Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

Casamatteo
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Eberhard hat geschrieben: So wird es auch kommen. Macht keinen Sinn in jedes eAuto ein teueres Bordladegerät zu verbauen, das aufwendig in das fahrzeuginterne Thermomanagement eingebunden werden muss. Aufwendige Prüfungen für die elektrischen Anlagen könnten entfallen.
Lastmanagement lässt sich mit DC auch einfacher gestalten.
Ich habe in der Garage 2x22kW und 1x11kW Bordladegeräte stehen, einmal 10kW DC, direkt an PV hätte es auch (billiger) getan.
Bei mir steht nur 1x 22kW AC Bordladegerät auf Rädern. DC-Anschlüsse sind immer noch nicht in allen E-Autos Serienausstattung. Bei manchen kostet CCS 800 Euro Aufpreis, in anderen wie Smart und Tesla Models S gibt es nach 8 Jahren am Markt immer noch keinen CCS-Ladeport.

Und Tesla ist auch genau die Firma, die als Anbieter von Photovoltaik, Stromspeicher, Wallboxen, Destination Chargern, Superchargern und E-Autos prädestiniert wäre als erste eine integrierte Gleichstromlösung vom Dach über Speicher und Lader ins Auto und ggf. von dort zurück ins Haus anzubieten.
Aber genau das nicht tut.
Vielleicht wird "AC/DC" (all connections direct current) im Masterplan "Part Trois" ab 2026 angekündigt und dann 2033 in Angriff genommen.

Bis dahin wird sich jeder aus dreiphasigem Netzdrehstrom seinen Ladegleichstrom selber gleichrichten müssen - oder ein Startup gründen das die Welt auf Gleichstrom umpolt. Nachfrage nach AC-DC-Konvertern ist offenbar vorhanden, aber die Zahlungsbereitschaft für derzeit über 10000 Euro eher nicht. Man fordert halt "billig und sofort!"
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Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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ev4all hat geschrieben: Dass die 22er AC durch DC ersetzt werden, halte ich für sehr unwahrscheinlich und natürlich auch Unsinn. Wer sollte die bezahlen?
Ich gehe davon aus das so eine 2 Mal 25kw DC Ladesäule vielleicht 2000 Euro mehr kostet wie die Ladesäulen heute. Eine. 22kw Lader für 3000 Euro würde ich mir niemals kaufen.
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Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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Nee. Warum denn auch. Is ja billiger.
Wer macht denn sowas? ...
P.s.: Denke selbst!
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Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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Worin liegt der Unterschied ob sich das Ladegerät im Auto oder in der Ladesäule steckt?
Von den Kosten durfte kaum ein Unterschied sein bzw. das Bordladegerät sollte auf Grund der Integrationskosten sogar teurer sein.

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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Wenn das Ladegerät im Auto ist bezahlt es der Autokäufer und kann es überall, sogar an CEE32 nutzen. Wenn es in der Säule ist, bezahlt es der EMP, der schon mit AC Säulen nur Verluste macht. Ist doch logisch, dass DC everywhere nicht kommen wird, es sei denn der Steuerzahler bezahlt alles.
Wollt ihr den Autobauern auch noch diese kleine Möglichkeit der Wertschöpfung nehmen?
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Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

Casamatteo
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Eberhard hat geschrieben: Worin liegt der Unterschied ob sich das Ladegerät im Auto oder in der Ladesäule steckt?
Von den Kosten durfte kaum ein Unterschied dein bzw. das Bordladegerät sollte auf Grund der Integrationskosten sogar teurer sein.
Zum wiederholten Male:
Im Smart wurde das 22-kW-Ladegerät Brusa NLG664 im Zeitraum 2012 bis 2015 für 3060 Euro angeboten, Ersatzteil soll 5400 kosten.
Ein externes 22kW-AC-auf-DC wie das MDC22 kostet um die 20000 Euro je nach Konfiguration, alleine für ein DC-Kabel werden 2000 Euro berechnet. Und so ein Gerät muss dann kompatibel zu jedem CCS oder Chademo Auto sein, das kann man nicht direkt in einem Auto verdrahten.

Ihr könnt sowas gerne billiger anbieten, die Teilnehmer am Eco-Grand-Prix werden sich freuen. Aber hört endlich auf ständig zu behaupten es sei billiger.
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und warum ist das so? nur wegen den geringen Stückzahlen. Ein Tesla CHAdeMO oder CCS Adapter kostet weniger als €500. Mehr Kosten sollte ein externes Bordladegerät auch nicht verursachen . Es wird auch an einem sehr preiswerten DC-Notladeziegel mit 3kW Leistung gearbeitet. Dann ist das Bordladegerät im VW Konzern, wenn überhaupt, nur gegen einen heftigen Aufpreis verfügbar.

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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Casamatteo hat geschrieben:
Und Tesla ist auch genau die Firma, die als Anbieter von Photovoltaik, Stromspeicher, Wallboxen, Destination Chargern, Superchargern und E-Autos prädestiniert wäre als erste eine integrierte Gleichstromlösung vom Dach über Speicher und Lader ins Auto und ggf. von dort zurück ins Haus anzubieten.
Aber genau das nicht tut.
Und das aus gutem Grund. Leider ist es nicht so einfach, wie man sich das vorstellt. Eine PV-Anlage auf dem Dach besteht aus der Reihenschaltung der einzelnen Platten. Im Idealfall kommen da ca. 500 Volt am Wechselrichter an. Natürlich Gleichspannung. Die kann man leider dem Autoakku nicht direkt anbieten.
In einer Gleichstromladesäule passt sich die (aufwändige) Regelelektronik der Akkuspannung und dem jeweils zulässigen Strom des Autos an. Dafür sendet die Fahrzeugelektronik die Information über die Spannung und den zulässigen Ladestrom an die Ladesäule und dort wird dann die Ladespannung genau angepasst und zum Fahrzeug geschickt. Diese Regelung erfordert ein hohes Maß an Sicherheit und funktioniert auch nicht gerade verlustarm, deswegen hört man in den HPC-Ladern die Lüfter rauschen und die Frequenzen der getakteten Schaltreglerdrosseln. Das lässt sich nicht ins Auto einbauen und wird auch für zuhause wirtschaftlich nicht sinnvoll zu erstellen sein. Wobei: Den Chinesen traue ich das auch zu...
e-Up! bestellt am 7.1..2020, ausgeliefert am 29.5.2020, Verkauf demnächst. ID.3 bestellt am 26.11.2020

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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Jetzt wird es absurd. Die Tesla Adapter sind DC Auf DC.
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