Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

Gurash
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Naja, das "Made in Germany" hat sie sich aber nicht verdient...
Aus der Bedienungsanleitung:
Manufacturer of this wallbox:
EVBox Manufacturing B.V.
P/A Fred. Roeskestraat 115,
1076 EE, Amsterdam, NL
Außerdem bin ich mal gespannt, wie teuer sie wird, wenn der Einführungspreis nicht mehr gilt...
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

Meinereiner
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Erst einmal Grüße an alle im Forum!

Ich will mich an dieser Stelle für diesen Beitrag bedanken.
Seit November 2019 besitze ich einen Leaf, den ich teilweise Zuhause lade. Wie es allen uninformierten Neulingen geht, denkt man bei der Anschaffung eines solchen Autos natürlich, man benötige eine Wallbox und möglichst hohe Ladeleistung. Es wird ja immer von "Notladekabeln" fabuliert, die man nicht nutzen solle.

Fast hätte ich schon eine Wallbox beauftragt, und ein dickes 5x6mm² in die Garage gezogen. Nachdem ich diesen Beitrag gelesen habe, habe ich es mit dem Leaf-Ladekabel am Schuko probiert. Und siehe da: Es reicht:
Einphasig 10A machen beim 40kWh-Leaf 5% Akku pro Stunde, Macht 80% pro 16h-Nacht bei mir.
Bei meiner Pendelstrecke von einfach 25km brauche ich im Winter <20% pro Tag.

Also: Mut zur Lücke, und erst mal die Steckdose nutzen. Nach ein paar Monaten weiß man besser, was man wirklich benötigt.

Aus Komfortgründen kommt eine Festverbaute Lösung aus CEE-Blau und Morec-Kabel (16A) an einem eigenen Stromkreis. Dazu muss ich ein Kabel ziehen, aber nur ein 2,5mm². Mit 5x2,5mm² kann man 3 Autos gleichzeitig mit 16A laden, es ist nicht absehbar, dass mehr jemals wirklich nötig sein sollte.

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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  • JoDa
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Hallo Meinereiner, und willkommen im Forum :D

Ich danke auch dir! :D

Ich glaube auch, dass bis zu drei CEE16blau-Steckdosen zum Laden zu Hause die Zukunft sein werden!
(Obwohl ich hoffe, dass in Zukunft sich jeder Haushalt auf ein Auto beschränkt bzw. träume ich von CarSharing Modellen mit selbstfahrenden Autos.)

Die Lösung ist die Einfachste und Günstigste. Man bekommt wegen der geringen Ladeleistung und der Aufteilung auf die drei Phasen keine Probleme mit dem Netzbetreiber bzw. sind dann auch Themen wie "Schieflastproblematik" und "Lastmanagment bei mehreren Ladepunkten" kein Thema mehr.
Außerdem kann ich mein bestehendes 5x2,5mm2 Kabel zu meiner CEE16rot-Steckdose weiter verwenden. :D

"Die Genialität einer Konstruktion liegt in ihrer Einfachheit. Kompliziert bauen kann jeder." (Sergej P. Koroljow, russischer Raumfahrttechniker)
Renault ZOE Intens Q210 9/2014-1/2024, Fiat 500e 3+1 42kWh ab 2/2024
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

mike61
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Hallo!
Da ich in den nächsten Tagen einen 64kwh Kona Akku laden werde, habe ich
auch schon hektisch über möglichst leistungsstarke Wallboxen nachgedacht.
Aber!
Ein Jahr 190er Golf ging auch über normale Schuko!
Genau das werde ich nun auch erstmal mit dem Kona E machen.
Nehme also den Hinweis des Thread Erstellers einfach Mal auf und los!
Bin zuversichtlich, dass es geht!

