Genehmigung Ladestation 22 kw

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Re: Genehmigung Ladestation 22 kw

E-Mobil-Foo
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Nur am Rande, in PKWs können wegen der Formgebung nur amorphe Solarzellen genutzt werden, die haben maximal 30% des Eintrags der kristallinen.
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Re: Genehmigung Ladestation 22 kw

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Um zum Thema mal zurück zu kommen:
ecopowerprofi hat geschrieben:
Joachim Doerr hat geschrieben:Die KEW lässt 11 kW zu.
Unsere ZOE's werden zu Hause max. mit 9 kW geladen. Das entspricht ca. 60 km Reichweite pro Stunde. Einer sogar nur mit 3 kW da nur 1-phasig. Reicht vollkommen aus. Im Winter hat der ZOE auf Grund der Batterietemperatur sogar nur mit ca. 6 kW geladen. An einer 22 kW-Box wird das auch nicht mehr. Daher kann man sich das Theater mit dem Netzbetreiber sparen.
An dieser Einschätzung hat sich nichts geändert. 22 kW braucht man zu Hause mit den größeren Batterien nicht. Wenn jemand meint er braucht das unbedingt, dann ist das nur subjektiv aber nicht objektiv. Ich liefere immer nur 11 kW Ladestationen, die bei Bedarf ggf. auch mal 22 kW können. Da die nicht dauerhaft sondern nur mal aunahmsweise 22 kW können, fallen die nicht unter einer Genehmigungspflicht. Auch könnte ich zwei 11 kW Ladestationen installieren und die Leistung einer Ladestation zu ordnen, wenn an der zweiten kein Auto geladen wird.

Man muss sich nur mal Fragen was passiert, wenn eine 22 kW Ladestation installiert und die nicht beim VNB angemeldet wird. Nichts wird passieren !!! Die können und dürfen einem den Strom nicht abdrehen. Außerdem ist für die Messstelle (Zähler) der Messtellenbetreiber zuständig und nicht der VNB. Vom Messstellenbetreiber bekommt der VNB dank DSGVO nur den Jahresverbrauch gemeldet, da nach Standartlastprofilen abgerechnet wird. Daher wird der VNB nie erfahren ob eine 22 kW Ladestation montiert wurde oder nicht. Auch könnte die Ladestation vor der Änderung der TAB installiert worden sein.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Genehmigung Ladestation 22 kw

fluegelfischer
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ecopowerprofi hat geschrieben: An dieser Einschätzung hat sich nichts geändert. 22 kW braucht man zu Hause mit den größeren Batterien nicht. Wenn jemand meint er braucht das unbedingt, dann ist das nur subjektiv aber nicht objektiv. Ich liefere immer nur 11 kW Ladestationen, die bei Bedarf ggf. auch mal 22 kW können. Da die nicht dauerhaft sondern nur mal aunahmsweise 22 kW können, fallen die nicht unter einer Genehmigungspflicht. Auch könnte ich zwei 11 kW Ladestationen installieren und die Leistung einer Ladestation zu ordnen, wenn an der zweiten kein Auto geladen wird.

Man muss sich nur mal Fragen was passiert, wenn eine 22 kW Ladestation installiert und die nicht beim VNB angemeldet wird. Nichts wird passieren !!! Die können und dürfen einem den Strom nicht abdrehen. Außerdem ist für die Messstelle (Zähler) der Messtellenbetreiber zuständig und nicht der VNB. Vom Messstellenbetreiber bekommt der VNB dank DSGVO nur den Jahresverbrauch gemeldet, da nach Standartlastprofilen abgerechnet wird. Daher wird der VNB nie erfahren ob eine 22 kW Ladestation montiert wurde oder nicht. Auch könnte die Ladestation vor der Änderung der TAB installiert worden sein.
Das ist sicher der sinnvollste Weg. 22kW braucht man üblicherweise nicht immer. Falls es doch mal sei muss fahre ich lieber zum nächsten Gleichstrom-Schnellader und lade mit 40kW.
Es gibt aber noch die Option mit 16,5kW (z.B. am NRGKick) und auch die einphasige 32A Ladung mit 7,2kW wird ab und zu benötigt. Eine 32A Drehstromdose ist also nie verkehrt, auch wenn sie nicht mit den vollen machbaren 22kW belastet wird.
Interessanter wird es, wenn mehrere Ladepunkte geplant sind. Zwei 22kW Ladepunkte gehen in vielen Fällen über die Hausanschlusssicherung. Ich habe z.B. "nur" 50A" im Hausanschlusskasten. Mit 2x 32A (auch kurzfristig) tue ich mich also schwer. Und wenn es mal die Hausanschlusssicherung rausgeblasen hat, dann könnte der VNB doch mal auf die Idee kommen nachzschauen, was da eigentlich alles so dran hängt. Selbst wenn ich zwei Ladepunkte mit je 32A einphasig haben will muss ich schauen, dass die beiden Phasen nicht zusammenfallen - von der eigentlich zulässigen "Schieflast" von 4,6kW pro Phase ganz zu schweigen.

