Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

UliK-51
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Graustein hat geschrieben:
UliK-51 hat geschrieben:
Ja, über 50 bis 350 kW- und zwar ÜBERALL, und nicht nur an Autobahnen.
Öffentliche AC Lader sind von vorgestern. Wie schrieb jemand so schön: Bürgermeistersäulen. Das ist, als ob man das Benzin noch in der Apotheke fläschchenweise kaufen müsste.
Ist doch käse, was braucht man überall 350 kW....
AC 22 ist ne super Sache, wenn das alle Autos haben und überall Säulen stehen. Dann reicht für viele schon das (kostenlose) laden beim Wochenendeinkauf ein um den Akku wieder für eine Woche voll zu machen. Oder mal 2h ins Schwimmbad, währenddessen ~40kWh in den Akku.
Stunde bummeln über Weihnachtsmarkt, wieder 22 kWh drin. Soviel kann man im Alltag gar nicht verfahren.
Nur auf Langstrecke, da brauch man Leistung.
Überhaupt kein Käse: Beim Einkauf im Supermarkt lade ich mit 50 kW (DC) und der Akku hat, wenn ich wieder am Auto bin, oft noch keine 94% SOC. Das reicht mir auch nicht "für eine Woche", sondern in der Regel für anderthalb Tage.
Ich gehe nicht schwimmen und bei uns ist auch nicht das ganze Jahr über Weihnachtsmarkt (der mich eh nicht interessiert).

Aber wenn ich mal von Aachen aus durch die Eifel an die Mosel (Cochem) fahren möchte, dann muß ich in Blankenheim, um an der 22 kW Säule 7 kW einphasig zu ziehen, ewig im Restaurant sitzen, statt am Moselufer.
Und an der ganzen Mosel sind Schnellader auch Fehlanzeige. Also Cochem Bf. mit 7 kW- wenn frei, ist ok. Da sind wir ja ne Weile.
Und zurück wieder zwei Stunden Blankenheim. :roll:
Warum nicht in Blankenheim und Cochem ein DC Schnellader?
Ihr kauftet Euer Benzin doch auch nicht mehr in kleinen Flaschen.
Fazit: Unser Autogaser ist auch nicht viel teurer im Verbrauch.
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Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

Casamatteo
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fabbec hat geschrieben: Zoe 22kW manche 43kW
Tesla 22kW bis Facelift danach 16kW
Ab nächstes Jahr sollen (2020
Etron 22kW können
Porsche Taycan 22kW können
Wie oft muss man noch wiederholen dass viele Smart, alte und neue, ebenfalls 22 kW laden können? Und das seit 2012, vor Model S und Zoe.
einziges Auto: Smart ED3 EZ2013 50600km zweiter 22-kW-Lader
6 Liter Diesel brauchen keine 42 kWh als Strom sondern 12 kWh als 1,2 Liter Ölverbrauch in der Raffinerie. Der Herr A. B. hat offenbar US-Gallonen und Liter verwechselt.

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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Wie sollen die kommenden 200kWh Autobatterien geladen werden?
Mit AC jedenfalls nicht.
Ein 50kW PV-Wechselrichter kostet etwa €3000,— Ein DC-Lader sollte daher nicht teurer sein.


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Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

Graustein
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Also nur weil du mitten durch die Pampa musst, muss da überall auch unbedingt ein 250kW Lader stehen. Denn an der Autobahn stehen ja Schnellader...
Dazu noch zwar ein effizientes Auto, aber halt mit wirklich kleinem Akku.

"Ihr kauftet Euer Benzin doch auch nicht mehr in kleinen Flaschen."
Naja, dein eAuto ist halt wie ein 10 Liter Tank auto fahren, eben genau das...

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

Graustein
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Eberhard hat geschrieben: Wie sollen die kommenden 200kWh Autobatterien geladen werden?
Mit AC jedenfalls nicht.
Ein 50kW PV-Wechselrichter kostet etwa €3000,— Ein DC-Lader sollte daher nicht teurer sein.


