Absurd: Car-Sharer legen Ladeinfrastruktur lahm !?

Re: Absurd: Car-Sharer legen Ladeinfrastruktur lahm !?

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Die Anzahl der Säulen muss einfach mit der Nachfrage erhöht werden. Und anstatt 1500 Car-Sharing-Autos von einem Tag auf den nächsten in die Stadt zu stellen, hätte man eben entsprechende Vereinbarungen mit der Stadt und Ladesäulenbetreibern treffen müssen, dass die Ladesäulen aufgebaut werden.
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Re: Absurd: Car-Sharer legen Ladeinfrastruktur lahm !?

Zmeister
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Nagut Carsharing finde ich pers. eine sehr gute Idee angesichts der tatsache das ein jener ein Auto für den zweck jetzt und fast in echtzeit haben kann.
In Achen ZBsp. Ein Smart, einen Fokus oder einen Transit Bus für den großen Einkauf!
Als ich mit einem Bekannten am CCS in Aachen am Bahnhof stand kam eine Dame mit dem Fahrrad an und nahm sich leider einen Verbrenner aus dem Sharing, Ich ahnungslos fragte die Dame wie sie es damit hällt.
Sie sagte kurz und Knapp das Sie ihr eigenes Auto sofort verkauft hat nachdem Sie einmal geshart hatte weil ihr Auto in der Werkststatt stand...
Immer Sauber, immer Tüv, Immer Sommer/Winterreifen.
Nach dem Gespräch sah ich das ganze mal von der positiven Seite...
Das einzig Negative ist jedoch das leider all zu oft die Sharing-Autos auch Ladesäulen blockieren, so ist es mir am IKEA in Rodenkirchen ergangen und in Düren an einer 22KW Säule auch...
Ich frage mich jedoch auch oft : machen 22KW Säulen und 50KW Trippel alleine Sinn?! Wäre nicht eine einfache Schuko oder CEE Blau viel besser an Parkplätzen in Mengen besser?
Ein Trippel kostet an die 40T€ eine Steckdose vlt 50€ -100€ mit Montage?
Wiso wird ständig an der Infrastruktur so gegeitzt?
MFG: ZMeister
:D Wer mit Elektronen fährt ist ein LEVEL weiter....
Ioniq Style Mj16 28Kw, Mitsubishi Outlander PHEV Mj2014 TOP-Ausstattung.

Denn ein Baum hat Äste das ist das beste, denn wäre er kahl dann wär es ein Pfahl!

Re: Absurd: Car-Sharer legen Ladeinfrastruktur lahm !?

Helfried
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WeShare verlangt nun 100 Euro von ihren Falschparkern:

https://www.elektroauto-news.net/2019/w ... lungnahme/

Re: Absurd: Car-Sharer legen Ladeinfrastruktur lahm !?

Nachbars Lumpi
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Sowas kommt nur durch undurchdachtes Handeln der Politik.
Eigentlich muesste jedes Carsharing Unternehmen bei Erteilung der Lizenz vorweisen, dass sie pro 10 elektrisch betriebene Fahrzeuge einen DC/AC Lader im oeffentlichen Raum mit Roaming installiert haben oder dieser gerade im Aufbau ist.

Es ist immer ein Geben und Nehmen. So wie es heute laeuft nehmen die Carsharing Unternehmen mit Elektroautos nur. Es wird Zeit auch mal was zu geben.

Das wuerde jeder Stadt, in der sie sich breit machen zu Gute kommen und die Situation entspannen.
&Charge: Mit Onlineshopping kostenlos das Auto aufladen. https://and-charge.com/#/invite-friends?code=ZGZRKM

Re: Absurd: Car-Sharer legen Ladeinfrastruktur lahm !?

EEssI129
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genauso ist es. Wenn der VW-eigene Carsharer WeShare einfach so 1500 eGolf in den Berliner Innenstadtbereich einbringen darf, sind nicht nur auf einen Schlag 1500 Parkplätze zusätzlich der Öffentlichkeit entzogen, sondern es wird auch seit Monaten regelmäßig die (rudimentäre) öffentliche Ladeinfrstruktur blockiert. Wo sollen dann die dortigen Bewohner der Mehrfamilienhäuser laden? Ein rücksichtsloses Chaos gegenüber der Bevölkerung.

Re: Absurd: Car-Sharer legen Ladeinfrastruktur lahm !?

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WeShare verlangt nun 100 Euro von ihren Falschparkern:
Das ist ja wirklich lobesam von WeShare. Aber ich bezweifle, daß sie das um des Gemeinwohls willen tun.
Ich habe WS-Autos immer nur an den Allego-Ladesäulen gesehen.Und von denen gibt es in Berlin aktuell 269.
Ein e-Golf benötigt zur Volladung etwa 5 Stunden. In Berlin sind die Ladesäulen in der Zeit von 18:00-08:00 als reguläre Parkplätze für alle ausgewiesen.
Demnach bleibt ein Zeitfenster von 10 Stunden, in dem Ladeplätze für E-Autos reserviert sind.
Hinzu kommt die maximale Reichweite eines e-Golfs von 200km, die im Winter und im Stadtverkehr effektiv auf vllt. 120-150km reduziert ist.
Wird also so ein e-Golf gut genutzt, muss er jeden Tag geladen werden.

