Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

Tenovice
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JoDa hat geschrieben: Juice-Booster (Schweiz), NRG-Kick, Go-e (Österreich), Heidelberg, StarkInStrom SIS (Deutschland) sind einige der wenigen die nicht nur im Heimatland entwickeln sondern auch im Heimatland fertigen!
Aber es stimmt schon, mit den chinesischen Preisen können wir prinzipiell in Europa nicht mithalten!
Ich möchte die chin. Ware nicht schlecht machen! Z.B: Der Aufdruck "Made in Germany" wurde ursprünglich von den Briten eingeführt, um sich vor der Billigware aus Deutschland zu schützen! (Ironie des Schicksals)

Dank neuerdings exekutierten Steuerrecht auf alibaba und Co. können wenigsten die Ladelösungen nicht mehr Steuerfrei (als Geschenk deklariert) importiert werden, und daher sind sie nicht mehr um so viel günstiger. Bei der heutigen "Geiz ist Geil" Mentalität bei der man weder an die verlorengehenden eigenen heimischen Arbeitsplätze noch an die unterbezahlten chinesischen Arbeitsplätze, noch an die Umweltverschmutzung (z.B. durch lange Transportwege) denkt, wird der Marktanteil der chinesischen Ladelösungen aber weiter zunehmen. Die meisten heimischen Anbieter begnügen sich daher "umzulabeln", also auf chin. Ladelösungen ihr Firmenlogo aufzudrucken. Im Erstausrüster Markt OEM mag es sein dass es vielleicht noch einen Autohersteller gibt der sein Schuko-Ladekabel nicht aus China zukauft, mir ist jedenfalls keiner bekannt.

Jedenfalls sollte man sich keine Ladelösungen kaufen, die man selbst verdrahten muss. Also fix zu montierende Wallboxen, oder Ladeziegel mit fehlenden Adaptern. Das sollte man einem Elektriker überlassen, auch wenn jeder glaubt dass es ganz einfach ist ein paar Leitungen anzuklemmen, ist dem nicht so!
Außerdem überprüft der Elektriker dann auch gleich ob der Endstromkreis für die Ladelösung überhaupt geeignet ist (Leiterquerschnitt, Sicherung, FI-Schalter).
Aber ein E-Auto mit Schuko-Ladekabel ist, dank zusätzlicher Schutzmaßnamen, sicherer als jedes andere Gerät dass man ansonsten an einer Haushaltssteckdose anschließt.

By the way, ist es schon eigenartig das hier immer nur nach der "günstigsten" Ladelösungen gesucht wird, obwohl man sich ein teures Auto gekauft hat, bei dem jede Option bei der Bestellung die man angekreuzt hat mehr gekostet hat.
Als Begründung hört man dann, dass man die zusätzliche Ladelösung nicht unbedingt braucht, und daher nicht viel Geld dafür ausgeben möchte. :wand:
Alles richtig... aber...

Jede Ware hat ihren Wert. Aber bei einer Wallbox sehe ich keine Komponenten, welche Preise jenseits der 500€ rechtfertigen. Garnichts. Ich finde 300 schon deutlich drüber.

Dann muss man sich die Frage stellen, woher kommt die Preisdifferenz bei gleichem Funktionsumfang? Kann es sein, dass hier Leute gemolken werden sollen, die tendenziell mehr Kohle auszugeben bereit sind - schließlich hat man sich ja gerade ein sauteures Auto gegönnt - was macht da schon der Tausender!?

Mich würde mal interessieren, wie das aussieht, wenn ein Chinakracher aufgeschraubt und mit was namhaften verglichen wird.

Und mal ganz ehrlich... Wenn ich mich so umschaue, dann dürften wir - wenn wir unsere Moralvorstellungen auf andere Länder übertragen um sie dort zum Standard zu erheben - ziemlich alleine dastehen
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

tommywp
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Dann muss man sich die Frage stellen, woher kommt die Preisdifferenz bei gleichem Funktionsumfang? Kann es sein, dass hier Leute gemolken werden sollen, die tendenziell mehr Kohle auszugeben bereit sind - schließlich hat man sich ja gerade ein sauteures Auto gegönnt - was macht da schon der Tausender!?
Weil die Leute die Entwicklungskosten vergessen ... die auf die Stückzahl umgelegt werden muss.

