Gibt es spezielle Tarife fürs zu-Hause-laden?

Re: Gibt es spezielle Tarife fürs zu-Hause-laden?

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E-lmo hat geschrieben:Dieser Sondertarif ist neben Wärmepumpen auch für Zähler nutzbar, an denen ausschließlich ein Elektroauto und keine anderen Verbrauchseinheiten angebunden ist.
Verständnisfrage:
Gesetzt es gibt einen extra Stromanschluss für die Garage. Wenn ich den jetzt auf einen Wärmepumpentarif ummelden wollte brauche ich ja eine Einrichtung zur Steuerung der Abschaltung.
Wird die vom Netzbetreiber gestellt oder muss ich dafür selbst sorgen?
Mit welchem Aufwand müsste man da rechnen?
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Re: Gibt es spezielle Tarife fürs zu-Hause-laden?

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Hi, hab mit der Suchfunktion den hier nicht gefunden, daher mal der Hinweis auf Windenergie.at und den E-Mobilitätstarif. Der Vorteil: kein eigener Zähler, keine ab oder Abschaltung, 5ct / kWh (exclusive der Netzkosten und Abgaben etz.) auf alle Geräte im Haushalt.
Dieser Tarif ist auch für Deutschland möglich, zumindest kann man das bei der Anmeldung als Land auswählen.

https://www.windenergie.at/page.asp/-/3083.htm
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Re: Gibt es spezielle Tarife fürs zu-Hause-laden?

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E-lmo hat geschrieben:https://de.m.wikipedia.org/wiki/Verordn ... ren_Lasten
Heizstrom und wärmepumpenstrom sind meiner Meinung nach nur verschiedene Umschreibungen dafür.
Nö, nicht ganz... Die alten Elektrospeicherheizungen bekommen keine EEG-Befreiung, nur Wärmepumpen-Heizungen.

Grüazi MaXx

Re: Gibt es spezielle Tarife fürs zu-Hause-laden?

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@ Österreicher
In Österreich zeigt der staatliche Tarifkalkulator von E-Control alle möglichen Tarife an.
Über ein Online-Formular kann man dann auch gleich den Anbieterwechsel durchführen.
Wählt man "Einmalige Wechselrabatte nicht mit einbeziehen" und "Spezialangebote -> Elektroauto" aus,
so ist derzeit "W.E.B.-Grünstrom mobility" der günstigste Anbieter!

Vor Anbietern mit hohen Wechselrabatten kann ich nur warnen. (Selbst wenn diese Anbieter aufgrund der derzeit steigenden Energieeinkaufspreise nicht insolvent werden, halte ich Ihr Geschäftsmodell der "Wette auf die Schläfer" für unseriös.)
Weiter sollte man wissen, dass in Österreich Ökostrom wegen des Überangebots nicht teurer ist als der Österreichische Strommix.
Leider unterscheidet E-Control immer noch nicht zwischen Ökostrom und zertifizierten Ökostrom von Stromlieferanten welche auch selbst neue Ökostromkraftwerke bauen. Umso erfreulicher ist es, dass ein zertifizierte Ökostromanbieter der günstigste Anbieter ist!
(1995 wurde die erste Windkraftanlage mit Bürgerbeteiligung in Österreich in der Nähe meines Heimatortes errichtet. Das war die Geburtsstunde der W.E.B. Kauft man auf der Homepage www.windenergie.at im Traderoom mindestens eine Aktie der W.E.B. , so bekommt man den Strom über den Tarif "W.E.B.-Grünstrom Aktionär" noch etwas günstiger. W.E.B. ist übrigens auch die Muttergesellschaft des Ladenetzbetreibers ella.at )
Durch Aufhebung der gemeinsamen Strompreiszone von Deutschland mit Österreich mit 1. Okt 2018 sind Erwartungsgemäß die Marktpreise in Österreich von einem sehr tiefen Niveau ausgehend stark gestiegen. (OeMAG 2.Quartal 2018: 3,7 Cent/kWh, OeMAG 4.Quartal 2018: 5,8 Cent/kWh). Insofern wird auch die W.E.B. den Tarif von derzeit 4,14 Cent/kWh exkl. USt. erhöhen, da sie ja nun den Strom teurer an der Strompreisbörse verkaufen kann. Immerhin gibt die W.E.B. eine Preisgarantie von 1 Jahr ab Abschluss des Vertrages.

