Elektroautos und Eigentumswohnungen (in D)

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Re: Elektroautos und Eigentumswohnungen (in D)

yazerone
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Wie prüfe ich denn die 7% Mehraufwand? Muss ich extra bei einer Parkplatzsanierung einen Elektriker antanzen lassen, der mir ein Angebot schreibt? Oder muss ich das ausschreiben? Mindestens 3 Vergleichsangebote? Um dann zu sagen:"Ätsch, 6.5%?" Wer zahlt das dem Elektriker?
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Re: Elektroautos und Eigentumswohnungen (in D)

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Moin ;)
mir wäre nicht bekannt, dass Privatpersonen, zu denen ich auch die meisten WEGs zähle, ihre Aufträge zu Renovierungen, Umbauten etc. ausschreiben müssten. Bei uns werden beispielsweise drei Angebote eingeholt, und der Beirat entscheidet, welches Angebot angenommen wird. Dabei gewinnt glücklicherweise immer das beste, nie nur das günstigste Angebot. Und der Deckel mit den 7% ist doch simpel: ich habe ein Angebot für eine Sanierung/Renovierung die eine entsprechende weitere Maßnahme nach sich ziehen würde. Ich habe also einen Wert, den ich in die Ladeinfrastruktur verbauen muss. Ist der Wert erreicht, beende ich die Baumaßnahme. Egal ob da was nutzbares bei rausgekommen ist, oder es bei den Leerrohren im Außenbereich geblieben ist, um bei dem Beispiel zu bleiben.
Viele Grüße, Stephan

seit dem 24.01.2020 rein elektrisch im BMW i3 - 120Ah unterwegs: die rote Zora

Re: Elektroautos und Eigentumswohnungen (in D)

elektrozauber
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Anmar hat geschrieben: Ups, die Gebäudehülle ist nicht ganz raus, gilt aber nur in Verbindung mit Renovierungsarbeiten an der Elektrik und/oder an den Stellplätzen (§8 Absatz 1 GEIG). Also wenn nur das Dach und/oder die Fassade gemacht wird, dann braucht man auch nicht das GEIG beachten.
Ja, genau. Man kann sich also offenbar um die Verpflichtung zur Vorrüstung herummogeln, wenn man zwar die Fassade oder das Dach saniert, aber in dem Jahr tunlichst nichts an der Elektrik macht.

Mit dem GEIG setzt die Bundesregierung die EU-Gebäuderichtlinie 2018/844 in nationales Recht um. Die Richtlinie trat am 09.07.2018 in Kraft. Die Mitgliedsstaaten hatten 20 Monate Zeit, um das umzusetzen. Die Frist lief am 09.03.2020 ab. Die Bundesregierung hat das Thema verpennt und kurz vor ultimo im Januar den Gesetzentwurf aus dem Ärmel geschüttelt. Der wird jetzt rasch durchgewunken, um ein Vertragsverletzungsverfahren zu vermeiden. Der Gesetzentwurf ist in der Form aber Grütze.

Beim WEMoG hat man sich nicht weniger als 4 Jahre Zeit genommen. Man erinnere sich: 2016 hat die bayrische Landesregierung die erste Bundesratsinitiative gestartet, um bauliche Veränderungen für Lademöglichkeiten zu erleichtern. Durch den 4 Jahre langen Prozess ist jetzt ein handwerklich relativ ordentliches Gesetz rausgekommen. Das kann man vom GEIG wohl nicht behaupten. Ein Ärgernis, das Ganze: Beim WEMoG hat man sich ewig lang verkünstelt und beim GEIG macht man jetzt einen Schnellschuss.

Re: Elektroautos und Eigentumswohnungen (in D)

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Ist das WEMoG inzwischen verabschiedet?
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Re: Elektroautos und Eigentumswohnungen (in D)

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Ich kann schon verstehen, wenn man nur das Dach neu deckt, dass man dann nicht auch Vorbereitungen für die Infrastruktur für Ladepunkte machen muss. Anders sieht es aus, wenn ich arbeiten am Hauptanschlussraum durchführe oder an den Stellplätzen.

@Köln Bonner
Nein. Der Bundestag hat nur die erste Lesung hintersich und der Bundesrat hat sich zu dem Gesetz geäußert.

Re: Elektroautos und Eigentumswohnungen (in D)

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Am 18.06.2020 (Donnerstag) wird das Gebäude-Elektromobilitäts-infrastruktur-Gesetz in der zweiten und dritten Beratung abgestimmt.

Re: Elektroautos und Eigentumswohnungen (in D)

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Aktuell ist der Punkt wieder aus der Tagesordnung entfernt worden.

Re: Elektroautos und Eigentumswohnungen (in D)

jetfish
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Sehr enttäuschend - der Umsetzungstermin 01.09.2020 wird nicht gehalten:

https://www.golem.de/news/wohnungseigen ... 49099.html

Re: Elektroautos und Eigentumswohnungen (in D)

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GEiG verschoben, WEMoG verschoben - ich hoffe, unsere "Volksvertrödler" schieben die Abstimmung beider Gesetzesvorschläge nicht auf den Sankt-Nimmerleins-Tag. Ich hoffe, daß die Diskontinuität nicht ein zweites mal zuschlägt und beide Gesetze noch dieses Jahr verabschiedet werden.

Dafür gibt´s Milliarden zum abgreifen für die "Wasserstussförderung" :evil:

Warum sollen E-Autos gekauft werden, wenn die einfachste Lademöglichkeit in der eigenen TG nicht umsetzbar ist.

Franz
Trinity Venus, Smart EQ Q4-19, MY bestellt

Re: Elektroautos und Eigentumswohnungen (in D)

elektrozauber
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Der Verein Wohnen im Eigentum, der gegen den jetzigen Entwurf Sturm läuft, schreibt allerdings heute:
Weil aber der Gesetzentwurf auch Regelungen enthält, um die Verwaltung von Wohnungseigentumsanlagen in Corona-Zeiten zu erleichtern und die politisch gewünschte E-Mobilität voranzutreiben, steht weiterhin im Raum, dass die Reform mit nur wenigen kosmetischen Verbesserungen noch im Juli verabschiedet werden wird. So droht insbesondere, dass die vorgesehene und von Verbraucherverbänden wie auch Juristen kritisierte Verwalterstärkung im Wohnungseigentum nur mit ein paar Placebos abgemildert wird.
Die Tragik ist: Mit der gleichen Methode hat die Verwalter-Lobby vor einem Jahr eine schnelle Gesetzesänderung verhindert:
Das von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer jüngst geforderte Förderprogramm für den Ausbau der privaten Ladeinfrastruktur darf nicht zum Totengräber der WEG-Reform werden
Die Befürchtung war damals, dass nur durch die E-Mobilität Druck da ist, das Gesetz zu ändern. Das wollte man mitnehmen und gleich noch mehr ändern. Mit dem jetzigen Entwurf ist die Verwalter-Lobby hochzufrieden, dafür steht die Eigentümer-Lobby auf der Bremse. D.h. die Elektromobilisten werden als Geisel genommen für die Interessen der Verbände.

So wird das nie was!
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