Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Da fragst du etwas, das ruft nach einem eigenen Faden und nach Popcorn. Viiiiiieeeeel Popcorn. Ich lade z.B. seit 135.000 km idR mit 22kW oder mehr und ganz selten mal mit 11kW. Batterie hat laut CanZE derzeit 94% der Originalkapazität.
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

notting
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1fcb hat geschrieben: Kurze Frage, weil ich bisher noch keine klare Aussage dazu gelesen habe: Welche Ladeleistung gilt allgemein als die akku-schonendste? Wie fahren eine Zoe und unsere nrgykick liefert alles bis 22KW. Normalerweise laden wir mit 11KW. Wäre eine andere Ladeleistung günstiger für die Lebensdauer? Wir sind da eigentlich völlig flexibel.

Kurze Anschlussfrage: Bei welcher Leistung entstehen denn die höchsten Ladeverluste?
Du musst halt die Wirkungsgrade von E-Auto und EVSE bei der jew. Leistung miteinander verrechnen. Beim EVSE sollte es irgendwo in den techn. Daten stehen, zumindest grob. Beim E-Auto kannst du z. B. näherungsweise aus dem Prospekt die jew. 0->100% Ladezeit mit der angegebenen Ladeleistung multiplizieren und entspr. ins Verhältnis zur Akkukapazität setzen. Du musst halt aufpassen mit Brutto- vs. Netto-Akkukapazität und dass die Ladeleistung vllt. doch nicht so konstant ist wie angenommen. Das wird insb. bei >1C der Fall sein, weswegen dann im Prospekt meist nur 0->80% oder so drinsteht.

Wieviel C der Akku gut verträgt hängt auch von der Qualität der Temperierung ab. Habe IIRC noch kein E-Auto gesehen, was mit deutl. mehr als 2C laden kann. Selbst wenn das E-Auto mit einem größeren Akku mehr Ladeleistung kann, wird bei der Variante mit kleinerem Akku auf höchstens 2C Ladeleistung reduziert.
Über den Rest kann man endlos diskutieren.

notting

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

Bud Fox
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Ich habe versucht mich hier über die Vorschriften beim Laden einzulesen und bin nun leider maximal verwirrt.

Mein Fall:
Ich plane eine CEE32 rot in der Tiefgarage. Betreiben will ich daran einen Go e-charger oder vielleicht einen Juice Booster.
Kabel ist schon verlegt, Absicherung im Sicherungskasten auch schon drin.

Mein Problem:
Soweit ich das hier richtig verstanden habe, ist für die CEE32 rot unbedingt ein eigener FI A Schalter notwendig. Mein Elektriker hält dies aber nicht für nötig. Im Verteilerschrank sind bereits 2 FI A Schalter und an einen von diesen will er zusätzlich die rote Dose hängen ("kein Platz und das passt schon so").

Hat der Elektriker recht und ich habe die Beträge hier falsch verstanden? Oder muss ich versuchen den Elektriker zu belehren?
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Bud Fox hat geschrieben: Oder muss ich versuchen den Elektriker zu belehren?
Es gibt 4 pol. FI-LS B40/0,03A und den anstatt des Automaten setzen. Haben die Großhändler zwar nicht vorrätig aber können die liefern. Alternativ eine Wallbox mit integriertem FI Typ B nehmen, wie wir sie im Programm haben, und nur einen 3 pol. Si-Automaten setzen.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
http://www.perdok.info Ladeboxe und mehr, KfW-förderfähig
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Ich plane eine Wallbox für einen E-UP! der an AC 2-phasig oder 1-phasig geladen werden kann. Da ich eine PV-Anlage auf dem Dach habe und tagsüber i.d.R. mit viel Zeit (Renntier, ähhh, Rentner) laden kann, möchte ich zumeist 1-phasig laden, nur wenns mal pressiert dann 2-phasig.
Mein Gedankengang dazu: Ich gestalte die 11kW Wallbox so, dass ich zwei der drei Phasen vor einstecken des TYP2 Steckers ins Fahrzeug über einen Schalter abschalte und nur bei Bedarf vorher zuschalte.
M.E. müsste das doch funktionieren, oder begehe ich da einen Denkfehler?
e-Up! verkauft. ID.3 seit dem 14.3.21

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

Kombjuder
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Bud Fox hat geschrieben:
Mein Problem:
Soweit ich das hier richtig verstanden habe, ist für die CEE32 rot unbedingt ein eigener FI A Schalter notwendig. Mein Elektriker hält dies aber nicht für nötig. Im Verteilerschrank sind bereits 2 FI A Schalter und an einen von diesen will er zusätzlich die rote Dose hängen ("kein Platz und das passt schon so").

