Laden beim Arbeitgeber?

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Re: Laden beim Arbeitgeber?

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k.azz` hat geschrieben: Umparken mag für manchen funktionieren, für einen Pendler (ich z.B. 60km einfach, keine Lademöglichkeit daheim) nicht.
Natürlich ist der Tag nicht vollständig mit Besprechungen zu, aber die andere Zeit möchte man ja arbeiten... Weg zum Parkhaus und zurück sind mal eben deutlich mehr als 10 Minuten, ohne umsetzen des Fahrzeugs oder das ggf. jemand anders gerade die leere Säule entdeckt hat und man selbst wieder zuruck latschen kann, ohne Ladung.
Du wärst echt der Erste, der eine kostenlose Lademöglichkeit ablehnen und nicht nutzen würde, nur weil er mal umparken müsste.
Ich kenne das aus meiner Beobachtung eher so, dass die Leute wenns was kostenlos gibt leidensfähig sind und Einschränkungen in Kauf nehmen nur um nichts zahlen zu müssen.
Tesla-Fahrer z.B. die an 20kw-Schnelllader vom Aldi stundenlang stehen obgleich um die Ecke Schnelllader mit mehr Leistung stehen, die aber Geld kosten.

Ich bestreite ja nicht dass es bessere Lösungen gibt, wenn es mehr Parkplätze als Elektroautos geben würde und dafür weniger Ladeleistung am einzelnen Anschluß, dann ist das schon besser als eine Ladesäule für mehrere und auch ich würde das hier begrüßen, allerdings kann ich wie gesagt aus meiner Praxis berichten, dass es eben auch abseits eurer Wunschlösung funktioniert und angenommen wird. Hauptsache kostenlos laden.
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Re: Laden beim Arbeitgeber?

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Als Arbeitgeber möchte ich aber nicht, dass meine Mitarbeiter während der Arbeitszeit auch immer noch an das Umparken ihres Autos denken müssen.

Re: Laden beim Arbeitgeber?

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Das Problem bei uns im Betrieb besteht schon mal darin, dass (gerade in der Zeit um den Schichtwechsel rum) ohnehin schon nicht genügend Parkplätze für die MA vorhanden sind. Viele müssen auf die Parkflächen ausweichen, die die Firma deswegen auf einem Gelände in der Nähe angemietet hat, oder sich gar an den Straßenrand stellen, wo ständig Schwerlastverkehr vorbeirumpelt - denn vor dem Schichtwechsel um 14 Uhr sind eben die MA beider Schichten, plus die von 8 bis 15 Uhr arbeitenden Büroleute, auf dem Gelände. Es stempelt ja nicht Schicht 1 ab, geht nach Hause, und erst danach fährt Schicht 2 auf den Parkplatz und geht arbeiten. Das überlappt so ca. eine, eineinhalb Stunden. Je nachdem, wie früh die Spätschichtler da sind (ich z. B. immer recht früh, weil ich Staus / Behinderungen / Unfälle / Baustellen auf der A7, B28 und B30 täglich mit einrechnen muss), und ob welche von der Frühschicht evtl. danach noch in der Kantine essen, bevor sie heimfahren.

Wir haben schon oft gesagt, es wäre sinnvoller gewesen, ein Parkhaus auf den jetzigen Parkflächen zu bauen, um den Platz besser auszunutzen - aber das kostet Geld. Und "Geld haben wir nicht"... ein Zustand, den die Belegschaft täglich unter die Nase gerieben bekommt im Augenblick. Auch wenn wir daran nicht schuld sind. Deswegen vermute ich, dass über eine Bereitstellung von Ladeplätzen absolut nicht nachgedacht wird. Traurig, aber wahr.

Jede Parklücke ist also hart umkämpft. Da wäre Umparken unvorstellbar, weil man schlicht keinen anderen freien Platz bekommen würde. Und wir in der Produktion haben festgelegte Pausenzeiten; wir können nicht einfach mal die Maschinen hinstellen, uns umziehen (Hygienebereich), rauslatschen und gemütlich das Auto umparken oder auch nur abstöpseln. Das wäre locker ein 15-Minuten-Stillstand an dieser Produktionslinie.

