20kW DC anstatt 22kW AC ?

Re: 20kW DC anstatt 22kW AC ?

Jupp78
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Fluencemobil hat geschrieben: Wenn man ein e Auto so laden würde, hätte es heute den Vergleich auf vox sogar gewonnen. Und nicht der Diesel.
Natürlich kann man den Test auf Vox kritisieren, aber ich denke schon, dass das Ergebnis im Mittel schon passt. So ein E-Auto wird eben im Mittel auch mal öffentlich geladen. Und das treibt die Zeiten im Mittel einfach extrem nach oben.
Die einzige Nummer über die man ernsthaft streiten könnte, war der Ausgang zum PHEV. Denn da schaut sicher niemand diesem beim Laden zu, wenn er eigentlich weiter fahren will. Den hätte ich auf Diesel-Nievau gesehen.
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Re: 20kW DC anstatt 22kW AC ?

sheridan
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E-Pinger hat geschrieben: Beispiel EnBW/ADAC:
AC = 0,29 €/kWh
DC = 0,39 €/kWh
Was glaubst du wo dieser Preisunterschied herkommt?
Ein Teil sind die höheren Investkosten für die Ladestation und ein Teil die Ladeverluste die eben pauschal berechnet werden
Das Pricing ist ein valider Punkt, der höhere DC-Preis kommt aber von den höheren Investitionskosten in 50kW und mehr. Der Anbieter der Säule (evpass) macht übrigens keinen Preisunterschied zwischen AC und DC. 20kW DC-Säulen sollten meiner Meinung nach nicht wie 50+ beaufschlagt werden. Das wäre aber auch wieder ein Diskissionsthema über Ladekarten-Anbieter. Die Betreiber können das sehr wohl in ihrem Pricing berücksichtigen, ggf muss man halt als Kunde sich selber schlau machen, wie man am günstigsten lädt.
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Re: 20kW DC anstatt 22kW AC ?

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Hmm, wenn DC dann hätte ich aber gerne DC-mid mit dem Typ-2-Stecker. Der CCS-Stecker ist mir ehrlich gesagt zu schwer und zu unhandlich für mal eben einstecken. Mit dem Leih-Jaguar letztens hab ich die Erfahrung gemacht, daß man den CCS-Stecker etwa 30-40 Sekunden festhalten muß bis er richtig verriegelt ist.

Nein, auch wenn über kurz oder lang die 22-kW-eAutos aussterben sollten, bleibt meiner Meinung nach AC die erste Wahl für gemütliche Destination-Ladung.

Grüazi, MaXx

Re: 20kW DC anstatt 22kW AC ?

Jupp78
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sheridan hat geschrieben: Das Pricing ist ein valider Punkt, der höhere DC-Preis kommt aber von den höheren Investitionskosten in 50kW und mehr. Der Anbieter der Säule (evpass) macht übrigens keinen Preisunterschied zwischen AC und DC.
Die Investitionskosten sind ein wesentlicher Punkt, wo die Verluste bleiben, aber der andere relevante Punkt. Was nimmt evpass denn? Wenn die jetzt auf dem Niveau arbeiten der EnBW für DC-Strom, dann klappt die Argumentation zusammen.
Und irgendwo müssen die Ladekartenanbieter auch überschaubar bleiben. Ansonsten nimm die Karte von Shell. Da bekommst du an jeder Säule den individuellen Preis, aber glaube nicht, dass es dadurch billiger wird.

Re: 20kW DC anstatt 22kW AC ?

tm7
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UliK-51 hat geschrieben: Und auf der Autobahn? Wenn mich ein interessierter Verbrennerfahrer fragt, und ich ihm sagen muß, daß ich alle 120 km knapp 20 min. nachladen muß, dreht der sich rum und geht.
Ja, die Info führt in dieser Form in die Irre. Ich sage z.B., wenn es ihn interessiert: 700 km == xy kWh == xy Minuten Ladezeiten auf der Strecke zzgl. An- und Abfahrtzeiten == 2 Stunden Pause maximal. Das ist dann bei z.B. 7 bis 8 Stunden reiner Fahrzeit etwa eine Stunde mehr als mit dem Verbrenner. Selbst mit dem kleinen 28 kWh Akku.

So tragisch ist das also nicht, mal ganz abgesehen davon, dass auch das nicht die vollständige Wahrheit ist.

Und ich habe auch schon ganz andere Ansichten getroffen, die mich überrascht haben. Z.B. meinte jemand mal, dass es sinngemäß unvermeidlich in die Richtung E-Autos gehen wird, nachdem ich kurz mit ihm gesprochen hatte. Egal, welche aktuellen Probleme existieren, die Weichen sind gestellt. Er wirkte entspannt neugierig auf die Zukunft.

