aWATTar: Strom zum Börsenpreis für Endkunden

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Re: aWATTar: Strom zum Börsenpreis für Endkunden

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Aber genau das ist der Sinn von Awattar und anderen Börsenpreis Anbietern.
Für einen normalen Haushalt, der keine großen, verlegbaren Lasten hat (zb E-Auto), lohnt das nicht - das habe ich nun schon zigfach geschrieben.

Haushalte, die ihren Strombedarf gemäß des Standardlastprofils haben, sollten tunlichst die Finger von diesen Tarifen lassen. Hier sind wir halt in einem E-Auto Forum.
45 kWp PV
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Re: aWATTar: Strom zum Börsenpreis für Endkunden

Optimus
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Odanez hat geschrieben: vielleicht weil ein sehr großer Anteil der Haushalte in Deutschland dann ihr Abendessen kochen
Abendessen kochen geht dann bei "allen" bis 0 Uhr und Frühstück/Mittagessen fällt in D nicht mehr ins Gewicht? Seltsam. :?
Bei uns im Haus/Gegend wird auch Mittagessen zubereitet (überwiegend elektrisch) und am WE ist meist auch Waschtag. Also in Zukunft besser am Vormittag WM/Trockner einschalten. ;)
Unter der Woche sieht es dann bestimmt anders aus.
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Re: aWATTar: Strom zum Börsenpreis für Endkunden

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Um 18 Uhr kommen alle Heim und stecken ihr Elektrofahrzeug an, dass dann 4h lädt.

Klar, dass dann der Preis in dem Zeitraum steigt.

Dazu noch ein bisschen Essen, Duschen (elektrische Warmwasseraufbereitung), Licht und Fernsehen.
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Re: aWATTar: Strom zum Börsenpreis für Endkunden

Optimus
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Das soll sich jetzt schon bei etwas über 10 % E-Mobil-Anteil ( die alle am So. fast leer sind) so deutlich auswirken und dieses Ladeverhalten kann man jetzt schon so exakt vorhersagen?
Dann müsste es aber nach 4 h (22 Uhr) auch bereits wieder deutlich abfallen. Tut es aber nicht. So spät noch groß essen und duschen?

Wenn das Verhalten wirklich so ist, dann sind solche Tarife bitter nötig, um die Leute bei ihrem Ladeverhalten zu erziehen (verschieben des Ladestarts), denn nur wenn es im Geldbeutel weh tut, ändert sich was.
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Re: aWATTar: Strom zum Börsenpreis für Endkunden

hgerhauser
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Blue shadow hat geschrieben: Wiederholt sich die Kurve jeden Sonntag?
Mal bei Agora die Preise der letzten 14 Sonntage rausgesucht, jeweils die billigste Stunde und das Mittel genommen, 0 Cent Börsenpreis (was natürlich nicht gleich Endpreis ist, bei mir kommen noch knapp unter 20 Cent drauf, außerdem braucht man mit 11 kW mehr als eine Stunde fürs wöchentliche Laden). Bin selber überrascht, wie gut so eine lade nur am Sonntag Strategie zumindest in den 14 Wochen gewesen wäre.
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Re: aWATTar: Strom zum Börsenpreis für Endkunden

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Hier wäre eh nur Bedarf von Nov bis März. Sonst müsste der PV Eigenstrom noch preiswerter sein.

Wie ist die Prognose, wenn dann erst die H2 Elektrolyseure den Überschuss verwerten oder Secondlife-akku-Farmen ans Netz gehen? Solche Preisdellen wird es doch dann nicht mehr geben.
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Re: aWATTar: Strom zum Börsenpreis für Endkunden

hgerhauser
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Elektrolyseure müssten schon sehr günstig werden, damit es sich lohnt, die nur am frühen Sonntagnachmittag zu betreiben, und es kommt stetig mehr PV dazu, was die Preisdelle noch verstärkt.

Ich gehe davon aus, dass auch an den Netzentgelten gedreht werden wird.

Früher war das so:

Großkraftwerk mit relativ kurzer Hochspannungsleitung zu Großverbraucher Aluminium mit nahezu 100% Auslastung = billigst, sprich unter 1 Cent die kWh Netzentgelt

Großkraftwerk zu Verbraucher über zig Transformatoren runtergeästelt, Leitungen ausgelegt auf Spitzenlast, also 99% der Zeit viel zu dick ausgelegt = 4 bis 5 Cent die kWh Netzkosten

Jetzt:

PV und Windkraftwerke brauchen extra Netzausbau, um aus entlegenen Gebiete in Ballungszentren und zu Großverbrauchern hin abtransportiert werden zu können. Dieser Netzausbau hat beschissene Auslastung.

