Zu Hause laden - Ein Ratgeber

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Misterdublex
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folder Sa 11. Jan 2020, 11:39
Kanalisation hat geschrieben:
Sa 11. Jan 2020, 10:11
Einen wunderschönen guten Morgen! Ich bin neu im Forum, komme aus dem Bergischen (Wuppertal) und würde sehr gerne eine Frage hier loswerden.
Wir haben den neuen VW E-Up bestellt, dieser lädt entweder über Haushaltsstrom mit 2,3kw oder Typ2 7,2kw. Ich habe mich zwar ein wenig eingelesen in die Thematik, habe aber ehrlich gesagt zu wenig technische Ahnung, um mit den Phasen, Ampere, Wirkungsgraden, Blindstrom etc. jonglieren zu können.
Ich liste mal möglicherweise wichtige Komponenten auf, in der Hoffnung, dass jemand einen guten Rat hat, wie wir die Lademöglichkeiten planen sollten, damit möglichst viel grüner Strom (Überschuss PV) im Tank landet:

PV-Anlage mit 6,5kwP
Einphasige Steckdose in der Garage
Auto hat auch tagsüber längere Standzeiten zu Hause
Es sind keine dauerhaft längere Pendelfahrten vorhanden
Günstiger Standort mit kurzem Weg zum Hausanschlussraum wäre vorhanden.

Derzeit gibt es ja eine Förderung in NRW für den Anschluss von Wallboxen (50% der Gesamtsumme, maximal 1.000€ Zuschuss), allerdings bin ich mir gar nicht mehr sicher, ob das überhaupt nötig/richtig ist, da eine 11kw-Box hinzustellen. Für mich wäre ja vermutlich die 2,3kw-Variante die einzige, um bis zu 100% PV-Strom zu laden. Geht dies überhaupt ohne große Verluste an einer 11kw-Wallbox?

Es würde mich total freuen, wenn jemand Ideen hat, wie man das am besten (ökologisch und ökonomisch) lösen könnte.

Beste Grüße
Jakob
Nehm die Förderung bloß mit! Wir haben uns dieses Jahr zwei Wallboxen errichten lassen, die mittels Bilanzpunktregler die Möglichkeit haben, nur den PV-Überschuss in das Auto zu laden. Aufgrund der Zuschuss-Pauschale von 500 €/Wallbox bei Vorhandensein einer PV-Anlage zzgl. 50% der Gesamtkosten (max. 1000 €/Wallbox) bekommst du eine Menge Geld schenkt. Dein Eigenanteil ist dabei dann sehr gering.

Frag mal ecopowerprofi, der hat das bei uns gemacht.

Mobile Ladegeräte bekommen in NRW keinen Zuschuss, vergiss also NRGKICK oder JB2.

Thema, Wuppertal:
Habt ihr öffentlich Ladesäulen in der Nähe?

Dann würde ich an eurer Stelle dennoch nur öffentlich aufladen. Die Wuppertaler Stadtwerke bieten eine Ladestromflatrate für 10 €/Monat die im gesamten Ladenetz gilt. Da bekommst du so viel Strom wie du möchtest für 120 €/a. Zudem bieten sie günstiges Roaming u.a. mit Allego und EnBW.
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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folder Sa 11. Jan 2020, 11:47
Ja, das geht. Ist ja auch eine Wallbox (und auch nicht unbedingt billiger als fest angebrachte Wallboxen). Du brauchst dann aber eine rote CEE32-Steckdose. Bzw. geht prinzipiell auch eine blaue (einphasige) CEE32-Steckdose, auch wenn die in Deutschland sehr unüblich ist. Go-e hat aber einen Adapter: https://shop.go-e.co/CEE-blau-32A-Adapter

Ich würde aber Kabel und Stecker gleich dreiphasig für 32 A auslegen (also 22 kW). Die Kosten sind nicht wirklich viel höher.
Ioniq 28 kWh Premium mit Sitzpaket, Intense Blue, Michelin CrossClimate+, Produktionsdatum 16.4.2019 - Abholung in Landsberg am 14.9.2019 (Sangl #588)

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Misterdublex
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folder Sa 11. Jan 2020, 11:50
Wenn er die NRW-Förderung mitnehmen möchte, wozu ich rate, dann gehen mobile Lösungen nicht.
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Kanalisation
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folder Sa 11. Jan 2020, 12:16
Köln Bonner hat geschrieben:
Sa 11. Jan 2020, 11:47
Ja, das geht. Ist ja auch eine Wallbox (und auch nicht unbedingt billiger als fest angebrachte Wallboxen). Du brauchst dann aber eine rote CEE32-Steckdose. Bzw. geht prinzipiell auch eine blaue (einphasige) CEE32-Steckdose, auch wenn die in Deutschland sehr unüblich ist. Go-e hat aber einen Adapter: https://shop.go-e.co/CEE-blau-32A-Adapter

Ich würde aber Kabel und Stecker gleich dreiphasig für 32 A auslegen (also 22 kW). Die Kosten sind nicht wirklich viel höher.
Danke für die Informationen!! go-echarger zählt also nicht als Wallbox und wird dementsprechend nicht gefördert?