Hat der Elektriker recht und ich habe die Beträge hier falsch verstanden? Oder muss ich versuchen den Elektriker zu belehren?

Den Fall hatte ich auch.

Dein Elektriker möge sich bitte mit dem aktuellen Regelwerk vertraut machen!


Sorry, er will ja einen vorhandenen Fi nutzen.
Würde ich aber nicht machen (lassen). Wenn irgend ein anderer Kreis den Fi auslöst wird dein Auto nicht mehr geladen.


VDE 0100-410 gültig ab Oktober 2018
Es gibt eine Übergangsfrist bis 07/20. Da habe ich aber gerade keine Unterlagen dazu.

Erweiterung des Bemessungsstroms von 20 A auf 32 A

Eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) mit IΔn von max. 30 mA muss nun bei Steckdosen in Endstromkreisen für Wechselstrom mit einem Bemessungsstrom bis 32 A (bisher 20 A) zur Anwendung gelangen (Abschnitt 411.3.3).
Ioniq 5 P45 in Digital Teal mit heller Innenausstattung hat einen Hyundai Kona Caramic Blue aus 2019 ersetzt.
PV 5kWp

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Holsteiner hat geschrieben: Ich plane eine Wallbox für einen E-UP! der an AC 2-phasig oder 1-phasig geladen werden kann. Da ich eine PV-Anlage auf dem Dach habe und tagsüber i.d.R. mit viel Zeit (Renntier, ähhh, Rentner) laden kann, möchte ich zumeist 1-phasig laden, nur wenns mal pressiert dann 2-phasig.
Mein Gedankengang dazu: Ich gestalte die 11kW Wallbox so, dass ich zwei der drei Phasen vor einstecken des TYP2 Steckers ins Fahrzeug über einen Schalter abschalte und nur bei Bedarf vorher zuschalte.
M.E. müsste das doch funktionieren, oder begehe ich da einen Denkfehler?
Oder einfach eine einphasige Wallbox mit 7 kW nehmen, bzw. eine 22-kW-Wallbox mit einem einphasigen Kabel anschließen. Dann muss gar nichts umgeschaltet werden. Wegen Schieflast müsste man dann nur verhindern, dass mehr als 4,6 kW aus dem Netz gezogen werden.
Ioniq 28 kWh Premium mit Sitzpaket, Intense Blue, Michelin CrossClimate+, Produktionsdatum 16.4.2019 - Abholung in Landsberg am 14.9.2019 (Sangl #588)

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

Kombjuder
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Eine einphasige Box verhindert die zweiphasige Lademöglichkeit. Je nach Leistung der Solaranlage würde ich sogar eine 22 kW-Box dranhängen.
Einphasige Boxen würde ich auf keinen Fall mehr einbauen. Die Kosten zur dreiphasigen sind nur minimal höher, aber das zweite E-Auto oder der Besuch kann sich auch mal dreiphasig anhängen.

Die Zeiten in denen Elektroautos Exoten sind gehen ganz langsam aber sicher zu Ende.
Ioniq 5 P45 in Digital Teal mit heller Innenausstattung hat einen Hyundai Kona Caramic Blue aus 2019 ersetzt.
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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notting hat geschrieben:
Kurze Anschlussfrage: Bei welcher Leistung entstehen denn die höchsten Ladeverluste?
Das wird Dir keiner sagen können. Wie ich durch genaues messen des geladenen Stroms erfahren musste, ist die Akkutemperatur wohl einer der wichtigsten Faktoren. Arschkalt = viel Verlust. Man müsste also Laborbedingungen schaffen um wirklich genau sagen zu können, welcher Ladestrom wie viel Verluste verursacht. Relativ sicher ist aber, dass extrem langsames laden höhere Verluste verursacht, weil die Elektronik einen gewissen "Grundumsatz" hat.
Ich liege bei meinem Ioniq übrigens zwischen 5,9 und 28,3 %. Der Durchschnitt ist 15,9 % Ladeverluste im Vergleich zur Verbrauchsanzeige. (bisher 2600 km gefahren, also alles im Winter).
Umweltrelevantes: ab 2007 5,76 kWp PV, ab 2008 Naturstromkunde, ab 2009 20m² Thermie, ab 3. Dez. 19 Ioniq FL Style in blau
Eine Frau, 2 Kinder, 3 Enkel, eine Katze :old:

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Kombjuder hat geschrieben: Eine einphasige Box verhindert die zweiphasige Lademöglichkeit.
Was im Fall eines e-Up 32 kWh aber nichts ausmacht, da er sowohl einphasig als auch zweiphasig mit 7 kW laden kann.
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