Genehmigung Ladestation 22 kw

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Re: Genehmigung Ladestation 22 kw

TorstenW
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Moin,

Geeeeenau!
Was soll eine Firma, die Wallboxen verkauft, auch anderes sagen als dass Du (jetzt) die größte (und teuerste) kaufen sollst?!
Wer sich einen Tesla in dieser Ausführung kauft, der guckt bei einer Wallbox/Lademöglichkeit sicher nicht auf den Euro. ;)
Ich habe nun mal meinen Standpunkt, dass man auch eine ZOE mit einer 11kW-Wallbox in einer angemessenen Zeit laden kann.
Warum soll ich jetzt eine (überteuerte) "große" Wallbox kaufen, die ich VIELLEICHT in 2 oder 3 oder 4 Jahren brauchen werde?
Wenn ich sie dann irgendwann wirklich brauche, dann kann ich mir immer noch eine kaufen. Und die kostet dann garantiert nicht mehr so unverschämt viel Geld, wie sie jetzt kostet......

Grüße
Torsten
PS: Ich habe mir eine 11kW-Wallbox selber gebaut, obwohl ich "nur" den Ioniq habe. Aber der Aufpreis von der einphasigen zu dreiphasigen Box lag bei vielleicht 30 Euro. Das ist (für mich) sinnvoll, aber alles andere ist rausgeschmissenes Geld.
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Re: Genehmigung Ladestation 22 kw

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MitmRadldo hat geschrieben:
Köln Bonner hat geschrieben:Je größer der Akku Deines Autos, desto weniger wichtig ist es, Zuhause schnelles Laden zu haben.
... und je kleiner der Akku, desto schneller ist er an 11 kW oder 3,6 kW voll. Wir laden unseren Smart und IONIQ an einer 3,6-kW-Wallbox. Mehr brauchen wir nicht.
Dann braucht Ihr es bei einem großen Akku erst recht nicht.

Schnelle Ladung Zuhause ist sinnvoll bei einem kleinen Akku, wenn man in Alltag schon fast täglich die gesamte Akkukapazität benötigt. Dann kann man mit leerem Akku nach Hause kommen, schnell eine halbe Stunde nachladen und dann noch eine kürzere Fahrt machen. Bei einem großen Akku kommst Du im Alltag nie ganz leer Zuhause an, musst also nie etwas schnell nachladen.
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Re: Genehmigung Ladestation 22 kw

Nichtraucher
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Hier wird von manchen suggeriert dass es große Preisdifferenzen bei den Wallboxen zwischen 11 und 22 kW gibt und daher 22 kW rausgeschmissenes Geld sind. Richtig ist: Dass die Preisunterschiede eher marginal sind.

Bei themobilityhouse findet man aktuell Wallboxen für 11 kW von 549 bis 999 € und 22 kW von 677 bis 2.219 €.
Hohe Preisunterschiede sind im wesentlichen durch Ausstattungsmerkmale (Monitoring-, Steuerungs- und Abrechnungsmöglichkeiten, Gehäuse) begründet und gerade nicht durch die Leistung.
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Re: Genehmigung Ladestation 22 kw

UliZE40
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Es geht hier ja weniger um die Wallbox selbst - denn da ist !eventuell! nur das Schütz und die kurzen internen Kabel etwas stärker dimensioniert (wenn überhaupt) - sondern um den Part davor. Sprich insbesondere Hausanschluss, HV/UV (mit ggf. notwendigen Einbauten) und Kabelweg zur Wallbox sowie die Notwendigkeit Zuhause(!) überhaupt mit 22 kW laden zu wollen/müssen. Und dann noch die Aspekte dabei mit dem möglichst netzdienlichem Laden oder die PV-geregelte Ladung.

Re: Genehmigung Ladestation 22 kw

Kombjuder
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Wenn ein neues Kabel gelegt werden muss, ist das was vor der Wallbox kommt genau so marginal, ausser der Hausanschluss oder die Hauselektrik gibt es nicht her oder das EVU verlangt zusätzliches Geld.
Ioniq 5 P45 in Digital Teal mit heller Innenausstattung hat einen Hyundai Kona Caramic Blue aus 2019 ersetzt.
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Re: Genehmigung Ladestation 22 kw

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Genauso lohnt es sich ein Netzwerkkabel mit zu verlegen - selbst wenn es momentan noch nicht zum netzdienlichen oder solargesteuerten Laden verwendet wird. Oder wieviel kostet es denn prozentual mehr zwei statt einem Kabel zu verlegen.

