22 kW wurden von Stadtwerken nicht genehmigt

22 kW wurden von Stadtwerken nicht genehmigt

am0n
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Hallo,

ich lebe in NRW um habe mir eine Wallbox + Elektriker DL für eine 22 kW Wallbox anbieten lassen. Es wurde ein Antragsdokument vom Netzbetreiber ausgefüllt. Dieses ging auch zu unseren Stadtwerken. Die haben den Antrag nun abgelehnt, mit der Begründung, dass für Einfamilienhäuser nur 11 kW erlaubt sind. Alles andere (Förderung, Kabel, LSS, Wallbox etc.) wurde von mir nun auf 32 kW ausgelegt. Kann ich noch etwas tun, oder muss ich damit leben?

Das ist wirklich traurig, mein Hauptanliegen ist wirklich etwas gutes zu tun (nicht finanziell geprägt etc.) - ich verliere zunehmend die Lust.

Danke euch
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Re: 22 kW wurden von Stadtwerken nicht genehmigt

LeakMunde
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Die Behauptung, dass an Einfamilienhäusern nur 11kW Ladeeinrichtungen erlaubt wären ist kompletter Blödsinn.
Die Ablehnung des Antrags muss den Hinderungsgrund, mögliche Abhilfemaßnahmen und den dafür erforderlichen Zeitbedarf beinhalten.
Entsprechend sollte man beim Netzbetreiber auf eine vollständige Antwort bestehen.
Persönlicher Bereich → Einstellungen → Anzeigeoptionen ändern → Signaturen anzeigen → Nein
Bitteschön ;)

Re: 22 kW wurden von Stadtwerken nicht genehmigt

am0n
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Danke Dir - der Link hilft mir schon einmal weiter. Mein Elektriker sagt, dass die Ablehnung von den Stadtwerken und nicht dem Netzbetreiber kommt.

Re: 22 kW wurden von Stadtwerken nicht genehmigt

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Die meisten Wallboxen lassen sich in irgend einer Form abregeln. Du könntest also die geplante Anlage so installieren und auf 11kW abregeln (und dies so mitteilen), zudem gemäß der Anmerkung von LeakMunde Einspruch erheben und die weiteren Schritte in Ruhe abwarten. Da so gut wie niemand zu Hause mehr als 11kW benötigt wird es dich vermutlich auch nicht stören.

Die Frage ist auch wirklich, ob du 22kW benötigst. Die Netzbetreiber haben zurecht bedenken, dass jeder viel Leistung installiert und dann nach der Arbeit einsteckt und mit 22kW in einer halben Stunde nachgeladen hat. Das ist eine natürliche Gleichzeitigkeit und würde den Abendpeak der Netzauslastung weiter erhöhen, wenn nun die Elektromobilität richtig fahrt aufnimmt. Früher waren bei den kleinen Akkus 22kW durchaus für einige wichtig, aber die Notwendigkeit nimmt mit größeren Akkus zunehmen ab...

Solltest Du es wirklich benötigen, hast Du die Installation dafür zumindest ausgelegt und kannst es dann ausfechten (oder im Notfall einfach...)
Zuletzt geändert von Super-E am Do 17. Sep 2020, 08:35, insgesamt 1-mal geändert.

Re: 22 kW wurden von Stadtwerken nicht genehmigt

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am0n hat geschrieben: Das ist wirklich traurig, mein Hauptanliegen ist wirklich etwas gutes zu tun (nicht finanziell geprägt etc.)
Wenn das dein Anliegen ist dann lade langsam mit 3,6kw! Das belastet dein Stromnetz weniger die Netzbetreiber müssen dann weniger in den Netzaufbau investieren und der Stompreis muss nicht (wegen dem Netzausbau) steigen.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, 2021 EQC, ID.4x, iX3...
Mitglied bei Electrify-BW e.V. https://electrify-bw.de/

Re: 22 kW wurden von Stadtwerken nicht genehmigt

harlem24
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Grundsätzlich schaden 3,7kW Ladeleistung nicht.
Aber wenn man sich anschaut, was man besonders in NRW an Netzgebühren zahlen muss, dann kann ich davon ausgehen, dass das ins Netz investiert wird und nicht irgendwelche Stadtkassen aufgebessert werden.
Gruß

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Re: 22 kW wurden von Stadtwerken nicht genehmigt

am0n
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Das macht mich wirklich traurig. Ich bin die Ganze Zeit dabei, alle in meinem Umkreis von diesem Weg zu überzeugen - mit viel Widerstand und Frust. Ich habe Nachbarn die haben hier teilweise mit einer Familie über 10 Fahrzeuge stehen und die die ganze Zeit noch mit Baustellengerätschaften hier alles verpesten - andere haben hier wiederum auch bereits 22 kW genehmigt bekommen. Ich mache es für die Umwelt, aber wir sind beruflich auf die beiden Autos angewiesen.

Re: 22 kW wurden von Stadtwerken nicht genehmigt

Helfried
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Reichen denn die 11 kW nicht ganz locker?

Re: 22 kW wurden von Stadtwerken nicht genehmigt

Mooriemer
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am0n hat geschrieben: Das macht mich wirklich traurig. Ich bin die Ganze Zeit dabei, alle in meinem Umkreis von diesem Weg zu überzeugen - mit viel Widerstand und Frust. Ich habe Nachbarn die haben hier teilweise mit einer Familie über 10 Fahrzeuge stehen und die die ganze Zeit noch mit Baustellengerätschaften hier alles verpesten - andere haben hier wiederum auch bereits 22 kW genehmigt bekommen. Ich mache es für die Umwelt, aber wir sind beruflich auf die beiden Autos angewiesen.
Ich verstehe nicht ganz wo der Zusammenhang zwischen Umweltschutz, eMobilität und 22kW ist?

Gut für das Stromnetz und -erzeugung ist es wenn mehr über einen längeren Zeitraum geladen wird, also mit kleineren Ladeleistungen oder vom Netzbetreiber ferngesteuert.
Ich denke das 80% aller PKWs in Deutschland mit 2,3 kW Ladeleistung auskommen werden, für evtl. Fernstrecken haben die dafür vorgesehenen Fahrzeuge heute fast alle einen Schnelllader für unterwegs an Board bzw. die passende Buchse.

Wie ist den dein Fahrprofil? Zweitwagen, Erstwagen? Arbeitsstrecke?
Smart EQ Cabrio EZ 12/17, seit 05/19 (Pendel-, Alltags- und Spassfahrzeug)
Renault Grand Scenic Diesel (Familien-, Transport- und Urlaubsfahrzeug)
Nächstes Fahrzeug: Familien- und Wohnwagentauglicher PHEV

Re: 22 kW wurden von Stadtwerken nicht genehmigt

disorganizer
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Wurde denn die Ladeeinrichtung als abschaltbare Einrichtung ausgelegt und gemeldet?
Viele Netzbetreiben wollen das bei 22kw so haben und lehnen konsequent dann ab wenn es nicht so installiert wurde.
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