aWATTar: Strom zum Börsenpreis für Endkunden

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Re: aWATTar: Strom zum Börsenpreis für Endkunden

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kutscher_tom hat geschrieben:
Das ist der Punkt. Du hast eine Firma mit dem entsprechenden Verbrauch. Da mag die Rechnung ganz anders aussehen. Im Privatbereich wüsste ich gar nicht wohin mit dem erzeugten Strom. Und bei den paar Cent die ich für den Verkauf bekomme wird das nichts mit der Rendite.
Nein - das hat nichts mit einer Firma zu tun - das Verhältnis von Investition zu Ertrag bleibt immer ähnlich.
Als Privatmann wirst du eine viel kleinere PV haben - meist um die 10kWp. In der Etagenwohnung eine Balkonanlage von etwa 300-600Wp. Dies passt im großen und ganzen zum Verbrauch und ist in der Anschaffung wesentlich günstiger. Natürlich sollte seit etwa 2 Jahren, immer ein Speicher mit dabei sein.

Dass sich PV lohnt, brauchen wir hier überhaupt nicht zu diskutieren - das steht fest. Viele hunderttausend Leute können das aus eigener Erfahrung rechnen und bestätigen. Nicht umsonst sind die Zubauraten im Moment so hoch und steigen stetig weiter an. Auch mit der zurzeit geringen Einspeisevergütung rechnet sich das im Durchschnittshaus. Ich gehe sogar soweit, dass wir überhaupt keine Einspeisevergütung mehr benötigen und uns dafür die Politik komplett von Bürokratie, Versteuerung und EEG-Umlage bei bestimmten Anlagen befreit.
45 kWp PV
Outlander PHEV 06/17 - 11/18, e-load up! 02/18, Kona 64kWh 11/18 - 09.21, P45 09.21; Sohn Ioniq
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Re: aWATTar: Strom zum Börsenpreis für Endkunden

TorstenW
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Moin,

nein, bei Awattar zahlt man im ungünstigsten Fall "nur" 43 Cent, weil der Börsenpreis ja auf 20 Cent gedeckelt ist.
An sonsten hätten sie die 50 Cent schon öfter ganz locker gerissen; bei Börsenpreisen von 34 Cent und mehr.....

Grüße
Torsten

Re: aWATTar: Strom zum Börsenpreis für Endkunden

Wattamal
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@Schwani Ich hatte ja vorher schon mal nach Deiner Renditerechnung für den Speicher gefragt.
Meine Rechnung (hab ich hier schon dargelegt: kWh aus dem Speicher teurer als Netzbezug) sagt: Speicher ist ein Hobby, das Spaß bringen kann, aber sicher keine Rendite, sondern zusätzliches Geld kostet, also die Rendite der PV verschlechtert. Wenige Sonderfälle -die aber im Privatbereich nicht vorkommen- und Selbstbau (ohne Betrachtung der investierten Zeit) ausgenommen.
Ebenso ist das "PV-Anlage passt gut zum Verbrauch" eine Wirtschaftlichkeitsbremse. Lässt sich auch einfach darlegen und rechnen.

Beide übrigens auch hier nachzulesen:

https://pvspeicher.htw-berlin.de/wp-con ... ierung.pdf

Zusammenfassung Seite 3:

PV-Anlagen, die nur auf den Stromverbrauch des Gebäudes ausgelegt werden, erreichen nicht das wirtschaftliche Optimum. Vielmehr erzielen in den meisten Fällen möglichst große Anlagen die höchste Rendite und maximal mögliche finanzielle Einsparungen.

Die Belastung des Eigenverbrauchs mit anteiliger EEG-Umlage bei PV-An-lagen mit einer Leistung größer als 10 kW (30 kW gem. EEG 2021) wirkt sich geringer, als gemeinhin angenommen, auf die Wirtschaftlichkeit aus. Bereits mit einer geringer zusätzlichen Leistung kann die Belastung kompensiert werden.