Re: Genehmigung Ladestation 22 kw

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fluegelfischer hat geschrieben: Und wenn es mal die Hausanschlusssicherung rausgeblasen hat
Bei 4500 kWh Verbrauch pro Jahr liegt die mittlere Leistung bei ca. 0,5 kW. Alle Verbrauche im Haushalt sind 1-phasig auch der E-Herd ( 3 x 1-phasig). Die max. leistung bei den üblichen Verbraucher liegt bei 2 kW und sind häufig getaktet oder nur relativ kurz in Betrieb (z.B. Waschmaschine, Wasserkocher). Die NH-Sicherungen im HAK vertragen eine Überlast von 100% für ca. 1 Std. Die Wahrscheinlichkeit, dass es die Sicherung im HAK mal "rausbläst", geht gegen Null. Auch ohne Wallbox kommt es vor, dass die Sicherung mal den Geist aufgibt. Häufige Ursache ist oft alterschwäche oder ein Fertigungsfehler. Vielleicht ab den dritten mal in kurzer Zeit wird der VNB den Hauseigentümer auffordern ein Elektriker mit der Ursachenforschung zu beauftragen mit dem Hinweis, dass ggf. zu viele Verbraucher ein und der selben Phase zu geordnet sein können. Selbst werden die aus rechtlichen Gründen nie die Hausinstallation prüfen.

fluegelfischer hat geschrieben: von der eigentlich zulässigen "Schieflast" von 4,6kW pro Phase ganz zu schweigen.
Nochmal: es gibt keine unzulässige Schieflast. Die TAB schreibt nur vor, dass Verbraucher mit mehr als 4,6 kW 3-phasig angeschlossen sein sollen. Eine 3-phasige Wallbox gilt immer als 3-phasigen Verbraucher.
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Re: Genehmigung Ladestation 22 kw

matibaer
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[Abschweif]
Kurz am Rande, mein 440Wp Solarfeld (am freiesten sonnigsten Platz & die besten Zellen die ich je hatte) zZ Inselladung bringt aktuell zu gerade Anfang Winterhalbjahr bei Sonne absolut max 200W Peak und bei der Bedeckung hier heute max. 50W. Klar, die allgemeine Energie zur Erde beträgt ja zZ auch nur 50%. Dann sind die Tage noch zu kurz und das Wetter blockt den Rest.
[/Abschweif]

Ok, es braucht wirklich ein reales Anwendungsbeispiel von uns, für die 22kW, wenn auch ökologisch „worst“ und gut verschweigbar 😅, kommt aber auch nur 3x vor, aber immerhin, ein Beispiel von mehreren ...:

Ich liebe Skifahren, Skiurlaub funktioniert nur selten bis gar nicht und ist sehr teuer. Wochentags gehts nur in den Ferien.
Winterberg ist um die Ecke.
Früher sind wir schon mal Samstag/Sonntag tagsüber gefahren. Das geht seit Jahren gar nicht mehr. Auf jeden Anwohner kommen gefühlt 10 Deutsche und 100 Holländische Touristen 😜. Anreisestau, dann Stau an den Liften, Stau auf den Pisten, 50 Minuten anstehen für 50s Abfahrt in Kegelmanier, Frau mit Panikattacken, frustriert nach Hause. Geht also nicht mehr, bei guter Schneelage.
Ja, viel zu viele Leute auf viel zu kleinen Gebiet.
Samstags Abends im Licht fahren, das war die Lösung schlechthin, ggf. mit Übernachtung noch Geld in die Tourismuskasse gebracht.
Haben sie den Samstag Abend abgeschafft.🙄

Seitdem fahren wir da drei mal im Winter freitags abends hin. Stressig nach der Arbeit.
Ohne Umwege hin und zurück 320km.
Ladesäulen zwar vorhanden, aber fernab der Piste und ggf belegt. Also home2home nötig.