Diese Diskussion hier ist aber live aus "täglich grüßt das Murmeltier" entliehen! Ist in den 20 anderen Threads nicht schon genug dazu gesagt worden? Oder habt ihr die nicht gefunden?

Übrigens geht's hier um die Genehmigung von 22-kW-Ladestationen!

Grüazi MaXx

Re: Genehmigung Ladestation 22 kw

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Ein Freund hier im Ort hat keine Genehmigung für 22 kW bekommen und daher nur 11 kW installiert. Kommt also durchaus vor. Wurde aber anscheinend im Detail geprüft.
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Re: Genehmigung Ladestation 22 kw

matibaer
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Was sind 94€ einmalige Kabelkosten (ggf Aufpreis je nach Länge), wenn schon die monatliche Akkumiete 94€ beträgt? Vor allem im Vergleich zum Kaufpreis des Fahrzeugs. Das aktive Ladekabel für die Schuko-Steckdose hätte ich gleich mitkaufen können, für 900€! Wucher. Man bekommt die 11kW Wallbox von Heidelberg für 500€.
Bei flexiblen Ladern für an CEE haben wir 800 zu 1000€, bei 11 zu 22kW.
Sowas würde ich eher für unterwegs (zu Gast bei...) kaufen und da selten 22 kW möglich sein wird (mangels Dosen und Genehmigungsforderung), wäre ich hier tatsächlich eher bei 11kW.

Die Features bei der ortsfesten Wallbox waren mir kurzfristig unbedeutend, aber mittel- bis langfristig wichtig. Sonst eben dort die 22kW.

Ich habe im Leben mehr als einmal die Erfahrungen gemacht:
- Wer billig kauft, kauft zweimal (dreimal)
- Wenn, dann machen wir es richtig, betrachten gleich die nächsten 10 Jahre, denn sie vergehen mit nen Wimpernschlag, auch wenn sich vielleicht nach 3 Jahren Anderes ergibt, man ist meist dann trotzdem besser gewappnet.

Mehr Querschnitt heißt übrigens immer weniger Verlustleistung auf der Leitung.
Also auch wenn 10qmm statt 4qmm bei 11kW verlegt wird...
Also man legt es nicht unbedingt nur für die künftige Entwicklung größer aus, sondern hat auch gleich was davon, wenn auch nicht gerade so viel. 😇

Das mit der besseren Netzlastverteilung habe ich verstanden, aber meine Gegendarstellung wurde noch nicht verstanden.
Wenn ich das richtig sehe, arbeiten wir von jetzt an und deckend in den nächsten 99 Monaten darauf hin, dass die öffentlichen Ladesäulen 250kW können und dann je nach Auto mal mit 50kW (ZOE) und mal 100+ kW (Tesla) usw. geladen werden.
Dabei kommen auf 99 Ladungen an diesen HighPower-Stationen (bis zu 250kW) eine Ladung im Privathaushalt, meinetwegen mit bis zu 22kW statt mit 4-11kW. (grob vereinfachte, hypothetische Daten, Darstellung)
Das führt doch die Diskussion ad absurdum, völlig belanglos, unsichtbar in deren Schatten wird diese private Schnellladung in der Gesamtbetrachtung des Netzes mit allen Ladenden, einschließlich derer, die bald auch die 250kW ausnutzen werden.
Aber selbst wenn öffentlich alle „nur“ mit 22kW laden würden, käme es nicht drauf an, ob der hundertste Ladende, eben der zu Hause, auch mit 22kW oder mit 11kW lädt,
2,189MW zu 2,2MW je größerer Netzeinheit, toll. 😉

