Zu Hause laden - Ein Ratgeber

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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folder Do 11. Apr 2019, 11:00
marcometer hat geschrieben:
Do 11. Apr 2019, 09:51
dass ich nicht vor dem Kauf des Fahrzeuges schon irgendwie in Richtung Wallbox denken würde
Dem würde ich nicht zustimmen. In NRW gibt es z.Z. eine Förderung von 50% plus 500€ pauschal, wenn man eine eigene PV hat. D.h. wenn man Kosten von ca. 1000 € für die WB ansetzt und eine PV hat, dann bekommt man die WB de facto umsonst. Auch in Berlin denkt man inzwischen über die Förderung von WB nach. Daher, wenn man die Förderung abgreifen kann, sollte man sie in Anspruch nehmen auch wenn das E-Auto z.Zt. nur geplant ist. Da kann man sich jegliche Rechnung sparen. Billiger geht nimmer.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
http://www.perdok.info Ladeboxe und mehr.
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Michael_Ohl
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folder Do 11. Apr 2019, 12:49
Öffentliches Laden ist etwas für Glückspielsüchtige. Meine letzten Erfahrungen außerhalb von Hamburg waren super. Als erstes hat Norderstedt das roaming mit Hamburg beendet und ohne Nachricht konnte man dort nicht mehr mit der Hamburger Ladekarte laden.
Statt dessen ging der PlugSurfing Anhänger. Zwei mal laden in Norderstedt jeweils etwa eine Stunde mit 3,7kW dafür werden jetzt 22,16€ Abgebucht und der PlugSurf Anhänger wandert nun unverzüglich in den Shredder.
Wie formulierte es Obelix so schön - die spinnen die Römer.
Ich lade meine Autos auch gern per Schuko mit 16A einmal mit einem Original Ladeziegel von Renault, den Renault an die französische Post geliefert hat mit einem CEE Blau Stecker und einmal mit einem Selbstgeschnitzen Kästchen mit Minitrafo, Gleichrichtung und Spannungsregler, eine PIC Microcontroller und zwei Relais für 230V 16A im Materialswert von 30€ den ich in das Kabel vom alten Renault 10A Ziegel gebaut habe.

mfG
Michael

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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marcometer
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folder Do 11. Apr 2019, 13:05
Sicherlich ist das Laden unterwegs weniger komfortabel als zuhause in der Garage, aber wenn ich schon Plugsurfing lese, dann wundert mich die Einstellung nicht.
Plugsurfing und New Motion sind doch nur dafür da um im absoluten ultimativen Notfall irgendwie, zu egal welchem Preis, gerade so genug Saft für bis zur nächsten vernünftigen Säule zu bekommen und dort dann günstig zu laden.
Gibt doch genug Karten, mit denen man für den Preis von zuhause oder deutlich drunter laden kann.

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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folder Do 11. Apr 2019, 14:42
marcometer hat geschrieben:
Do 11. Apr 2019, 09:51
Ich würde auch insoweit zustimmen, dass ich nicht vor dem Kauf des Fahrzeuges schon irgendwie in Richtung Wallbox denken würde.
Ich würde schon vor dem Kauf in Richtung Wallbox überlegen und viele tun dies auch.
Für manche fällt der Kauf ohne Wallbox einfach flach, weil die Ladeinfrastruktur unzureichend ist oder durch Verbrenner sabotiert wird und weil ohne Wallbox daheim eventuell einige Komfortfeatures wie Vorklimatisierung / -heizung nicht funktioniert.
marcometer hat geschrieben:
Do 11. Apr 2019, 09:51
Rechnung:
(...)
Ich rate daher auch dazu es erstmal mit Schuko und hier und da günstigst möglich unterwegs laden zu probieren.
Das schöne an Rechnungen ist, dass man diese beliebig manipulieren kann um das eine oder andere herauszubekommen oder um diese in die ein oder andere Richtung tendieren zu lassen.
Klar, in der Grundsache hast Du mit Deiner Rechnung recht, aber ich würde sagen, man könnte auch die Umwege zur Ladestation einberechnen oder die Ladezeit mit einem gewissen Faktor bewerten, weil man die Zeit einfach nicht in der gleichen Weise nutzen kann wie wenn man zu Hause lädt und ist.

