Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Kombjuder hat geschrieben: Eine einphasige Box verhindert die zweiphasige Lademöglichkeit. Je nach Leistung der Solaranlage würde ich sogar eine 22 kW-Box dranhängen.
Einphasige Boxen würde ich auf keinen Fall mehr einbauen. Die Kosten zur dreiphasigen sind nur minimal höher, aber das zweite E-Auto oder der Besuch kann sich auch mal dreiphasig anhängen.

Die Zeiten in denen Elektroautos Exoten sind gehen ganz langsam aber sicher zu Ende.
Deswegen will ich ja ne 3-phasige Box umschaltbar machen. 22kW leistet die PV-Anlage nicht, in der Spitze habe ich knapp 9kW gemessen (Standort im Norden, 15° Dachneigung).
Meine Frage war nur, ob ich das durch einfaches Abschalten von 2 Phasen quasi umschaltbar machen kann.
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

Kombjuder
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Holsteiner hat geschrieben:
Kombjuder hat geschrieben: Eine einphasige Box verhindert die zweiphasige Lademöglichkeit. Je nach Leistung der Solaranlage würde ich sogar eine 22 kW-Box dranhängen.
Einphasige Boxen würde ich auf keinen Fall mehr einbauen. Die Kosten zur dreiphasigen sind nur minimal höher, aber das zweite E-Auto oder der Besuch kann sich auch mal dreiphasig anhängen.

Die Zeiten in denen Elektroautos Exoten sind gehen ganz langsam aber sicher zu Ende.
Deswegen will ich ja ne 3-phasige Box umschaltbar machen. 22kW leistet die PV-Anlage nicht, in der Spitze habe ich knapp 9kW gemessen (Standort im Norden, 15° Dachneigung).
Meine Frage war nur, ob ich das durch einfaches Abschalten von 2 Phasen quasi umschaltbar machen kann.
Ja, das geht - siehe OpenWB die kann das.
Nur sicherstellen, dass während der Umschaltung von Phasen der Ladestrom unterbrochen ist. Für manche fahrzeuginternen Ladegeräte wäre das sonst der Tod.
Ioniq 5 P45 in Digital Teal mit heller Innenausstattung hat einen Hyundai Kona Caramic Blue aus 2019 ersetzt.
PV 5kWp

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Kombjuder hat geschrieben:
Nur sicherstellen, dass während der Umschaltung von Phasen der Ladestrom unterbrochen ist. Für manche fahrzeuginternen Ladegeräte wäre das sonst der Tod.
Danke, das wollte ich bestätigt haben.
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

notting
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Wiese hat geschrieben:
notting hat geschrieben:
Kurze Anschlussfrage: Bei welcher Leistung entstehen denn die höchsten Ladeverluste?
Das wird Dir keiner sagen können. Wie ich durch genaues messen des geladenen Stroms erfahren musste, ist die Akkutemperatur wohl einer der wichtigsten Faktoren. Arschkalt = viel Verlust. Man müsste also Laborbedingungen schaffen um wirklich genau sagen zu können, welcher Ladestrom wie viel Verluste verursacht. Relativ sicher ist aber, dass extrem langsames laden höhere Verluste verursacht, weil die Elektronik einen gewissen "Grundumsatz" hat.
Ich liege bei meinem Ioniq übrigens zwischen 5,9 und 28,3 %. Der Durchschnitt ist 15,9 % Ladeverluste im Vergleich zur Verbrauchsanzeige. (bisher 2600 km gefahren, also alles im Winter).
Du hast sinnentstellend zitiert. Diese Frage habe ich überhaupt nicht gestellt, sondern ich hatte in einem Posting darauf geantwortet!

notting

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Kombjuder hat geschrieben: Nur sicherstellen, dass während der Umschaltung von Phasen der Ladestrom unterbrochen ist. Für manche fahrzeuginternen Ladegeräte wäre das sonst der Tod.
Man kann das zwar in der Ansteuerung berücksichtigen aber viele Ladegeräte mögen es nicht, wenn das CP-Signal von der WB unterbrochen wird.

Daher sage ich meinen Kunden immer wieder, die Umschaltung nur vornehmen, wenn die Ladung fahrzeugseitig unterbrochen wurde. Das Fahrzeug ist beim Laden an/aus der Master und nicht die Wallbox.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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notting hat geschrieben:
Du hast sinnentstellend zitiert.
notting
Sorry, notting. Ich habe nur die falschen Zeilen gelöscht. Die Frage kam von 1fcb.