Ohne Frage: Wer langsam laden kann, sollte dies natürlich auch tun. Wir lassen ja auch nicht den Wasserhahn durchlaufen, vom Händewaschen bis nach dem Zähneputzen.
Meinetwegen soll meine Box später software-Befehls-limitiert immer nur mit 3x 6A laden und ich mache mir einen Urgent-Button an den Home-Server, womit es per Touch dann auf 3x 32A umspringt.
Es gibt die Situationen beim Benziner wie künftig auch beim eAuto: X mal versäumt zu Tanken, Frau kommt von der Arbeit, Tank fast leer und in 2h müssen wir aber 350km in nen Zeitrahmen machen.
Da muss sich heute schon was ändern, selbst mit 22kW.
Vielleicht kennt jemand von euch das: Ich: „Hey Maus, 105 km Restreichweite, hättest die Woche auch mal nachtanken können.“. Meine Frau: „Ne, wieso? Die rote Lampe ging doch noch gar nicht an.“ Meist wird sogar eher auf das Pinggeräusch und das blinkende Rot gewartet. Schön wenn ich dann einsteige und spontan wo hin will. 😅

Bleibt das Argument des Siedlungsnetzes.
Aber ich wäre der erste in der Siedlung.
Dazu muss man es ja melden, denn langfristig muss natürlich auch hier ausgebaut werden, falls mal fast alle...

Abgesehen davon sind die Netze vor 20 Jahren noch mit viel weniger effizienten Geräten viel stärker belastet worden.
Da gab es Glühlampen, mit bis zu 300W je Raum (heute 30W LEDs), elektrische Heizstrahler, PCs mit nur 300W Netzteilen, die aber auch 200W verbrauchten, statt heute 500W Netzteile, die ohne große Last unter 100W bleiben oder direkt sparsamere Laptops & Tablets, es gab Ölradiatoren, Tauchsieder, komplette elektrische Beheizungen ganzer Siedlungen (selbst als Nachtspeicher arbeitet ja dann die ganze Siedlung quasi zeitgleich) uvm.
Das nur in den Siedlungen. Darüber hinaus... Die große Gießerei-Industrie im Umfeld vom Ruhrgebiet ist fast gänzlich weggebrochen. Da gingen zusammen Gigawatts durch, Mensch Mensch.

Jedenfalls kommt bei uns von der Stadt 16 oder 25qmm an, via deren Sicherung (63A) zum Hauskasten mit 50A SLS weiter. Mit 10qmm weiter... zur Wallbox.
Wenn es danach ginge, müsste ich auch mit 2x 22kW laden können, ohne den TV und das Licht abzuschalten, wobei Herd und Backofen dann lieber ausbliebe. 😅
Aber genau für den Fall (2 Lade-Wallboxen mit Leistung) habe ich mich u.a. auch für Keba c/x -Serie entschieden.
Wenn ich dann zB 25A einstelle, kann ein Auto mit 17kW geladen werden, aber bei zwei wird es auf 8kW je Auto aufgeteilt/gedrosselt.
Ist ein Auto fast voll, zieht also nur noch 9A, wird dem anderen 16A zugestanden (fiktive ferne Zukunft oder mittelfristig: Ladegast).

Unser sonstiger Verbrauch (aktuell) ist wie ein Dauerrauschen, das zwischen 200 und 600W schwankt.
Nur wenn der Trockner, die Waschmaschine oder der Herd/Backofen sich gerade im großen Aufheizen befindet, kann sich der Wert verdoppeln.
Gleichzeitig mehr als 2 dieser Großverbraucher kommen fast nie zum „Saugen“.

Re: Genehmigung Ladestation 22 kw

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matibaer hat geschrieben: Das mit der besseren Netzlastverteilung habe ich verstanden, aber meine Gegendarstellung wurde noch nicht verstanden.
Wenn ich das richtig sehe, arbeiten wir von jetzt an und deckend in den nächsten 99 Monaten darauf hin, dass die öffentlichen Ladesäulen 250kW können und dann je nach Auto mal mit 50kW (ZOE) und mal 100+ kW (Tesla) usw. geladen werden.
Dabei kommen auf 99 Ladungen an diesen HighPower-Stationen (bis zu 250kW) eine Ladung im Privathaushalt, meinetwegen mit bis zu 22kW statt mit 4-11kW. (grob vereinfachte, hypothetische Daten, Darstellung)
Aber grob falsch dargestellt. Eher ist es so, dass auf 99 Ladungen zuhause eine Ladung an den HPC kommt...

