Batterie des BEV als Speicher für Zuhause nutzen?

Re: Batterie des BEV als Speicher für Zuhause nutzen?

Dieter.F
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Michael_Ohl hat geschrieben:... frage ich mich wie man auf die Idee kommt seinen Akku so zu schädigen um durch geschnorrten Strom ein paar Euro zu sparen?
Ich bin immer wieder überrascht, wie schnell die Beantwortung einer einfachen, sachlichen Frage in diesem Forum abdriftet.
Es wird nicht die Frage beantwortet, sondern vermutet (und beurteilt!), warum diese Frage gestellt wurde.
Schade, aber das hat mich schon beim Einlesen und Stöbern gestört.
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Re: Batterie des BEV als Speicher für Zuhause nutzen?

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Ecoprofi: Hast Du die verschrieben ?? Und meinst 300 km. Käme für den 40 kWh Akku der Realität relativ nahe.

Ne leider nicht. Es geht um die Leafs aus 2010-2013. Diese Zellen werden kaum 8 Jahre halten. Wir sind nun bei 70 km im Winter nach knapp 5,5 Jahren und 45000 km. Ohne Ihn gequält zu haben.
LEAF 72000 km 15 kWh Rest Akku-Schäm Dich Nissan....Hand-Made egolf Dresden...Ahk liegt bereit...EV6 RunawayRot AWD LR AHK P1+2 WPnutzlos…Citroen AMI Getriebedefekt 1300km-nie wieder Stellantis = Citroen D

Re: Batterie des BEV als Speicher für Zuhause nutzen?

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Blue shadow hat geschrieben:Es geht um die Leafs aus 2010-2013. Diese Zellen werden kaum 8 Jahre halten.
Die Autoindustrie kalkuliert mit einer Lebensdauer von 10 bis 12 Jahren. Dass einige Fahrzeuge vorher das Zeitliche segnen ist durchaus im Bereich des möglichen. Daher würde ich auch zukünftig kein Fahrakku für die hausversorgung nutzen. Ein Hausspeicher sollte ca. 4000 bis 6000 Vollzyklen halten. Wenn man davon ausgeht, dass ein Auto ca. 150.000 kalkulierte km halten soll, dann kann man mit einem 40 kWh von ca. 600 Vollzyklen ausgehen.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Batterie des BEV als Speicher für Zuhause nutzen?

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ecopowerprofi hat geschrieben:Die Autoindustrie kalkuliert mit einer Lebensdauer von 10 bis 12 Jahren.
Für Akkuzellen? Oder allgemein für Bauteile? Von einem BMW-Mitarbeiter wurde mal öffentlich gesagt, dass man bei den Zellen des i3 von 20 Jahren Lebensdauer ausgeht (sicher natürlich eine durchschnittlich "normale" Nutzung des Fahrzeugs voraussetzend).
Ein Hausspeicher sollte ca. 4000 bis 6000 Vollzyklen halten. Wenn man davon ausgeht, dass ein Auto ca. 150.000 kalkulierte km halten soll, dann kann man mit einem 40 kWh von ca. 600 Vollzyklen ausgehen.
Kein Mensch redet davon, dass man die gesamte Kapazität dem Haus zur Verfügung stellen sollte. Wir haben knapp über 10 kW Peak PV auf dem Dach, und der Hausspeicher hat 10 kWh. Ich hatte vorher recherchiert und in Erfahrung gebracht, dass man die Kapazität eines Hausspeichers etwa 1:1 zur Peak-Leistung der PV-Anlage dimensionieren sollte, unser Solateur hat uns das ungefragt auch genau so vorgeschlagen und das scheint hier auch sinnvoll zu passen. Im Sommer wäre mehr schön, aber da liegt unser Autarkiegrad so schon bei über 90% und im Winter liegt die teuer eingekaufte Kapazität ungenutzt herum.

Bei einer 40 kWh Fahrbatterie könnte man diese 10 kWh in einem Lade-/ Entladefenster von 65-90% SoC bereitstellen, man hätte flache Teilzyklen im "Wohlfühlbereich" des Akkus. Wenn der fürs Auto eh nur 600 von 4-6.000 spezifizierten Vollzyklen liefern soll, dann müsste das doch passen. Falls man nach einiger Zeit eine etwas zu stark beschleunigte Degradation wahrnimmt könnte man immer noch wieder aufhören oder das Fenster weiter einschränken.

Ja, das ist bisschen experimentell und so noch nicht "massentauglich".
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/15 seit 01/16
Hyundai ioniq 5 RWD LR seit 11/21

Re: Batterie des BEV als Speicher für Zuhause nutzen?

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iOnier hat geschrieben:dass man bei den Zellen des i3 von 20 Jahren Lebensdauer ausgeht
Wer glaubt denn diese Märchen. In der Autoindustrie wird, wenn möglich, jeder Ct. gespart. Gerade mit BMW habe ich da sehr schlechte Erfahrungen.
iOnier hat geschrieben:Kein Mensch redet davon, dass man die gesamte Kapazität dem Haus zur Verfügung stellen sollte.
10 x 10% sind auch 100%. Ein Vollzyklus bedeutet, dass die Nennkapazität einmal geladen und entladen wird. Egal ob in 10% oder 100% Schritten.
iOnier hat geschrieben:Ich hatte vorher recherchiert und in Erfahrung gebracht, dass man die Kapazität eines Hausspeichers etwa 1:1 zur Peak-Leistung der PV-Anlage dimensionieren sollte
Das ist Quatsch. Der Hausspeicher sollte Pi mal Daumen die Kapazität von min. den Tagesverbrauch haben. Besser sogar den 2-fachen Tagesverbrauch. Es kann ja mal sein, dass nach einem Sonnigen tag ein Tag mit sehr wenig Ertrag kommt, dann sollte man nach Möglichkeit auch noch sein eigenen Strom nutzen können. Wenn man es genau machen will, dann muss man das Verbrauchsprofil kennen und den dann mit dem Erzeugungsprofil abgleichen.

