Wärmepumpenstrom für Elektromobile

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Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

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6 A Nachts sind netzdienlicher als 22 kW Morgens in 1,5 h.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

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ja, sagte ja, ich weiss...interessiert aber aktuell nicht.
Netzdienlichkeit bei Verbrauchern auf der Niederspannung war bisher noch *nie* ein Thema...die alten Sperr- und Freigabezeiten dienten der Erzeugung (ein Kohlekraftwerk fährt am besten einen Strich). Steuervorgänge, auch netzdienlich gibt es allenfalls bei Erzeugern und auch da nur auf der Mittelspannung.
Ich kenne VNBs die noch nie den "Knopf am FRE" gedrückt haben...da bei vielen der Anlagenbesitzer die Dinger kaufen und einbauen musste, wissen die nichtmal ob die angeschlossen sind.
Selbst wenn es irgendwann intelligente Messsysteme geben wird, die auch netzdienliche Parameter erfassen können, gibt es weder Konzepte, Prozesse und Vorrichtungen beim VNB, das auch zu nutzen (Stichwort Niederspannungs-Leitstand).
Netzausbau ist aus kommerzieller Sicht viel besser für das Portemonaie des VNB...dafür muss es aber erstmal krachen ;-)
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Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

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heinert hat geschrieben:
p.hase hat geschrieben: ob du einen rundsteuerempfänger brauchst ist von der stärke deines kompressors der wärmepumpe abhängig! ich glaube! die grenze ist bei 2,5kW. da könntest du auch mal ansetzen ob du jemals einen rundsteuerempfänger gebraucht hättest.
Meine Wärmepumpe hat >3kW, aber mit dem Rundsteuerempfänger habe ich ja auch gar kein Problem, denn der ist ja ohnehin schon da.
Es geht mir nur darum, den starrköpfigen Netzbetreiber von einer ordnungsgemäßen Anwendung des §14a EnWG zu überzeugen, damit ich die Energie für die Wallbox über den Heizstromtarif beziehen kann.
...um da nochmal was für Deine Diskussion nachzulegen...ab hier (Beitrag #144) lesen und den Links in den anderen Beiträgen folgen: https://www.photovoltaikforum.com/threa ... ost1947085
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Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

heinert
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heinert hat geschrieben: Nachdem hier ja bereits diverse Threads zu diesem Thema existieren, habe ich mir mal diesen für mein Anlegen herausgesucht.

Ich verfüge bereits über einen zweiten Zähler (HT/NT) inkl. Rundsteuerempfänger für Wärmepumpenstrom, an den ich nun gerne zusätzlich eine 11kW-Wallbox anschließen lassen möchte.
Eine telefonische Voranfrage mit dem Hinweis auf §14a EnWG beim örtlichen Netzbetreiber wurde negativ beantwortet. Angeblich bedürfe es eines zusätzlichen Zählers mit separatem Rundsteuerempfänger und eigenem Stromtarif, um mein Vorhaben umzusetzen.
Daraufhin habe ich es mit einer telefonischen Anfrage beim Verbraucherservice Energie der Bundesnetzagentur versucht, der sich jedoch nicht zuständig fühlte und an die EEG-Info-Hotline (ebenfalls Bundesnetzagentur) verwiesen hat. Leider erreicht man unter der angegebenen Rufnummer nur einen AB.

Wer von Euch hat es schon geschafft, seinen Netzbetreiber davon zu überzeugen, Wärmepumpe und Wallbox an einem Zähler zu betreiben und kann mir Tipps zur Vorgehensweise geben?
Besten Dank vorab für jeden Hinweis.
Vielen Dank für alle bisherigen Antworten und Hinweise zu meiner Frage.
Nach einigem Hin und Her habe ich den örtlichen Netzbetreiber nun immerhin soweit, dass er mein Anliegen nicht mehr grundsätzlich ablehnt.

ABER:
Laut Aussage des Netzbetreibers müsste die "Kennzeichnung zum technischen Aufbau" meiner Messstelle vorab geändert werden.
Bisher ist hier wohl Aufbau gemäß Wärmepumpenrichtlinie hinterlegt und das müsste in Doppeltarifzähler mit Aufbau gemäß Schwachlastvertrag angepasst werden.

Weiß hier jemand, was das bedeutet?
Ist das nur ein bürokratischer Akt oder sind mit dieser Änderung auch irgendwelche Nachteile verbunden?
Schränkt mich das evtl. sogar bei der Auswahl des Stromlieferanten (es geht ja weiterhin um Heizstromtarife) ein?

Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

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kenne ich von meinem VNB nicht, aber ich bin a nicht bundesweit firm drin.....und das kann Dir Dein Netzbetreiber / Messtellenbetreiber nicht selbst sagen?...wer hat's erfunden?
Da muss es doch eine Veröffentlichung zu geben, bei Deinem Netzbetreiber.
Die blöde Frage lautet, bist Du sicher, dass Du mit dem Netzbetrieber, dem Messstellenbetreiber oder nicht doch dem Lieferanten gesprochen hast?
Das Zauberwort "Schwachlastvertrag" hört sich so old-school, nach Nachtspeicherheizung an ;-)
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Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

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heinert hat geschrieben: Laut Aussage des Netzbetreibers müsste die "Kennzeichnung zum technischen Aufbau" meiner Messstelle vorab geändert werden.
Der Netzbetreiber ist für die Messstelle gar nicht zuständig sondern der Messstellenbetreiber. Lt. Gesetz darf das nicht die gleiche Firma sein.

heinert hat geschrieben: Bisher ist hier wohl Aufbau gemäß Wärmepumpenrichtlinie hinterlegt und das müsste in Doppeltarifzähler mit Aufbau gemäß Schwachlastvertrag angepasst werden.
Wenn man einen separaten Zähler für die Wärmepumpe hat und der Zähler nur eine 1-Tarifzähler ist, dann wollen die, dass man in den Sperrzeiten für den Strom den Normaltarif zahlt. Dafür braucht man einen Dopeltarifzähler. Für Wärmepumpenstrom bekommen die Netzbetreiber weniger Durchleitungskosten erstattet, weil ja der Stromverbrauch der WP in den Schwachlastteiten erfolgt. Mit dem Strompreis hat der VNB nix zu tun. Das wiederum ist Sache des Lieferanten. Ob der Lieferant dann beim Schwachlasttarif noch den gleichen Preis berechnet ist fraglich. Auch muss man dann jemand haben der den Hochtarif liefert. Ist alles recht kompliziert.

Ich würde ohne lange zu fragen die WB an dem Anschluss der WP anschliesen. Die ca. 2000 zusätzliche kWh fallen bei dem Verbrauch der WB kaum ins Gewicht.

Bei einigen Kunden habe ich einen Umschalter eingebaut, der dafür sorgt, dass in den Sperrzeiten der Strom über den Wohnungzähler bezogen wird. Die Sperrzeiten sind bekannt und man kann den Ladetimer im Auto so programmieren, dass dieser die Ladung nur in den WP-Freigabezeiten frei gibt. Man kann bei Bedarf dann auch in den Sperrzeiten laden muss dann aber ausnahmsweise den Normaltarif zahlen.
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Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

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ecopowerprofi hat geschrieben: Der Netzbetreiber ist für die Messstelle gar nicht zuständig sondern der Messstellenbetreiber. Lt. Gesetz darf das nicht die gleiche Firma sein.
Aha...

§ 2 Nr. 4 MsbG:
"grundzuständiger Messstellenbetreiber: der Betreiber von Energieversorgungsnetzen, solange und soweit er seine Grundzuständigkeit für den Messstellenbetrieb nicht nach § 43 auf ein anderes Unternehmen übertragen hat, oder jedes Unternehmen, das die Grundzuständigkeit für den Messstellenbetrieb nach § 43 übernommen hat,"

Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

heinert
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hominidae hat geschrieben: und das kann Dir Dein Netzbetreiber / Messtellenbetreiber nicht selbst sagen?...wer hat's erfunden?
Naja, der Kontakt ist wie gesagt eher schwierig. Der Netz-/Messstellenbetreiber spielt da wohl absichtlich die "Stromtarife sind außerhalb der Zuständigkeit"-Karte.

hominidae hat geschrieben: Die blöde Frage lautet, bist Du sicher, dass Du mit dem Netzbetrieber, dem Messstellenbetreiber oder nicht doch dem Lieferanten gesprochen hast?
Ja, da bin ich sicher. Ich habe mit den Netzbetreiber gesprochen, der hier auch gleichzeitig der grundzuständige Messstellenbetreiber ist.

hominidae hat geschrieben: Das Zauberwort "Schwachlastvertrag" hört sich so old-school, nach Nachtspeicherheizung an ;-)
Finde ich auch und daher habe ich die Sorge, dass ich für den Zähler nach dieser Änderung keine Heizstromtarife für Wärmepumpen mehr abschließen kann.