Es gibt zwar den Besucherparkplatz vor der Hauptpforte, sogar mit Ladesäule, aber dort darf Otto Normalarbeiter natürlich nicht parken. Nicht mal mit E-Auto. Und laden schon gar nicht. Die Säule "gehört" den beiden eGolf der Firma. Ausgenommen vom Parkverbot dort sind die Mitarbeiter der Nachtschichten (also des Öfteren auch ich), aus dem einfachen Grund, weil der "normale" Parkplatz nachts verschlossen ist. Ich bin also ehrlich gesagt schon sehr dankbar darüber, bei Nachtarbeit an der Pforte parken zu dürfen - und selbst das hat schon zu manchem Neider geführt, leider.

Gut, wir sind inzwischen (glaube ich) 4 E-Mobilisten am Standort, und die noch in 3 unterschiedlichen Schichten, da stellt sich die Frage zu Lademöglichkeiten noch nicht wirklich. Aber man müsste eigentlich schon jetzt anfangen darüber nachzudenken; das Interesse der KollegInnen ist da, es werden sicher noch mehr werden. Uns wäre es auch ziemlich egal, wenn die Ladeplätze nicht direkt vor dem Haupteingang wären; mein Kollege mit dem C-Zero läuft im Augenblick immer von der 1 km entfernten öffentlichen Ladesäule zur Arbeit oder nutzt dazu den eScooter, und dann in der Pause das Ganze nochmal zum Umparken - ich denke, der wäre mehr als froh darüber, wenn er diesen Weg auf 300 Meter reduzieren könnte. Allerdings müsste es rein bautechnisch gesehen wohl einfacher sein, die zukünftigen Säulen in der Nähe der bereits bestehenden zu platzieren. Also direkt vor der Pforte, denn im gleichen Gebäude befindet sich auch die Kantine. Mit ein bisschen gutem Willen wäre dort also sogar in der knappen 20-Minuten-Pause ein Umparken problemlos möglich. Oder zumindest ein Abstöpseln, damit der Nächste einstöpseln kann. Wenn man die Säulen klug aufstellt, könnten dort z. T. bis zu 6 Parkplätze problemlos darauf zugreifen, in den anderen Fällen zumindest 4. Wär also möglich, auf dem Platz stehen zu bleiben und trotzdem anderen die Möglichkeit zum Laden zu geben.

Es geht mir (und auch den 2 anderen E-Fahrern, die ich persönlich kenne) nicht um einen privilegierten Parkplatz oder Vorteile den anderen gegenüber. Aber wenn ich dann sehe, dass die Säule ungenutzt dasteht und nur ca. 2mal die Woche einer der eGolfs angestöpselt ist, dann muss ich den Kopf schütteln. Und von den "Besuchern", die diesen Parkplatz nutzen, sieht man auch kaum was. Noch nie. Es stehen maximal 2 private Verbrenner der Leute vom Werkschutz dort, dann die zwei Firmen-Elektros, hin und wieder für 10 Minuten ein Kurierdienst oder sowas - und das war´s im Groben. Oh, und das Privatfahrzeug einer gehbehinderten Büroangestellten, aus gutem Grund - sie hat aber auch um eine Sondererlaubnis für diesen Parkplatz betteln müssen. Einer der Parkplätze ist "reserviert für betrieblich geförderte Fahrgemeinschaft" (ein Lacher, wenn ich je einen erlebt hab, die meisten kommen von weiter her und aus verschiedenen Gegenden), wären wir also bei 6 vergebenen Plätzen... von ca. 40! Da sehe ich persönlich Potential.

