Umständliches Laden im Alltag: Keine Lademöglichkeiten zuhause und bei der Arbeit

Umständliches Laden im Alltag: Keine Lademöglichkeiten zuhause und bei der Arbeit

smeyen
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Ich überlege gerade, mir für den Oktober einen Tesla Model 3 (voraussichtlich SR+) als Dienstwagen zu bestellen. Vom Auto bin ich überzeugt, aber was mir Kopfzerbrechen bereitet, ist das Aufladen im Alltag. Dazu möchte ich vorausschicken, dass ich nicht zu den Leuten mit Reichweitenangst gehöre; mir ist klar, dass auf Langstrecken genügend Tesla-Supercharger herumstehen, um mit immer wieder kurzen Pausen gut ans Ziel zu kommen.

Was mir aber Sorgen bereitet, ist die Situation im normalen Alltag. Ich lebe in der Umgebung von Frankfurt und pendele jeden Tag ca. 50km zur Arbeit und wieder nach hause. Ich habe weder zuhause noch bei meiner Arbeitsstelle eine Möglichkeit, das Auto aufzuladen. Also bin ich auf öffentliche Ladeinfrastruktur angewiesen.

Diese ist aber im Frankfurter Raum so beschaffen, dass Teslas Supercharger nur weit außerhalb der Stadt und praktisch nur für den Durchreiseverkehr positioniert sind. Wenn ich etwa im normalen Alltag einmal wöchentlich den Supercharger aufsuchen wollte, müsste ich etwa eine Dreiviertelstunde extra fahren. Das ist umständlich und in einem arbeitsintensiven Job und Patchworkfamilie eigentlich nicht das, was ich mir als zusätzliche Belastung wünsche.

Nun gibt es noch die Charger bei Supermärkten usw. die mal 22Kw/h, mal 50Kw/h bieten; jetzt habe ich überlegt, dass man jeden Abend oder jeden zweiten Abend nach der Arbeit an so einen Charger (am besten einen mit 50Kw/h Leistung) fahren könnte um zumindest in rund 15 Min. die gefahrenen 50km Reichweite nachzuladen. So würde ich wohl versuchen, die Batterie des Fahrzeugs stets bei 80-90% zu halten, und zwar vor allem durch immer wieder kurzes Nachladen.

Meine Frage lautet nun: kennt jemand die Situation oder kann mir jemand aus eigener Erfahrung sagen, ob das ein realistisches Szenario ist? Unterliege ich einem Denkfehler? Gibt es bessere Tricks?

Danke für Eure Feedbacks.
Tags: Ladeinfrastruktur tesla-model-3
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Re: Umständliches Laden im Alltag: Keine Lademöglichkeiten zuhause und bei der Arbeit

ComputerEgo
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Erstmal solltest du nicht von vorneherein so planen, dass du nur DC (Schnell-) Laden einplanst. Das ist auf dauer nicht gut für den Akku und bei Tesla kann es dann durch Softwareupdates zu Begrenzung der Ladeleistung kommen.
Da du nicht geschrieben hast, wie es bei dir im häuslichen Umfeld aussieht, hier nur eine Spekulation. Eventuell hast du ja zuhause die Möglichkeit über eine Schukosteckdose zu laden. Selbst, wenn du die nur mit 10A dauer belasten kannst, würdest du über Nacht in 10 Stunden ca. 20 kwh nachladen können. Das sind immerhin mehr als 100 km und würde deinen täglichen Verlust ausgleichen.
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Re: Umständliches Laden im Alltag: Keine Lademöglichkeiten zuhause und bei der Arbeit

eMarkus
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Ich habe zu Hause nur eine Notladung, das heisst wenn ich das machen möchte dann stehe ich im Parkverbot, ziehe das Kabel vom Wohnblock über den Gehweg auf die Strasse.
Ich fahre noch wesentlich mehr wie du.

Wie ich das regle ist so:

1) 2-3 mal die Woche am Supercharger, meistens gehe ich noch nebenher Schwimmen (grob geschätzt 60% des Ladebedarfs). Bei mir ist der Supercharger aber nur 8km Autobahn weg !