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Ja, die 1000 eAutos mit 200 kWh die 2020 kommen

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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mlie hat geschrieben:Diese Diskussion, was in 10 Jahren ist, ist ja ganz nett, aber zumindest ich lebe aktuell im hier und jetzt und habe keine Zeitmaschine, um schon mal 10 Jahre voranzuhüpfen.
Und Stand jetzt (+5 Jahre?) wird man zu Hause mit 22kW AC laden können an der eigene Wallbox, und ich nutze das auch regelmässig, wenn ich muss - trotz des 41er Akkus.
Ich habe halt gelegentlich die Anforderung, den Akku schnell wieder vollzubekommen und kann mich dabei nicht an einem der meistens durch Ladeschnorrern belegten Schnellader hier in der Ecke stellen. Zumal es Quatsch ist, 2x20km zu fahren, um einen Akku zu laden. Der einzige mit dieser Anforderung kann ich nicht sein, und wer Laternenparker ist, freut sich, beim Einkaufen einige und nicht nur ein paar Kilometer laden zu können.
Wer natürlich Beamter ist und niemals ungeplant mal einen Bogen in seiner ursprünglichen Routenplanung einbauen muss, weil ein Kunde/Freund/Verwandter Bedarf an einem hat, der wird auch mit den 3,7 kW ausreichend bedient sein.
Defaultmässig lädt meine Zoe übrigens mit 11kW zwischen 01:00 und 4:45 Uhr.
Dass die Autos billiger werden, wenn der 11kW Lader wegfällt, ist ein Wunschtraum. Im Grunde müsste man nur die ZOE-Technik weiterentwickeln, wahrscheinlich wären Netzfilter im Auto günstiger als die ganzen externen Ladegeräte...

Vielleicht kann man sich darauf einigen, dass es Anwendungsfälle gibt, wo die Kombination 3,7kW Onboard + 150kW CCS in der Regel vollkommen ausreicht, es aber auch Fälle gibt, wo die 22kW gebraucht werden und es Fälle gibt, wo man mit den 22kW Zeit und/oder Aufwand spart, auch wenn defaultmässig 4 oder 11kW reichen. Und jeder ist frei, sich sein Fahrzeug danach auszuwählen.

Das ist allerdings nur eine Momentaufnahme. Wenn es in 5 Jahren 3,5kW "CCS-Ladeziegel" gibt und eine bezahlbare 15-22kW CCS-Wallbox für zu Hause (also 600-800€ wie jetzt auch), dann benötigt man in der Tat keinen AC-Lader onboard mehr, oder vielleicht einen absoluten 2,3kW Havarielader mit Spiralschukokabel wie beim Twizy, der dann natürlich absolut hochoptimiert sein kann.

Aber ausser Ankündigungen oder von tibetanischen Jungfrauen bei Mitternacht handvergoldeten CCS-Ladern (wenn man nach dem Preis geht) für zu Hause unterm Carport ist da noch nix gekommen. Wäre doch eigentlich die Marktchance gewesen für die ganzen Solarfirmen: Wer Wechselrichter baut, sollte ein Ladegerät (ggf direkt aus PV oder Akku gespeist) hinbekommen...
Ganz genau. Was nützen mir Träumereien von schnellen DC-Ladungen, wenn ein Drittel der DC Säulen nicht funktioniert. AC ist zuverlässig und verbreitet. In meinem Landkreis gibt es genau 0 DC Säulen, im Nachbarkreis 2 oder 3. Es gibt nichts Praxistauglicheres für die große Mehrheit als ein Fahrzeug mit 22 oder mehr kW AC Lader, das sich auf eine funktionierende 22 kW AC Ladeinfrastruktur verlassen kann. Wenn man dann noch zuhause 11 oder 22 kW zur Verfügung hat, kommt überhaupt kein Stress mehr auf.
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Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

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Eberhard hat geschrieben: Wie sollen die kommenden 200kWh Autobatterien geladen werden?
Mit AC jedenfalls nicht.
Ein 50kW PV-Wechselrichter kostet etwa €3000,— Ein DC-Lader sollte daher nicht teurer sein.
Wozu 200kWh? Wird ja immer verrückter. Für 94% der Autofahrer dürften selbst 2019 und sogar 2026 um 100kWh locker deutlich überdimensioniert sein und drei Tage bis 1 Woche ausreichen.
Und selbst wenn: zu Hause 9 Stunden schlafen mit 22kW sind ~200kWh, selbst mit nem eNV200 und seinen 25kWh/100km kommt man damit also 800 km weit. Selbst am Arbeitsplatz könnte man mit 4,6kW*9 Stunden mindestens 41 KWh, im Idealfall mit 22kW auch 200kWh reinschaufeln. Mit dem heutigen Standardladegerät der meisten Autos mit 11kW immer noch 100kWh. Begrenzung ist da der Anschluss des Firmenparkplatzes.
Wer täglich mehr als 800km fahren muss, sollte sich dringend seinen Scheißjob aufgeben und sich einen richtigen Job suchen oder alternativ Arbeitsplanung betreiben, aber selbst dann könnte man ja Mittags unterwegs mit 300kW an CCS laden, dann wäre der fiktive 200kWh Standardakku im Jahre 2030 dann innerhalb eines halbwegs gepflegten Mittagessens wieder voll und somit ein 1600km Roundtrip möglich und Nachts wird wieder zu Hause 9 Stunden der 200er Akku aufgefüllt.


