Diese Ladesäulen-Idee soll die deutsche Antwort auf Tesla sein

Re: Diese Ladesäulen-Idee soll die deutsche Antwort auf Tesla sein

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E.ON schaffts nichtmal, von erfahrenen Unternehmen gebaute Säulen zuverlässig zu betreiben. Da freu ich mich auf zwei Newcomer, die ihre Kompetenzen bündeln. Die aus dem VW-Konzern kommende HPC-Säule (Porsche HPC) ist übrigens so zuverlässig, dass
- die Pilotinstallation in Berlin in zwei Jahren nicht zuverlässig zum Laufen gebracht werden konnte und letzte Woche ausgetauscht wurde
- Ionity, an denen VW einen beträchtlichen Anteil hält, nach den Pilotinstallationen davon absah, Säulen vom Gesellschafter zu kaufen
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Re: Diese Ladesäulen-Idee soll die deutsche Antwort auf Tesla sein

aiahaumx
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Ich verstehe immer noch nicht, wo sie dafür die Akkus her nehmen wollen.

Angenommen, sie stellen 10.000 Säulen auf (im Artikel ist von 24.000 die Rede) und jede Säule schafft es, Energie für zwei ID.3 abzugeben bis der Akku leer ist (Verluste ignoriere ich mal). Dann brauchen wir angenommen noch einmal 50% zusätzliche Akkus, die zentral irgendwo aufgeladen werden, während die anderen vor Ort im Einsatz sind. Das macht dann eine Akkumenge, von der man hätte 30.000 ID.3 bauen können. Das ist in etwa ein Drittel der ID.3 Jahresproduktion von Zwickau. Wo soll das her kommen?

Re: Diese Ladesäulen-Idee soll die deutsche Antwort auf Tesla sein

Helfried
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aiahaumx hat geschrieben:Wo soll das her kommen?
Von gebrauchten Autos. Diese gibt es zwar erst später, aber es sind ja vorerst auch nur Versuchsanlagen.

Re: Diese Ladesäulen-Idee soll die deutsche Antwort auf Tesla sein

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Ganz viele Reizwörter zum Clickbaiting. Ladestationen mit Pufferspeicher gibt es mittlerweile quer durch Europa, Tesla hat Megapack-Supercharger zu Thanksgiving eingesetzt.
Letztlich ist das ein Teil der Lösung für Autobahn-Ladestationen zur Abfederumg von Spitzenlasten.
Die 350kW-Ladestationen sind in Sachen Netzanschluss echt dumm, da es auf absehbare Zeit keine Autos geben wird, die sowas wirklich auslasten. Für sie Anschlussleistung kann man 7 50kW-Ladepunkte installieren... Also: Ohne Lastmanagement. Angesichts von Ladeleistungen von Ioniq FL, Zoe ZE50 und den kleinen Konas, Niros, eGolf, eUP/Drillinge und i3 ist das vermutlich nicht die schlechteste Idee. Ziel sollte sein, die Ladepunkte zu vermehren, lieber mehrere geteilte als 4-6 350kW-Teile.
BMW i3s 120Ah || Tesla Model 3 LR AWD

Re: Diese Ladesäulen-Idee soll die deutsche Antwort auf Tesla sein

Helfried
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B.XP hat geschrieben:lieber mehrere geteilte als 4-6 350kW-Teile.
Wo steht denn was von 350 kW??

Re: Diese Ladesäulen-Idee soll die deutsche Antwort auf Tesla sein

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Selbst die mobile Station hätte einen Anwendungsfall. Man könnte die bei irgendwelchen Veranstaltungen hinstellen - ähnlich wie Dixiklos. Vor allem, wenn man es noch an irgend einen Baustromverteiler anschließen kann, so dass die Dinger sich nachladen können. Scheinbar sind die Baugenehmigungen bei den stationären Ladepunkten oft eine sehr zeitintensive Sache.
Wenn die eine Ladung wirklich komplett offgrid bereitstellen wollen, bräuchte man aber vermutlich andere Lösungen (wir ja heutzutage gern mit Dieselgenerator realisiert, aber da könnte man natürlich auch andere Lösungen finden). Zur not sogar ein Container mit Brennstoffzelle und H2 Tanks. Das sind aber garantiert nur Nischenanwendungen - ansonsten wäre das Energieverschwendung.

