Wärmepumpenstrom für Elektromobile

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Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

Xentres
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@Fritzchen-66

Ja, die Umsetzung bei mir erfolgt mittels Relais, da die angeschlossene Wallbox über keinen Ansteuereingang verfügt.
Spielt für mich kaum eine Rolle, denn in den möglichen (bis dato noch nicht bemerkten) Sperrzeiten ist die Wallbox halt ohne Strom.
Da ich in diesen Zeiten meist nicht schon lade, sondern erst von der Arbeit heim komme und anstecken will, werde ich in der Regel merken, dass kein Strom drauf ist und kann dann später einstecken.

Selbst unter der Annahme, dass die Wallbox unglücklicherweise mal unter Last abgeschaltet wird, sehe ich das nciht so tragisch. Solche Fälle werden sich in Grenzen halten. Ehrlich gesagt halte ich es für wahrscheinlicher, dass die WAllbox mal durch einen Stromausfall (haben wir immer wieder) hart abgeschaltet wird, als durch den Netzbetreiber ;)

Ansonsten gebe ich dir Recht, die Lösung über Ansteuereingang an einer WAllbox wäre der Königsweg und zu favorisieren.

Mir ging es mit dem Dokument mehr darum, dass man ÜBERHAUPT eine Argumentationsgrundlage/Augenhöhe zum Netzbetreiber schafft, indem man erklären kann:
"Lieber Netzbetreiber, ich möchte nur den "Emob II"-Anschluss an deinem Rudnsteuerempfänger nutzen und in den Genuss von 14a EnWG kommen, mehr nicht. Das gibt's und machen andere Netzbetreiber auch so!"
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Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

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Fritzchen-66 hat geschrieben: Zu den Leistungsgrenzen, die immer wieder genannt werden, gibt es eine einfache Erklärung:
- ein einfacher Zähler wird normalerweise mit 35A am SLS abgesichert.
- für höhere Lasten kann der SLS bis auf 63A erhöht werden

Sobald konstante Lasten wie Wärmepumpen oder Ladestationen am Zähler hängen, sieht es anders aus.
Dann liegt die Grenze pro Zähler bei 44A Dauerstrom (oder 30kVA). Der SLS in diesem Fall ist dann mit 50A zu dimensionieren.
In meinem Fall sieht die Hausinstallation aber anders aus. Mein Hausanschluß ist mit 3x100 A abgesichert. Ich habe zwei SLS 63 A die jeweils vor den zwei Zählern mit 60 A hängen. Ich sehe also keine technische Notwendigkeit weswegen der VNB mit die 30 kVA vorschreiben will!

Dazu kommt das er mir auf Nachfrage gesagt hat das mein Haus mit 50 kVA angeschlossen ist aber ich dann selber nachgesehen habe und die 3 x100 A Sicherungen gefunden habe und wie gesagt auch 2 x 63A SLS Sicherungen. Sind die paralell angeschlossen? Das würde ja bedeuten das mein Haus nicht mit 50 kVA sondern mit 100 kVA angeschlossen ist. Und wenn die sich schon bei sowas irren dann fällt es mir schwer deren Aussagen für sinnvoll zu halten.
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Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

TorstenW
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Moin,

100A sind nicht 100kVA. ;)
Die alles entscheidende Frage ist, was für Sicherungen sind im Hausanschlusskasten drin?!
Die müssten noch größer sein als 100A (was ich mir irgendwie nicht vorstellen kann).
Guck mal bitte nach.

Grüße
Torsten

Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

marc71xxx
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@Ambi Valent

Der HAK (Hausanschlusskasten) wird meines Wissens immer auf 100A oder 160A ausgelegt, also die Leitung von da zur Straße.
Das andere ist technisch die hausinterne Auslegung, die meistens kleiner ist.

Wichtig ist eigentlich nur, was in Deinem Hausanschlussvertrag mit dem VNB steht, und das sind meistens 30kW oder kVA.
Ist wie bei einem DSL Anschluss, auch wenn der 250Mbit kann, wenn Du nur 16 buchst, hast du auf mehr auch keinen Anspruch.

Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

TorstenW
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Moin,

der Kasten schon, entscheidend sind die Sicherungen, die drin stecken. Und die müssen größer sein als die "dahinter".
Das ist das, was mich verwundert, dass da 100er SLS sind. Dann müss(t)en im HAK mindestens 125er Sicherungen drin sein.