Gruß
Umweltrelevantes: ab 2007 5,76 kWp PV, ab 2008 Naturstromkunde, ab 2009 20m² Thermie, ab 3. Dez. 19 Ioniq FL Style in blau
Eine Frau, 2 Kinder, 3 Enkel, eine Katze :old:

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

Elektro-Else
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Huhu zusammen, habe jetzt nicht alle posts lesen können, daher mal eine Frage zum daheim laden.
Was passiert denn eigentlcih wenn ich das Gesetz ignoriere und einfach mit 7,2kW lade?
Ist das gefährlich und komme ich dann ins Gefängnis? :geek:
Zuletzt geändert von Elektro-Else am Do 30. Jan 2020, 16:03, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Bud Fox hat geschrieben: Mein Elektriker hält dies aber nicht für nötig. Im Verteilerschrank sind bereits 2 FI A Schalter und an einen von diesen will er zusätzlich die rote Dose hängen ("kein Platz und das passt schon so").
Laß ihn mal machen - er hat das gelernt und Du mußt in dieser Hinsicht nicht belesen sein oder irgendetwas besser wissen. Und sein Vorschlag dürfte die günstigste Variante sein...

Grüazi, MaXx

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

Orion
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Elektro-Else hat geschrieben: Was passiert denn eigentlcih wenn ich das Gesetz ignoriere und einfach mit 7,2kW lade?
Ist das gefährlich und komme ich dann ins Gefängnis? :geek:
Wird eher als Scherzfrage gemeint sein, aber gar nicht so uninteressant.

Wir reden hier nicht über Gesetz, sondern das kommt von den "Technischen AnschlussBedingungen" deines Netzversorgers.
Sofern er dir überhaupt drauf kommt (Messungen wären nötig), wäre das ein Verstoß gegen diese TAB, vielleicht würde das unter dem Begriff einer "störenden Rückwirkung" laufen.
Der Netzversorger könnte dir also die Sicherung im Hausanschlusskasten ziehen und wieder verplomben, dann stehst du im ganzen Haus erst mal ohne Strom da.
Kaum vorstellbar, dass das getan wird, so lange du dich nicht noch richtig mit denen anlegst.

Im Fall eines nennenswerten Schadens (du sorgst dafür, dass eine Hauptsicherung für einen ganzen Straßenzug fliegt) besteht noch die Gefahr, dass es als Ordnungswidrigkeit gewertet wird (???), aber eine Straftat (=Gefahr von Gefängnis) kann es niemals sein.

Ich als juristischer Laie würde die Niederspannungsanschlussverordnung als relevant vermuten, dort § 24 "Unterbrechung des Anschlusses und der Anschlussnutzung"
NAV $24 hat geschrieben:1) Der Netzbetreiber ist berechtigt, den Netzanschluss und die Anschlussnutzung ohne vorherige Androhung zu unterbrechen, wenn der Anschlussnehmer oder -nutzer dieser Verordnung zuwiderhandelt und die Unterbrechung erforderlich ist, um ... zu gewährleisten, dass Störungen anderer Anschlussnehmer oder -nutzer oder störende Rückwirkungen auf Einrichtungen des Netzbetreibers oder Dritter ausgeschlossen sind.
Also auf deutsch: die können dir den Strom abdrehen.
Zuletzt geändert von Orion am Do 30. Jan 2020, 18:39, insgesamt 2-mal geändert.
2016: Reichweiten-Angst. 2018: Ladesäulen-Angst. 2020: Liefer-Angst. 2022: Ladepreis-Angst.

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

Orion
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Bud Fox hat geschrieben: Ich habe versucht mich hier über die Vorschriften beim Laden einzulesen und bin nun leider maximal verwirrt.

Mein Fall:
Ich plane eine CEE32 rot in der Tiefgarage. Betreiben will ich daran einen Go e-charger oder vielleicht einen Juice Booster.
Kabel ist schon verlegt, Absicherung im Sicherungskasten auch schon drin.

Mein Problem:
Soweit ich das hier richtig verstanden habe, ist für die CEE32 rot unbedingt ein eigener FI A Schalter notwendig. Mein Elektriker hält dies aber nicht für nötig. Im Verteilerschrank sind bereits 2 FI A Schalter und an einen von diesen will er zusätzlich die rote Dose hängen ("kein Platz und das passt schon so").

Hat der Elektriker recht und ich habe die Beträge hier falsch verstanden? Oder muss ich versuchen den Elektriker zu belehren?
Es darf kein allstromsensitiver FI nach einen TypA geschaltet werden. Es gibt eine Ausnahme: wenn die Wallbox über einen Gleichstrom-Fehlerschutz verfügt, der schon bei weniger als 6mA auslöst. Beim Go e-charger kann ich dir sicher sagen, dass das der Fall ist, dann ist der Vorschlag von deinem Elektriker einwandfrei. Beim Juice-Booster weiß ich es nicht.

Diese Regelungen sind neu und selbst vielen Fachleuten nicht bekannt, ein Laie kann das kaum einschätzen. Oft ist auch die bestehende Elektroinstallation nicht vorher bekannt. Deswegen werden die meisten Elektriker grundsätzlich einen eigenen FI für die Wallbox vorschlagen. Das ist selten böse gemeint oder Abzocke, sondern meistens ein übervorsichtiges Verhalten aufgrund schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit.
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