Alternativen:
*) Wurde der Ferrraris-Zähler schon durch ein Smart Meter getauscht, so kann man den Tarif aWATTar hourly nutzen. Das was man beim über Nacht laden des Autos durch den günstigeren Tarif spart, geht jedoch zumeist beim Stromverbrauch des Hauses am Tag durch den teureren Tarif wieder verloren.
*) Hat man bereits einen zweiten Zähler für Nachtstrom bzw. Wärmepumpenstrom so kann man damit auch sein Elektroauto laden. (Ansonsten sind für die Zählerinstallation 200-400€ und jährlich ein Messentgelt von 30€ für den zweiten Zähler an den Netzbetreiber fällig.) Der Tarifkalkulator auf www.durchblicker.at berechnet auch Tarife mit zwei Zählern. Dabei stellt sich heraus, dass üblicherweise nur der Standardnetzbetreiber (=Grundversorger) zwei getrennte Tarife anbietet. Bei mir ist dies die EVN die üblicherweise auch günstige Zweizählertarife anbietet. Da sie jedoch vor kurzem, wie die meisten Anbieter, die Strompreise erhöht hat sind die Tarife der EVN derzeit finanziell nicht attraktiv.

Re: Gibt es spezielle Tarife fürs zu-Hause-laden?

E-Mobil-Foo
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Einfach gucken unter "Laden mit Wärmestrom" - mit sogen. Wärmestrom muß der Grundversorger auch das Laden von E-Autos sicherstellen, wenn eine feste verkabelte Wallbox vorhanden ist, also keine anderweitiig nutzbare Dose (CEE oder Schuko), sondern AC-Typ2 oder gar DC.
Mein sogen. Wärmestrom mit Extra-Zähler inkl. MwSt:
Niedrigtarif (22-6h) 19,80 ct/kWh
Hochtarif (6h-22h, außer Sperrzeit 10-13h und 16-20h) 21,50 ct/kWh
Hinzu kommt monatlich ein Grundpreis von 6 bis 8€, je nach Tarif.
Und das ist mit Hochtarif noch günstiger als der Haushaltsstrom mit derzeit um die 29 bis 30 ct.
Wortschöpfung: Steuerbare Verbrauchseinrichtung, der Versorger steuert - schaltete zu Sperrzeiten ab und bestimmt den Preis nach Tarif und Nutzung.

Re: Gibt es spezielle Tarife fürs zu-Hause-laden?

E-Mobil-Foo
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Intensives Suchen bei Stromversorgern zeigt:
Der Grundversorger (jenes Unternehmen, dem die Kabelinfra gehört und die die Versorgung innerorts durchführt) kann die Ursache für das Übel der Angelegenheit sein:
1) lehnt der Grundversorger eine Schalteinheit für Wärmestromnutzung am E-Mobil ab, geht garnichts

2) hat der Grundversorger so gut wie keine NT und HT, wird der an dem Betrieb von Schalteinheiten (Abschalten zu Sperrzeiten) nicht interessiert sein

3) hat der Grundversorger ohnehin extrem hohe kWh-Preise (weil z.B. auch städtische Infra damit bezahlt wird), haben externe "grüne" Tarifpartner "NULL"-Interesse am Normal-, geschweige denn Wärmestrom-Vertrag, denn die müssen an den heimischen Monopolisten, mit dem diese Externen einen Liefervertrag abschließen, entsprechend hohe Abgabepreise zahlen. Und der Grundversorger hält sich mit dieser Preispolitik zudem Externe vom Hals.

4) der Grundversorger sagt: "gehn'se doch zu unserer Ladesäule, die ist günstig, manche kostenlos - "Lachnummer -> 30 Minuten zu Fuß / Bus / U-Bahn"

Soweit der Blick auf die Marktwirtschaft.

Aus Verbrauchersicht
- der E-Wenigfahrer hat sowieso kein Interesse
- der dupierte Vielfahrer ist, wie oben, hilflos
- für die Presse ist §14a kein Thema, weil kein öffentlicher Druck / Interesse vor liegt.

