Auto laden im Mehrparteienhaus?

Auto laden im Mehrparteienhaus?

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Hallo Community!

Da ich mich jetzt mehr und mehr mit dem Gedanken beschäftige, wirklich auf einen elektrischen PKW umzusteigen, bin ich auf der Suche nach einer Lösung, dieses in der Garage eines Mehrparteienhauses aufladen zu können. Wir haben im Haus ein Parkdeck, wo jeder Wohnung ein Garagenplatz zugeordnet ist - allerdings natürlich ohne Strom (wozu auch? ;-)). Mein erster Plan war, einen Elektroanschluss aus meiner Wohnung in die Garage leiten zu lassen, dies ist aber aus baulichen Gründen eigentlich eher nicht möglich.

Im Parkdeck steht natürlich Strom für Licht und das Garagentor zur Verfügung, dies ist aber natürlich "Gemeinschaftsstrom", das heisst hier aufzuladen und die Stromrechnung der Hausgemeinschaft zu belasten steht natürlich nicht zur Debatte. Ich frage mich: stehe ich wirklich so alleine da mit dieser Fragestellung, oder hat schon irgendwer eine praktikable, finanzierbare Lösung dafür gefunden?

Danke,
Stephan
Manchmal beschleicht mich ja das Gefühl, dass Individualelektromobilität trotz aller Lippenbekenntnisse verhindert werden soll ...
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Re: Auto laden im Mehrparteienhaus?

lingley
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Es fehlen da noch ein paar Angaben um Dir Antworten zu können :
a. Eigentumsverhältnis - Mieter o. Eigentümer ?
b. welches Fz ist geplant ?
c. welche Ladung schnell/langsam wird genötigt/bevorzugt ?
d. Anschlußwert des Hauses + Gemeinschaftszählers
e. vom Zählerkasten zum Garagenplatz - ein seperates Kabel ziehen möglich ?

vg lingley

Re: Auto laden im Mehrparteienhaus?

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  • Eberhard
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Schau mal nach, wo der Hausanschlußraum ist. Dort sollten alle Zähler sein. Von dort lass nach deinem Zähler eine Unterverteilung einrichten und in die Garage verlegen. Kabel mit mind. 5x10mm besser sogar 16mm Kleinen Anschlußkastenten mit FI und Sicherung Von dort geht es zu deiner Steckdose.

lg

Eberhard

Re: Auto laden im Mehrparteienhaus?

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Hallo,
wenn es irgendwo im Keller/ Erdgeschoss noch einen freien Zählerplatz gäbe ginge es ja noch. Dann müsste man von dort eine Leitung bis zu deinem Stellplatz ziehen und du müsstest gegebenenfalls eine zweiten Zähler anmieten. Oder deine Wohnung ist im Erdgeschoss, dann könnte man je nach örtlichen Gegebenheiten eventuell auch von deinem Wohnungszähler abgehen.
Blöd wird es wenn dann mehrere Bewohner irgendwann elektrisch fahren wollen. Dann müsste wohl etwas strukturierter mit Zwischenzählern beim Gemeinschaftsstrom gearbeitet werden. Auch müssen die Leitungsquerschnitte da immer passen.

Viele Grüße:

Klaus
Ist das nicht gut ?
Ja ! Das ist nicht gut !

Re: Auto laden im Mehrparteienhaus?

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Meistens gehen in Mehrparteienhäusern die Probleme schon viel früher los.

.. achneee - da müßte ich ja zur Stromabrechnung noch eine neue Spalte in die Exceltabelle einfügen, dass
hab ich ja noch nie gemacht ... ich bin dagegen.
.. Sie können ja Umziehen wenn ihnen was nicht paßt.

Glaub mir, die Technik ist ein Klacks gegen Dummheit und Faulheit machner Menschen die an
Positionen sitzen wo sie bischen was zu sagen haben.
Es ist nie falsch das Richtige zu tun.

Re: Auto laden im Mehrparteienhaus?

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Richtig STEN,

das sind dann die zwischenmenschlichen und formellen Probleme, Verwaltung etc. .
Wohnungseigentümergemeinschaft, Beschlüsse...
Ist das nicht gut ?
Ja ! Das ist nicht gut !

Re: Auto laden im Mehrparteienhaus?

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.. ich sehe schon, da haben andere Forenmitglieder auch schon schöne Erfahrungen machen können.
Bin ich froh, dass ich in unserer kleine Hütte anstellen kann, was ich will.
Es ist nie falsch das Richtige zu tun.

Re: Auto laden im Mehrparteienhaus?

lingley
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STEN hat geschrieben:.. ich sehe schon, da haben andere Forenmitglieder auch schon schöne Erfahrungen machen können.
Bin ich froh, dass ich in unserer kleine Hütte anstellen kann, was ich will.
Jo ... ich erinnere da an ZOEZEN1 und seine Mietgarage ... Da will einer und dann ... Horror pur.

Auto laden im Mehrparteienhaus?

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Bei mir ist der Verteiler im Keller ... von dort muss ich nur en paar Meter zu meinem Stellplatz ... Die anderen Eigentümer können da gar kein Problem haben da sie ja nicht mit Gebühren belastet werden. Aufpassen muss man auf den ANSCHLUSSWERT der Wohnung. Meine ist mit 25A abgesichert ... 11kW daher kein Problem ... Wollte ich mehr muss ich auf 35A oder 40A aufstocken. Da muss dann der Energieversorger feststellen ob dies ohne weitere bauliche Maßnahmen überhaupt möglich ist. Und dann kostet es natürlich noch extra Geld ... Von 25A auf 35A müsste ich um die 850€ einmalig zahlen auf 40A gar über 2500€!
Daher bleibe ich bei 11kW und gut ist's ... FI Typ B, LS und Kabel verlegen kostet dann noch ca. 650€ die mein Elektriker bekommt ...
Zuletzt geändert von golfsierra am So 2. Jun 2013, 09:19, insgesamt 1-mal geändert.
S 70D

Re: Auto laden im Mehrparteienhaus?

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Mit Fi Typ B sind 650€ echt ein Schnäppchen!
11kW sind auch ok - Auto in 2 Stunden voll, da träumen 90% der E-Mobilisten von.
Es ist nie falsch das Richtige zu tun.
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