Wir haben eine RFID-Mitarbeiterkarte; es wäre also sicher problemlos möglich, diese zum Freischalten einer Ladesäule zu benutzen. Aber unsere Firmenleitung hängt sich momentan immer noch an dem Kommetar mit "geldwerter Vorteil" auf (die "Freibeträge" werden für kostenlose Versorgung mit Mineralwasser, vergünstigte Preise in der Kantine und für die 14 Cent pro Becher an den Kaffeeautomaten verwendet)... und wie gesagt auch an der hilfreichen Bemerkung "Die Firma hat kein Geld". Nicht sehr ermutigend, und ich befürchte, die wollen einfach nur nicht. Aber wir bleiben da am Ball. Keiner von uns beharrt auf kostenlosem Laden, Abrechnung über die persönliche Kostenstelle ist eine veritable Option. Aber ich denke, es hat sich bisher einfach auch noch keiner explizit damit befasst, eben weil wir so wenige sind. Bisher.

Ich werd einfach mal die Sammlung an "Amtsdeutschem" ausm Wiki zu diesem Thema ausdrucken und mich mit den Kollegen zusammentun. Einfach mal anregen beim Betriebsrat kann auf keinen Fall schaden, mMn.


Wie haben diejenigen unter euch das gemacht, die mit der Bereitstellung von Lademöglichkeiten erfolgreich waren? Unter welchen Voraussetzungen? Kleine / mittelständische Unternehmen, Familienbetriebe, Großkonzerne? Nutzbare Fläche für solche Vorhaben? Das sind Dinge, die sich bei jedem unterscheiden. Wir, wie gesagt, haben ohnehin schon Parkplatznot und arbeiten am deutschen Standort eines globalen Pharmakonzerns, den der einzelne Mitarbeiter in Deutschland nicht groß interessiert - außer sie können uns unter die Nase reiben, dass der Arbeitnehmer in Deutschland ohnehin schon "viel zu teuer" ist und froh sein sollte, wenn der Standort bestehen bleibt.
Seit 28.08.2019 Zoe ZE40 R110 Limited in Zirkon-Blau!

Re: Laden beim Arbeitgeber?

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Langsam aber stetig hat geschrieben: Als Arbeitgeber möchte ich aber nicht, dass meine Mitarbeiter während der Arbeitszeit auch immer noch an das Umparken ihres Autos denken müssen.
Also aufgrund Deines hier komisch vormulierten Satzes muss ich doch mal fragen:

Willst Du jetzt das Denken verbieten? :shock:
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Re: Laden beim Arbeitgeber?

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Mad hat geschrieben:
Langsam aber stetig hat geschrieben: Als Arbeitgeber möchte ich aber nicht, dass meine Mitarbeiter während der Arbeitszeit auch immer noch an das Umparken ihres Autos denken müssen.
Also aufgrund Deines hier komisch vormulierten Satzes muss ich doch mal fragen:
Willst Du jetzt das Denken verbieten? :shock:
Ich habe es verstanden. Der MA soll während der Arbeitszeit an seine Arbeit denken und sich nicht damit beschäftigen wann er denn Umparken muss oder wann die Ladesäule wieder frei ist.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
http://www.perdok.info Ladeboxe und mehr.
3x Renault ZOE, Stromtankstelle ecoLOAD 22kW mit Typ2 öffentlich und kostenlos 24/7

Re: Laden beim Arbeitgeber?

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ecopowerprofi hat geschrieben: Ich habe es verstanden. Der MA soll während der Arbeitszeit an seine Arbeit denken und sich nicht damit beschäftigen wann er denn Umparken muss oder wann die Ladesäule wieder frei ist.
Also am besten keine Lademöglichkeiten anbieten, damit sich dieses Problem löst.
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Re: Laden beim Arbeitgeber?