Also:
Frau kommt von der Arbeit. 14 Uhr. Batterie halb leer. Wir ziehen uns um, bzw. ich wenn ich dann auch da bin, packen die Tasche uvm. und wollen um 16 Uhr los, um um 18 Uhr ankommen zu können. Das Auto muss also zwischen 14 und 16 Uhr voll werden. Wir fahren um 23 Uhr nach Hause und sind froh, ohne halt vor 1 Uhr zu Hause zu sein.
22kW ein Segen. 3x 32A @Box Standardsetting

Anderer Freitag, sie kommt 14 Uhr, nix mehr vor, könnte aber Abends noch rausgehen, ggf weiter weg:
Softsetting-Befehl: Nur 3x 16A bitte. done.

Anderer Freitag (!) in einen Monat ohne „r“, die einzig wirklich brauchbaren PV-Monate (!), zumindest wenn man mit Verschattungen, Bergrücken und dem Waldrand zu tun hat:
Frau kommt um 14 Uhr, die Sonne scheint, wir gehen definitiv nicht mehr weg, außer mit dem Rad zum Supermarkt, um Salat und Wein zu kaufen und genießen den Garten.
Auto ran, Softsetting: Nur 3x 6A bitte.

Re: Genehmigung Ladestation 22 kw

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matibaer hat geschrieben: Frau kommt von der Arbeit. 14 Uhr. Batterie halb leer. Wir ziehen uns um, bzw. ich wenn ich dann auch da bin, packen die Tasche uvm. und wollen um 16 Uhr los, um um 18 Uhr ankommen zu können. Das Auto muss also zwischen 14 und 16 Uhr voll werden. Wir fahren um 23 Uhr nach Hause und sind froh, ohne halt vor 1 Uhr zu Hause zu sein.
22kW ein Segen.
Liest sich gut aber kann so nicht funktionieren. 14 Uhr zu Hause und 16 Abfahrt = 2 Std. Akku halb voll aber von wie viel. Bei 40 kWh Akku reicht die max. Kapa nicht um 320 km ohne Nachladen zu fahren da Winter. Bei 60 kWh Akku hat man noch 30 kWh im Akku vielleicht aber auch 40 kWh. Da Winter und Schnee (also unter 0°C) wird wahrscheinlich die Ladeleistung weit unter 22 kW liegen. Mit 11 kW WB bekommt aber in 2 Std. dann auch ca. 22 kWh in den Akku. Man hat bei Abfahrt also ca. 52 kWh oder etwas mehr im Akku. Wird knapp könnte so eben klappen.

Wie gesagt, das Problem ist, dass man im Winter unter 0°C mit wesentlich geringere Ladeleistung rechnen muss. Unser ZOE lädt bei -5°C nur noch mit 6 bis 8 kW. Bei anderen Fahrzeuge dürfte es ähnlich sein. Die Zellenchemie wird unter 0°C sehr langsam und das BMS reguliert den Ladestrom doch recht drastisch runter.

Man kann getrost aud 22 kW zu Hause verzichten. Ggf. könnte man die 11 kW auf 14 kW hochdrehen, da die Ladekabel mit 20 A codiert sind.
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Re: Genehmigung Ladestation 22 kw

BED
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Seit heute läuft meine Tesla Wallbox. Da Netze-bw die 22kw genehmigt hat, wurde die Box auch entsprechend angeschlossen. Obwohl unser kleiner Fuhrpark Max. 16,5 kw laden kann.
Zusätzlich wurde eine Drehstromdose installiert. Bei Bedarf kann dann zweimal mit 11kw gleichzeitig geladen werden.

