Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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    JoDa
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folder Di 9. Apr 2019, 22:39
Elektroautokäufer, welche ihr erstes E-Auto kaufen, haben noch keine Erfahrungen mit dem Laden zu Hause. Für Sie scheint es unglaublich, dass man zu Hause mit einer normalen Haushaltssteckdose (=Schutzkontakt-Steckdose) auskommt. Da mit jedem Elektroauto ein Schuko-Ladekabel mitgeliefert wird, kann man damit zu Hause problemlos laden.

Update 11.04.19: Mit der aktuellen Renault ZOE wird kein Schuko-Ladekabel mitgeliefert, da der ZOE-Lader bei geringen Ladeleistungen einen schlechten Wirkungsgrad hat. Es empfiehlt sich daher die ZOE zu Hause an einer CEE16rot-Dose (mit 3*16A*230V=11kVA) zu laden. Siehe dazu den Wiki-Artikel: Wie kann man die ZOE laden?

Mein Rat lautet daher:
"Da das Auto über Nacht ca. 12 Stunden steht, kann man in dieser Zeit an der Steckdose (mit 10A*230V=2,3kVA) laden, wobei man (inkl. Ladeverluste) ca. 120-150km nach Laden kann. Da man bei den heutigen großen Akkus den Akku über Nacht nicht mehr vollladen muss, sondern nur die täglich gefahrenen Kilometer, reicht dies üblicherweise aus.
Das Ladekabel bleibt immer in der Schuko-Steckdose eingesteckt. Beim Heimkommen am Abend wird das andere Ende des Kabels am Auto angesteckt, und beim Wegfahren in der Früh wieder abgesteckt. (Ähnlich wie das tägliche Laden des Smartphones. Ist einfacher und schneller als tanken!)
Kaufen sie daher nichts!
Versuchen Sie zuerst Erfahrungen mit den mit dem Auto mitgelieferten Ladelösungen zu sammeln."



Möchte man schneller laden, so kann man dazu die bestehenden Stromkreise nutzen. Die Zuleitung von Haushaltssteckdosen (=Schukosteckdosen) ist üblicherweise für 16A*230V=3,7kVA ausgelegt. (Schukosteckdosen sind jedoch für Dauerstrombelastungen größer 10 Ampere keine Dauerlösung!) Über eine CEE16blau-Steckdose kann man jedoch Sicher über Nacht in 12 Stunden 200-250km nachladen.
Ladekabel mit CEE16blau-Stecker von europäischen Herstellern (Mennekes und Ratio) kosten leider 400€, während chinesische Hersteller mit Versandlager in Deutschland (z.B. Morec) diese schon um den halben Preis anbieten.

Auf dem Land sind in Garagen häufig CEE16rot-Steckdosen vorhanden, an denen man über ein Ladelösung mit CEE16rot-Stecker oder über eine fest verdrahtete Wallbox laden kann. Ein Auto mit dreiphasigem Boardlader kann dann mit 3*3,7kVA=11kVA laden. Ein Auto mit zweiphasigem Boardlader, wie bei manchen Modellen des VW-Konzerns (VW e-Golf ab BJ2017, UpMiiGo ab BJ2020), kann damit mit 2x3,7kVA=7,4kVA geladen werden. Ein Elektroauto mit einphasigem Boardlader kann daran jedoch nur mit maximal 3,7kVA laden, dafür können jedoch bis zu drei Autos gleichzeitig einphasig laden.
Durch die (unnötige) Vorschreibung eines Zusatzschutzes "vor glatten Gleichfehlerströmen gegen Erde" für dreiphasige Ladelösungen, werden die europäischen Hersteller vor den ansonsten günstigeren chinesischen Ladelösungen geschützt.(Z.B. Zencar um ca. 300€.) Die derzeit (Stand 2019) günstigste Wallbox "Made in Germany" ist die Heidelberg Home um ca. 500€ inkl. angeschlagenem 3,5m, 5m oder 7,5m Typ2-Ladekabel.