Und die HPC haben auch nichts mit der Netzbelastung zuhause zu tun. HPC-Ladeparks sind immer direkt an das Mittelspannungsnetz angeschlossen.

Bei Dir zuhause ist das Problem aber ganz anders, dass nämlich der lokale Trafo nicht annähernd darauf ausgelegt ist, alle Autos des Wohnviertels (wenn einmal alle PKW Elektroautos sind) gleichzeitig zu laden, und schon gar nicht gleichzeitig mit 22 kW. Das ist teilweise der "Dummheit" der Netzbetreiber geschuldet, die einen Gleichzeitigkeitsfaktor von 1 für die Ladesäulen annehmen, was aber bei 22 kW ganz sicher falsch ist. Teilweise würde es aber wirklich Überlastungen geben, wenn alle ungeplant laden und es keinen Steuerungsmechanismus gibt (ob direkte Steuerung oder Steuerung über Preise ist egal); ohne Steuerungsmechanismus würden dann viele am frühen Abend anstecken, wenn die Netze sowieso relativ stark belastet sind.
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Re: Genehmigung Ladestation 22 kw

matibaer
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Erstmal glaube ich nicht daran, dass sonderlich viele zu Hause laden und wenn, dann tatsächlich eher an Schuko oder max 11kW, alleine schon, weil diese Ladegeräte günstiger sind (von der Renault Schuko Lösung mal abgesehen).

Die Masse, die da noch offen ist, wohnt eh in Mietshäusern, wo wenn da überhaupt Ladesäulen geschaffen werden, nicht jeder eine bekommt.
Laden wo man eh parkt wie bei Kaufland, bei Ikea, am Rathaus sind sowieso oft attraktiver. Manchmal auch günstiger oder kostenfrei,
Viele laden da, wo sie hingefahren sind, gleich wieder auf.
Andere auf weiteren Strecken laden an Raststellen, Autohöfen oder von Apps empfohlenen Ladestellen zu einer Rast oder WC-Pause.

Ich glaube schon, dass meine 99:1 eher real ist, als die eben genannte 1:99
Aber selbst wenn das Verhältnis 1:1 wäre, sind e-Mobilisten noch sehr dünn gesät.

Was nämlich die kleinsten Netze, Siedlungseinheiten am nächsten Trafo betrifft, PV rein genauso wie E-Ladung raus, so ist ja klar, dass umgebaut und ausgebaut werden muss. Dass die Netzbetreiber ihre Einnahmen früher lieber in die eigene Tasche gesteckt haben, anstatt sie in die Infrastruktur zu investieren, war fahrlässig. Jetzt mit EEG, den hohen Preisen etc. es nicht hinreichend zu machen, wäre Betrug am Kunden.

Aber das schöne ist doch, dass sie tatsächlich noch etwas Zeit haben.
Selbst wenn es mal 3 Leute in dieser Siedlung hier sind, die eAutos mit 22kW laden, reicht der Trafo noch - und bis dahin vergehen hier noch Jahre!
Es werden zwar täglich mehr verkaufte Elektroautos, aber im Prinzip im Verhältnis zu Verbrennermobilen unterm Strich immer noch fast keine.
Selbst wenn einige Länder erklären: „Ab 2030 keine Verbrenner mehr“, meinen sie nur damit, dass dann keine neuen mehr zugelassen werden und alte Verbrenner vielleicht Mehrkosten bekommen könnten, aber weiter im Einsatz bleiben dürfen.
Vermutlich haben wir in D auch 2040 noch 50% klassische Verbrenner, 25% Autogas, Erdgas, Wasserstoff, 25% Elektro.

Es ist völlig klar, dass die Netzbetreiber was tun müssen und dass ihre Netze es nicht aushalten würden, wenn morgen alle umsteigen würden.
Aber letzteres wird ja überhaupt nicht passieren, auch übermorgen noch nicht!
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