Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

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  • p.hase
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man munkelt ausserdem, daß im gegenzug die hausfrauen nur noch mit maximal einer herdplatte kochen dürfen!
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Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

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AbRiNgOi hat geschrieben: Das wir genug Strom haben ist allgemein bekannt, das es ein Problem mit der Ebene 7 gibt aber auch. Da gehört noch ordentlich Kupfer in den Boden. Wissen wir doch schon lange..... Also der letzte Trafo einer Gemeinde hat so seine Probleme denkt man.
Komisch, da hat man gerade in Österreich diverse Projekte gestartet um genau das zu testen. In einer alten und in einer modernen Siedlung. Das Problem waren die modernen Siedlungen, wo jeder Elektriker die 11kW Zusatzheizungen zur Wärmepumpe anhängen darf. Da wurden dann in dem Versuch die Elektrofahrzeuge kurz ab geregelt und alles war wieder gut.
Gut vorgetragen bei einem Kompetenztreffen des EMC in Wien, wer mag kann ja fragen ob es dazu Folien gibt...
https://www.emcaustria.at/event/emobili ... wien-juni/
Ohne grundlastfähige Kraftwerke den Verkehr und die Gebäudeheizung rein elektrisch zu bewältigen dürfte tatsächlich schwierig werden.
Hybride aller Art sind die Zukunft, reine Batterie-Autos für die Masse sind für mich eine ökonomische und ökologische Sackgasse.

Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

Strombolide
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Skeptizist hat geschrieben:
Ohne grundlastfähige Kraftwerke den Verkehr und die Gebäudeheizung rein elektrisch zu bewältigen dürfte tatsächlich schwierig werden.
Verkehr und Gebäudeheizung haben beide den grossen Vorteil, dass in der Regel die Lade- oder Heizphase ohne weiteres um ein paar Stunden verschoben werden kann (Ausnahme: Langstreckenverkehr, der aber lediglich einen geringen Anteil der individuellen Mobilität ausmacht). Das eröffnet Möglichkeiten intelligenter Steuerung, die noch in den Kinderschuhen stecken und sich rasant entwickeln werden.

Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

Blueskin
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Letztere (also intelligente Steuerungen, nicht Kinderschuhe) sind auch seeeehr dringend notwendig! Denn natürlich müssen nicht alle Autos gleichzeitig beim Heimkommen um 17 Uhr geladen werfen, wie hin und wieder mal an die Wand gemalt wird.
Aber wenn die Elektroautos 10 Stunden zum Laden benötigen, dann ist es irgendwann egal, ob um 16, 17 oder 20h eingestöpselt wurde.
Irgendwann, so gegen 3 Uhr nachts müssen ALLE am Strom nuckeln, wenn sie morgens geladen sein wollen.
Ob da noch viele "Zeitfenster" hin und her geschoben werden können, wage ich mal zu bezweifeln.

Nachtspeicherheizungen hatten ja die gleiche Thematik, aber zu deren Hochzeiten (mit langem "o" ;)) gab es vorrangig die Problematik von ansonsten wenig Stromabnahme in der Nacht bei gleichbleibender Produktion ... ohne dass wie jetzt zusätzlich tagsüber Strom durch Photovoltaik kam.

Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

Naheris
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Genau. Und es ist viel Zeit bis dahin. Es wird über eine Dekade vergehen bis signifikant BEV unterwegs sein werden. Das ist viel Zeit. Ob das dann gesteuert wird oder die Stromnetze anderweitig ertüchtigt wurden ist dabei komplett irrelevant. Die entsprechende Studie von EnBW hat ja auch gezeigt, dass das Problem kaum eines ist. Da Problem wird gelöst sein wenn wir dahin kommen. Kein Netzbetreiber wird davon überrascht werden. Notfalls untersagt man halt mal kurz die eine oder andere Wallbox >11 kW.