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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  • JoDa
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@Tenovice
Danke, dass du alle meine genannten Vorurteile mit deinen Aussagen bestätigst! :mrgreen:

Darauf kann ich nur mehr mit Ironie antworten:
Kauf dir eine Ladelösung vom Gebrauchtmarkt, da werden sie gerade "verschenkt".
Denn diese wurden vor einem Jahr unnötigerweise angeschafft weil es die in Deutschland mit der KFW-Förderung "Gratis" gab.
Gratis stimmt nicht ganz, weil der Steuerzahler hat´s bezahlt bzw. hat Deutschland damals halt 100 Mio € pro Monat für diese Förderung mehr Staatschulden gemacht.
Was nicht´s kostet ist nicht´s Wert, und daher kannst du für eine Edelstahlstele doch noch jede Menge Geld ausgeben. Denn da kriegst du was von Wert für dein Geld!
:ironie: ENDE
Gut dass wir unsere Moralvorstellungen nicht in andere Länder exportieren können!
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

Tenovice
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Ich kann mir nicht helfen, aber ich kann in deinen Beiträgen keine Vorurteile von welchen du sprichst finden - egal wie oft ich es lese... Vielleicht fehlt mir auch einfach die Fähigkeit irgendwas zwischen den Zeilen zu lesen (oder ich habs mit den Augen)...

Eher im Gegenteil. Du stellst die Aussage in den Raum, man solle Abstand von derlei Lösungen nehmen, kannst dies aber nur mit deinen persönlichen moralischen und nicht mit technischen Aspekten begründen.
Wenn z.B. ein chinesischer Ladeziegel gefährlicher oder unsicherer wäre als ein "österreichischer" o.ä., dann hätten wir eine Diskussionsgrundlage.

Aber so haben wir nur deine Meinung die ich auf ein "das sollte man nicht machen" eindampfe, aber du lieferst keine Begründung außer deiner persönlichen Moralvorstellung.

Sei's drum.

Ich werde mir die China-Lösung bestellen und diese dann mal aufmachen und schauen was drinsteckt.
Und ich verzichte dankend auf die High-End-Lösung mit hohen Entwicklungskosten, wenn ich nur eine simple Lösung wünsche. Btw ist auch das E-Auto nur Basis ohne unnütze Kreuze in der Aufpreisliste - nichtmal eine andere Farbe als der Standard. So wie alle meine Fahrzeuge immer nur Basis von der Stange waren.

Mir ist zudem egal, wieviel Strom ins Auto geht und wenn ich das wirklich wissen will schaue ich ins Auto. Schon garnicht will ich das auf dem Handy mitverfolgen. Mir ist das Display auf dem Ladeziegel schon zuviel.

Aber mir ist bewusst, dass es Mitmenschen gibt, die derlei Spielerei haben wollen. Die sollen das dann aber auch bezahlen.
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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@Tenovice
Du kannst dir kaufen was du willst!
Ist ja glücklicherweise ein freies Land! Wir sind ja nicht in China!
Im Wiki-Beitrag sind auch die von dir gewünschten chin. mobilen Ladelösungen um 300€ von alibaba verlinkt.
Warum ich sie nicht kaufen würde, habe ich hier klar geschrieben, und ebenso klar
hast du geantwortet das dir "meine persönlichen Moralvorstellungen" egal sind.
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

kmfrank
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Tenovice hat geschrieben: Ich werde mir die China-Lösung bestellen und diese dann mal aufmachen und schauen was drinsteckt.
Gibt es schon Ergebnisse, neue Erkenntnisse?
Lieber Gruß
Michael
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

k_b
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Ja, alles ist gut

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

panoptikum
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Oder er wartet noch auf das China-Teil. Soll ja manchmal lange Lieferzeiten geben bei Ali...
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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@JoDa Was soll an den Teile von Deutschland besser sein als die was von China kommen, den im Grunde wenn auch da drauf steht Made in Germany ist das Innenleben die Elektronik sowieso aus China. Ihr habt ja selber die ganzen Produktionen dort hin ausgelagert um billig zu produzieren zu können und teuer zu verkaufen. Was Asien und Ingenieurskunst an geht die haben Europa schon lange in die Tasche gesteckt das haben sie in Europa einfach verschlafen.
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

muensterlaender
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Ich lade zu Hause derzeit nur mit PV-Strom. Die WB von Fronius ist teuer, aber die Differenz zwischen Strompreis und Einspeisevergütung ist 20 ct/ kWh. Da rechnet sich die WB in ein paar Jahren.

So hat jeder seine Ladestrategie.
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