Re: Gibt es spezielle Tarife fürs zu-Hause-laden?

uturn
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MaXx.Grr hat geschrieben:
E-lmo hat geschrieben:https://de.m.wikipedia.org/wiki/Verordn ... ren_Lasten
Heizstrom und wärmepumpenstrom sind meiner Meinung nach nur verschiedene Umschreibungen dafür.
Nö, nicht ganz... Die alten Elektrospeicherheizungen bekommen keine EEG-Befreiung, nur Wärmepumpen-Heizungen.

Grüazi MaXx
Wo steht das denn bitte?



Da hier einige Sachen durcheinander geworfen wurden in den Diskussionen. Für D gilt:
Netzbetreiber ungleich Lieferant

Der Netzbetreiber legt das Netzentgelt fest und das würfelt der nicht, sondern folgt den regulatorischen Vorgaben.
Der Lieferant kalkuliert für sich einen Arbeitspreis, der besteht aus dem jeweiligem Netzentgelt auf das er keinen Einfluss hat und seinen Kalkulationen für Beschaffung und Vertrieb der Energiemengen. Das Netzentgelt ist je Netzbetreiber individuell, was bedeuten kann, 2 Nachbargemeinden haben unterschiedliche Netzentgelte.

Darum wird man auch in der Regel immer erst gefragt, wo man denn wohnt bzw. wo die Lieferstelle sein soll.
Warum man dann auch noch die Verbrauchsmenge angeben soll, ist ebenfalls einfach zu erklären. Es gibt Staffelpreise bei jeder Preiskalkulation. Einfaches Beispiel: Ein Kunde mit wenig Verbrauch wird tendenziell einen höheren Grundpreis bekommen, um Fixkosten abzudecken. Bei einem Kunden mit einem höheren Verbrauch können diese eher im variablen Teil (Arbeitspreis) eingebracht werden.

Ein Grundversorger ist übrigens nicht der Netzbetreiber, sondern der Lieferant der in dem Netzgebiet die meisten Kunden hat. Das wird regelmäßig neu ermittelt, somit kommt es hier dann auch gelegentlich zu wechseln.
Wenn ein Netzbetreiber wechselt, liegt das am Ablauf oder Verlust seiner Konzession (Das Recht und die Pflicht in dem lokal definiertem Versorgungsgebiet die Strom und oder Gasversorgung zu ermöglichen, sprich Leitungsnetz betreiben, nicht Energiemengen liefern!).

Re: Gibt es spezielle Tarife fürs zu-Hause-laden?

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Kam es wirklich jemals in einem Netzgebiet zu einem Wechsel des Grundversorgers? Kann ich mir kaum vorstellen, da der überwiegende Teil der Verbraucher keine Lust hat den Anbieter zu wechseln

Re: Gibt es spezielle Tarife fürs zu-Hause-laden?

ubit
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Wechsel des Grundversorgers dürfte selten sein. Eigentlich nur durch Umfirmierung oder Zusammenschlüsse.
Netzbetreiber wechselt aber schon Mal. Hätten wir hier gerade erst: Das Netz gehört ja immer noch dem lokalen Grundversorger, ist aber natürlich verpachtet. Letztes Jahr noch an Westnetz. Die hätten aber keine Lust den Vertrag zu verlängern. Jetzt haben wir halt einen anderen Netzbetreiber.

Ciao, Udo
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Re: Gibt es spezielle Tarife fürs zu-Hause-laden?

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uturn hat geschrieben:
MaXx.Grr hat geschrieben: Nö, nicht ganz... Die alten Elektrospeicherheizungen bekommen keine EEG-Befreiung, nur Wärmepumpen-Heizungen.
Wo steht das denn bitte?
War die Auskunft der Stadtwerke meiner Mutter. Dort haben wir Nachtspeicheröfen die zwar einen billigen Nachttarif haben, aber die sind nicht EEG-befreit. Der von den Stadtwerken hat sich auf das EEG bezogen und ich meine da auch schon mal so was ähnliches drin gelesen zu haben auf der Suche nach der EEG-Befreiung für Ladestationen. Da drin ist aufgezählt was alles eine Befreiung bekommen kann.

Grüazi MaXx
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