Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

Elektro-Else
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Orion hat geschrieben:
Elektro-Else hat geschrieben: Was passiert denn eigentlcih wenn ich das Gesetz ignoriere und einfach mit 7,2kW lade?
Ist das gefährlich und komme ich dann ins Gefängnis? :geek:
Wird eher als Scherzfrage gemeint sein, aber gar nicht so uninteressant.

Wir reden hier nicht über Gesetz, sondern das kommt von den "Technischen AnschlussBedingungen" deines Netzversorgers.
Sofern er dir überhaupt drauf kommt (Messungen wären nötig), wäre das ein Verstoß gegen diese TAB, vielleicht würde das unter dem Begriff einer "störenden Rückwirkung" laufen.
Der Netzversorger könnte dir also die Sicherung im Hausanschlusskasten ziehen und wieder verplomben, dann stehst du im ganzen Haus erst mal ohne Strom da.
Kaum vorstellbar, dass das getan wird, so lange du dich nicht noch richtig mit denen anlegst.

Im Fall eines nennenswerten Schadens (du sorgst dafür, dass eine Hauptsicherung für einen ganzen Straßenzug fliegt) besteht noch die Gefahr, dass es als Ordnungswidrigkeit gewertet wird (???), aber eine Straftat (=Gefahr von Gefängnis) kann es niemals sein.

Ich als juristischer Laie würde die Niederspannungsanschlussverordnung als relevant verm
Also auf deutsch: die können dir den Strom abdrehen.
[/quote]

Danke😂

Mich interessiert aber auch, was generell passiert, wenn ich illegalerweise mit 7.2kW lade.
Explodieren dann ganze Straßenzüge oder nur Nachbars Heizdecke oder setzt mein Herzschrittmacher aus?
Oder fliegen nur bei mir die Sicherungen raus (also, die der Wohnung 😉)

🤔
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

tugsi
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Vorab, ich habe nicht den kompletten Thread hier durchgelesen, vielleicht steht es ja auch so schon drin?!

Ich wollte aber mal meinen Senf bzw bisherige Erfahrung einwerfe.
Habe mir gerade eine WB selbst zusammengebaut mit OpenWB, da ich gelernter Elektriker bin.
Da mein E-Auto aber erst in ein paar Monaten kommt, habe ich noch nicht so den Druck mit der Installation.

Wollte aber mal den ordentlichen Weg gehen und habe mir gedacht, ich frage mal bei den örtlichen Stadtwerken an, ob und was ich beachten muss.
Es sind die Stadtwerke-Dinslaken.
Ich war verblüfft über die Antwort von denen.
Sehr geehrter Herr xxxx,

die Meldepflicht für CEE-Steckdosen oder eine Ladebox besteht bereits ab einer Leistung von 3,8 kW. Eine Leistung größer 11 kW ist sogar genehmigungspflichtig. Für dementsprechende Installationsarbeiten brauchen Sie grundsätzlich einen konzessionierten Elektro-Installateur.
Huch, hier steht zumeist immer sowas wie, nehmt ne CEE, die könnt ihr einfach installieren, müsst ihr nicht anmelden.
Pustekuchen, ich habe den in der Mail genannten Ansprechpartner telefonisch kontaktiert und der hat mir dies auch noch bestätigt, man muss alles ab 3,8kW melden, also auch meine CEE-Steckdose .. hmmm ok.

Jetzt gehts noch weiter, ich habe ihn gefragt, ob es vielleicht Sinn macht, direkt 22kW anzumelden bzw genehmigen zu lassen, was man hat, hat man und wer weiß, ob nicht noch ein zweites E-Auto folgt.
Dem stimmte er zuerst zu, aber als er dann hörte, dass ich Warmwasser mit Durchlauferhitzer mache, sagte er sofort, das die Rheinische Netzgesellschaft, die dies genehmigen muss, nicht zustimmen wird, also lieber nur 11kW melden.
Nachdem er aber in seinem System nachgeschaut hat, sagte er nur: Sie brauchen einen neuen Hausanschluss!
*uff* was denn nun, dachte ich mir nur...
Na sie haben noch eine alte Bleileitung als Anschluss, die müssen wir auf Kupfer ändern...
Zum Glück sagte er dann aber auch, dass dafür keine Kosten auf mich zukommen.
Heute hat er sich für einen Vor-Ort-Termin nächste Woche angemeldet.
In dem Telefonat hat er mich nochmal "ermahnt", dass ich auf jeden Fall einen konzessionierten Elektro-Installateur beauftragen muss, der mir die Wallbox "offiziell" anbringt und der Stadtwerke meldet, auch wenn ich es selber montiere.
Des Weiteren sagte er dann noch, dass über einen Zähler nicht mehr als 30kW laufen dürfen, sonst müsste ein anderer Zähler eingebaut werden, wenn mehr dann einen teuren mit Wandler etc., im Zweifel müssten sie eine Messung bei mir vornehmen...
Ich habe da jetzt erstmal nichts zu gesagt, ich habe einen 63A-Anschluss, der Zähler ist auch 60A, da komme ich auf mehr als 30kW die möglich wären, oder sehe ich das falsch (habe zwar Energieelektroniker gelernt, bin aber mittlerweile als Prozessleitelektroniker unterwegs und von daher etwas raus aus der Materie mit VDE und Co)