Kosten werden umgelegt auf normale Verbraucher, 7 Cent in Ballungsräumen, auch mal 10 Cent an Netzkosten, wo viel Erneuerbare stehen, weil der Netzbetreiber die Kosten für den Ausbau der lokalen Netze zum Abtransport des erneuerbaren Strom auf Kunden aus der Region umlegt.

Zukunft:

Die Netzentgelte werden flexibilisiert. Für die 50 Meter 3 Häuser weiter in der gleichen Straße fällt das Netzentgelt auf einen Wert in der Nähe von Null, dagegen steigen die Netzentgelte für das Aluminiumwerk in Norddeutschland, welches Solarstrom aus Süddeutsschland beziehen will, massiv an.
heikoheiko.blogspot.com

Re: aWATTar: Strom zum Börsenpreis für Endkunden

TorstenW
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Moin,
Schwani hat geschrieben: Für einen normalen Haushalt, der keine großen, verlegbaren Lasten hat (zb E-Auto), lohnt das nicht - das habe ich nun schon zigfach geschrieben.
......
Hier sind wir halt in einem E-Auto Forum.
Echt?! :o Wir sind in einem E-Auto-Forum?!
Unabhängig davon, ich habe ja auch einen Stromer, aber mit seinen (genehmigungsfreien) knapp 4kW Ladeleistung und dem 28kWh Akku kann ich die Ladung nicht so weit verschieben, dass es sich insgesamt lohnen würde.

Grüße
Torsten

Re: aWATTar: Strom zum Börsenpreis für Endkunden

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Von welcher Zukunft sprechen wir hier?

Erlebe ich die mit meinen Mitte dreißig noch oder ist das eher was für meine Kindeskinder?
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Re: aWATTar: Strom zum Börsenpreis für Endkunden

LeakMunde
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Optimus hat geschrieben: Das soll sich jetzt schon bei etwas über 10 % E-Mobil-Anteil ( die alle am So. fast leer sind) so deutlich auswirken und dieses Ladeverhalten kann man jetzt schon so exakt vorhersagen?
Nein, die generelle Charakteristik von höheren Preisen am Morgen und Abend gibt es schon länger. Von 10% BEV und PHEV sind wir in Deutschland auch noch weit entfernt. Hier eine schöne Grafik über den Tagesverlauf der Day-Ahead Preise im Jahr 2019.

Bild
ffegmbh hat geschrieben:Es gibt eine Tagescharakteristik, die tendenziell geringere Preise in der Nacht und zur Mittagszeit und höhere Preise am Morgen sowie Abend aufweist. Diese höheren Strompreise am Abend sind abhängig vom Sonnenuntergang und damit der verminderten PV-Einspeisung, was in einer saisonalen Komponente resultiert. Letztlich ist auch eine Wochencharakteristik mit tendenziell niedrigeren Strompreisen am Wochenende erkennbar. Die Abbildung zeigt weiterhin die Zeitpunkte mit sehr hohen sowie mit negativen Strompreisen auf. Zeiträume mit negativen Preisen treten im Sommer vermehrt zur Mittagszeit bei hoher PV-Einspeisung an Tagen mit geringer Last auf. Im Winter hingegen treten sie zumeist in der Nacht bei hoher Windeinspeisung und gleichzeitig geringer Last auf.
Quelle

Blue shadow hat geschrieben: Wie ist die Prognose, wenn dann erst die H2 Elektrolyseure den Überschuss verwerten oder Secondlife-akku-Farmen ans Netz gehen? Solche Preisdellen wird es doch dann nicht mehr geben.
Es gibt schon viele, teilweise auch Second-Life, Batteriespeicher im Netz. Mittlerweile haben diese Batteriespeicherkraftwerke über 65% Marktanteil im Bereich der Primärregelleistung.
Würden diese Kraftwerke "einfach" mit Börsenstrom handeln, dann können sie mehr Gewinn erzielen, je stärker die Preisdellen sind. Ohne schwankende Preise lässt sich nichts mehr verdienen.
Ebenso erkennt man etwaigen "Überschuss", ja nur daran, dass die Börsenstrompreise niedrig sind. Wenn es also keine Preisdellen mehr geben würde, gäbe es auch gar keinen Überschuss, den ein H2-Elektrolyseur verbraten könnte.
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