Das neue Problem der Ladeinfrastruktur

Re: Das neue Problem der Ladeinfrastruktur

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FSB_1 hat geschrieben: Aus ökonomischer und vor allem ökologischer Sicht eines Vaters mit zwei Kindern nicht nachvollziehbar, warum das eine "gut" und das andere "schlecht" ist.
Das ist doch offensichtlich. Der eine Brennstoff ist fossil und trägt somit zum Traibhauseffekt bei, während der andere Brennstoff erneuerbar ist.
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Re: Das neue Problem der Ladeinfrastruktur

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Bei der Verbrennung des fossilen werden aber weniger Schadstoffe freigesetzt wie bei der des erneuerbaren. In diesem Fall.

Besser wäre es, das Holz im BKK zu verbrennen.

Gruß SRAM
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Re: Das neue Problem der Ladeinfrastruktur

hgerhauser
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FSB_1 hat geschrieben:
Im Dierecke-Atlas (Standorte) habe ich schon gelernt, warum die Braunkohle-Kraftwerke bei den Tagebauen liegen. Spezifischer Heizwert (15 MJ/kg?) ist für den Transport zu niedrig. Wenn man jetzt bedenkt, dass der Heizwert von Biomasse (Holz, 14 MJ/kg?) niedriger liegt, fragt man sich, warum diese Regel heute nicht mehr gelten soll.
Braunkohle hat eine sehr hohe Feuchtigkeit und damit liegt man sogar nur bei 7 oder 8 MJ/kg, wenn man sich die Trocknung sparen will, und vortrocknen mit Abwärme ist ohne Kraftwerk vor Ort nicht so einfach.

Holzpellets müssen getrocknet werden, ob das in den USA für den Export nach England mit KWK gemacht wird, weiß ich nicht.

Rohbraunkohle per Zug ist meines Wissens teurer im Bereich von 50 bis 500 km über Land als Strom, wenn man aber Schiffe verwenden kann, wird der Braunkohletransport wieder relativ günstiger und davon abgesehen, wird sich bei hohen Entfernungen auch die Trocknung am Ausgangsort rechnen.

Re: Das neue Problem der Ladeinfrastruktur

hgerhauser
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Mir fällt gerade noch etwas dazu ein.

Über Land ist wohl sogar bei über 3000 km der Stromtransport günstiger als der Kohletransport:
https://www.tdworld.com/overhead-transm ... ross-china

1100 kV, 3239 km und 12 GW von Nordwesten Chinas bis kurz vor Shanghai. China hat kein Problem damit, dass da sowohl Kohlestrom als auch Wind/PV Strom transportiert wird.

Re: Das neue Problem der Ladeinfrastruktur

hgerhauser
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https://ecomento.de/2020/09/11/toyota-h ... destation/

Schon wieder ein Artikel zu einer mobilen Ladestation ohne Netzanschluss. Wir lassen mal außen vor, woher der Wasserstoff für das Ding kommt, und ob da bei Elektrolyse schon Abgaben, Netzkosten etc. angefallen sind, wie sieht die Rechtslage hier aus bei öffentlichem Stromverkauf über die Ladesäule ohne Netzanschluss???

Re: Das neue Problem der Ladeinfrastruktur

backblech
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hgerhauser hat geschrieben: Holzpellets müssen getrocknet werden, ob das in den USA für den Export nach England mit KWK gemacht wird, weiß ich nicht.
Holzpellets werden aus eh schon trockenen Sägespänen hergestellt. Da wird nix getrocknet.
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Re: Das neue Problem der Ladeinfrastruktur

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Da geht's um Notfallabdeckung und Veranstaltungen. Kosten sind da nachrangig.

Gruß SRAM
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Re: Das neue Problem der Ladeinfrastruktur

Oldy62
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backblech hat geschrieben:
hgerhauser hat geschrieben: Holzpellets müssen getrocknet werden, ob das in den USA für den Export nach England mit KWK gemacht wird, weiß ich nicht.
Holzpellets werden aus eh schon trockenen Sägespänen hergestellt. Da wird nix getrocknet.
Das dafür aber verwendete Abfallholz aber schon. Da stellt sich natürlich die Frage, woher die Energie dafür kommt.
https://heizung.de/pelletheizung/wissen ... -erklaert/
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Re: Das neue Problem der Ladeinfrastruktur

backblech
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Holz wird immer mit Holzresten getrocknet, weil im Sägewerk davon genug anfallen. Dass Pellets sind meistens Späne aus der Bearbeitung von technisch getrocknetem Schnittholz.
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Re: Das neue Problem der Ladeinfrastruktur

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phonehoppy hat geschrieben: Gerade die Nebenkosten bei Giro- und Kredikartenzahlungen verteuern den Betrieb von Ladesäulen weiter. Aufgrund gesetzlicher und anderer Bestimmungen sind die Terminals zum Bezahlen mit Giro- Maestro/VPay- oder Kreditkarten teurer, als die RFID-Leser, die die Roaming-Karten akzeptieren, und auch die Kosten pro Bezahlvorgang sind deutlich höher. So etwas lohnt sich darum auch theoretisch (in der Praxis ja ohnehin nicht) nur bei großen Ladeparks, wo ein Zahlterminal mehrere Ladesäulen abdeckt.

Die Zukunft liegt meiner Meinung nach im Roaming, idealerweise ohne Karte, App usw. sondern über Plug&Charge per ISO-15118. Tesla macht es ja vor, dass so etwas durchaus funktioniert, auch wenn dort ein eigenes Protokoll und nicht ISO 15118 zum Einsatz kommt.
Anstatt der umständlichen "Punktuellen Bezahlung", wie sie jetzt in der LSV steht, und die ja auch Zusatzkosten verursacht, sollte dort eine Roaming-Pflicht hinein, d.h. jeder CPO muss sicherstellen, dass sein Säule in ein gängiges Roaming-System eingebunden ist.
Das halte ich für einen Mythos ich kann in jeder Bäckerei jetzt 2 Brötchen mit Karte zahlen! Tesla macht auch gar nix vor Tesla ist ein geschlossenes abgeschottetes System welches gegen die LSV verstößt.
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