Zu wenig Schnelllader an der Mosel: ja, es gibt ein paar Schnellladewüsten. Sollte sich aber in den nächsten 10 Jahren deutlich bessern, denke ich.
28er Ioniq in mausgrau, staubgrau, aschgrau, bleigrau, zementgrau, ... Bj. 5/2017, seit 31.1.2019
https://www.spritmonitor.de/de/detailan ... 09227.html

Re: 20kW DC anstatt 22kW AC ?

sheridan
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Jupp78 hat geschrieben: Die Investitionskosten sind ein wesentlicher Punkt, wo die Verluste bleiben, aber der andere relevante Punkt. Was nimmt evpass denn? Wenn die jetzt auf dem Niveau arbeiten der EnBW für DC-Strom, dann klappt die Argumentation zusammen.
Und irgendwo müssen die Ladekartenanbieter auch überschaubar bleiben. Ansonsten nimm die Karte von Shell. Da bekommst du an jeder Säule den individuellen Preis, aber glaube nicht, dass es dadurch billiger wird.
Evpass selbst hat allgemein leider recht unattraktive Preise mit 1.50 CHF Session und 0.50 CHF/kWh ad-hoc. Die Säule, an der ich war hatte aber einen Spezialtarif von 0.12 CHF/kWh. Normalerweise nehme ich EnBW, aber in dem Fall war direkt günstiger. Das bedeutet übrigens auch, dass EnBW bei Ladevorgängen in der Schweiz wahrscheinlich draufzahlt. Bei Shell wird übrigens 1.50/0.50 als Preis angezeigt.
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Re: 20kW DC anstatt 22kW AC ?

sheridan
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MaXx.Grr hat geschrieben: Hmm, wenn DC dann hätte ich aber gerne DC-mid mit dem Typ-2-Stecker. Der CCS-Stecker ist mir ehrlich gesagt zu schwer und zu unhandlich für mal eben einstecken. Mit dem Leih-Jaguar letztens hab ich die Erfahrung gemacht, daß man den CCS-Stecker etwa 30-40 Sekunden festhalten muß bis er richtig verriegelt ist.
Scheint ein Problem von Jaguar zu sein. Der Ioniq verriegelt sofort. Das CCS-Kabel war sehr leicht, bei 20kW braucht es ja keine Kühlung und auch geringere Kabelquerschnitte. Anstecken war definitiv schneller als ein Typ 2-Kabel rauszukramen.
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Re: 20kW DC anstatt 22kW AC ?

Jake1865
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Naheris hat geschrieben: Das habe ich mal mit einer Go-e-Box überprüft. Es scheint mir eher so zu sein, dass er zeigt, was nach der Transformation in den Akku fließt. Das Du hier der erste Mensch bist, der eine 11 kW-Lüge aufdeckt halte ich für unwahrscheinlich. ;)
Mein Audi zeigt mir an das mit 9,9 kW geladen wird. Muß ich mir echt die Mühe machen und mit der Stromzange messen was an Wechselstrom reingeht?
Wenn 15A AC freigegeben sind, darf das Auto auch nur 15A AC nuckeln, sonst bräuchte man doch keine Norm, oder sehe ich das falsch?
Wenn aber 11kW gesaugt werden und nur 9,9 kW im Akku ankommen sind das ziemlich herbe Ladeverluste.
Wie dem auch sei. Es kommen auf jeden Fall nur 9,9 kW im Audi an.
Die Amis haben die bessere Show. Die Deutschen bauen die besseren Autos.

Re: 20kW DC anstatt 22kW AC ?

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Bei der Go-e-Box bitte an geeigneter Stelle hier im Forum nachlesen wie es um deren Meßgenauigkeit steht. Mal ganz abgesehen davon, daß das eAuto bei AC nur sehr rudimentär mit der Wallbox spricht. Aber keinesfalls teilt es mit was an Gleichstrom-Leistung gerade in den Akku geh...

Grüazi MaXx

Re: 20kW DC anstatt 22kW AC ?

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sheridan hat geschrieben:
MaXx.Grr hat geschrieben: Hmm, wenn DC dann hätte ich aber gerne DC-mid mit dem Typ-2-Stecker. Der CCS-Stecker ist mir ehrlich gesagt zu schwer und zu unhandlich für mal eben einstecken. Mit dem Leih-Jaguar letztens hab ich die Erfahrung gemacht, daß man den CCS-Stecker etwa 30-40 Sekunden festhalten muß bis er richtig verriegelt ist.
Scheint ein Problem von Jaguar zu sein. Der Ioniq verriegelt sofort. Das CCS-Kabel war sehr leicht, bei 20kW braucht es ja keine Kühlung und auch geringere Kabelquerschnitte. Anstecken war definitiv schneller als ein Typ 2-Kabel rauszukramen.
CCS -Kabel mit 5m Länge?
Oder wie willst Du die Unterschiedlichen Ladenanschlüsse an den Autos erreichen?

Ab & zu bin ich froh das ich ein beliebig langes Typ2 Kabel anstecken zu können. ;)

Grundsätzlich bin ich aber bei Dir. Das jedes Auto mit einem Gleichrichter rum fährt ist nicht wirklich nachhaltig. Nur ist dafür das vermurkste CCS nicht geeignet. Da war Tesla mit dem DC per Typ2 Kabel schonmal weiter.
Unsere Industrie möchte aber lieber zusätzliches Geld drucken und erfindet alles, schlechter neu. ;)
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