2) Manchmal habe ich an der Arbeitstelle Glück (10%-20% des Ladebedarfs, teilweise Schuko)

3) Sonstige in der Stadt und meine Notladung (20%-30% des Ladebedarfs)

In deinem Fall, vor allem wenn der Supercharger auch noch 45 Minuten Umweg ist, denke ich dass du mindestens noch eine andere Möglichkeit benötigst. Selbst eine Schuko am Wochenende würde da schon reichen. Dann würdest du wenigstens voll in die Woche starten.
Und den Akku würde ich nicht auf 80%-90% durch den Supercharger bringen, in dem Bereich ist der Ladevorgang extrem langsam.

Auch würde ich nicht täglich oder jeden zweiten Tag laden. Ich würde den Stand auf so 100km-150km Restreichweite fallen lassen.

Re: Umständliches Laden im Alltag: Keine Lademöglichkeiten zuhause und bei der Arbeit

Hell
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Schukos sind nicht dafür ausgelegt, über 10 Stunden 10A zu ziehen.

Re: Umständliches Laden im Alltag: Keine Lademöglichkeiten zuhause und bei der Arbeit

ComputerEgo
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Ja, richtig. Die Installation sollte entsprechend vorbereitet sein. Deshalb wäre es super, wenn der Threaderöffner seine Situation zuhause erklärt.
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Re: Umständliches Laden im Alltag: Keine Lademöglichkeiten zuhause und bei der Arbeit

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@smeyen: Schau mal hier ins Verzeichnis welche Ladestationen in der Nähe von Deinen regelmäßigen Aufenthaltsorten liegen. Ich hatte anfangs auch nur öffentliche Ladestationen zur Verfügung. Früher war ich zweimal die Woche beim Kaufland einkaufen und zugleich laden. Sonntags dann während dem Kirchgang. Und die restlichen Ladungen hab ich dann taktisch mit einem Cafebesuch verbunden.

Mittlerweile steht fußläufig zu meiner Arbeitsstelle eine öffentliche Säule. Also jetzt ist besser als früher, aber früher hat's auch gut funktioniert.

Grüazi, MaXx

Re: Umständliches Laden im Alltag: Keine Lademöglichkeiten zuhause und bei der Arbeit

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Ich habe hier einen Nachbarn ohne eigene Lademöglichkeit. Der hat seine Zoe erst geleast nachdem er mit mir geklärt hatte dass er bei mir laden darf.
Er stellt sich so hin dass ich noch in die Garage komme und ich bekomme regelmäßig von ihm eine Stromspende.
Ein weiterer Nachbar der bei Mazda arbeitet und einen elektrischen Dienstwagen bekommen soll hat auch schon angefragt.
Schau doch mal ob in Deiner Nachbarschaft jemand eine Wallbox hat und frage dort mal an. Mehr als ein Nein riskierst Du nicht.
Twizy seit 3/2015, Zoe Q210 12/2015-11/2017, Ioniq 12/2017-2/2020, Kona seit 2/2020
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Re: Umständliches Laden im Alltag: Keine Lademöglichkeiten zuhause und bei der Arbeit

ZE40mike
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Wenn du einen Tesla als Dienstwagen nimmst frag doch einfach Mal deinen Arbeitgeber ob er dir nicht eine Möglichkeit zum Laden ermöglicht.

Re: Umständliches Laden im Alltag: Keine Lademöglichkeiten zuhause und bei der Arbeit

backblech
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Steckdose auf Campingdose umrüsten lassen wg. Der besseren Steckkontakte. Dann sollten je nach Leitungsquerschnitt 10 bis 12 Ampere drin sein. Und für den Gehweg einen Stolperschutz.
BMW i3 60Ah 03/17-01/19
BMW i3 94Ah seit 02/19

Re: Umständliches Laden im Alltag: Keine Lademöglichkeiten zuhause und bei der Arbeit

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Hell hat geschrieben: Schukos sind nicht dafür ausgelegt, über 10 Stunden 10A zu ziehen.
Das ist einfach nur falsch. Normgerechte Schukodosen sind für 10A Dauerlast ausgelegt, je nach Dose können sie auch deutlich mehr aushalten.
Ich lade seit Jahren sogar mit 14A 5-6 Stunden lang an einer gewöhnlichen Schukodose die dabei gerade mal lauwarm wird (die Steckverbinder, das Außengehäuse wärmt sich überhaupt nicht auf).
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