Laden beim Arbeitgeber?

Re: Laden beim Arbeitgeber?

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Casamatteo
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folder Do 8. Aug 2019, 00:35
Orion hat geschrieben:
Mi 7. Aug 2019, 22:08
Wenn das private Ladekabel überprüft werden müsste, dann doch auch das Auto. Und zwar egal ob Elektro oder Benziner.
Das wäre mal dringend nötig. Parkhäuser sind voll mit Ölflecken. Dazu die Schilder "Nur vorwärts einparken", offenbar damit nicht beim Starten aus dem Auspuff Ruß, Öl und Wasser an die Wand gepustet wird.
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Re: Laden beim Arbeitgeber?

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Elektrivirus
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spark-ed hat geschrieben:
Mi 7. Aug 2019, 20:35
….In so einem Umfeld gedeihen stets diese typischen Nervensägen, die sich berufen fühlen dich unaufgefordert auf solche "Missstände" hinzuweisen und dir stolz die dazugehörenden sinnfreien Vorschriften wortgetreu aufsagen können :lol: ...
Klasse zusammen gefasst.
Und deren Brüder und Schwestern im Geiste haben eben jene Vorschriften erdacht ;)

Unterm Strich bringts nicht wirklich was, ist aber teuer, und so komplex, dass man fast garantiert was falsch macht, und dafür denn belangt werden kann... genau diese Helden werden noch viel Unheil bringen, wenn man sie weiter lässt Denen geht's nicht um Sicherheit oder Schutz, sondern um Gängelung und Abzocke

Re: Laden beim Arbeitgeber?

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folder Sa 17. Aug 2019, 20:19
Apropos Vorschriften... vor 3 Jahren gab es eine Anhöhrung zum Elektromobiltitätsgesetz, wobei folgendes steuerrechtliche Problem erörtert wurde (leider nicht vom mitgeladen Steuerberaterverband, dessen Vertreter sich auf das Auskotzen von Platitüden gegen Elektromobilität konzentrierte):
mweisEl hat geschrieben:
Do 22. Sep 2016, 16:55
Bei der Sachverständigenanhörung im Finanzausschuss am 5.9.16 war die größte Sachkenntnis tatsächlich bei der Vertreterin des VDA erkennbar, s. S. 54-61, erkennbar z.B. aus der Stellungnahme "Wir halten es für sinnvoll, auch die E-Bikes mit in die lohnsteuerliche Befreiung des geldwerten Vorteils einzubeziehen – und zwar unabhängig von der Zulassung der E-Bikes als Kfz."

Es wurden aber noch potentielle steuerliche Probleme angesprochen:

"Abschließend weisen wir darauf hin, dass das Entstehen eines steuerpflichtigen geldwerten Vorteils in diesem Zusammenhang nur ein Aspekt der steuerlichen Folgen des Bezugs von Ladestrom ist, der betrachtet und gesetzlich geregelt werden muss. Daneben muss auch die betriebliche Überlassung von Ladestrom sowohl umsatz- als auch stromsteuerlich betrachtet und geregelt werden.

Aus umsatzsteuerlicher Sicht liegt eine unentgeltliche Wertabgabe im Sinne des § 3 Abs. 1b Satz 1 Nr. 2 UStG vor. Die Menge und der Wert dieser Abgabe müssen von den Unternehmen ermittelt und versteuert werden. Aus stromsteuerlicher Sicht wird Strom an Letztverbraucher geleistet. Die Unternehmen laufen zum einen Gefahr, stromsteuerlich zum Versorger zu werden, sofern nicht § 1a Abs. 2 StromStV [Anm: "Letztverbraucher" oder "Versorger"] greift. Zum anderen muss die Strommenge erfasst werden, um bei ggf. geltend zu machenden Entlastungstatbeständen entlastungsmindernd berücksichtigt zu werden. Die genannten Punkte sind hinderlich für eine praxistaugliche Behandlung der Abgabe von Strom und führen zu administrativem Aufwand der Arbeitgeber. Eine durchgreifende Vereinfachung der steuerlichen Folgen des Bezugs von Ladestrom kann nur erfolgen, wenn in allen betroffenen Steuerarten entsprechende Lösungen erfolgen. "
Kann jemand einschätzen, ob die beiden angesprochenen steuerrechtliche Probleme, z.B. für Arbeitgeber die selber eine Photovoltaikanlage auf dem Bürodach haben und nur die Überschüsse nach EEG einspeisen, auch mit der nunmehr auf 2030 verlängerte Einkommensteuerrechtliche Befreiung inbesondere der unentgeltlichen, ungemessenen Stromabgabe für Arbeitnehmer mit Elektroautos nach wie vor bestehen?
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Re: Laden beim Arbeitgeber?

