprechende Erstattungen für jede AN in Auftrag geben oder bei jedem in die Lohnabrechnung eingeben und so weiter.

Im worst case den einzelnen Mitarbeitern noch die Kosten für den Fahrstrom nach deren unterschiedlichen Stromverträgen berechnen und erstatten.

Alles was halt beim MSP und bei der Tankkarte der Dienstleister macht.
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