Grüße
Torsten

Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

marc71xxx
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Dazu kommt das er mir auf Nachfrage gesagt hat das mein Haus mit 50 kVA angeschlossen ist aber ich dann selber nachgesehen habe und die 3 x100 A Sicherungen gefunden habe und wie gesagt auch 2 x 63A SLS Sicherungen.
Er schrieb 3*100A und 2 SLS 63A
Ich schätze mit den 100A meinter er die NH00s im HAK - gibt ja auch welche mit durchsichtigem Deckel

die 50kVA beziehen sich auf die vertraglich zugesicherte Leistung

Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

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Hallo Ambi Valent,
Du mußt bei den Anschlüssen zwischen pulsierenden Leistungen und einer Dauerleistung unterscheiden.

Wenn Du „normale“ Verbraucher an der Leitung hängen hast, dann liegen die Ströme für Sekunden oder maximal Minuten an. Wenn dann weniger Leistung abgerufen wird, können die Komponenten abkühlen.

Anders ist es bei Wallboxen und Wärmepumpen. Dort liegt die Leistung dauerhaft für Stunden an. Damit hat die Installation keine Zeit, abzukühlen. Daher gibt es in diesem Fall die Begrenzung auf 30 kVA.
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Ladesäule vor der Haustür
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Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

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Mir ist im Schlaf eine neue Idee gekommen:

Ich schließe einfach eine Wallbox an den Wärmepumpenzähler an. Damit halte ich die 30 kVA (11 kW Wallbox + 3,5 kW Wärmepumpe + 2 x 6 kW Heizpatrone = 26,5 kVA) ein und bekomme den Strom für den vergünstigsten Tarif. Dafür gehe ich den Nachteil ein das 2 x 2 Stunden pro Tag der Strom weg ist.

Die zweite Wallbox schließe ich an den normalen Haushaltsstromzähler an. Auch da sind dann die 30 kVA eingehalten (11 kVA Wallbox + ?? kVA Haushaltsstrom alles nur "Klein"verbracher <= 30 kVA). Dann ist der Strom teurer aber dafür fließt er zuverlässig unterbrechungsfrei.

In der Praxis vereine ich damit nur Vorteile: Ich lade mein E-Auto, oder in Zukunft Zwei, vorrangig an der Wallbox mit dem günstigen Strom. Wenn ich doch mal ausnahmsweise zwei Autos gleichzeitig laden muss oder in der Wärmepumpen Sperrzeit lade ich (auch) an der anderen Wallbox.

Da kann der VNB ja nu nix gegen haben oder was könnte der da wieder für Argumente aus dem Hut ziehen?
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Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

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Ambi Valent hat geschrieben: Ich schließe einfach eine Wallbox an den Wärmepumpenzähler an. Damit halte ich die 30 kVA (11 kW Wallbox + 3,5 kW Wärmepumpe + 2 x 6 kW Heizpatrone = 26,5 kVA) ein und bekomme den Strom für den vergünstigsten Tarif. Dafür gehe ich den Nachteil ein das 2 x 2 Stunden pro Tag der Strom weg ist.
Der Strom ist nur weg, wenn die Wallbox am Schaltkontakt angeschlossen wird. Auch bei der WP wird nicht der Strom unterbrochen sondern die Elektronik bekommt nur ein Steuersignal die WP abzuschalten. Dabei wird aber immer die Mindestlaufzeit der WP eingehalten. Wenn das Abschaltsignal kommt und der Hersteller der WP eine Mindestlaufzeit von z.B. 5 Min. vorgibt um Schäden zu vermeiden, dann läuft die WP bis zu 5 Min. länger.

Wenn das Abschaltsignal nicht an die WB angeschlossen wird, wird die auch nichtr abgeschaltet. So einfach ists. :old:
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

TorstenW
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Moin,

das kann man nicht unbedingt verallgemeinern.
Bei meinem Netzbetreiber wird der Mond noch mit der Stange weitergeschoben. Statt eines Rundsteuerempfängers ist bei mir eine poplige Hutschienenschaltuhr mit 2 Kontakten verbaut. Einer der beiden Kontakte schaltet den (Zweitarif)Zähler um, der andere schaltet ein Schütz. Also volle Hütte KrachBumm an/aus.
Da meine WP aber weniger als 2kW aufnimmt, wird sie (Gott sei Dank) nicht abgeschaltet......

Grüße
Torsten
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