Es ist und bleibt reine Panikmache des Fokus.
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Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

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Ich frage mich wie die Netzbetreiber das praktisch kontrollieren und steuern wollen? Hier steckt der Juice Booster in der Kraftsteckdose, wie soll der aus der Ferne gedrosselt werden?
Im Übrigen sollten auch die maximalen 5kW kein Problem sein um den Alltag im EV zu bewältigen. Schneller lädt z.B. die Zoe im Winter eh kaum. :-D

Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

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Das Problem sind die VNB selbst. Wenn keine Signale gegeben werden, wie soll ich wissen, wie meine 2x22kW Wallbox gesteuert werden soll. Die Netzfrequenz gibt mir ja nur ein überregionales Signal ebenso wie das Preissignal bei aWattar. Ich könnte noch den Spannungsverlauf bewerten, dies auch noch phasengenau. Aber was nützt das. Ich brauche Informationen über den Ortsnetztrafo und dem vorgelagertem Netz. Aber ohne Preissignal wird es kein Anreiz geben dem zu folgen. Eigentlich bräuchte ich nur eine URL wo ich diese Information ähnlich wie bei aWattar abrufen kann. Dann kann ich mich wie eine abschaltbare bzw. variable Last verhalten und meine eAutos netzdienlich laden.


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Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

Naheris
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Und wer in der Straße wird alles einen Juice Booster haben? Sicher nicht der 08-15-Fahrer. Der hat eine geförderte Wallbox, daher dann wohl mit Steuerung. Die größeren Wohnhäuser haben Lastmanagement. Und die Netzbetreiber haben Jahre Zeit ihr Netz so zu ertüchtigen, dass die ganzen Häuser mit Wallbox auch die Leistung ihres Hausanschlusses erhalten können.

Das passiert einfach nicht von jetzt auf gleich.

Sobald die ersten Stromausfälle kommen wird auch superschnell gebuddelt, also etwas Rohrbruch-Schnell. Da kannst Du auch Gift drauf nehmen. Der Bürgermeister und die regierenden Politiker wollen nämlich wiedergewählt werden.
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Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

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Blueskin hat geschrieben: Ob da noch viele "Zeitfenster" hin und her geschoben werden können, wage ich mal zu bezweifeln.
Doch, das reicht. Ich habe das einmal grob überschlagen mit der Standardlast eines Durchschnittshaushalt (pro Stunde eines Jahres einen Wert für die benötigte Leistung). Die Annahme war dann, dass die Leitungen an der Stunde mit dem höchsten Wert komplett ausgelastet sind. Ich habe dann für jede Stunde die Differenz zu diesem Maximum berechnet, und dann geschaut, wieviel mindestens an jedem Tag geladen werden kann in der Zeit von 18:00 bis 08:00 (wenn normalerweise zumindest ein Teil der Autos an ihrem Stellplatz stehen). Das Resultat waren etwa 15 kWh pro Nacht, während der Bedarf pro Auto etwa 6 bis 8 kWh ist. Da die Autos zumindest teilweise auch außerhalb dieser Zeiten laden können, und die Leitungen vermutlich auch in der Spitzenstunde des Jahres nicht komplett ausgelastet sind, sollte der wahre Wert deutlich höher liegen.

Ich würde jetzt nicht ausschließen, dass es vereinzelt Gegenden gibt, wo die Ortstrafos ertüchtigt werden müssen - vielleicht wenn besonders viele Fernpendler dort leben. Aber da ja nicht von heute auf morgen alle Autos auf Elektro umgestellt werden, wird man dies sicher frühzeitig feststellen können.

Ganz anders sieht es allerdings aus, wenn überall Wärmepumpen installiert werden sollten. Diese benötigen noch einmal wesentlich mehr Energie als Elektroautos, insbesondere wenn man kalte Wochen betrachtet. Zumindest mit meiner obigen Überschlagsrechnung wären Wärmepumpen sicher nicht für alle möglich.
Ioniq 28 kWh Premium mit Sitzpaket, Intense Blue, Michelin CrossClimate+, Produktionsdatum 16.4.2019 - Abholung in Landsberg am 14.9.2019 (Sangl #588)

Re: Focus berichtet: Ab 2021 könnte Strom für Elektroautos rationiert werden

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Ich habe nur das Problem, daß ich nur im Sommerhalbjahr meinen Strombedarf von bis zu 100kWh/d mit meiner PV Anlage abdecken kann. In den Übergangsmonaten Oktober und März reicht die PV an vielen Tagen schon nicht mehr aus. Vom Nov.-Feb. bin ich voll auf das Netz angewiesen.
Also könnte mir der VNB ein nächtliches Zeitfenster mit reduzierten Netzentgelten anbieten, zusammen mit den Börsenstrompreis ergibt sich ein starkes Preissignal zum netzdienlichen Laden.
Bei aWattar kostet mein VNB 20,5ct/kWh an festen Kosten, dazu kommt der eigentliche Börsenstrompreis von 3-4ct/kWh.


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