Freimenge überschritten?

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Thomsusl
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Hallo Experten,

mein Stromversorger hat mich darüber informiert, dass mit 33kVA meine „Freimenge“ im Gebäude bereits erreicht sei und dass daher für eine 22kw Wallbox ein Baukostenzuschuss fällig sei. Wenn ich mir aber jetzt die Sicherungen im Schaltkasten anschaue sehe ich, dass hier maximal 14kw an Sicherungen verbaut sind. Hat jemand von euch ne Idee wie mein Stromversorger auf die Idee kommt dass meine Freimenge ausgereizt sei? Denke ich falsch?
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Re: Freimenge überschritten?

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  • mlie
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Dein Elektriker hat damals beim Neubau eine Lastberechnung durchgeführt und eingereicht. Damals hat das wohl auch keinen Interessiert, da wurde pauschal 30kW eingetragen, 3x63A NHs eingesetzt und fertig.
Abseits von großen Sägen, Häckslern, Hochdruckreinigern und eventuell Schweißgeräten (zugegebenermassen dies alles eher nicht in einer Etagenwohnung) gab es keine Geräte über 4kW, also wurde die Leistung trotz des Eintrages ja rein praktisch nie erreicht.

Hast du Durchlauferhitzer, Wärmepumpe oder sowas in deinem Haus? Oder ist es ein Mehrfamilienhaus, dann reizen natürlich "die anderen" den anschluss mit aus...
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Re: Freimenge überschritten?

Thomsusl
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ist ein 3 Familienhaus, die 33kVA gelten für‘s ganze Haus. Sowie Du das beschreibst könnte das durchaus sein. Durchlauferhitzer, Wärmepumpe o.ä. gibt es nicht, ich wär mit meinem Elektroauto der erste wirkliche Stromfresser.

Freimenge überschritten?

DiLeGreen
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Brauchst du denn die 22 kW wirklich zusätzlich am Hausanschluss? Die Erhöhung und damit ein Baukostenzuschuss könnten sich vermeiden lassen.

Der Elektriker könnte mal 1-2 Wochen eine Messung am Hausanschluss laufen lassen, um zu sehen wieviel ihr im Haus tatsächlich maximal braucht, der Rest wäre dann für Wallbox(en) noch frei. Bei vielen Wallbox-Modellen kannst du, bzw. der Elektriker, relativ genau einstellen wieviel Ampere sie dem Auto liefern sollen, falls es nicht die vollen 22kW sind könnten z.B. 14 kW noch möglich sein.
Ansonsten bestünde auch noch die Möglichkeit eine smarte Wallbox zu nehmen, die die Last am Hausanschluss kontinuierlich misst und somit die Ladeleistung entsprechend reduziert wenn im Haus viel verbraucht wird, um das Limit am Hausanschluss nicht zu überschreiten.
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Re: Freimenge überschritten?

MuchToDo
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Was mich immer ärgert, ist Ungleichbehandlung. Wir wohnen in einem EFH von 2004 mit Wärmepumpe (Erdwärme), deren Kompressor ja bekanntlich einen recht hohen Anlaufstrom hat. Auch bei uns sind im Hausanschluss-Sicherungskasten 3x63 A Sicherungen verbaut. Wir haben keinen Durchlauferhitzer, aber die "üblichen Verdächtigen" (Induktionsherd, Backofen, Spülmaschine, Waschmaschine).
Als ich jetzt die 22 KW Wallbox anmeldete, wurde mein Hausanschluss auf 35 KW erhöht, und ich musste für 5 zusätzliche KW einen Baukostenzuschuss in Höhe von 120 EUR leisten. Einfach nur Glück gehabt?

Re: Freimenge überschritten?

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  • mlie
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Bei 40 Millionen Haushalten hast du 40 Mio. Elektroinstallationen.
Von einer, die gerade heute Nacht fertiggeworden ist und das volle Programm gefahren hat (Kommunikationsdose neben Zähler, 3 Zähler für Haus, Wärmepumpe, Auto, Blitzschutz, 6 FIs, davon alleine 2 für draussen und den Swimmingpool und 30 Stromkreise) bis runter auf den 1921er Urzustand mit textilummantelten Leitungen und 1x10A Gesamtabsicherung oder gar Dreiecknetz mit 3x230V(sic!).

irgendwo dazwischen werden sich die meisten Installationen befinden, im Nordosten gab es viele Nachtspeicheröfen, die Netze sind darauf ausgelegt und die Anlagen natürlich auch, im Süden wurde mit Holz geheizt und gekocht, oder mit Gas gekocht wie in Berlin, da ist der Geschirrspüler das einzige, was Strom braucht. Dann noch Durchlauferhitzer oder nicht.
Dementsprechend wurde früher schon Baukostenzuschuss für 3x63A gezahlt - oder eben nicht. Bei einer modernen Anlage und einen brauchbarem Netzbetreiber passiert "nichts", ausser einer Überweisung von 120€, bei anderen darfst du das Geraffel im Keller einmal komplett rausreissen und komplett auf Stand 2020 bringen.
Was ich sagen will: Die "gefühlte Ungleichbehandlung" kommt eben aus der Vergangenheit der Elektroinstallation, die vor Ort vorliegt. Bei einer 16 Jahre alten Anlage wie bei dir sollte alles auf gutem Stand sein, bei @Thomsusl ist das wohl schon älter oder eben bereits ausgereizt - dann hilft der Einwurf kleiner Münzen beim Netzbetreiber und dann ist auch wieder Ruhe.
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Re: Freimenge überschritten?

disorganizer
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dann hilft der Einwurf kleiner Münzen beim Netzbetreiber
Schliessen sich Netzbetreiber und klein in Zusammenhang mit Münzen nicht gegenseitig meist aus? ;-)

Re: Freimenge überschritten?

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120€ sind für den Netzbetreiber noch kleine Münzen. Da ist man noch gut weggekommen.
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Re: Freimenge überschritten?

Jupp78
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Thomsusl hat geschrieben: Wenn ich mir aber jetzt die Sicherungen im Schaltkasten anschaue sehe ich, dass hier maximal 14kw an Sicherungen verbaut sind.
Nur 14 kW für drei Haushalte? Sorry, das kann ich kaum glauben. Oder sind die 14 kW nur dein Haushalt (das klingt eher plausibel)? Dann wären aber auch die 33kW für die 3 Parteien in Summe plausibel.
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