Straße voller Ladesäulen

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Re: Straße voller Ladesäulen

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zoppotrump hat geschrieben: Der Netzausbau im Grid (bspw. neuer Trafo an der Straße) ist teurer als ein Lastmanagement (ein Stück Software, 1x geschrieben, tausendfach genutzt).
Die Annahme, dass ein Lastmanagement per se Störungen verursacht ist etwas arg platt.
Du hast immer noch nix verstanden und schwärmst von deinem Lastmanagement. Auf einem Pendlerparkplatz treffen alle fast zur gleichen Zeit ein und fangen somit fast alle gleichzeitig an zu laden. Ein Lastmanagement müsste somit auf alle die verfügbare Leistung verteilen und entsprechend begrenzen. Also besser nur die reduzierte Leistung anbieten und auf das Lastmanagement verzichten.

Hier im Forum gibt es ein Hype um das Lastmanagement. In fast allen Fällen kann man drauf verzichten, wenn die Anlage richtig ausgelegt wird. Ein neuer Trafo gehört nicht unbedingt zum richtigen Auslegen sondern die Vermeidung.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Straße voller Ladesäulen

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Bjørn hatte mal ein interessantes Konzept einer Ladelösung in Seoul vorgestellt. Dabei wurden eine gewisse Anzahl an "dummen" Ladeboxen auf einem normalen Parkplatz installiert. Die Boxen wurden von einer Zentrale per Zigbee gesteuert. Eine Art Lastmanagement gibt es auch, aber eher prioritätsbasiert. Wer zuerst kommt, lädt zuerst, der anderen erst wenn Fahrzeuge voll geladen sind, bzw. nicht mehr laden.
Bei Minute 13 gibt es ein Schaubild das den Aufbau erklärt.
https://youtu.be/uNw9qu7075k

Re: Straße voller Ladesäulen

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ecopowerprofi hat geschrieben: Auf einem Pendlerparkplatz treffen alle fast zur gleichen Zeit ein und fangen somit fast alle gleichzeitig an zu laden. Ein Lastmanagement müsste somit auf alle die verfügbare Leistung verteilen und entsprechend begrenzen. Also besser nur die reduzierte Leistung anbieten und auf das Lastmanagement verzichten.
Ganz so einfach ist es ja nicht. Selbst wenn alle gleichzeitig ankommen und 9 Stunden parken, brauchen ja nicht alle gleich viel nachladen. Selbst bei 2,3 kW sind manche vielleicht schon nach einer Stunde wieder voll. Und wenn drei Viertel der Autos nach 5 Stunden voll geladen sind, dann kann das restliche Viertel noch vier Stunden lang mit 9 kW laden.

Also hat selbst ein einfaches Lastmanagement durchaus Vorteile.
Ioniq 28 kWh Premium mit Sitzpaket, Intense Blue, Michelin CrossClimate+, Produktionsdatum 16.4.2019 - Abholung in Landsberg am 14.9.2019 (Sangl #588)

Re: Straße voller Ladesäulen

Michael_Ohl
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Es reichen sogar Schuko Steckdosen und Summenzähler mit Gruppenabwurf. Das alle Schuko Steckdosen gleichzeitig 16A ziehen könnte sowieso keine Elektroanlage der Welt leiden. Die Wahrscheinlichkeit eines Abwurfes im einem Parkhaus würde ich mit nahe Null beziffern, wenn der Anschluss nicht vollkommen unterdimensioniert ist. Ein Forumstreffen im Parkhaus während einer Rally wäre da sicher eine Ausnahme.

MfG
Michael
Kangoo ZE maxi seit 2015 116000km, Kangoo ZE Postkutsche seit 2018 87000km, E-UP seit 2020, 2000km, C180TD seit 2019 23000km , max G30d seit 2020 240km, Sunlight Caravan seit 2012 und Humbauer 1300kg. Seit 2013

Re: Straße voller Ladesäulen

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Lastmanagement ist in der Theorie eine tolle Sache, funktioniert in der Praxis aber nur mit Einschränkungen.
Der Mix and möglichen Ladeleistungen, verbunden mit ein- zwei oder dreiphasigem Ladegerät und vor allem dem unterschiedlichen Verhalten der einzelnen Fahrzeuge/ Onboardlader bezüglich Ladeunterbrechung oder zu geringen Strömen macht es aber in der Praxis kaum beherrschbar hinsichtlich Zuverlässigkeit.

Was nützt eine Leistungsoptimierung, wenn zwischendurch das Lastmanagement den Hahn zugedreht hat, dadurch der Onboardlader ausgestiegen oder die Bordelektronik eingepennt ist und den neuen Ladestart gar nicht mehr mitbekommen hat und man in Konsequenz zum Feierabend mit leerer Batterie am P+R Parkplatz steht.