Die folgende Frage ist natürlich von viel Unwissenheit geprägt: Beschränke ich mich mit einer dreiphasigen Wallbox nicht bezüglich des Minimumstroms zum Laden mit Überschussstrom? Bei einer Phase ist das benötigte Minimum doch bei 6A deutlich geringer? Oder schalten (alle) Wallboxen dann automatisch um und nutzen nur eine Phase? Und macht das das Auto überhaupt mit? 7,2kw zweiphasig bedeutet, dass er auch mit zwei Phasen laden muss (und der Minimumstrom dann wieder höher sein muss) oder lädt der dann automatisch einphasig mit dem zur Verfügung stehenden Überschuss (zB auch mit 4,1W - fiktive Zahl)?
Sorry für die ganzen Fragen aber ich erschließe mir das Thema gerade erst etwas genauer...

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Misterdublex
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folder Sa 11. Jan 2020, 12:35
Also unsere Wallboxen vom ecopowerprofi können umgeschaltet werden. Auf Stufe I machen sie ausschließlich PV-Überschussladung, mindestens jedoch 1,3 kW (sonst schaltet der e-Golf ab und wacht nicht mehr auf sobald wieder mehr Überschuss vorhanden ist) Bei uns geht es bis maximal 3,6 kW. Er bietet jedoch auch eine Wallbox an die 14 kW maximal kann. Dann dürften auf einer Phase maximal 4,6 kW gehen.

Auf Stufe II bieten sie die maximale Leistung der Wallbox (11 kW).
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Ulliboy
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folder Sa 11. Jan 2020, 16:36
Hallo Kanalisation,

wenn Du mit Deiner PV-Anlage den überschüssigen Strom auch ins Netz einspeist, ist es egal, ob Du mit 1, 2 oder 3 Phasen lädst. Die Zähler sind zu mehr als 99% alle Phasen saldierend https://www.photovoltaik.eu/article-445 ... hler-.html . D.h. Strom -bezug und -einspeisung werden vom Zähler über alle Phasen verrechnet. Den Zähler solltest Du für eine PV-Anlage sowieso schon haben, sonst würden die Erträge enorm geschmälert.

Dann kannst Du tatsächlich die mitgelieferte Lademöglichkeit verwenden und brauchst nichts weiter anschaffen.

Gruß

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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folder Sa 11. Jan 2020, 17:01
Das stimmt, aber zweiphasig ist die minimale Ladeleistung eben 2,8 kW. Wenn es dann Herbst ist und die PV-Anlage nur 2 kW bringt, gibt es Netzbezug. Bei einer Phase dauert die Ladung etwas länger, aber kann möglicherweise komplett über die PV-Anlage erfolgen.
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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SteffenM
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folder Sa 11. Jan 2020, 17:04
Kanalisation hat geschrieben:
Sa 11. Jan 2020, 12:16


Danke für die Informationen!! go-echarger zählt also nicht als Wallbox und wird dementsprechend nicht gefördert?
Der go-e charger als fixinstallation ist meines wissens förderfähig, der hat dann keinen Stecker und wird fest angeklemmt. Und solange keiner bei dir vorbei fährt und nichts dazu in den Bedingungen auf Zeit festgelegt ist kann man ja auch noch einen Stecker anschließen 🤔

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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folder Sa 11. Jan 2020, 17:06
Beim go-e gibt es zwei Varianten. Einmal zum fest montieren (förderfähig) und einmal mit Stecker (nicht förderfähig).
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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ntruchsess
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folder Sa 11. Jan 2020, 17:27
man kann jede 3-phasige Wallbox auch einphasig betrieben wenn man den Netzbezug bei PV-geführter Ladung minimieren möchte. einfach die 2 Phasen die nicht die Wallbox-steuerung versorgen in der Zuleitung separat schaltbar machen, oder ein einphasiges Ladekabel benutzten.
Die Wallbox muss davon nichts wissen.
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