Solche Lösungen sind aber auch langfristig nötig. Ich denke da an Festivals auf dem Land. Da ist es egal wie energieeffizient das ist. Die Infrastruktur kann nicht auf solche punktuellen Anhäufungen ausgelegt werden. Hat den Vorteil, dass man die dann in der Ferienzeit noch an die Rastplätze auf der A8 aufstellen kann...
08/2019 Outlander PHEV PLUS: (ca >95% der km und 99,5% der Fahrten elektrisch, überwiegend PV geladen - für Kurzstrecken, Berg- und Anhängerfahrten)
04?/2021 VW ID.3 Pro Business: als Firmenwagen bestellt - für Kurz und Mittelstrecken

Re: Diese Ladesäulen-Idee soll die deutsche Antwort auf Tesla sein

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  • spark-ed
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Das Konzept mit den gepufferten VW-Schnellladern wurde ja bereits vor längerer Zeit vorgestellt. So wirklich daran geglaubt hätte ich aber ehrlich gesagt nicht.
Die meisten Leute unterschätzen die Kosten für die Leistungsbereitstellung bzw. die z.T. limitierte Leistungsverfügbarkeit an Standorten weit abseits von entsprechender Infrastruktur wie Umspannwerken
Ich zitiere mich mal selber aus einem alten Faden dazu
spark-ed hat geschrieben: Das ist wohl weniger als "Powerbank" für unterwegs zu sehen, als für eine Glättung der zur Verfügung stehenden Anschlussleistung für mehr oder weniger stationäre Aufstellung.

Wenn ein Standort z.B. einen 2MW Anschluss hat, ist dort wegen Gleichzeitkeitsfaktor 1 bei der Dimensionierung wahlweise bei sechs 350kW Ladern Schluss oder man kann ein Vielfaches solcher Ladepunkte mit integriertem Pufferspeicher aufstellen.

Die Auslastung über den Tag ist niemals gleichmäßig, da helfen solche relativ kleinen Speicher bereits deutlich. Die Standardisierung auf in sich geschlossene Einheiten macht dabei schon Sinn. Man darf nicht vergessen, das die Ladesäule selber in der Regel den kleinsten Anteil der Kosten verschlingt. Einen großen Teil der Anschluss- und Netzkosten kann ich hier widerum mittels Pufferspeicher kompensieren.

Man könnte im Idealfall über 24h die volle zur Verfügung stehende Netzleistung nutzen und zu den Stoßzeiten abgeben, das bedeutet im optimalen Falle an einer einzelnen CEE 63A (43kW) Steckdose einen täglichen Umsatz von 1000kWh entsprechend rund 5000km Fahrleistung.

Als mobile Anwendung fallen mir da ein:
- Ausstattung von Ladeparks bei Veranstaltungen, Messen.
- temporäre Zusatzlademöglichkeiten an Engpassstellen während der Hauptreisezeiten
- zwischenzeitlicher Einsatz als Netzspeicher (Regelenergie)
SmartED - einfach, wie für mich gemacht

Re: Diese Ladesäulen-Idee soll die deutsche Antwort auf Tesla sein

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ComputerEgo hat geschrieben: Ich frage mich, warum wollen die alle nur Schnelllader bauen/hinstellen. Viel wichtiger wäre ein Ausbau bei den "Normal"-Ladepunkten (<=22kw). Das wird meiner Meinung nach mehr benötigt und speziell für Laternenparker, die keine eigene Lademöglichkeit haben.
Nö die braucht man nur zuhause.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, Tested X3 xDrive30e, eTron 50, EQC In Testing ID.4, ENYAK, iX3
Mitglied bei Electrify-BW e.V. https://electrify-bw.de/

Re: Diese Ladesäulen-Idee soll die deutsche Antwort auf Tesla sein

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aiahaumx hat geschrieben: Ich verstehe immer noch nicht, wo sie dafür die Akkus her nehmen wollen.
die bauen die einfach...
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Mitglied bei Electrify-BW e.V. https://electrify-bw.de/

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aiahaumx
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kub0815 hat geschrieben:
aiahaumx hat geschrieben: Ich verstehe immer noch nicht, wo sie dafür die Akkus her nehmen wollen.
die bauen die einfach...
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