Ich werde beim Vor-Ort-Termin mit ihm ja sehen, was bei rumkommt, zumal ich kurz vorher auch einen Discovergy-SmartMeter installiert bekomme, dann kann ich ja sowieso genau sehen, was so an Leistung gesamt gezogen wird.

Wie gesagt, wollte mal meinen Hut in den Ring werfen, weil ich hier Immer lese, installiere eine CEE, brauchst dich um nicht zu kümmern und zack ehe man sich versieht wird wohl demnächst wegen mir die komplette Straße aufgerissen *lach...

Gruß Thomas

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

Bud Fox
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Orion hat geschrieben: Es darf kein allstromsensitiver FI nach einen TypA geschaltet werden. Es gibt eine Ausnahme: wenn die Wallbox über einen Gleichstrom-Fehlerschutz verfügt, der schon bei weniger als 6mA auslöst. Beim Go e-charger kann ich dir sicher sagen, dass das der Fall ist, dann ist der Vorschlag von deinem Elektriker einwandfrei. Beim Juice-Booster weiß ich es nicht.
Danke MaXx.Grr und Orion.
Beim Juice Booster ist es wie beim Go-eCharger. Ich werde mich bemühen entspannt an die Sache ranzugehen und dem Elektriker zu vertrauen :-)
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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tugsi hat geschrieben: Vorab, ich habe nicht den kompletten Thread hier durchgelesen, vielleicht steht es ja auch so schon drin?!
Offensichtlich hast du gar nichts von diesem Thread gelesen, denn schon im Anfangsposting steht drin womit du zu rechnen hast, wenn du unbedingt deinen privaten Ladepunkt anmelden möchtest.
Also einfach das Anfangsposting durchlesen!
Dort steht auch warum du nicht so viel Ladeleistung brauchst bzw. wie du die Vorgaben deines Netzbetreibers umgehen kannst.

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

WinnieW
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tugsi hat geschrieben: Huch, hier steht zumeist immer sowas wie, nehmt ne CEE, die könnt ihr einfach installieren, müsst ihr nicht anmelden.
Pustekuchen, ich habe den in der Mail genannten Ansprechpartner telefonisch kontaktiert und der hat mir dies auch noch bestätigt, man muss alles ab 3,8kW melden, also auch meine CEE-Steckdose .. hmmm ok.
Wäre mir auch neu dass man Steckdosen anmelden muss, so wie ich die Regelung verstehe muss man elektr. Verbraucher ab einer gewissen Leistung anmelden.
Betrifft beim e-Auto die Wallbox oder ICCB sofern diese über 3,7 kW Ladeleistung ermöglicht.

Eigene Situation:
Ich habe mir selber eine 16 A CEE in meinem Keller installiert u. diese nicht angemeldet. (Ich darf das weil ich die entsprechende Ausbildung habe.)
Ich habe da allerdings bislang nicht daran angeschlossen was mehr als 4 kW aus dem Netz zieht. Manche Geräte benötigen allerdings 3-Phasen-Wechselstrom für den Motor, auch wenn diese Teile weniger als 3 kW ziehen.
Derjenige der für die Elektro-Erstinstallation unterschrieben hat befindet sich allerdings bereits seit Jahren im Ruhestand.

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

WinnieW
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Elektro-Else hat geschrieben: Mich interessiert aber auch, was generell passiert, wenn ich illegalerweise mit 7.2kW lade.
Explodieren dann ganze Straßenzüge oder nur Nachbars Heizdecke oder setzt mein Herzschrittmacher aus?
Oder fliegen nur bei mir die Sicherungen raus (also, die der Wohnung 😉)
Der gesamte Planet wird innerhalb von Minuten unbewohnbar. Global Heat Wave anstatt von Global Warming. :twisted: :lol:
Fantasy Emergency Full Stop ;)

Die realen Auswirkungen sind situationsabhängig. Damit meine ich es hängt vom lokal bei dir vorhandenen Stromnetz ab.
Unsymmetrische Lasten führen zu unsymmetrischen Spannungen im Stromnetz, aber dafür reicht ein einzelner Verbraucher mit 7+ kW nicht aus.
Da müssten dann schon mehr Geräte gerade dieselbe Phase belasten.
In 99,99% aller Fälle ist das unproblematisch solange nur ein e-Auto pro Straße so geladen wird. Die Vorschriften sollen eigentlich lediglich Worst Case Szenarios verbeugen.
Habe ich zuviel denglish geschrieben?

