Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

timotius
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Genau, und dann bräuchte es auch keine langen Pausen an 22 kW AC Ladepunkten, an denen dann noch einphasig geladen wird (je nach Modell). Die AC Ladepunkte sind perfekt innerhalb von Städten, aber es braucht eben auch DC für weitere Strecken. Ein bisschen wie "Pest oder Cholera" :-)
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Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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psm-freak hat geschrieben: (...)
Stichworte Heatgate, Rapidgate.

Mit geringeren DC-Strömen würde der Akku weniger heiß
die Ursache fürs Rapidgate beim Leaf sind nicht die hohen Ladeströme während der Ladung und des damit verbundenen Aufheizens des Akkus, sondern der, dass der Akku bereits während der Fahrt auf Langstrecke so warm wird, dass er das ideale Temperaturfenster für eine optimale Ladung bereits überschritten hat, bevor man zum zweiten, dritten oder x-ten Mal zum Nachladen am Schnelllader ankommt.
Wird dann geladen, geschieht das dann mit entsprechend immer weniger Leistung, da das BMS den Akku durch die Ladung nicht noch weiter aufheizen möchte.
Viele Grüße, Stephan

seit dem 24.01.2020 rein elektrisch im BMW i3 - 120Ah unterwegs: die rote Zora

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

psm-freak
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Ab welcher Geschwindigkeit passiert das?
Ioniq 28 Style

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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Nichtraucher hat geschrieben: Ich merke es gerade mit unserer Zoe, die wir seit Ende März haben sehr deutlich.
Die 22 kW AC Ladepunkte hier im ländlichen Raum erlauben es auch jemand, der keine eigene Lademöglichkeit direkt bei der Wohnung hat, mit akzeptablen Aufwand aufzuladen.
Ich finde den Aufwand eher nicht auf Dauer akzeptabel. Aber Du hast das Auto ja erst kurz, ich habs 5 Jahre.
Mit der Anfangsbegeisterung geht das zwar, hab ich auch gemacht, aber auf Dauer ist es doch zu lahm, man muss zu viel Zeit während der Ladung irgendwo verdödeln.

Trotzdem ist es natürlich hin und wieder praktisch. Zb hatten wir im letzten Urlaub auf der Fahrt noch 3h eine Stadt angesehen, weil das Etappenziel für den Tag nicht so weit war und die Zeit einfach über. Bei solchen Gelegenheiten bringt der 22kW Lader gerade in Verbindung mit großem Akku dann richtig was.

Nur hab ich das halt nicht im Alltag. Wenn ich mich da während des Einkaufes nebenbei versorgen muss, sollten es schon 50kW aufwärts sein.

Für mich persönlich ist es halt egal, weil kann zuhause und auch bei der Firma laden und die Gelegenheiten, wo die AC 22kW Ladung einen Vorteil bringt, sind eher rar gesäht. Aber natürlich gibt es sie und besser haben als brauchen.
psm-freak hat geschrieben: Er fragt danach weil es Nissan nicht für nötig hält, bei einem schnellladefähigen Fahrzeug den Akku zu kühlen, Stichworte Heatgate, Rapidgate.
Mit geringeren DC-Strömen würde der Akku weniger heiß
Soweit ich das verstanden habe, wird der auch beim Fahren schon warm. Und langsamer laden macht ihn auch nicht besser für Langstrecken. Mit dem Teil muss man halt einfach wissen, dass man einmal DC fix laden kann und längere Strecken werden dann sehr zäh.
psm-freak hat geschrieben: Na wenn da ein Arbeitgeber nur 22KW aufstellt wundert mich die Überlastung nicht...
Wir haben 12x 22kW und keine Probleme. Ist halt bisschen Oversize und ein gescheites Lastmanagement wäre nicht schlecht, dann könnte man mit dem gleichen Anschluss auch mehr versorgen. Bei uns ist meine ich der spätere Ausbau auf 60 Ladepunkte schon vorgesehen. Aber dank Corona wird das wohl dauern.
psm-freak hat geschrieben: Man kann ja verschiedene Säulen aufstellen, für alle die sowieso den ganzen Tag im Büro sind 3,7KW, für Außendienstmitarbeiter oÄ, die möglichst schnell wieder weg müssen 50KW DC oder vielleicht sogar ein HPC, für Mischformen eben 22KW.
Ich finde der Wildwuchs ist zu viel Aufwand, ein Lastmanagement sinnvoller. Zumal Du nicht erwarten kannst, dass immer alle da laden, wo sie das auch sinnvoll tun sollten.
Zoe Q210, keine fossilen Energieträger mehr im Haus

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

timotius
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SamEye hat geschrieben:
psm-freak hat geschrieben: (...)
Stichworte Heatgate, Rapidgate.

Mit geringeren DC-Strömen würde der Akku weniger heiß
die Ursache fürs Rapidgate beim Leaf sind nicht die hohen Ladeströme während der Ladung und des damit verbundenen Aufheizens des Akkus, sondern der, dass der Akku bereits während der Fahrt auf Langstrecke so warm wird, dass er das ideale Temperaturfenster für eine optimale Ladung bereits überschritten hat, bevor man zum zweiten, dritten oder x-ten Mal zum Nachladen am Schnelllader ankommt.
Wird dann geladen, geschieht das dann mit entsprechend immer weniger Leistung, da das BMS den Akku durch die Ladung nicht noch weiter aufheizen möchte.
Also bei meinem Leaf ZE0 liegt es nur am Aufladen. Ist ja logisch, geladen wird so lange wie möglich mit 50 kW (m. E. zu viel) und diese Leistung während der Fahrt hießen ja Geschwindigkeiten am Begrenzer. Außerdem wäre der Akku dann unverhältnismäßig schnell leer.
Und einmal aufgeheizt braucht der Akku für das Abkühlen viele, viele Stunden "Ruhe".