ecopowerprofi hat geschrieben: Der Netzbetreiber ist für die Messstelle gar nicht zuständig sondern der Messstellenbetreiber. Lt. Gesetz darf das nicht die gleiche Firma sein.
Bist Du da sicher?
Zumindest auf der Seite der Bundesnetzagentur heißt es:
Ihr Messstellenbetreiber ist grundsätzlich der örtliche Netzbetreiber[...]

ecopowerprofi hat geschrieben: Dafür braucht man einen Dopeltarifzähler. Für Wärmepumpenstrom bekommen die Netzbetreiber weniger Durchleitungskosten erstattet, weil ja der Stromverbrauch der WP in den Schwachlastteiten erfolgt.
Der Doppeltarifzähler (inkl. zugehörigem Rundsteuerempfänger) ist bei mir ja schon immer vorhanden. Darauf läuft ein Heizstromtarif für Wärmepumpen (gleicher Arbeitspreis für HT und NT).

ecopowerprofi hat geschrieben: Ich würde ohne lange zu fragen die WB an dem Anschluss der WP anschliesen. Die ca. 2000 zusätzliche kWh fallen bei dem Verbrauch der WB kaum ins Gewicht.
Das war ja auch mein Ansinnen, aber mein Elektriker möchte das nicht ohne vorherige Genehmigung des Netzbetreibers umsetzen.

Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

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..Du willst doch zwei Dinge klären:

1) kann ich die WB, welche ebenfalls laut gesetzlicher Definition des §14EnWG unter die "unterbrechbaren Verbrauchseinrichtungen" fällt an den schon vorhandenen Anschluss der WP direkt nutzen, oder benötige ich zwingend
- eine weitere Messstelle (Zähler)?
- wenn ja, welcher Art (Lastgangzähler, Standard-Zähler)...da Du ne PV hast/willst, sind es sowieso immer 2-Richtungszähler.
- und einen weiteren Rundsteuerempfänger?

Das fragst Du Deinen Netzbetreiber und niemand sonst.
Der Tarif selbst ist Sache des Lieferanten und davon unabhängig....das verhandelst Du getrennt.
Der Hinweis, dass es Lieferanten gibt, die damit kein Problem haben, könnte ja helfen...ebenso dass es Netzbetreiber gibt, die damit kein Problem haben.
Daher auf jeden Fall, bei Ablehnung eine schriftliche Begründung einfordern.
Ebensfalls darauf hinweisen, das weitere Zähler und Rundsteuerempfänger einen erheblichen, teuren Umbau des Zählerschranks (kaum jemand hat Platz für so viel Zeug) erfordern, die Du natürlich zahlen musst und daher auf eine schriftliche Begründung bestehst, die Du rechtssicher prüfen können musst, bevor Du hier einen Auftrag erteilst.
Die kommerzielle Alternative, die WB nicht nach §14a anzuschliessen sondern an den Hausstrom (einen 11kW Box musst Du ja auch nicht genehmigen lassen) bringt ja keinem etwas.
Vielleicht noch den Hinweis, dass Du aus Ärger dann vom grundzuständigem MSB (i.d.R. auch der Netzbetreiber) zu einem wettbewerblichen wechseln könntest, damit der VNB möglichst wenig Geld sieht - und zwar dann für *alle* Messtellen - könnte da noch helfen, die Gehirnzellen mal anzuschalten.

2) je nach Ausgang von (1) dann mit einem oder mehreren Lieferanten verhandeln...und zB mit einem wettbewerblichen MSB (zB Commetering).

Weitere Alternativen, wenn Du nicht das bekommst, was Dir gefällt: umziehen/auswandern/auf Insel-Betrieb umstellen/eine Clearingsstelle anrufen/klagen/shitstorm bei Fratzenbuch/die lokale Presse betrunken machen....oder anders kreativ werden, wie ecopowerprofi ja schon schrieb.
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Re: Wärmepumpenstrom für Elektromobile

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heinert hat geschrieben: aber mein Elektriker möchte das nicht ohne vorherige Genehmigung des Netzbetreibers umsetzen.
Einen anderen Elektriker suchen. Wenn Du Dir das Anklemmen nicht selbst zutraust, kann man ja mal einen aus der "Bekanntschaft" fragen der sich auskennt. Wenn der Zähler usw. schon alles da ist dürfte diese Arbeit sogar was für ein Elektriker ohne Lizenz sein.
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