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folder Sa 17. Aug 2019, 20:42
Diese Probleme sind leider noch nicht vollständig gelöst.
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Re: Laden beim Arbeitgeber?

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folder So 18. Aug 2019, 09:44
ecopowerprofi hat geschrieben:
Do 1. Aug 2019, 21:02
mweisEl hat geschrieben:
Do 1. Aug 2019, 16:09
bräuchte es für die Wallboxen schon jeweils eine Säule inkl. Fundament.
Falsch. Säule ohne Fundament. Wenn einer gegen fährt nur wieder aufrichten. Fertig. Die Säule für 2 WB kostet ca. 350 €.
Ok. Würde man das auch in einem Kiesbett direkt vor der Glasfasade hier machen wollen?
IMG_20190808_084343.jpg
Zum Bild: im Vordergrund sieht man die Säule inkl. Fundament, die 6.000 € gekostet haben soll. Ganz im Hintergrund beim E-Smart kann man die CEE blau Dose entdecken für ca. 200 €.
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Re: Laden beim Arbeitgeber?

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folder So 18. Aug 2019, 11:21
Die Säule muss ja eigentlich nicht so hoch sein.

Re: Laden beim Arbeitgeber?

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folder So 18. Aug 2019, 12:22
Orion hat geschrieben:
Mi 7. Aug 2019, 22:08
Oberfranke hat geschrieben:
Mi 7. Aug 2019, 16:16
Orion hat geschrieben:
Mi 7. Aug 2019, 15:43

Wenn du ein bisschen rechtliches Erbsenzählen betreiben willst, hier eine Argumentationshilfe:

Die BetrSichV, die die Prüfungen vorschreibt, bezieht sich ausschließlich auf Arbeitsmittel. Das sind also Geräte, die für die gewerbliche Arbeit benutzt werden.
Wenns kein Firmenwagen ist, zählt dein Privat-PKW und das zugehörige Ladekabel nicht als gewerbliches Arbeitsmittel, daher gilt nicht die BetrSichV und auch nicht die DGUV. Und für Privatpersonen gibt es keine Prüfvorschriften (wenns auch oft sinnvoll wäre, aber das ist eine andere Diskussion...).
/Klugscheißermodus Ein
Das stimmt zwar für die BetrSichV, aber nicht für die Unfallverhütungsvorschriften der DGUV V3. Diese deckt alle BETRIEBSmittel ab, die Definition dort ist sehr umfassend.
/Klugscheißermodus Aus
Die Definitionen der DGUV Vorschrift 3 sind derart schwammig, dass man theoretisch alles darin aufnehmen könnte.
Klar ist jedoch, wer das Klientel der Unfallversicherung ist: das Gewerbe. "Betrieb" steckt ja auch im Wort mit drin - oft wird "Betriebsmittel" mit "Arbeitsmittel" synonym verwendet.
Ja, der Arbeitgeber MUSS alles aufnehmen. Auch die private Kaffeemaschine und Ladekabel. Er hat schließlich die Verkehrssicherheitspflicht für sein Unternehmen und damit für das gesamte Betriebsgelände.

Es geht hier erst einmal nur um elektrische Geräte. Die Gefahrstoffverordnung lassen wir mal ganz beiseite ;)

Und da wäre z.B. der 12-V-Akku jedes Autos in der Tiefgarage ein Prüfpunkt. Wird nur aus Opportunität nicht durchgesetzt. Ein Kabel, das auf dem Betriebsgelände rumliegt oder -hängt, auch noch unter Spannung, ist 100 % nach DGUV V3 zu prüfen.