Die Prioritätenreihenfolge für AC Ladepunkte mit typischerweise hoher durchschnittlicher Verweildauer muss meiner Meinung nach folgendermaßen aussehen
1. hohe Ausfallsicherheit
2. hohe Verfügbarkeit durch viele Ladepunkte/ Redundanz
3. Kostenoptimierung
4. optimaler Komfort (z.B. festes Kabel, pauschale Abrechnung über Parkgebühr)
5. maximale Ladeleistung/kapazität
SmartED - einfach, wie für mich gemacht

Re: Straße voller Ladesäulen

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spark-ed hat geschrieben: Was nützt eine Leistungsoptimierung, wenn zwischendurch das Lastmanagement den Hahn zugedreht hat, dadurch der Onboardlader ausgestiegen oder die Bordelektronik eingepennt ist und den neuen Ladestart gar nicht mehr mitbekommen hat und man in Konsequenz zum Feierabend mit leerer Batterie am P+R Parkplatz steht.
Das wird aber nach den hier geltenden Annahmen nicht passieren wird, weil ja niemand +/-50km zum Pendlerparkplatz pendelt und das sowieso im ländlichen Raum statt findet, wo alle zu Hause laden können.

Vielleicht sollte in dieser Diskussion erst einmal ein Grundkonsens an Annahmen geschaffen werden. So wie sich das im Moment darstellt, läuft es nämlich immer wieder auf den Punkt hinaus, dass die eigentliche Zielgruppe so einen Ladepark gar nicht braucht.

Somit wird das ganze zu einem Gedanken-Stunt, dessen reale Umsetzung nur eines ist: Verbrennung von Geld.

SüdSchwabe.
--
Kona 64kWh Premium Facelift Acid Yellow GSD - bestellt am 09.September 2019 - abgeholt am 5.Juni 2020

Re: Straße voller Ladesäulen

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Der P+R Parkplatz war hier als griffiges, aber vielleicht schlechtes Beispiel genannt.
Grundannahme? Ich persönlich sehe AC Ladesäulen eigentlich eh hauptsächlich für Anwohner-Übernacht oder Arbeitgeberladeplätze als sinnvoll an. Alles andere DC, dann geht auch Lastmanagement vernünftig.
SmartED - einfach, wie für mich gemacht

Re: Straße voller Ladesäulen

Kombjuder
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Basti_ hat geschrieben: Kann man dann nicht 4 Stunden Vormittags und vier Stunden Nachmittags laden?
ja, kann man. Nur fährst du halt zwischen drin einmal nach Hause und wieder zurück. Sprich du hast die Wegstrecke Heim - Arbeitsplatz 2 mal am Tag.
Hyundai Kona Caramic Blue, PV 5kWp

Re: Straße voller Ladesäulen

Kombjuder
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ecopowerprofi hat geschrieben:
Du hast immer noch nix verstanden und schwärmst von deinem Lastmanagement. Auf einem Pendlerparkplatz treffen alle fast zur gleichen Zeit ein und fangen somit fast alle gleichzeitig an zu laden.
Und du hast keine Ahnung von Pendlerströmen.

Schichtarbeiter beginnen um 6 Uhr, Industrie und Handwerk um 7 Uhr, Büro um 8 oder 9 genau wie Verkaufspersonal.
Teilzeit geht um 12 Uhr, Mittagsteilzeit kommt gegen 13 Uhr und Spätschicht um 14 Uhr
Dazwischen hast du dann noch ein paar die zu ganz anderen Zeiten kommen zu Erledigungen.

Bei uns sind nun mal weit Anfahrten zu den Pendlerparkplätzen üblich, da der ÖPNV zum Teil nicht existent ist und die hohen Löhne in der Schweiz locken.

Nur ist dort parken fast unmöglich weil selbst Firmenparkplätze mengenmässig reglementiert sind.

Ich habe da meine Meinung und bei der bleibe ich.
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Re: Straße voller Ladesäulen

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Kombjuder hat geschrieben:
Basti_ hat geschrieben: Kann man dann nicht 4 Stunden Vormittags und vier Stunden Nachmittags laden?
ja, kann man. Nur fährst du halt zwischen drin einmal nach Hause und wieder zurück. Sprich du hast die Wegstrecke Heim - Arbeitsplatz 2 mal am Tag.
Nun ja knappe 15kWh=100km würde er in vier Stunden auch mit einem Anschlusswert von 3,7kW nachladen. Er könnte also am Tag je 2x 100km zum Parkplatz und zurück pendeln. Falls jemand so etwas auf sich nimmt macht er aber definitiv etwas falsch. :-D
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