Hat man zu Hause am Standplatz des Autos noch keinen Stromanschluss, so verlegt man zumeist ein „dickes“ Kabel, da es kaum mehr kostet. (Dreiphasiges 5x6mm2 Kabel für Ladeleistungen bis zu 3*230V*32A=22kVA.) Damit kann man dann zu Hause mit der max. Ladeleistung des Boardladers des E-Autos laden. (Vernünftigerweise werden heute Boardlader mit nur mehr max. 22kVA-dreiphasig oder max. 7kVA-einphasig verbaut.)
Die Netzbetreiber legen in ihren TAB max. Leistungen für angeschlossene Geräte fest, welche mit Hilfe der neuen Smart Meter auch überprüft werden können. Daher werden in Zukunft zu Hause Ladelösungen mit einer max. Leistung von 3,7kVA-einphasig oder 11kVA-dreiphasig verwendet werden.
Z.B. ist in Deutschland seit April 2019 die TAR in Kraft. Demnach müsste der Elektriker jeden installierten Ladepunkt dem Netzbetreiber melden, wobei Ladeleistungen einphasig >4,6kVA und mehrphasig >12kVA wenn überhaupt nur mehr mit teuren (vom Netzbetreiber willkürlich vorgeschriebenen) Zusatzeinrichtungen bewilligt werden.
Will man dies umgehen so kauft man eine mobile Ladelösung welche an einer CEE32rot Steckdose angesteckt wird. Nicht nur weil man sie auch mobil verwenden kann, sondern weil Steckdosen nicht beim Netzbetreiber gemeldet werden müssen. ;-)
Z.B. Die go-e und ein Typ2-Ladekabel (falls mit dem E-Auto nicht bereits mitgeliefert).
Zuletzt geändert von JoDa am Sa 18. Jan 2020, 13:52, insgesamt 9-mal geändert.
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Michael_Ohl
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folder Mi 10. Apr 2019, 07:25
Ich finde Dein Betrachtungen sehr undifferenziert. Mei E-Auto braucht bei 16A 6-8Stunden um voll zu laden bei ganz leerer Batterie. Das eine mal, das ich dem Renault Ziegel die Chance gegeben habe hat der 14h bei 10A gebraucht. Das laden mit weniger als 16A macht bei meinem Auto nur Sinn wenn man den Strom nicht kaufen muss.
Bei der ZOE ist das ganze noch schlimmer mit dem Verlust, so das dort oft 11kW als Minimum genannt werden.
Die Grundsätzliche Überlegung, wenn das Auto zum Berufspendeln genutzt wird mit 2,4kW zu laden ist ja richtig, aber es gibt sowohl andere lebensentwürfe als auch Freizeitaktivitäten die es nicht erlauben jede Nacht 10Stunden zu laden. Was nutzt es mir wenn im Winter 9 Stunden geladen werden muss, damit es für den nächsten Tag reicht, wenn ich abends um Acht zum Konzert will, uns von 00:00 Uhr - morgens 6:30 nicht genug Saft in der Batterie ist?
Wenn man Zuhause laden kann dann sollte das maximum was mein Auto kann möglich sein. Ich muss es ja nicht immer nutzen. Ein E-Auto ist schon eine Einschränkung. Man muss es ja nicht noch weiter kastrieren als es schon ist. Die Situation ein leeres Auto vor der Tür stehen zu haben mag ich nicht, deshalb habe ich zwei E-Autos eines wird geladen, das andere fahre ich - uns für den Fall der Fälle steht da noch ein Verbrenner...


Mfg
Michael

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Aaron3
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folder Mi 10. Apr 2019, 07:42
Dieses Sicherheitsbedürfnis habe ich einfacher gelöst, mit einem bmw i3 mit rex.
Zwei e-autos mit zusätzlich einem verbrenner, nur um jederzeit fahren zu können, halte ich für...............

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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    straylight
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folder Mi 10. Apr 2019, 09:51
Michael_Ohl hat geschrieben:
Mi 10. Apr 2019, 07:25
Ich finde Dein Betrachtungen sehr undifferenziert.
Ich finde die Betrachtung genau richtig. Auch wenn sie vielleicht nicht für jeden passen mag. Für viele aber schon. Die Empfehlung sagt doch vor allem: "Bevor Ihr als Neulinge viel Geld versenkt, prüft doch zuerst im Alltag was Ihr wirklich benötigt - Das Laden per Schuko wird erstmal ausreichen um Euer Fahrzeug bequem nutzen zu können". Und diese Aussage halte ich für gut und wichtig.
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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folder Mi 10. Apr 2019, 10:10
Hallo Zusammen,
wenn man betrachtet wie lange das Stehzeug in der Garage herum steht, kann man es auch in dieser Zeit laden. Auf der Arbeit steht Es dann schon wieder ;)

Die Begriffe, "Notladekabel" für den Ladeziegel halte ich für völlig irreführend. Es ist ein ganz normales Ladekabel was auch ständig benutzt werden kann.