Batteriespeicher verschlechtern das wirtschaftliche Ergebnis der PV-Anlage. Lediglich in der Kombination eines kleinen Speichers mit einer großen PV-Anlage lässt sich überhaupt eine schwach positive Rendite erzielen.

Re: aWATTar: Strom zum Börsenpreis für Endkunden

Odanez
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Beim Stromspeicher geht es viel eher darum seinen Strom, den man zu Hause verbraucht möglichst grün zu machen, um weniger einzuspeisen, dafür mehr davon selber zu verbrauchen. Auch kann ein Heimspeichersystem mit PV so angelegt werden, dass er als Notstromsystem dienen kann. Fällt mal der Strom aus (auch wenn das in Deutschland sehr selten der Fall ist), dann brennt zu Hause immer noch Licht, vorausgesetzt es ist genug Saft im Speicher. Ohne Speicher geht so etwas nicht soweit ich weiß, bzw. nur unter ganz bestimmten Bedingungen (ja, die Sonne muss scheinen)
50€ Neukundenrabatt im Tibber Store: https://invite.tibber.com/ys75xqey
2017-2020: 2013 Nissan Leaf Acenta 24kWh
Seit 2021: Kia e-Niro Spirit 64kWh

Re: aWATTar: Strom zum Börsenpreis für Endkunden

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Sehe ich auch so, mein Speicher ist primär dazu da, mehr selbst erzeugten Strom zu verbrauchen um so das Geld nicht den Konzernen zu "schenken". Außerdem kann man so den Strompreis für die nächsten xx Jahre festlegen und ist nicht mehr dem stetig steigenden Strompreis ausgesetzt, was ja auch Grundlage dieser Diskussion ist (steigende Preise an der Strombörse -> Awattar, Tibber & Co). Wir drehen uns also im Kreis.
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Re: aWATTar: Strom zum Börsenpreis für Endkunden

LtSpock
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Es wird gemunkelt, dass nach der Wahl die EEG-Umlage sinken oder wegfallen könnte und die Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß reduziert werden soll. Damit wird der Strom billiger wird und der Stromspeicher noch suboptimaler.

Re: aWATTar: Strom zum Börsenpreis für Endkunden

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Es wird nur verschoben, billiger wird gar nichts, denn die EEG soll über die CO2 Steuer finanziert werden (finde ich erst mal die richtige Richtung) und damit trägt der Verbraucher die Kosten an anderer Stelle.
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Re: aWATTar: Strom zum Börsenpreis für Endkunden

TorstenW
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Moin,

schrieb ich schon im anderen Thread: Die EEG-Umlage wird sinken, aber dass der Strom billiger wird, glaube ich nicht.
Die Konzerne werden diese Differenz locker mit einer Erhöhung der Netzdurchleitungsentgelte und anderen "Erfindungen" kompensieren.

Klugscheißmodus an: Es heißt CO2-UMLAGE, nicht CO2-Steuer!
Der entscheidende Unterschied ist, dass eine Umlage zweckgebunden eingesetzt werden muss, eine Steuer versinkt (so wie zum Beispiel die "Öko"steuer auf Kraftstoffe) im allgemeinen Steuersumpf....

Grüße
Torsten

Re: aWATTar: Strom zum Börsenpreis für Endkunden

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Ah Verzeihung, ja natürlich Umlage... Aber die CDU/CSU und die SPD werden schon zusammen mit den Lobbyisten Mittel und Wege finden CO2-intensive Unternehmen von der CO2-Umlage zu befreien, hat ja beim EEG auch schon geklappt unter dem dicken Sigi.
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Re: aWATTar: Strom zum Börsenpreis für Endkunden

kutscher_tom
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Schwani hat geschrieben:

Dass sich PV lohnt, brauchen wir hier überhaupt nicht zu diskutieren - das steht fest.
Was "sich lohnt" bedeutet sieht halt jeder anders. Für den einen ist "lohnt sich" wenn er 0 auf 0 raus kommt. Für den anderen sind es 5% Rendite für mich >45% Rendite. Und das schafft nun mal keine PV
Zoe Phase 1 R110 EZ 6/2019
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