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Wenn Du mit dem Kona nicht deutlich mehr fährst und / oder er nicht deutlich mehr verbraucht, teile ich Deine Zuversicht voll und ganz :-)
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/15 seit 01/16
Hyundai ioniq 5 RWD LR seit 11/21

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Größere Akkus benötigen kein leistungsstärkere Wallbox. Der Stromverbrauch des Autos ist nicht abhängig von der Akku-Größe.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
http://www.perdok.info Ladeboxe und mehr, KfW-förderfähig
4x Renault ZOE, Ladestation 22kW öffentlich, kostenlos 24/7

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Im Gegenteil - bei gleichem Fahrprofil braucht man für große Akkus sogar eher eine niedrigere Ladeleistung! Der Grund ist, dass mit einem Akku mehr Möglichkeiten bestehen, etwaige höhere Anforderungen an ein oder zwei Tagen auszugleichen, und dann über die folgenden Tage nachzuladen.

Wenn man natürlich häufig an aufeinanderfolgenden Tagen sehr lange Strecken fährt und mit leerem Akku nach Hause kommt und nur eine kurze Nacht hat zum Nachladen, dann stimmt das natürlich nicht mehr - aber solche Fahrprofile sind mit einem kleinen Akku auch nicht ohne zusätzliche Ladungen möglich.
Ioniq 28 kWh Premium mit Sitzpaket, Intense Blue, Michelin CrossClimate+, Produktionsdatum 16.4.2019 - Abholung in Landsberg am 14.9.2019 (Sangl #588)

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

jetfish
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Hallo an alle, lieber @JoDa vielen Dank für diesen Ratgeber und deine stets qualifizierten Beiträge. Ich habe alle 24 Seiten des Beitrages (quer) gelesen und mich in den vergangenen Wochen eingehend mit unterschiedlichen Möglichkeiten der Realisierung einer privaten Lademöglichkeit beschäftigt.

Ganz kurz ein Abriss zu meinen Rahmenbedingungen: BMW i3S 120ah ist bestellt, Lieferung erfolgt voraussichtlich im November. Wohnort im oberfränkischen, derzeit noch keine Förderung von nicht öffentlichen privaten Ladepunkten gegeben. Eigentumswohnung mit privaten Stellplatz in Sammeltiefgarage, die sich unter insgesamt 4 Mehrfamilienhäuser mit jeweils 11 Wohneinheiten erstreckt. Auf die Problematik der Durchsetzung einer Lademöglichkeit in der WEG möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen - das würde den Rahmen sprengen. Nur soviel: Ich bin an dem Thema seit zwei Jahren dran, aber einen positiven Beschluss konnte ich bisher noch nicht erwirken.

Zur konkreten Umsetzung:
Bei unserem Nutzungsprofil gehe ich davon aus, dass zumindest aktuell ein einphasiges Laden mit 2,3kw durchaus ausreichend erscheint. Am Tiefgaragenstellplatz ist derzeit kein Stromanschluss verfügbar. Mir liegt ein Angebot der hiesigen Stadtwerke zur Installation einer Wallbox vor, Anschluss am Wohnungszähler im Keller, Kabelverlegung durch Brandschutzmauer ca. 25m, incl. 22kw (!) Wallbox und entsprechender Absicherung rund 4,1 TEUR. Absolut überdimensioniert und indiskutabel. Telefonat mit den Stadtwerken hat ergeben, dass sie mir kein anderes Paket anbieten können, eher nicht wollen. Sicherlich sind die Punkte Zukunftsfähigkeit bzw. Erweiterbarkeit und Lastmanagement zu bedenken, aber auch das möchte ich hier bewusst ausklammern. Nur soviel: Eine Lastmessung der Stadtwerke hat ergeben, dass ohne regulierende Eingriffe ein paralleles Laden von max. drei E-Fahrzeugen mit 11kw (bei insgesamt 11 Wohneinheiten) problemlos möglich wäre.