WeShare hat 1500 e-Golfs in die Stadt gepumpt und wird im Februar 2020 nochmal 500 nachschieben.
Wie blödsinnig und asozial diese Aktion ist, lässt sich mit einer einfachen Überschlagsrechnung belegen:

269 Ladestationen x 2 Ladepunkte = 538 Ladepunkte
538 Ladepunkte x 10 Stunden Verfügbare Ladezeit/Ladepunkt = 5380 verfügbare Ladezeit insgesamt.

1500 e-Golfs x 5 Stunden Ladezeit/e-Golf = 7500 Stunden Ladezeit insgesamt

Das zeigt, daß alleine schon die jetzige e-Golf-Flotte die Kapazität der vorhandenen Ladeinfrastruktur überbucht.
Hinzu kommen noch die Privatautos, die auch dort laden müssen.

Stellt sich die Frage, warum wurde diese Masse an e-Golfs genehmigt?
Klingt zwar nach einer Verschwörungstheorie, passt aber genau ins Bild der aktuellen Verkehrspolitik: die den Grünen zugeordnete Verkehrssenatorin will, daß die Berliner ihr Privatauto abschaffen („Wir wollen, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“, "Autos abschaffen": Grüne stellen sich vor Verkehrssenatorin).

Verbieten können sie Autos nicht, aber die Schmerzgrenze, ein privates Auto zu fahren, durch geeignete verkehrspolitische Maßnahmen erhöhen.
Wenn im Gegenzug die Attraktiviät und Sicherheit im ÖPNV gesteigert würde - wäre es ja konsequent.
Genau das passiert aber nicht - die Zuverlässigeit der U-Bahnen nähert sich langsam, aber stetig dem Niveau der S-Bahn an.
Aufsichtspersonal wird abgezogen, Reinigungspersonal offensichtlich auch.
Ich war lange Zeit ÖPNV-Nutzer, weil mir das ständige im Stau stehen im Auto auf die Nerven ging.
Aber der im Berufsverkehr zwangsweise direkte enge Kontakt mit anderen Passagieren, die des Öfteren auch nicht die Saubersten mit allem Drumherum waren, rücksichtslose Radfahrer, die ihre stellenweise nassen, dreck- und öltriefenden Räder einfach in den bereits vollen Wagen drückten, durch die Wagen kullernden, stellenweise noch halbgefüllten Bierflaschen waren einfach nicht zu ertragen.
Hinzu das Warten auf kalten, zugigen Bahnsteigen, regelmäßig mit irgendwo im Umkreis pöbelnden Leuten, die auch auf den Bahnsteigen ihre Notdurft erledigten.
Über die Busse rede ich mal nicht, die habe ich nach Möglichkeit vermieden.
Aber all das hat mich dazu gebracht, wieder auf das Privatauto umzusteigen und das beizubehalten.
Es dauert auch nicht länger als mit Bus und Bahn, aber ich sitze im Warmen, laufe kaum Gefahr, angepöbelt oder angeschmiert zu werden.
Das ist die Berliner Realität.

Und wie gesagt: diese unsägliche WeShare-Geschichte passt da genau ins Bild. Volkswagen hingegen setzt seine unsoziale Marktstrategie nicht nur auf dem Verbrennersektor mit Schummelsoftware, sondern jetzt auch mit einer Verdrängung von den öffentlichen Ladesäulen um. Und wird bei letzterem von der Politik unterstützt.

Was wäre aber, wenn die Rechnung aufginge?
Es also nur noch CarSharing gäbe?
Es kursieren Angaben, daß ein CarSharing-Auto 15 Privatautos ersetzen würde.
Die Automobilbranche bekommt ja schon Schnappatmung und streicht Stellen, wenn der Absatz um 2% oder 3% gegenüber dem Vorjahr sinkt.
Ein flächendeckender Durchbruch des CarSharings hätte einen ca. 90%igen Einbruch des Absatzes zur Folge.
DAS kann nicht gewollt sein.
Weder von Politik noch von Industrie.
Obwohl - BMW produziert ja jetzt schon Fahrräder (BIKES.) und E-Scooter (X2City. Mit dem richtigen Kick durch die Stadt.) ... ;)
Wer heute noch hochmotorisierte Verbrenner fährt, hat den Schuß nicht gehört.

Re: Absurd: Car-Sharer legen Ladeinfrastruktur lahm !?

Naheris
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Die Autos fahren als Carsharer aber auch viel mehr, müssen also früher ersetzt werden. Taxen halten auch nicht so lange durch wie normale Autos. Somit relativiert sich das mit dem Absatzeinbruch wieder. Dazu kommen die zusätzlichen, neuen Mehrfahrten mit den Carsherern, die vorher nicht gemacht würden.