Meistens ist es besser die PV kleiner und die Batterie größer zu machen. Im Winter liegt auch die teuer eingekaufte Erzeugungsleistung nur rum. Man muss ein Jahresmaximum bei geringsten Investitionskosten erreichen.
iOnier hat geschrieben:Wenn der fürs Auto eh nur 600 von 4-6.000 spezifizierten Vollzyklen liefern soll, dann müsste das doch passen.
Aus Kostengründen werden die Autohersteller zukünftig nur Akkus liefern, die 600 bis 1000 Vollzyklen haben werden und keinen Deut mehr. Die stehen im harten Wettbewerb und werden jeden Ct sparen.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Batterie des BEV als Speicher für Zuhause nutzen?

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Aber 10x von 40 auf 50% laden und wieder auf 40% entladen ist besser als 100% laden oder entladen.
Je weiter man von den Min-und Maxgrenzen des SOC weg bleibt, desto mehr Zyklen macht die Batterie.
Oder anders rum:
10x von 90% auf 100% und wieder zurück auf90% ist schlimmer als 1x von 0 auf 100% und zurück.
e-Golf und Polestar 2 (78 kWh, Single-Motor, 19" Räder)
PV-Anlage 18kWp, Speicher 13,5kWh netto, von der Notwendigkeit der Energie- und Mobilitätswende überzeugt

Re: Batterie des BEV als Speicher für Zuhause nutzen?

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ecopowerprofi hat geschrieben:Wer glaubt denn diese Märchen.
OK, ist ein Standpunkt.
Ein Vollzyklus bedeutet, dass die Nennkapazität einmal geladen und entladen wird. Egal ob in 10% oder 100% Schritten.
Eh. Aber meist scheint die Sonne nur einmal am Tag. Wenn voll, dann voll.
Meistens ist es besser die PV kleiner und die Batterie größer zu machen. Im Winter liegt auch die teuer eingekaufte Erzeugungsleistung nur rum. Man muss ein Jahresmaximum bei geringsten Investitionskosten erreichen.
Mir ging es von vornherein nicht um eine Maximierung des "Return on Invest" sondern darum, möglichst viel saubere Energie zu erzeugen. Der Speicher dient vor allem dazu, die Erzeugungsspitze abzufangen. Außerdem soll er auch eine Chance haben, mal leer zu werden, sonst war er zu groß ;-)
Aus Kostengründen werden die Autohersteller zukünftig nur Akkus liefern, die 600 bis 1000 Vollzyklen haben werden und keinen Deut mehr. Die stehen im harten Wettbewerb und werden jeden Ct sparen.
Keine Ahnung, ob es so "schlechte" Zellen überhaupt gibt :-)
Gruß
Werner
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Re: Batterie des BEV als Speicher für Zuhause nutzen?

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iOnier hat geschrieben:Keine Ahnung, ob es so "schlechte" Zellen überhaupt gibt
Das hat nix mit "schlechten" oder "guten" Zellen zu tun. Das kann man vielleicht am Beispiel der Pb-Batterien erläutern. Starter-Batterien haben wenig Masse in den Platten, sind dadurch relativ leicht (Fahrzeuggewicht sparen) und haben nur 10 bis 20 Vollzyklen. Die werden auch immer nur sehr kurz für den Startvorgang benötigt. Es sind ca. 0,25% der gespeicherten Energie. Das reicht für 10 Jahre mit ca. 10 bis 20 Startvorgänge pro Tag. Tracktionsbatterie (z.B. Antriebsbatterien von E-Stapler) haben viel Masse und dadurch auch eine hohe Zyklenzahl. Die große Masse (hohes Gewicht) ist sogar erwünscht, da die gleichzeitig als Gegengewicht zur Last genutzt werden. Wenn nun, wie es ja auch geschiet, mit dem gleichen Volumen und Gewicht bei dem E-Auto mehr Kapa erwünscht ist, so muss man die Masse je kWh senken und damit verringert sich auch die Zyklenzahl.

Zusammengefasst: Mehr Kappa bei gleichem Gewicht = geringere Zyklenzahl (das ist fast linear)

oder 2000 Vollzyklen x 20 kWh = 500 Vollzyklen x 80 kWh = 40.000 kWh
Das ergibt eine Gesamtreichweite für beide Batterien von ca. 200.000 km mit einem Verbrauch von 20 kWh / 100 km.

Wenn der 80 kWh Akku noch 75% hat komme ich immer noch 300 km weit. Bei dem 20 kWh Akku sind es dann nur 75 km. Da wäre mir der 80 kWh Akku mit nur 500 Vollzyklen lieber als der 20 kWh Akku mit 2000 Vollzyklen.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Batterie des BEV als Speicher für Zuhause nutzen?

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Das Beispiel mit den Bleibatterien hinkt, weil man da auf genau ein Elektrodenmaterial festgelegt ist und auch wenig an deren Struktur machen kann.
Gruß
Werner
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Re: Batterie des BEV als Speicher für Zuhause nutzen?

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Hinkt überhaupt nicht. Ich versuchs mal einfach zu erklären. Pro Molekühl kann man nur ein Elektron speichern. Um viele Moleküle zu erreichen braucht man eine große Oberfläche. Durch das ständige Laden und Entladen gehen immer wieder Moleküle irreversibel verlohren. Je geringer die Masse ist um so schneller sind die nutzbaren Moleküle aufgebraucht. Welche chemischen Verbindungen dafür genutzt werden ist unerheblich.
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