Re: Genehmigung Ladestation 22 kw

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ecopowerprofi hat geschrieben: Liest sich gut aber kann so nicht funktionieren. 14 Uhr zu Hause und 16 Abfahrt = 2 Std. Akku halb voll aber von wie viel. Bei 40 kWh Akku reicht die max. Kapa nicht um 320 km ohne Nachladen zu fahren da Winter. Bei 60 kWh Akku hat man noch 30 kWh im Akku vielleicht aber auch 40 kWh. Da Winter und Schnee (also unter 0°C) wird wahrscheinlich die Ladeleistung weit unter 22 kW liegen. Mit 11 kW WB bekommt aber in 2 Std. dann auch ca. 22 kWh in den Akku. Man hat bei Abfahrt also ca. 52 kWh oder etwas mehr im Akku. Wird knapp könnte so eben klappen.

Wie gesagt, das Problem ist, dass man im Winter unter 0°C mit wesentlich geringere Ladeleistung rechnen muss. Unser ZOE lädt bei -5°C nur noch mit 6 bis 8 kW. Bei anderen Fahrzeuge dürfte es ähnlich sein. Die Zellenchemie wird unter 0°C sehr langsam und das BMS reguliert den Ladestrom doch recht drastisch runter.

Man kann getrost aud 22 kW zu Hause verzichten. Ggf. könnte man die 11 kW auf 14 kW hochdrehen, da die Ladekabel mit 20 A codiert sind.
Ist doch viel einfacher: 22 kW * 2 Stunden = Kapazität / 2 => 88 kWh Akku-Kapazität. Ganz ohne Dreisatz...

Und da braucht man auch keinerlei unzutreffende Annahmen treffen über Kälte und reduzierte Ladeleistung. Wenn das Auto vorher auch nur halbwegs flott gefahren wurde (Frau kommt von der Arbeit heim) ist der Akku warm und er lädt mit den vollen 22 kW Ladeleistung.

Man kann also bei Genehmigung getrost 22 kW Ladeleistung daheim installieren, denn runterdrehen kann man immer, bei 11 kW beschneidet man die eigenen Möglichkeiten unnötigerweise. matibaer hat das sehr anschaulich gemacht, finde ich...

Grüazi MaXx

Re: Genehmigung Ladestation 22 kw

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Du bist aber auch ein Schlauberger. Aber was ist mit der Eigenschaft, dass die Ladeleistung ab ca. 80% SoC vom BMS reduziert wird. Oder, dass die Eigenerwärmung bei großen Akku nicht ausreicht um den bei Temperaturen unter 0°C auf die optimale Temperatur zu bringen. Aber spätestens bei der Rückfahrt ist der Akku so kalt, dass die Kapazität stark reduziert wird. Mit einem einfachen Dreisatz lassen sich komplexe Sachverhalte nicht darstellen.
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Re: Genehmigung Ladestation 22 kw

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Die Erfahrung mit der durchgekühlten Batterie habe ich auch schon gemacht. Aber genauso weiß ich das 50 km flottes Fahren mehr als ausreichend sind um die Batterie auf Temperatur zu bringen. Dann ist die volle 22 kW Ladeleistung möglich.

Und meiner Meinung nach braucht man nicht wirklich schlau zu sein um "doppelte" oder "halbe" Ladeleistung zu verstehen. Beispielsweise ist die 40er Zoe ist nach zwei Stunden an einem 22-kW-Lader von fast leer auf fast voll zu bringen. Mit dem 11-kW-Lader bist Du nicht mal in dem Bereich, in dem die Zoe die Ladung herunterregelt: Du bist bei ca. 50 Prozent Ladung und das sind ca. 50 Prozent Reichweite.

Ich glaube mittlerweile hat fast jeder verstanden wie das hier gemeint ist mit den 22-kW-Ladestationen zu Hause. Und die meisten haben auch genug Verständnis mit den Informationen die für sie richtige Entscheidung zu treffen. Die Entscheidung des Netzbetreibers, das zu genehmigen oder nicht steht dann auf einem anderen Blatt.

Grüazi MaXx

P.S. Ich bevorzuge Schlaumeier. Soviel Zeit wirst Du schon haben, wenn Du mich herabsetzen willst.
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