Zudem glaube ich nicht an Faktor 15. Das ist ein reiner Wunschtraum. Wie viele Arbeitsfahrten kann ein Carsharer denn am Tag erledigen zwischen 6 und 10 Uhr? Das sind niemals mehr als acht Fahrten, wenn überhaupt. Dann müssten noch durchschnittlich 7 weitere Nutzungen an dem Tag erfolgen, bis die Rückfahrten von der Arbeitsstelle beginnen.

Sobald sich Carsharer auch im Intra-Stadt-Verkehr durchsetzen wird es noch schlimmer. Sobald die Pendler bei so Strecken wie Augsburg-München anfangen, dann ist der Carsharer nur für eine Arbeitsfahrt für eine Stunde weg. Dann steht er irgendwo in München. Alle lokalen Fahrten in Augsburg müssen dann andere Carsharer machen, da die Lawine erst am Abend wieder zurück kommt.

Sobald die Carsharer dann auch noch selber fahren wird es noch schlimmer. Dann nimmt der Verkehr noch zu, weil noch mehr Leute jetzt mit dem Auto fahren können die das noch nicht oder nicht mehr konnten. Anstatt mit Sammelfahrten Abends in die Bar fahren dann alle mit jeweils einem Robofahrzeug direkt an. Und die Autos bleiben nicht zwischen der Nutzung stehen und warten auf den nächsten Kunden, sondern fahren von alleine zu ihm, was noch mehr Kilometer erzeugt.
___________________

Sind die Ladesäulen in Berlin inzwischen wirklich nicht mehr Elektrofahrzeugen vorenthalten? Vor einem Jahr als ich da war waren sie das nämlich noch, zumindest da wo ich war.
Heute: e-Tron 55 / Gestern: Leaf ZE1+, I-Pace, Kona, eGolf Mk-2, Model S AP1, Passat GTE Mk-1 / Morgen: ?
Antike: V60, V60, XC60, LS, A6 / Geschenke: A2, Lupo 3L, Golf Mk-2.

Re: Absurd: Car-Sharer legen Ladeinfrastruktur lahm !?

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hal2063 hat geschrieben:
WeShare verlangt nun 100 Euro von ihren Falschparkern:
In Berlin sind die Ladesäulen in der Zeit von 18:00-08:00 als reguläre Parkplätze für alle ausgewiesen.
Das bezweifle ich aber stark. Als ich zuletzt in Berlin (bei allego) geladen habe, war die Parkscheibenpflicht beim Laden auf 8-18Uhr begrenzt. Der Ladeplatz selbst war 24h nur für Elektroautos reserviert. Stand: August 2019. Sollte ich mich irren, bitte Bild von der Beschilderung anhängen.
e-Golf am 29.9.2017 bestellt, Abholung 1/2018 in DD. VW Code: VDRWLSAH

Re: Absurd: Car-Sharer legen Ladeinfrastruktur lahm !?

gthoele
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Hallo,

nur mal zur Klarstellung:
* In Berlin unterliegt Carsharing keiner Genehmigungspflicht. Jeder darf sich 1500 Autos kaufen und die in Berlin umherfahren. Egal ob Carsharer oder nicht. Die Kommentare weiter oben zu Frau Günther und ihrer angeblich ausgesprochenen Genehmigung sind also nicht zielführend.
* Ladestationen in Berlin sind auch außerhalb der Zeit 8 bis 18 Uhr für Elektroautos reserviert. Die Beschilderung macht das vielleicht nicht so wirklich eindeutig verständlich. Rechtssicher ist sie trotzdem. Es gibt ab und an sogar Parktickets und Abschlepper.
* Weshare lädt nicht nur bei Allego. Ich sehe auch Weshares bei Innogy (aber noch nie bei den wenigen Vattenfall-Standorten. Die ich daher wenn's passt bevorzuge weil sie so schön frei sind.). Weshare lädt auch bei Lidl/Kaufland und auf Mitarbeiterparkplätzen nachts.

Ich würde es begrüßen, wenn die Fahrzeuge zuverlässig nach 4 Stunden verschwunden sind. Dazu kann man auf die Zeitanzeige auf der Ladestation gucken. Hab' mal Sixt angerufen, um ein Sixt-Share zu verscheuchen, das 3 Tage lang an einem Laternenlader stand.

Trotzdem ist die Situation zum öffentlichen Laden in Berlin weiterhin schwierig, auch wegen Weshare, wie ich finde. Die Masse macht's...

Re: Absurd: Car-Sharer legen Ladeinfrastruktur lahm !?

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Die Geschichte ist doch so alt wie die Elektromobilität.
Vor einigen Jahren, als die Ladeinfrastruktur auch in Großstädten noch aus einer Handvoll Ladesäulen bestand, verursachte DriveNow mit den i3 ähnliche Probleme.
Da gab es eine Zeit lang auch eine offene API, wo man die Daten der Autos einsehen konnte. Ein findiger Entwickler schrieb schnell eine Seite, wo man sehen konnte wo vollgeladene i3 die öffentlichen Säulen und wie lange Säilen blockierten. Die API war dann schnell zu.
Zoe Zen Q210 + Intens R90, S-Pedelec Grace MX
Emobility East - Beratung und Verkauf zu Elektromobilität & Smarthome http://www.emobility-east.de
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