Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

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Ich denke eigentlich auch, dass es am besten über dem Preis gesteuert werden sollte. Aber das könnte natürlich das stromproduktionsdienliche Laden schwierig machen. Hier muss dann aus verteilungsnetzdienlichlicher Sicht teilweise entgegengesteuert werden, so dass nicht alle dann gleichzeitig laden, wenn die Börsenpreise am niedrigsten sind.
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Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

Michael_Ohl
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Komisch das die Netze nicht immer um 17:30 Uhr zusammenbrechen wenn alle ihre Pizza im Ofen haben.
Meine Autos haben noch nie nachts um 3:00Uhr geladen. Ich lade in der Firma und öffentlich. Nachts schlafe ich und das Auto steht vor der Tür.

MfG
Michael
Kangoo ZE maxi seit 2015 113000km, Kangoo ZE Postkutsche seit 2018 86000km, E-UP seit 2020, C180TD seit 2019 21000km , max G30d seit 2020 200km, Sunlight Caravan seit 2012 und Humbauer 1300kg. Seit 2013

Damit können die Netzbetreiber dann steuern, wer wann ladet

GTE_Kleve
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Schon jetzt haben wir freiwillig ein intelligentes Messsystem (iMSys). Damit kann nach § 14a EnWG – der Netzbetreiber unsere 2 Wallboxen per speziellem Stromzähler in einigen Tageszeiten abschalten oder den Strom reduzieren.
Zeitblöcke zum Laden eines Elektromobiles mit einem vergünstigten Tarif (< 0,20 € pro kWh):
15.45 Uhr – 16.30 Uhr und 19.30 Uhr – 07.30 Uhr am Folgetag
16.00 Uhr – 16.45 Uhr und 19.45 Uhr – 07.45 Uhr am Folgetag
16.15 Uhr – 17.00 Uhr und 20.00 Uhr – 08.00 Uhr am Folgetag
In anderen Zeiten können wir per normalem Stromzähler zum üblichen Tarif laden!

Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

Hell
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Das sieht nach NRW und Westnetz aus. Wurde nicht immer laut geschrien, dass es ein Problem ist, wenn nach der Arbeit zu Hause alle laden wollen?
Die vergünstigten Tarife aus dem Beitrag zuvor sprechen für mich eine andere Sprache (und die Zeit zwischen 17 und 19:30 ggf. ohne Ladung wird wohl jeder verschmerzen können, der kein Vielfahrer ist oder am nächsten Tag direkt in ein 800 km entferntes Urlaubsziel will.

Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

E-Mobil-Foo
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Wofür gibt es eigentlich §14a, der regelt die Weitergabe von Strom mit Wärmepumpen-Elektromobil-Tarif. Also Einschalten der eigenen Wallbox durch Freischaltung vom Versorger. Vorbild für die Einrichtung sind einige Versorger in Süddeutschland, NRW und Sachsen-Anhalt. In Niedersachsen lehnen die Versorger sich meist im DukatenSofa zurück - "man wartet auf Durchführungsbestimmungen" oder "beschwer dich doch bei der Schlichtungsstelle".
Denk ich an den Winter, ist für die Akku-Gesundheit die "zufällige" Wahl der Akkuladung in Eiseskälte nicht förderlich - seinen Pflegling lädt man betriebswarm.
https://www.bdew.de/media/documents/Stn ... a-EnWG.pdf

Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

ubit
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E-Mobil-Foo hat geschrieben: Wofür gibt es eigentlich §14a, der regelt die Weitergabe von Strom mit Wärmepumpen-Elektromobil-Tarif. Also Einschalten der eigenen Wallbox durch Freischaltung vom Versorger. Vorbild für die Einrichtung sind einige Versorger in Süddeutschland, NRW und Sachsen-Anhalt.
In NRW klappt sowas auch nicht überall. Ich wäre ja gerne bereit gewesen netzdienlich zu laden - keine Chance. Ich hätte einen Rundsteuerempfänger einbauen können der dann aber vom Netzbetreiber/Stromversorger nicht genutzt würde. Intelligente Meßeinrichtungen wären noch nicht zertifiziert - das würde noch dauern. Diskussionspartner war dann auch nicht der offizielle Netzbetreiber (der das Netz gepachtet hat und 80 km entfernt sitzt) sondern der lokale Energieversorger dem das Netz gehört und der auch alle Arbeiten am Netz durchführt.
So richtig klappt das Alles noch nicht - mit der Konsequenz dass ich nun vermutlich eine Installation bekomme die ggf. nicht zukunftssicher ist - bestenfalls über Bestandsschutz weiter betrieben werden kann falls solche "Rationierungen" bei uns nötig sind.

