Dynamisches Lastmanagement in Mehrparteienhaus

Dynamisches Lastmanagement in Mehrparteienhaus

huffi
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Hi,

unsere WEG setzt sich mit dem Thema auch auseinander, an dem ich federführend arbeite.
Prinzipiell ist in den meisten WEGs die Ausstattung von Wallboxen mit 11kW möglich, sofern auf ein dynamisches (kein statisches!) Lastmanagement gesetzt wird.

Hierbei werden für jede Phase Stromwandler gesetzt die dann zu einem Hutschienenmessgerät führen (bspw. Hager SM101C) und dort die aktuelle Stromlast des Hauses gemessen wird. Das Messgerät sendet diese Information dann per RS-485 Schnittstelle an die Master-Wallbox.
Soweit so gut!

Leider gibt es aber noch keine günstigen Wallboxen die auf dieses dynamische Lastmanagement aufbauen.
Heidelberg bringt jetzt am 20. Oktober seine Energy Control auf den Markt, die das anscheinend beherrschen soll, allerdings lässt sich in den technischen Beschreibungen lediglich etwas zum statischen Lastmanagement finden.

Was habt Ihr bisher hinsichtlich dynamischen Lastmanagement an Konzepten erarbeitet?

VG huffi
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Re: Dynamisches Lastmanagement in Mehrparteienhaus

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Von KEBA und Webasto habe ich entsprechendes gesehen. Dabei kann die KEBA paar Modelle von Stromzählern direkt ansprechen.
Mit einem übergeordneten Steuergerät wird es dann teurer und es kommen mehr Anbieter hinzu: Wallbe und OpenWB
Inwieweit die VW-Wallbox da etwas macht ist noch offen, den Zähler für die per Wandler gemessenen Ströme hat sie bereits integriert.
Bin aber gespannt welche Boxen sich im Rahmen der Förderung als passende outen?

Jedenfalls sind die Hersteller deutlich weiter, als vor 3 Jahren, als sie nur statisches Lastmanagement angeboten haben.
Fiat 500e seit 2017, zusätzlich VW eGolf. 80 MWh Strom an den Ladesäulen verkauft.
Ladesäule vor der Haustür
#2307 Ladestart um 23:07

Re: Dynamisches Lastmanagement in Mehrparteienhaus

Harlekin
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Hallo,

könnte das nicht auch mit dem homeCLU von ABL funktionieren?
Geht dann aber nur mit ABL Wallboxen.

homeCLU Installationsdiagramme
https://www.ablmobility.de/global/downl ... 1556293927&
homeCLU Installationsanleitung
https://www.ablmobility.de/global/downl ... 1556293927&
Gesamtkatalog
https://www.ablmobility.de/global/downl ... 1599739278&

Harlekin
BMW i3s Suite 120 Ah Mineralgrau (BJ 02/2021)
Toyota C-HR Hybrid Lounge (Vollhybrid, keine Förderung, hat meine Frau geerbt)

Dynamisches Lastmanagement in Mehrparteienhaus

Magnus8513
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[mention]Harlekin [/mention] : danke für die links. Nach genau sowas habe ich auch gesucht. Allerdings in einer „Variante“ die herstellerunabhängig zeigt in Bezug auf die Wallboxen und auch nicht in der Anzahl der angeschlossenen Wallboxen beschränkt.

Das Funktionsprinzip lässt sich ja etwas vereinfacht auch microcontroller frei und dann unbeschränkt in der Anzahl der wallboxen mit einfachen Last Relais am Hauptanschluss darstellen , allerdings dann „nur“ in einem an/aus Konzept für immer zumindest ein Drittel der wallboxen.

Kann man sich hier nicht ocpp zunutze machen und sich damit dann sogar komplett die Verkabelung sparen?

Kennst Du, oder sonst jemand hier noch Alternativen?

[mention]snaptec [/mention] : ist Open scale sowas?


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Re: Dynamisches Lastmanagement in Mehrparteienhaus

Sinclair
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huffi hat geschrieben: Hi,

unsere WEG setzt sich mit dem Thema auch auseinander, an dem ich federführend arbeite.
Prinzipiell ist in den meisten WEGs die Ausstattung von Wallboxen mit 11kW möglich, sofern auf ein dynamisches (kein statisches!) Lastmanagement gesetzt wird.

Hierbei werden für jede Phase Stromwandler gesetzt die dann zu einem Hutschienenmessgerät führen (bspw. Hager SM101C) und dort die aktuelle Stromlast des Hauses gemessen wird. Das Messgerät sendet diese Information dann per RS-485 Schnittstelle an die Master-Wallbox.
Soweit so gut!

Leider gibt es aber noch keine günstigen Wallboxen die auf dieses dynamische Lastmanagement aufbauen.
Heidelberg bringt jetzt am 20. Oktober seine Energy Control auf den Markt, die das anscheinend beherrschen soll, allerdings lässt sich in den technischen Beschreibungen lediglich etwas zum statischen Lastmanagement finden.