Ich möchte für mich jetzt eigentlich erst einmal Erfahrungen mit meinem ersten E-Fahrzeug sammeln und meinen persönlichen Bedarf und Ladeverhalten konkretisieren. Nichts desto trotz möchte ich auf den Komfort einer Lademöglichkeit am eigenen Stellplatz nicht verzichten. Daher ist mein Plan derzeit, mir vom Fachbetrieb ein Angebot für die Installation einer CEE Steckdose einzuholen und diese mit einer mobilen Ladelösung (z. B. Juicebooster) zu nutzen. Hätte den Charme, dass ich den JB bei Besuchen im Familienkreis auch zum Aufladen nutzen könnte und flexibel mit einem etwaigen Systemwechsel bin. Jetzt schwanke ich noch zwischen den verschiedenen Möglichkeiten: Klar sollte sein, dass die notwendige Verkabelung gleich dreiphasig mit entsprechenden Querschnitt erfolgen sollte, der perspektivisch bis max 11kw Ladeleistung unterstütz. Lohnt sich darüberhinaus die Aufrüstung der Absicherung auf dreiphasigen Anschluss mit einer 16A CEE rot? Wie seht ihr das unter Kosten-/Nutzenaspekten? Oder wäre es denkbar und sinnvoll zunächst ein einphasig 16A mit einer blauen CEE mit 3,7kw Erfahrungen zu sammeln. Der i3 ist jetzt dann über Nacht auch locker vollständig nachgeladen und das ohne evtl. Sicherheitsbedenken (die natürlich in der Eigentümergemeinschaft bestehen). Am Ende hätte ich eine persönliche Kostenschmerzgrenze von guten 1,5 TEUR incl, Wallbox.

Wäre super, wenn ihr mir eure Einschätzung hierzu mitteilen würdet! :) Gerne kann ich auch bei Bedarf weitere Informationen ergänzen.

P. S. Morgen kommt ein Elektriker zur Vor-Ort-Beischtigung. Den werde ich sicherlich auch um Rat fragen, aber weitere Meinungen können nicht schaden und geben mir ein gutes Gefühl nicht vollständig "ausgeliefert" zu sein, wenn ihr versteht was ich meine.

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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jetfish hat geschrieben: Nur soviel: Eine Lastmessung der Stadtwerke hat ergeben, dass ohne regulierende Eingriffe ein paralleles Laden von max. drei E-Fahrzeugen mit 11kw (bei insgesamt 11 Wohneinheiten) problemlos möglich wäre.
Ergo kann man auch 11 Fahrzeuge gleichzeitig mit 3 kW laden. Ich würde einfach 3,7 kW installieren, das müsste dann klappen, selbst wenn es alle wollen.

Lass einfach ein Kabel legen, welches für 11 oder 22 kW geeignet ist (man weiß ja nie) und welches an Deinen Zähler angeschlossen ist. Dann aber nur einphasig anschließen.

Prinzipiell könntest Du es zunächst einmal mit einer Schukosteckdose probieren und den mitgelieferten Ladeziegel verwenden. So mache ich es seit knapp einem Jahr, da bei uns Erdarbeiten notwendig sind für die Installation einer Wallbox und unsere Einfahrt sowieso neu gemacht werden muss in mittlerer Zukunft. Geht problemlos bisher.

Oder eine einfache Wallbox mit 3,7 kW und angeschlagenem Kabel.

Ich habe selbst einen go-e gekauft, aber bisher noch nie echt gebraucht (zwar ein paar Mal genutzt, war aber nie nötig). Eine schlechte Investition für mich.
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

Orion
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jetfish hat geschrieben: Jetzt schwanke ich noch zwischen den verschiedenen Möglichkeiten: Klar sollte sein, dass die notwendige Verkabelung gleich dreiphasig mit entsprechenden Querschnitt erfolgen sollte, der perspektivisch bis max 11kw Ladeleistung unterstütz. Lohnt sich darüberhinaus die Aufrüstung der Absicherung auf dreiphasigen Anschluss mit einer 16A CEE rot? Wie seht ihr das unter Kosten-/Nutzenaspekten?
Ich würde (je nach Länge) zwischen 4 und 6mm² Querschnitt legen lassen. Das Kabel in einer Abzweigdose oder einem Kleinverteiler enden lassen. Daran kannst du erst mal eine Schuko- oder CEE-Dose anschließen lassen. Falls später doch noch eine Wallbox kommt, kann die innerhalb von 10 Minuten montiert werden, ohne am bestehenden Kabel etwas ändern zu müssen.
2016: Reichweiten-Angst. 2018: Ladesäulen-Angst. 2020: Liefer-Angst. 2022: Ladepreis-Angst.
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