AndiH
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Nein, ausreichend viele mit niedriger Leistung. Ist das so schwer zu verstehen?
Hat den Vorteil das man sich damit oft die Abrechnung sparen kann oder zumindest über Pauschalen vereinfachen kann. Es wird keine Koordination benötigt wer wann wie lange und wie dringend laden muss, weil man einfach für jeden einen Ladepunkt vorsehen kann.
In 8 Std. Arbeitszeit kriegt jeder ausreichend Strom für die Pendelstrecke und es besteht weniger die Gefahr das irgend wann der Riesenakku für den Privatgebrauch geladen wird. Ein Ladepunkt ist billig solange ich mir nicht dauerhaft Aufwand für die Verwaltung ans Bein binde.
Seit 02/2016 über 3.300 Liter Diesel NICHT verbrannt...

Re: Laden beim Arbeitgeber?

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Mad hat geschrieben: Also am besten keine Lademöglichkeiten anbieten, damit sich dieses Problem löst.
Nein, ausreichend Lademöglichkeiten anbieten. Wenn ich keine anbiete, muss der Arbeitnehmer ja trotzdem darüber nachdenken, wie er das Auto geladen bekommt.

Re: Laden beim Arbeitgeber?

Mei
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Mad hat geschrieben: .....
Du wärst echt der Erste, der eine kostenlose Lademöglichkeit ablehnen und nicht nutzen würde, nur weil er mal umparken müsste....
Ich mache es nicht weil es kostenlos ist, sondern aus anderen Gründen.

Das Problem mit dem Umparken ist nicht das Umparken selbst (im Winter oder bei Regen vielleicht doch), sondern dass dann vielleicht keine freie Ladesäule erwischt, wenn man Mittags zur Ladesäule will oder keine Parkplatz mehr findet wenn man mittags von der Ladesäule wegfährt. Das erzeugt nur Frust was für niemand förderlich ist.

Kostenlos wird es auf Dauer niemals bleiben:
1. Weil Strom Geld kostet.
2. Die Ungerechtigkeit der nicht ladenden da ist.

Die einzige Lösung ist, dass es viele Ladepunkte mit wenig Leistung gibt, die kWh genau abgerechnet werden und die kWh nicht teurer ist als daheim.

Wenn es aktuell 25 Cent pro kWh kosten würde, dann könnte sich keiner beschweren der aktuell daheim läd.
Klar ist auch, dass ein Großverbraucher weniger als 25 Cent bezahlt. Mit der Differenz könnte man die Verwaltungskosten decken.

Problem ist zur Zeit nur, dass ein Arbeitgeber keine Strom "verkaufen" darf. (Gesetzesänderung nötig?)

Aber nur eine einfache Abrechnung für den Ladenden in Form von 100kWh Verbraucht = 25€ vom Nettolohn abgezogen oder einfach 25€ vom Konto abgezogen ist praktikabel.

Wenn ich schon so was wie "Geldwertender Vorteil" höre, dann lad ich lieber daheim.

Aktuell ist das Problem für den Arbeitgeber, dass er als Energieverkäufer zählt, wenn er Geld verlangt. Kostenlos geht aber eben aber auch auf Dauer nicht.

Es muss sich also, leider, noch sehr viel ändern.

PS: mit den iOn muss ich ja immer das Kabel (Typ2=>Typ1) auspacken. Hört sich einfach an, ist es auch, aber nervt.
Es muss so sein:
Aussteigen, Kabel anschliessen und gut ist.

Re: Laden beim Arbeitgeber?

Mei
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Langsam aber stetig hat geschrieben: .... Wenn ich keine anbiete, muss der Arbeitnehmer ja trotzdem darüber nachdenken, wie er das Auto geladen bekommt.
JaNein.

3 Jahre hat es ohne Nachdenken funktioniert, weil daheim alles klar war. Ganz normal war, dass dass ich daheim so viel geladen habe, um auch wieder heim zu kommen.

Jetzt mit Laden beim Arbeitgeber kann es schon vorkommen, dass ich wegen besetzt nicht laden kann und nicht mehr Heim komme.

Beim Arbeitgeber mit 80% ankommen und laden ist dann auch doof, weil man umparken soll, wenn voll geladen.
Also könnte ich das Laden beim Arbeitgeber gleich lassen, wenn ich sowieso daheim lade.
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