Es gibt also Grund anzunehmen, dass das Ladekabel in meinem Privatbesitz nicht zwingend vom Arbeitgeber geprüft werden muss.
Gewisse eigene "Prüfpflichten" liegen in meinem Privatinteresse. So möchte ich nicht verklagt werden, wenn mein Kollege einen Stromschlag erlitten hat, weil ich mein Kabel derart runtergerockt habe, dass schon das offene Kupfer rausschaut - und trotzdem nicht ausgesondert habe. Eine Sichtprüfung (durch mich selbst) sollte als selbstverständlich gelten - die Praxis zeigt was anderes.
Das Eine schließt das Andere ja nicht aus. Der AG muss auf jeden Fall die Sicherheit Deines Kabels prüfen, wenn es auf seinem Betriebsgelände verwendet wird.

Du wirst übrigens auf keinen Fall verklagt, wenn ein Kollege auf dem Betriebsgelände von Deinem Kabel einen Schlag bekommt. Kollegen haben das Haftungsprivileg aus dem SGB VII. Selbst bei grober Fahrlässigkeit. Nur nicht bei Absicht/Vorsatz.

Immer noch nicht überzeugt? Dann denk doch mal einen winzigen Schritt weiter:
Wenn das private Ladekabel überprüft werden müsste, dann doch auch das Auto. Und zwar egal ob Elektro oder Benziner. Hat sich von deiner Firma schon mal jemand dafür interessiert, ob an deinem Privatfahrzeug die Bremsen funktionieren? Das hätte der Unternehmer ja auch prüfen zu lassen, sobald du das Fahrzeug auf seinem Gelände abstellst, wenn man die Definition des "Betriebsmittels" so weit fassen würde.
Wie ich oben schrub, sind die Bremsen ja kein elektrisches Betriebsmittel nach DGUV V3. Der AG hat aber durchaus das Recht (und auch die Pflicht), ein nicht verkehrstüchtiges Auto vom Wegfahren abzuhalten.

Er hat aber nicht die Pflicht, das ohne Anlass zu prüfen. Erst recht nicht regelhaft.
Auch das Ladekabel meines privaten Mobiltelefons bekommt den DGUV-Aufkleber verpaßt, wenn es an der dienstlichen Steckdose hängt.
Und ebenso die vielen privaten Kaffeemaschinen und Wasserkocher ...
Hier sieht man die Auswirkungen der schwammigen Definition. Es wird halt einfach mitgemacht, der Elektriker ist günstiger als ein Jurist, der sich mit der BG anlegt. ;-)
Nein. Kaffeemaschinen und Wasserkocher sind, gerade, wenn sie privat sind, ein häufiger Grund für Brände. Hab ich schon fast live miterlebt. Da ist die Rechtslage völlig klar. Prüfung muss sein, Kosten für den Anwalt wären rausgeschmissenes Geld.

Die BG ist da harmlos. Die Sachversicherer schlagen zu. Wenn Du einen Brand hast und kannst nicht die lückenlose Prüfung aller Geräte vorweisen, die diesen Brand verursacht haben könnten, ist sofort die Haftung des Versicherers weg. Ganz oder teilweise. Und/oder die Prämie steigt.
Freitag treffen wir uns: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/

Herzliche Grüße
Alex

Rest-CO2 kompensieren: http://www.atmosfair.de Goldstandard

Re: Laden beim Arbeitgeber?

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folder So 18. Aug 2019, 20:30
mweisEl hat geschrieben:
So 18. Aug 2019, 09:44
Würde man das auch in einem Kiesbett direkt vor der Glasfasade hier machen wollen?
Ja. Wenn da einer gegen fährt ist beides hin. Ohne Fundament nur die Glasscheibe. Um beide zu schützen müsste man einen soliden Rammschutz verbauen.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
http://www.perdok.info Ladeboxe und mehr.
3x Renault ZOE, Stromtankstelle ecoLOAD 22kW mit Typ2 öffentlich und kostenlos 24/7

Re: Laden beim Arbeitgeber?

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Rammschutz ist zuviel - nehmt ein paar große Steine rechts und links, die den Schwung abfangen. Oder einen schönen Oleander in einem großen Topf daneben stellen. Das ist teuer genug...

Grüazi MaXx

Re: Laden beim Arbeitgeber?

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folder Mo 19. Aug 2019, 13:21
Mein Arbeitgeber hat jetzt an der hauseigenen Tiefgarage ein tolles neues Schild angebracht: "Einfahrt für Elektroautos verboten". Da mache ich mir gar keine Hoffnung, dass man über kurz oder lang hier wird laden dürfen - weder kostenfrei noch gegen Bezahlung.
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