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

WinnieW
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Orion hat geschrieben: Es darf kein allstromsensitiver FI nach einen TypA geschaltet werden. Es gibt eine Ausnahme: wenn die Wallbox über einen Gleichstrom-Fehlerschutz verfügt, der schon bei weniger als 6mA auslöst. Beim Go e-charger kann ich dir sicher sagen, dass das der Fall ist, dann ist der Vorschlag von deinem Elektriker einwandfrei. Beim Juice-Booster weiß ich es nicht.
Die interessante Sachlage ist doch dass wenn die Wallbox intern über einen FI nach Typ A-EV oder B verfügt vor dieser überhaupt kein FI-Schalter notwendig ist falls diese fest ans Stromnetz angeschlossen ist.

Der FI-Schalter vor der Wallbox / ICCB ist nur notwendig weil es sich um einen Steckdosenstromkreis handelt.

Go e-charger und Juice-Booster verfügen beide über einen internen FI-Schalter mit DC-FI-Erkennung.

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Wiese hat geschrieben: Wer fragt verliert!
Haha, ja...ein Vorgesetzter sagte mal zu mir: "Wenn du weißt, dass Dir die Antwort nicht gefallen wird, dann frage besser erst gar nicht!" :)
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

tugsi
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Wiese hat geschrieben: Wer fragt verliert!
Wenn das auf mich bezogen war, dann hab ich es deswegen gemacht, nicht das es nachher heißt, bekommst kein Strom mehr ;)
Der Typ der Stadtwerke hat mir auch gesagt, wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Wenn der Trafo nicht mehr hergibt, dann würde man "nur" noch 7,4 oder weniger beziehen.
Ja ich weiß auch, es geht mehr, gibt nur Ärger wenn die doch mal rausfinden, woher es kommt..
WinnieW hat geschrieben: Wäre mir auch neu dass man Steckdosen anmelden muss, so wie ich die Regelung verstehe muss man elektr. Verbraucher ab einer gewissen Leistung anmelden.
Betrifft beim e-Auto die Wallbox oder ICCB sofern diese über 3,7 kW Ladeleistung ermöglicht.
Ich gebe nur wieder, was der mir zu verstehen gegeben hat.
Ja ich kann an eine CEE auch nur 1kW oder so dranhängen, aber ich hätte die Möglichkeit auch mehr dranzupacken und das reicht denen, um diese Meldepflichtig zu machen.
Ob das andere Netzbetreiber auch so sehen, kann ich nicht beurteilen.
Dazu könnte eventuell @ecopowerprofi was sagen, der kommt doch quasi aus der Nachbarschaft und müsste sich doch mit den Gegebenheiten sehr gut auskennen.
JoDa hat geschrieben: Offensichtlich hast du gar nichts von diesem Thread gelesen, denn schon im Anfangsposting steht drin womit du zu rechnen hast, wenn du unbedingt deinen privaten Ladepunkt anmelden möchtest.
Also einfach das Anfangsposting durchlesen!
Dort steht auch warum du nicht so viel Ladeleistung brauchst bzw. wie du die Vorgaben deines Netzbetreibers umgehen kannst.
Ich habe den ersten Beitrag sehr wohl gelesen. Aber a) ist es mir doch selber überlassen zu wählen, dass ich gerne mehr als nur über Schuko zu laden (dazu zählt auch das Thema Ladeverluste) und b) steht im da nur zur Umgehung, installiere eine CEE32A-Starkstromdose... und genau dies wurde mir ja in der Mail der Stadtwerke ganz klar als Meldepflichtig benannt! Also für mich keine Umgehung, denn wenn ich dies melden muss, muss ich auch einen konzessionierten Fachinstallateur damit beauftragen bzw der muss mir ein Wisch unterschreiben, auch wenn ich als gelernter Elektriker ohne Probleme selber installiere und anschliesse.

Meine Intention war, offiziell das anzumelden, sodass für mich die Leistung "reserviert" ist und mir dann auch zu steht.
Es bringt doch auch nichts, wenn jeder heimlich alles dranhängt und die Nachbarn auch und der alte Trafo bekommt ein Problem.
Es geht zum Thema EMobilität auch dazu, dass die Infrastruktur vernünftig geschaffen wird und da braucht der Netzbetreiber Planungssicherheit, dies erreicht er damit, dass er ungefähr weiß, welche Leistungen an welchen Strang hängen.
Und ja, ich habe auch einfach eine CEE32A in der Garage vorher installiert, weil ich mir damals keine Gedanken gemacht habe.
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