Ciao, Udo
VW e-Up! 2020 teal blue

Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

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Darum auch die Anmeldepflicht für das Vorhalten von Ladegeräten, um damit das dafür notwendige bundesweite zentrale Melderegister aufzubauen, aus dem dann die Netzbetreiber sich bedienen werden. Wie schon im anderen Thread geschrieben muss man schön behämmert sein, wenn man seinen Ladeziegel oder kleine Wallbox <11kW anmeldet und sich damit zukünftiger Willkür und Gängelei der Netzbetreiber aussetzt. Aus einer Rationierung wird man sich in einem weiteren Schritt dann schnell mit einem "Premiumangebote" mit einem Premiumpreis für das kWh freikaufen können.

Langsam aber sicher wird schon klar wohin die Richtung geht.

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Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

Blueskin
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Das wäre ja so, als würden Tankstellen die Spritpreise besonders hoch ansetzen wenn potentiell VIELE Kunden kommen (etwa zw 16h und 19h) oder sehr wahrscheinlich "Ladenot" und wenig Auswahl haben (nachts).
Uuuuuups, das ist ja tatsächlich so! ;)

Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

Odanez
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Der Artikel beinhaltet erstaunlich viel sachliche Infos, das hätte ich von Focus nicht erwartet - wenn man aber nur die Überschrift, oder nur die ersten Absätze liest, dann könnte man schon meinen, klarer Focus Qualitätsjournalismus, der durchschnittliche Focusleser dürfte aber auch nicht die Aufmerksamkeitsspanne haben um so einen langen Artikel vollständig zu lesen. Viele hören dann nach dem Untertitel schon auf und springen direkt in den Kommentarbereich um ihre Grütze loszuwerden.

Nun zu der eigentlichen Problematik: Da die Energiebetreiber keine Probleme sehen, dürfte es ein tatsächlich überschaubares Problem werden. Wenn man sich daheim eine Ladesäule mit 11kW oder mehr installieren will, dann soll man das auch anmelden, damit die Netzbetreiber wissen von welchen Lasten in welchen Bereichen sie rechnen müssen. Bei Engpässen wäre es gut, wenn die Strompreise für Leute, die Ladesäulen mit höherer Leistung haben, zwingend schwankend sind, je nach Netzauslastung. Wer also eine 11kW oder mehr Ladesäule genehmigen lassen will, MUSS dann auch auf einen Smartmeter mit Internetanbindung und einen Stromtarif wechseln, der unter Spitzenlastzeiten deutlich höhere Strompreise hat, um das Laden zu diesen Zeiten unattraktiv zu machen. Natürlich dann auch niedrigere in den Tieflastzeiten.

Das muss dann auch an HPC Ladern so sein. Entweder eine Drossellung der maximalen Ladeleistung bei Spitzenlast, oder die Säule informiert, dass zur Zeit Spitzenlast herrscht, und man die Wahl hat mit 150kW für den doppelten kWh Preis zu laden, oder 50kW für den normalen kWh Preis zu laden. Das könnte viel helfen.
Verkauft: 2013 Nissan Leaf Acenta 24kWh
Für den Übergang: 2004 Skoda Octavia Kombi 1.6
Bestellt: Kia e-Niro Spirit 64kWh

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Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

GTE_Kleve
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Der focus - Bericht ist wieder mal ein Teil der Verschwörungstheorie gegen (kalifornische) E-Autos!
Wir haben jetzt schon das intelligentes Messsystem und kommen damit mit zwei Wallboxen gut zurecht.
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