Und ein Arbeitgeber kann mit Budget X locker einen dickeren Anschluss und viele 4/11/22kW Wallboxen für alle bereitstellen als fürs selbe Budget 4 DC-Lader mit 150kW, um die sich dann alle prügeln und mittags umparkorgien veranstalten.
Du hast also gerade selbst die Begründung geliefert, warum DC nur mit unheimlich hohen Leistungen sinnvoll ist und alles bis 22kW mit AC fahrzeugseitig erschlagen werden kann.
Im Übrigen ist das "Argument" "unzuverlässiger Onboardlader" absoluter Unsinn, mein Onboardlader hat mich noch nie im Stich gelassen, wenn man mal von einer Leihzoe im Jahre 2013 absieht. Ich stand aber schon deutlich mehr als einmal pro Tour nach Berlin vor einer defekten Chademosäule - was dann auch mit ein Grund war, den eNV200 abzustoßen. Ein Auto ohne zuverlässige Ladung, ohne Ausweichmöglichkeit auf eine andere CCS-Säule ist Grützkäse. und wenn MEIN Onboardlader kaputtgeht, dann kümmere ich mich schnellstmöglch um die Reparatur, ein kaputter DC-Lader kann schon mal ne Woche, einen Monat oder noch länger defekt sein.

Bürgermeistertrippellader mit 20kW sind natürlich Quatsch, noch quatschiger wird es, wenn der DC-Anteil weggeschaltet wird, wenn einer an AC lädt.
Man kann natürlich davon träumen, dass in jedem Ort 4-8 350kW Lader stehen, viel sinnvoller ist es aber, einfach beim parken des Fahrzeuges am Arbeitsplatz oder zu Hause zu laden. Diese "Verbrennerdenken", dass man um jeden Preis an irgendeinen zentralen Ort für den doppelten Preis wie zu Hause laden möchte, und dann sich 30-60 Minuten unproduktiv die Zeit totschlagen muss, muss vielleicht bei einigen Einsteigern hier noch raus.

Wenn irgendwann an jeder Straßenlaterne ein 150kW Kabel hängt, DANN sähe das anders aus - aber davon sind wir noch 20 Jahre entfernt.
320 Mm elektrisch ab 2012.
Stadtverkehrsplanung: 40 Jahre lang, als gäbe es keine Radfahrer, seit ~10 Jahren von Leuten geplant, die den Führerschein nicht geschafft haben oder noch nie Auto gefahren sind. Ich hoffe, wir haben bald einen Mittelwert.

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

MatthiasGTE
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Fazit: Her mit den 22 kW Onboard-Ladern!

Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

UliK-51
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In zehn Jahren werden wir über diese heftigen Diskussionen mit den Minimalismusbefürwortern lachend den Kopf schütteln.

Und nein, wenn wir die große Masse der Verbrennerfahrer zum Umstieg auf Elektrofahrzeuge bewegen wollen, dann funktioniert das nicht mit irgendwelchen Umdenkforderungen.
Da sehe ich das größte Potential noch bei Wasserstoff/Brennstoffzelle.
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Re: Wozu die ganzen 22kW AC Ladepunkte?

Graustein
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Welcher Minimalismus, wenn man mit 22 kW in 99,99999% immer seine Karre über Nacht voll bekommt? Wie schon wer schrieb in den meisten Köpfen steckt einfach noch dass man jederzeit zu beliebigem Zeitpunkt zur tanke fährt und da in 5 Minuten seine Karre voll hat. Viel einfacher, sinnvoller und gemütlicher ist es doch da zu laden wo man eh ist. Kino, Fußball, Verein, Schwimmbad, einkaufen, essen gehen usw.
Gut wenn man natürlich in der Freizeit nur daheim hockt und nur kurz einmal die Woche 15 Minuten einkauft mit Fertigprodukte und dann wieder nur daheim ist wird es schwierig, besonders wenn man dann noch ein Auto mit wirklich kleinen Akku hat, das kann im Alltag noch so effizient sein....
Mein i3 braucht im Sommer beim pendeln so um die 10 kWh. Komm ich also fast 400 km. Da würde es bei 22 kW reichen ihn mal 3h die Woche dran zu hängen (und ich fahr schon relativ viel, andere laden dann nur 1-2h die Woche bei 22 kW). Bekommt man nicht zusammen? Denke schon.
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