Ob man noch viel Geld für einen anderen Stromanschluß investieren muß, hängt von den persönlichen Bedürfmissen und Umständen ab. Also sollte man zuerst versuchen mit dem Ladeziegel zurecht zu kommen.
Bei uns klappt das sehr gut.
Lieber Gruß
Michael
i3 rex, 60Ah, Bj. 2015, Schnelladen, I001-19-03-530

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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Kombjuder
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folder Mi 10. Apr 2019, 10:45
Aus meiner Sicht:

Muss ich zu Hause laden, oder habe ich was schnelles zum Laden in der Nähe?
Wenn nein uneingeschränkte Zustimmung
Wenn ja,
Wie viel Zeit habe ich zum Laden?
Wie viel kW muss ich Laden?
Schafft mein Auto das in der vorhandenen Zeit am vorhandenen Anschluss?
Reicht das auch für den Winter?

Wenn es halt nicht reicht oder knapp ist, muss ich mir Gedanken machen, was für eine Infrastruktur ich zu Hause brauche.

Bei mir lautet die Antwort auf den letzten Punkt eindeutig nein.
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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AndiH
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folder Mi 10. Apr 2019, 13:18
Was man auch erwähnen sollte ist das bei manchen Fahrzeugen das Laden an der Steckdose wegen dem üblen Wirkungsgrad Energieverschwendung ist. Das sollte man nicht als optimale Dauerlösung verkaufen.
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Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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folder Mi 10. Apr 2019, 13:45
AndiH hat geschrieben:
Mi 10. Apr 2019, 13:18
Was man auch erwähnen sollte ist das bei manchen Fahrzeugen das Laden an der Steckdose wegen dem üblen Wirkungsgrad Energieverschwendung ist. Das sollte man nicht als optimale Dauerlösung verkaufen.
Das sehe ich auch so.

In Zukunft wird das Thema zu Hause laden immer weniger von Interesse sein. Bei immer größerer Akkukapazität ist das ohnehin kaum noch nötig. Die öffentliche Ladeinfrastruktur wächst immer schneller.

Aus meiner Sicht reicht für zu Hause eine Schuko, die man im Notfall nutzen kann. Ansonsten kann man öffentlich in der Regel effektiver laden.

Kaum jemand wird täglich mehr als 200km fahren müssen, damit die 2-2,5KW aus einer Schuko über Nacht nicht reichen. Und für gelegentliche Fernstrecken sind die DC Lader an den Autobahnen da.
Wer eher bremst fährt länger schnell (ohne nachzuladen)
Derzeit im Ioniq unterwegs.

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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AndiH
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folder Mi 10. Apr 2019, 14:32
Ja und Nein. Zum meinem 3,7kW Schnarchlader passt die Schuko-Ladung, da hat der immer noch >90% Wirkungsgrad. Eine Zoe mit 43kW Lader kommt an Schuko sicher nicht über 80% Wirkungsgrad, da sollte man dann besser mit 11kW/dreiphasig dran.
Seit 02/2016 über 3.000 Liter Diesel NICHT verbrannt...

Re: Zu Hause laden - Ein Ratgeber

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waytoemobility
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folder Mi 10. Apr 2019, 14:46
Ich stimme dem Beitrag auch zu. Bei mir war es im Prinzip die selbe Situation. Hab mir alle möglichen Ladelösungen angeguckt und wollte in eine Wallbox investieren. Dann hab ich mich aber entschieden erst mal mit Schuko zu probieren. Und siehe da, es klappt, bei mir, ohne Probleme.
Ich lade noch nicht mal jeden Tag zuhause, manchmal, wenns passt, auch unterwegs. Und einen Fall, dass die Ladeleistung nicht ausreichend gewesen wäre hatte ich noch nicht. Tägliche Pendelstrecke 60 km. Wenn ich weiß, dass ich abends noch was vorhabe wird am Schnelllader gestoppt.

Übrigens teile ich die Meinung, das zuhause Laden an Wichtigkeit verliert, gar nicht. Meiner Meinung nach wird das Gegenteil der Fall sein. Wenn ich mir die Preisentwicklung an den öffentlichen Säulen die letzten Wochen ansehe schwant mir schlimmes. Da wird die eigene Garage vielleicht bald die günstigsted Lademöglichkeit sein.
Hyundai Ioniq bestellt 09/18
Lieferung vermutlich 09/19
UPDATE: Lieferung 12/18 :D

Blog: http://www.way-to-emobility.de
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