Da das verwendete Fahrzeug, die in der Nähe verfügbaren Lademöglichkeiten und in erster Linie auch die täglich gefahrene Strecke als Faktor bezüglich der Frage ob man lieber zu Hause oder unterwegs lädt, mit einfliessen sollten bin ich der Meinung es kann keine allgemeingültige Antwort auf diese Frage geben und Anregungen hat dieser Thread hier schon zur Genüge gegeben. Den Rest muss jeder selber ausprobieren und für sich bewerten.

Bei unserem Smart übrigens ist kein ICCB mit dabei wenn ich diesen am Montag abhole, da man beim Smart die Wahl hat zwischen ICCB oder Typ2-Ladekabel und gegen Aufpreis sogar Beides bekommt.
Da ich für zu Hause eh einen Juice Booster gekauft habe, war der ICCB für mich nicht interessant und ich habe das Typ2-Ladekabel bei der Bestellung mit konfiguriert.
Das traurige daran ist nur, dass es mit 4m Länge für meinen Geschmack etwas zu kurz geraten ist und eventuell von mir auch durch ein längeres Kabel ersetzt werden muss. Blöd gelaufen.
Rhöner mit Smart EQ

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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folder Do 11. Apr 2019, 15:01
Priusfahrer hat geschrieben:
Mi 10. Apr 2019, 13:45
In Zukunft wird das Thema zu Hause laden immer weniger von Interesse sein. Bei immer größerer Akkukapazität ist das ohnehin kaum noch nötig. Die öffentliche Ladeinfrastruktur wächst immer schneller.
Jeder der die Möglichkeit hat zuhause zu laden sollte und wird das tun. Sehe keinen vernünftigen Grund auf öffentliche Ladestationen auszuweichen. Das benutzen der öffentlichen Ladesäulen wir denen vorbehalten sein die nicht zuhause sind.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, 2021 EQC oder Crozz, PlugIn-PV Anlage
Mitglied bei Electrify-BW e.V. https://electrify-bw.de/

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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folder Fr 12. Apr 2019, 15:53
... für mich war es klar zu Hause zu laden, da es 2013 noch kein öffentliches Ladenetz gab.
Es stellte sich nur die Frage ob ich zusätzlich noch am Arbeitsplatz eine Lademöglichkeit benötige.

Lokal gibt es heute ein halböffentliches Netz von Destination-Chargern. Destination-Charger sind oft (noch) kostenlos, da sich die Betreibern (z.B. Supermärkte, Park&Ride Parkplätze) dadurch mehr Kundschaft erhoffen. Oft werden sie auch staatlich gefördert, wodurch ein Tarif möglich ist der günstiger ist als der Strompreis zu Hause (z.B. City-Ladestationen in Wien). Daher finden derzeit einige ohne eigene Lademöglichkeit (Zu Hause oder am Arbeitsplatz) das Auslangen. Mit der Marktdurchsetzung des Elektroautos, und dem damit verbundenen hohen Parkplatzbedarf für ladende Elektroautos, wird das Laden an Destination-Chargern m.E. mindestens so viel kosten wie das Laden zu Hause.

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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apollo444
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folder Di 16. Apr 2019, 15:18
Hallo Gemeinde,

ich bin Neu-User hier und lese seit einiger Zeit mit. Der Kauf eines Hyundai IONIQ Plug-In ist in greifbare Nähe gerückt, das Problem der Lademöglichkeit steht im Raum.
Ich bin Mieter in einer Wohnanlage, das Auto parkt zunächst nicht in einer Garage oder auf einem Stellplatz.
Ich habe eine Außensteckdose auf meiner Terrasse, die mit 10 A abgesichert ist.
Die gesamte E-Installation im Haus bzw. der Wohnung dürfte grundsätzlich den (Mindest-) Standards entsprechen, die zur Bauzeit Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre bestanden haben.

Ich selbst bin elektrotechnischer Laie.

