Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Optimus hat geschrieben:
da nur ein Elektriker den Anschluss herstellen kann (Vorgabe Vermieter).
Mein Facharbeiter besagt, ich bin schaltberechtigt bis 1000V.
Schalten darfst du ohne Ende, aber........... Kannst/darfst du auch prüfen, nach DGUV Vorschriften und den TRBS?
Das ist der Knackpunkt, irgendeiner muss ein Übergabeprotokoll schreiben und seine (rechtlichen) Segen geben.
Und wenn einer darauf besteht, Behörde/Vermieter wer wills ihm verwehren.
Geht um alles mögliche heutzutage, Brandschutz etc.
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

Orion
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Optimus hat geschrieben: In einem anderen Forum habe ich gelesen, das bei Veränderungen an der Elektrik ein Überspannungsschutz zur Pflicht geworden ist (seit 2018).
Ist das wirklich so? Muss ich das dann für das ganze Haus bezahlen, wenn ich nur eine Steckdose an meinem Stellplatz haben will?

Um es mal ganz klar zu sagen:
Diese Forderungen stehen in einer NORM. Eine Norm ist aber kein GESETZ.
Du darfst also in deinem Privateigentum entscheiden, dass du keinen Überspannungsschutz einbauen lässt.
Genauso, wie du keinen FI-Schutzschalter in deinem Privatgebäude nachrüsten musst. Falls etwas passiert, musst du mit den Konsequenzen leben.

Einen FI-Schutzschalter nicht zu verbauen, wäre eine große Dummheit, denn dann stirbt das Kind, das den Nagel in die Steckdose steckt.
Beim Überspannungsschutz musst du dich "nur" mit der Versicherung rumschlagen, falls du eines Tages einen Überspannungsschaden haben solltest.

Auch die normative Pflicht zur Nachrüstung ist nicht eindeutig geklärt. Wer die Elektrik in seinem ganzen Haus erneuern lässt, hat den Überspannungsschutz normativ einzubauen.
Wer nur einen einzelnen Stromkreis nachrüsten lässt, ist davon nicht unbedingt betroffen.
Wenn man natürlich die Hersteller von Überspannungsschutzorganen fragt, ist die Antwort völlig klar. Auch der Elektriker wird immer dazu raten, sich an die Norm zu halten. Er begibt sich selbt auf rechtliches Glatteis, wenn er dagegen verstößt. Wenn du ihm aber klar die Vorgabe machst, dass du das nicht willst (und ihm das ggf. auch unterschreibst), dann wird er sich daran halten, denn zwingen kann er dich dazu nicht. Wie gesagt - kein Gesetz.
Schalten darfst du ohne Ende, aber........... Kannst/darfst du auch prüfen, nach DGUV Vorschriften und den TRBS?
Er muss weder nach DGUV, noch nach TRBS prüfen, denn er ist kein Unternehmen (BG-Versicherte Firma), sondern Privatmann.
Er kann also auch hier entscheiden, selbst herumzubasteln und nicht zu prüfen. Er übernimmt dann aber sämtliche rechtlichen und versicherungstechnischen Konsequenzen. Brennt ihm die Hütte ab, kann er sich seinen Versicherungsschutz in die Haare schmieren. Selbst im näheren Umkreis erlebt: 6jähriger Rechtsstreit und am Ende doch nur 25% von der Versicherung bekommen. Kannst du dir das leisten? Oder gibst du doch lieber das Geld für den Elektrofachmann aus, der dir dann auch ein Prüfprotokoll aushändigt. Deine Entscheidung.
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

Optimus
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Habe mich mit dem Vermieter geeinigt, dass ich einen Elektriker auswähle, der dann auch ein Protokoll unterschreibt.
Ich kläre dann mit dem Elektriker, welche Zuarbeit ich erbringen kann/darf. Wenn das so klappt, dann bin ich zufrieden. :D

@Orion Danke für die Klarstellung. Dann muss ich mich wohl nur argumentativ wappnen. Das Forum hilft ja dabei. 8-) :)
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

Oldy62
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Das tut mir als Verwaltungsmensch weh:
Eine Norm ist aber kein GESETZ
Alle Gesetze sind Normen (Rechtsnormen), aber nicht alle Normen sind Gesetze.
So wird ein Schuh draus.
VW e-up in Rot als Lagerfahrzeug inkl. CSS, Ladeziegel, Mode2-Kabel. Gekauft am 30.07.20, Abholung 18.8.20
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

Orion
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Ich denke, so lange wir nicht von Stromdiebstahl reden, ist den Teilnehmern eines Threads zum Thema Wallboxen schon klar, dass es sich um DIN VDE-Normen handelt. :mrgreen:
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

Optimus
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So Vor-Ort-Termin mit Elektriker und Vermieter gemacht. Bekomme in 1,5 Wochen CEE16 rot an meinen Stellplatz. 8-) :D
LS und FI sind dabei. Der FI kommt ggf. in eigene UV-Box am Stellplatz vor die CEE, wenn zu wenig Platz im Haus-Verteiler ist.
Ging alles ganz schnell und musste gar nicht viel argumentieren. Kommt also auf den Elektriker und dessen Pragmatismus an. ;)
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

Oldy62
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So. Mein e-up ist da und nun bin ich schon wieder unentschlossen.
Er soll vor der Tür geladen werden. Wallbox war angedacht. Der Thread hier überzeugt mich halbwegs, dass 220V auch reichen
Blaue „Campingdose“ an der Hauswand installieren lassen und mit den Ladeziegel und Schuko / CEE - Adapter bei Bedarf laden?
Geht das mit dem Adapter? Gibt es das Probleme? Ich habe mir das Teil gekauft, um auch auf Campingplätzen laden zu können.
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

Optimus
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CEE blau an der Hauswand ist schon ok. Aber solange ein Schukostecker/-buchse im Stromweg liegt (Adapter) ist das halt das schwächste Glied in der Kette d.h. suboptimal.
Besser wäre CEE blau direkt an den Ladeziegel. Dann ist Ladeleistung (3,6kW) und Sicherheit (Wärme) optimal für 1-phasigen Anschluss.
Mit Schuko im Stromweg kriegst du meist <13 A bzw. <3 kW dauerhaft. Wenn dir das reicht für dein tägliches Fahrprofil, ist das auch ok.
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

Oldy62
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Der Schuko soll schon dranbleiben. Ich will da nix umbauen.
Aber warum verringert Schuko (in diesem Fall!) die Ladeleistung?
Der Adapter ist jener hier:
https://www.amazon.de/gp/product/B000S5 ... UTF8&psc=1
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

Optimus
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Ladeziegel mit Schukostecker verringern die Ladeleistung, da Schuko nicht für dauerhaft >13A ausgelegt ist. Die Kontaktflächen sind zu klein -> der Übergangswiderstand steigt -> Wärmeentwicklung steigt -> Brandgefahr steigt.
Der Adapter kann da gar nichts dafür (sieht solide aus). Schau mal in die Beschreibung deines Ladeziegels, was so max. geht.
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