Was habt Ihr bisher hinsichtlich dynamischen Lastmanagement an Konzepten erarbeitet?

VG huffi
Wohne in einem Achtfamilienhaus. Wäre demnächst der erste mit einer Wallbox, die anderen sieben Parteien haben aktuell kein Interesse an einem BEV. Der im Auftrag der Stadtwerke arbeitende Elektriker sagt, 22 kW ständen zur Verfügung. Denke an die Heidelberg Energy Control mit statischem Lastmanagement und befürchte, daß der Mehrpreis gegenüber der Home Eco auf Jahre hinaus rausgeschmissenes Geld ist. Soll man da wirklich dynamisches Lastmanagement einplanen?

Wohne übrigens in NRW.
Demnächst: Icon weiß mit Co-Driver

Re: Dynamisches Lastmanagement in Mehrparteienhaus

SamEye
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Moin ;)
ich würde zumindest meinen, dass Du, bzw. eure WEG ein Problem kriegen könntet, sobald ein weiterer Interessent sich eine Wallbox zulegen möchte. Das kann auf Grund der Gesetzesänderung zum Jahresende praktisch mit jedem Mieterwechsel passieren, ist also nicht vorhersehbar.
Sofern Du mit Deiner Wallbox dann die verfügbare Leistung des Gesamtanschlusses bereits ausnutzen solltest, wird es also entweder teurer, da die Hausanschlussleistung ggf. erhöht werden müsste, oder Du "darfst" Deinen Anschluss leistungsmässig zurückbauen...

Re: Dynamisches Lastmanagement in Mehrparteienhaus

Sinclair
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@SamEye: Falls Dein Beitrag an mich gerichtet ist: Wir sind alle Eigentümer - keine Mieterwechsel. Die Heidelberg kann 11 kW; "Saft" für eine zweite Box stände laut Elektriker zur Verfügung. Unsere Stadtwerke gehen davon aus, daß im Jahr 2050 30% der PKW elektrisch fahren; macht für unser Haus 2,4 E-Autos in dreißig Jahren. Und wenn eins davon bei Aldi, beim Arbeitgeber oder beim Bäcker Schüren in Hilden geladen wird, ist das ganze Lastmanagement auf lange Sicht für die Katz.
Demnächst: Icon weiß mit Co-Driver

Re: Dynamisches Lastmanagement in Mehrparteienhaus

SamEye
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@Sinclair: Ja, ich hatte Dich gemeint; hätte Dich vielleicht ebenfalls direkt übers @ ansprechen sollen ;)
Ihr glücklichen ;) bis vor zehn Jahren war das in unserer WEG auch noch so, dann gab es den ersten "Generationenwechsel"...
Ich stehe ich vor einer ähnlichen "Baustelle", allerdings wie angemerkt, mit mehr Mietern. Lastmanagement sehe ich bei uns eigentlich auch nicht (1 E-Auto bei 27 Stellplätzen), allerdings wird das bei der nächsten Versammlung noch qualifiziert. Schauen wir mal :)

Re: Dynamisches Lastmanagement in Mehrparteienhaus

Optimus
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Ich habe seit letzter Woche auch den ersten Anschluss in der TG (9 Parteien und 12 Doppelparker) an meinem Stellplatz.
Die Vorabprüfung durch einen Elektriker ergab, dass drei Ladestationen á 11 kW gehen. Ich werde von mir aus die Leistung zeitgesteuert machen (6-22 Uhr 50 %, ab 22 Uhr dann 90-100% der Anschlussleistung).
Falls jetzt irgendwann mal mehr als zwei dazukommen, kann man Lastmanagement doch in Abhängigkeit von der Anzahl der ladenden BEV machen und so die Gesamtleitung des Hausanschlusses nicht überschreiten. Liege ich da falsch oder ist das so nicht einfach möglich? Braucht man doch nicht mal Verbindung nach "draussen" nur die Boxen untereinander.

WLAN habe ich übrigens auch gleich in die TG gebracht. LTE kommt noch (passiver Repeater).
Zuletzt geändert von Optimus am Do 15. Okt 2020, 19:20, insgesamt 1-mal geändert.
Model 3 SR+, MidnightSilver/black, noFSD seit 6/2019, seit 09/2020 EAP
15 kWh/100 km (netto) bei 47 Tkm

Re: Dynamisches Lastmanagement in Mehrparteienhaus

Sinclair
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@SamEye: 27 Stellplätze und ein Haus? Bei mir sind es insgesamt 61 Stellplätze auf sieben Häuser verteilt, und ich denke, daß es mich nicht kümmern muß, was die Nachbarhäuser mit ihren 22 kW machen.
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