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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Soll ich für euch den Thread umbenennen in "Der zwanzigste Rapidgate-Thread?

Grüazi MaXx

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

Nichtraucher
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Karlsson hat geschrieben:
Nichtraucher hat geschrieben: Ich merke es gerade mit unserer Zoe, die wir seit Ende März haben sehr deutlich.
Die 22 kW AC Ladepunkte hier im ländlichen Raum erlauben es auch jemand, der keine eigene Lademöglichkeit direkt bei der Wohnung hat, mit akzeptablen Aufwand aufzuladen.
Ich finde den Aufwand eher nicht auf Dauer akzeptabel. Aber Du hast das Auto ja erst kurz, ich habs 5 Jahre.
Mit der Anfangsbegeisterung geht das zwar, hab ich auch gemacht, aber auf Dauer ist es doch zu lahm, man muss zu viel Zeit während der Ladung irgendwo verdödeln.

Trotzdem ist es natürlich hin und wieder praktisch. Zb hatten wir im letzten Urlaub auf der Fahrt noch 3h eine Stadt angesehen, weil das Etappenziel für den Tag nicht so weit war und die Zeit einfach über. Bei solchen Gelegenheiten bringt der 22kW Lader gerade in Verbindung mit großem Akku dann richtig was.

Nur hab ich das halt nicht im Alltag. Wenn ich mich da während des Einkaufes nebenbei versorgen muss, sollten es schon 50kW aufwärts sein.

Für mich persönlich ist es halt egal, weil kann zuhause und auch bei der Firma laden und die Gelegenheiten, wo die AC 22kW Ladung einen Vorteil bringt, sind eher rar gesäht. Aber natürlich gibt es sie und besser haben als brauchen.
Von Anfangsbegeisterung keine Spur. Ich hatte 6 Jahre einen Japan Leaf da war praktisch jeden Tag laden angesagt, da zu dieser Zeit bei uns auch noch mehr gefahren wurde. Da war es nicht praktikabel das Auto 5-6 Stunden irgendwo hinzustellen und später wieder abzuholen.

Aktuell lade ich mit der Zoe nur noch 2x im Monat. Die öffentliche Ladestation ist rund 500 m weg. Von Aufwand kann da bei 2x im Monat keine Rede sein. Noch dazu ist es sehr gut planbar. Lade ich heute nicht, lade ich halt morgen. Ansonsten wird zwischendurch etwas nachgeladen, was bei 22 kW dann jeweils auch gut was ausmacht, selbst wenn es nur eine Stunde oder weniger ist.

Kann sich jeder ausrechnen, dass bei 10.000 km pro Jahr nicht mehr an Ladevorgängen notwendig ist.
Sion reserviert
Aktuell Zoe Intens mit AHK von Wolf

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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Ich konnte den 22 kW AC Ladestationen auch lange Zeit nichts abgewinnen. Seit 2014 habe ich nur diverse DC schnellladefähige Autos durch die Gegend chauffiert. Zuletzt mit dem Kona ein Auto, das mit 75 kW laden kann. Das ging soweit recht gut und natürlich sehr flott.

Mittlerweile sehe ich das alles ein wenig anders. Mein Fahrprofil verlangt nur noch zwei Langstreckenfahrten im Jahr mit 550 km einfacher Strecke (Familie und Urlaub). Auf der einen Seite ist die Preisentwicklung beim DC Laden noch nicht wirklich absehbar, auf der anderen Seite würde mich ein zweistündiger Zwischenstopp auch nicht wirklich stören.

Denn anstatt 45 Minuten an irgend einer Raststätte zu verbringen, könnte man auch einfach in ein der Autobahn nahe gelegenes Städtchen fahren, den Akku an einer unscheinbaren Ladesäule der Stadtwerke in 2 Stunden vollsaugen und währenddessen die Freizeit genießen. Minigolf spielen, Schwimmbad besuchen, vielleicht auch eine Runde Bowling, warum nicht. Also im Prinzip schon so ähnlich, wie wir das zu Zeiten des Think gemacht haben. Nur eben mit deutlich augestockten technischen Daten (9 kWh netto + 2 kW Ladeleistung ggü. 40 kWh netto + 22 kW Ladeleistung).

Ich kann mich mit diesem Gedanken durchaus anfreunden. Auch im Alltag ist es schön zu wissen, dass du das Auto in jedem Dorf sinnvoll und kostengünstig nachladen kannst. Damit unterstützt man die regionalen Initiativen und macht sich nicht abhängig von den Konzernriesen. Und selbst nach 20 Minuten hat man auch schon 50 km nachgeladen. Manchmal fehlt ja nicht mehr als das.

Man darf sich halt selbst keinen Stress machen.
Think PIV4 von 2012-2015 || VW e-up! von 2016-2018
seit 2018 mehrere nextmove Fahrzeuge im Wechsel || Opel Ampera-e II Hyundai IONIQ II Hyundai KONA

Batterie Upgrade - ein Praxisbericht || Ladestation am Mehrfamilienhaus

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

UliK-51
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22 kW Lader? Ja, für mich als Parkscheinautomatenersatz: Wenn ich fußläufig länger unterwegs bin, zahle ich lieber für Strom als ins Stadtsäckel.
Und ja, manchmal, wenns absehbar länger werden wird, stelle ich die Ladeleistung auf 'minimal'.
Aber zum Vorwärtskommen sind die lahmen Krücken längst obsolet. Selbst, wenn man 22 kW 'kann' (und nicht, wie ich, nur 7 kW.
Ioniq28
Der Mensch. Die Krone der Schöpfung, des Denkens nicht fähig, zum handeln geboren.

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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