Folgende Überlegung: angenommen, ich wollte den IONIQ an der Außendose per Schuko-Kabel laden, scheint es sich so zu verhalten, dass diese Dose höher, z. B. mit 16 A abgesichert werden sollte bzw. muss; ggf. könnte ein Elektriker auch eine CEE blau / rot anbauen. Der IONIQ Plug-in kann mit max. 3,7 kw laden.
Müsste die Leitung hinter der Dose, die wie oben vermutet, eher einen normalen Querschnitt haben dürfte und natürlich in einem Kabelkanal in der Wand verläuft, einen größeren Querschnitt haben? Wenn ja, von wo aus gesehen, also nur zwischen Sicherungskasten und Dose, oder wie weit darüber hinaus? Oder genügt in der Regel das "normale" Kabel.

Kann mir dazu jemand einmal fundierte Infos geben?

Größtmöglicher Dank :-)

apollo

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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folder Di 16. Apr 2019, 17:29
Hallo apollo444, und willkommen im Forum! :-D

In diesem Elektroautoforum rate ich dir natürlich den Ioniq Electro satt dem Ioniq Plug-In zu kaufen.
Da du das Elektroauto über Nacht zu Hause aufladen kannst. (Siehe: Zu Hause Laden - Ein Ratgeber )
Solltest du mit der realistischen Reichweite von 200km (lt. EPA) an einem Tag nicht auskommen, kannst du ja das flächendeckende Schnellladenetz nutzen. (Siehe https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/ )

Zu deinen Fragen:
Wenn du das mit dem Ioniq Plug-In mitgelieferten Schuko-Ladekabel über ein Verlängerungskabel an deiner Außensteckdose (=Schuko-Steckdose) anschließt lädt dein Ioniq mit 10A*230V=2,3kVA. (Kabel gegen Diebstahl sichern!) Damit kannst du das Auto locker über Nacht Vollladen. (Der 8,9kWh-Akku wird in ca. 4h Voll.). Stattdessen eine CEE16blau-Dose zu installieren, ein CEE16blau-Ladekabel (ca. 400€) zu kaufen und ev. vom Sicherungskasten zur Außensteckdose ein dickeres Kabel zu verlegen würde ich dir daher nicht raten.
P.S. Ein Elektriker wird dir vermutlich raten an einem eigenen Stromkreis zu laden. Dazu setzt er dir im Zählerkasten einen eigenen "Schutzschalter" (=FI+LS-Kombischalter) und verlegt dir vom Zählerkasten zur Außensteckdose ein eigenes "dickeres" Kabel (3x2,5mm2). Bzw. wird er dir zusätzlich raten ein Kabel zum Parkplatz zu vergraben und am Parkplatz eine Ladesäule zu setzen.
Zuletzt geändert von JoDa am Di 16. Apr 2019, 17:46, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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folder Di 16. Apr 2019, 17:36
Vielleicht gibt es ja Unterlagen darüber, weshalb die Dose nur mit 10A abgesichert worden war.

Ansonsten sichern die normalen 16A Sicherungen ganz normale 1,5 mm² Leitungen ab - da dürfte in der Regel kein Problem bestehen.

Wie dem auch sei: ich teile die Ansicht, dass die 10A bei dem Miniakku auf jeden Fall ausreichen sollten.

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Maetu
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folder Do 18. Apr 2019, 11:23
Absolut ärgerlich empfinde ich die Unfähigkeit der Autohersteller, sogar bei den neu auf den Markt kommenden Generationen von e-Autos brauchbare AC-Ladewandler zu verbauen. Bestes Beispiel ist der Leaf Zero +, da sogar noch mit zusätzlichem "EU - lass mich in Ruh'" ChaDEMO Anschluss für DC.
Zum Glück gibt es langsam auch für den Heimgebrauch DC Ladestationen, auch wenn diese noch das 10-fache einer AC Box kosten. Sobald ich "mein" Auto endlich gefunden habe, werde ich wohl eher auf DC am Haus gehen. EDIT: *was besser zur PV passt* gelöscht
Zuletzt geändert von Maetu am Do 18. Apr 2019, 13:13, insgesamt 1-mal geändert.
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